Aldi Induktions Kochplatte (Marke Studio) hacken

Gast #3383057
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Hallo Zusammen,

wie im Beitrag Beitrag "Dampfphasenlöten mit Galden und Friteuse" anschaulich 
beschrieben wird, ist ein Induktionsherd ideal für das Dampfphasenlöten 
geeignet.

Daher kam dieses Angebot vom Discounter wie gerufen:

https://www.aldi-sued.de/de/angebote/angebote-ab-mittwoch-30-oktober/detailseite-kw44-mi/ps/p/studio-induktions-kochplatte/

Die Technischen Daten sind vielversprechend:

Leistung: 2000W in 10 Stufen von 200W - 2000W einstellbar
Temperaturmodus: 60°C - 240°C in 10 20°C Schritten einstellbar
Zeitmodus: 5-240min in 5° Schritten einstellbar

Leider ist die Temperatur mit 240°C max. zu gering und der Zeitmodus mit 
5 Minuten Schritten sehr weit gestuft.

Daher wäre die Frage / Aufgabe ob es eine Möglichkeit gibt die 
Funktionen zu erweitern / ersetzten.

Ich habe deshalb die Herdplatte gleich zerlegt und einige Bilder 
gemacht.

Ich vermute am IC wird nicht viel zu machen sein. Eine Beschriftung ist 
leider nicht ablesbar (Schutzlack). Und ich glaube kaum, dass bei diesen 
Highvolume Geräten ein Programmierbarer IC eingesetzt wird!?

Daher würde ich an CN1 (Stecker) ansetzten. Nun ist die Frage was über 
das 6 Polige Kabel an Signalen übertragen wird.

CN1:
PIN1 - ?
PIN2 - ?
PIN3 - ?
PIN4 - ?
PIN5 - VCC
PIN6 - GND

Soweit für den Moment. Im nächsten Schritt werde ich mich die Signale 
auf den verbleibenden Leitungen ansehen. Hat hier jemand nen Tipp, was 
das sein könnte? Ansonsten lasse ich mich einfach überraschen ;)

Grüße
Benedikt
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Gast #3383072
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Hi,

es wird wohl ein IO Kontroller sein, vielleicht mit I2C.

Poste doch mal einen groben Schaltplan. Du hast Bilder von den Tasten 
und der LED ANzeige gemacht, aber was ist denn mit der Hauptplatine? 
Dort wird sicher ein Prozessor sitzen...

Meistens sind die Dinger programmiert und dann geschützt, an den Code 
kommst du da nicht ran, und kannst Ihn auch nicht verändern.

Du müsstest den Prozessor austauschen und selber ein Programm schreiben, 
dich mit Kennlinien, Steuerungen und IO beschäftigen... ist ein riesen 
Projekt.

Gruß,JJ
Gast #3383979
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Also ich habe die Platte noch weiter zerlegt, leider nur zwischen Tür 
und Angel.

Allerdings habe ich noch schnell mit Nagellackenferner die Schutzlack 
vom Interface IC entfernt:

IC1 - BF6911AS22 von BYD

Eine schnelle Suche bei Google hat das Angehängte Pinout / 
Funktionsdiagramm ergeben.

Ein Datenblatt an sich konnte ich nicht finden. Weiß da jemand mehr?

Außerdem noch ein Bild von der Hauptleiterplatte.

Morgen dann mehr ;)

Links oben, das blaue Teil ist ein Kondensator...
Angehängte Dateien:
(Firma: Atelier Klippel) #3384023
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Im Netz einfach mal nach "induction cooktop schematic" oder "induction 
cooker schematic" suchen. Bartscher hat zu ihren Indu-Kochfeldern zum 
Teil ebenfalls Schaltbilder: 
http://www.bartscher.de/opencms/opencms/html/de/PrimaryNavigation/Produkte/Bartscher_Katalog/I/INDUKTIONSKOCHE/

Die Dinger funktionieren recht einfach, der Controller hat in der Regel 
sehr wenig zu tun, zumindest ist das bei den meisten einfachen 
Kochfeldern so.

Siehe z.B.:

openschemes.com/2010/11/11/1800w-induction-cooktop-teardown/
http://openschemes.com/2010/12/09/circuit-analysis-of-the-1-8kw-induction-hotplate/

Grüße,

Chris
Gast #4311390
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Hallo
Gibt es von der anderen Seite der Leistungsplatine auch ein Foto?
Frage deshalb, weil bei meinem Gerät sich eine SMD-Diode ausgelötet hat 
und lose im Gerät liegt. Finde aber am Layout keine Figur für die 
Position. Könnte also ein Provisorium gewesen sein. Habe auch eine 
Vermutung wo die platziere war.
IC 3 ist auch zerstört. Kann jemand sagen welcher Typ das ist?
Vielen Dank im Voraus.
Persönliche Seite #4328240
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Das dürfte mehr als sehr unwahrscheinlich sein. Bei 120W
> Dauerleistungsaufnahme würde das Ding wahrnehmbar warm werden.
>
> Das Messverfahren des Bekannten würde ich hier in Frage stellen.

darum geht es ja
er hatte ein standard-energiemessgerät verwendet und die frage ist nun, 
ob nicht vlt. Schein-/Blindleistung angezeigt wurde
Weil bei 120W hat man da ne schöne Heizung, das Teil wurde aber 
keineswegs warm.
Gast #4328574
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Hallo

bitte weiter machen und detailliert berichten wie gehackt wurde und 
genau erklären wie es funktioniert, eine endlich mal wirklich 
verständliche Erklärung in deutscher Sprache die die verwendete 
Regeltechnik im Detail darstellt ohne aber verfälschend zu vereinfachen 
wäre noch das Sahnehäubchen.

Endlichen einen PID-Regler (oder was auch immer verwendet wird) wirklich 
aus der Praxis(!) bzw. anhand eines echtes realisiertes Gerät, heraus 
verstehen ohne das man Mathematik auf Abiturniveau beherrscht.

Ja das ist ein hoher Anspruch den selbst viele Profis nicht erfüllen 
können- aber wenn hacking irgendwie auch sinnvoll für andere sein soll 
dann nur so.


Praktiker
Gast #4417729
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Hallo alle,

Hab mir die Induktionskochplatte beim letzten Aldi Angebot besorgt und 
würde sie gerne über einen µC (Arduino) ansteuern. Da die direkte 
Ansteuerung mit meinen Kentnissen aber utopisch und gefährlich ist würde 
ich mich gerne darauf beschränken die Tastendrücke automatisch 
auszulösen.

Die IO-Platine sieht bei dem aktuellem Modell etwas anders aus (Bilder 
im Anhang). Jeder der fünf Touch Keys hängt an einem Pin des Holtek 
BS83B08-A IC [1]. Der IC hat für die Keys einen Oszillator integriert, 
der seine Frequenz ändert wenn sich die Kapazität erhöht und die 
Frequenzänderung wird über einen Counter gemessen.

Um jetzt einen Tastendruck durch einen µC zu triggern müsste ich also 
eine Frequenzänderung bewirken, spricht die Kapazität an einem Pin des 
ICs erhöhen. Vielleicht kann mir hierbei jemand weiterhelfen.

Meine Idee ist bisher einen Optokoppler zu verwenden um eine Kapazität 
zu schalten und gleichzeitig die Induktionskochplatte galvanisch von dem 
µC zu trennen, z.B. einen LTV 847 [2]. Die Lötpunkte der Touchelektroden 
würde ich jeweils mit dem Collector eines Optokopplers verbinden, und an 
den Emitter einen Kondensator der die Kapazität erhöht. Kann das so 
funktionieren?

- Wie groß müsste man den Kondensator dimensionieren (ich schätze wenige 
pF)?
- Müsste der Kondensator gegen GND geschaltet werden oder würde es 
reichen den Kondensator mit nur einem Pin zu verbinden? Ich bin mir hier 
über die Physikalischen zusammenhänge nicht ganz im klaren. Ein 
Schraubenzieher der an den Lötpunkt gehalten wird löst bspw. einen 
Tastendruck aus.

xblax

[1] http://www.holtek.com/pdf/8bit_Flash_MCU/BS83BxxA-3-4v110.pdf
[2] 
http://www.reichelt.de/Optokoppler/LTV-847/3/index.html?&ACTION=3&LA=5&ARTICLE=76176&GROUPID=3046&artnr=LTV+847
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