Tomas schrieb:
> Wird die Schaltungsschwelle von Transistoren im Datenblatt angegeben
> oder muss man die selbst messen?
Ein (Bipolar-)Transistor hat nicht so etwas wie eine Schaltschwelle.
Er ist ein stromgesteuertes Bauelement. Die Basis-Emitter Strecke
verhält sich dabei näherungsweise wie eine Diode - der Basisstrom steigt
mit steigender Basisspannung erst langsam und dann immer schneller an
(Diodenkennline, Shockley-Gleichung).
Wenn ein Basisstrom fließt, erlaubt der Transistor einen um den Faktor
der Stromverstärkung größeren Strom zwischen Kollektor und Emitter.
Ein vereinfachtes Modell rechnet mit 0.6-0.7V Basis-Emitter Spannung für
sinnvolle Basisströme und einer Stromverstärkung von ca. 100.
> Und eine vielleicht blöde Frage, aber spielt es eine Rolle das der Strom
> Ic bei den Testbedingungen einen bestimmten Wert hatte?
Es ist eine Meßbedingung. So wie der Verbrauch eines Autos auch für eine
definierte Geschwindigkeit und Zuladung angegeben wird.
Außerdem ist für reale Transistoren die Stromverstärkung nicht konstant
(das ist eine Annahme, um das Modell zu vereinfachen). Sowohl bei sehr
kleinen Strömen als auch bei sehr großen Strömen fällt die
Stromverstärkung ab. Dazwischen gibt es ein Maximum (kein sehr scharfes,
eher ein Plateau). Gute Datenblätter haben dafür ein Diagramm.
XL
Nachtrag: mehr Details zu Transistor findest du im gleichnamigen
Artikel: Transistor. Einzelheiten zum Betrieb des Transistors als
Schalter im Artikel Basiswiderstand