Peter Uhlmann schrieb:
> ich habe ein kleines Verständnisproblem
Ja.
> Ich gucke mir gerade das Diagram mit der 8x8 Matrix an.
> Was ich möchte ist, dass folgende LEDs gleichzeitig leuchten:
> - 5/13
> - 9/16
Also die LEDs in zwei diagonalen Ecken. Die leuchten bei einer LED
Matrix nie gleichzeitig.
> Wenn ich aber nun diese Leitungen schalte, dann geht
...
> oder sehe ich das jetzt falsch?
Ja, das siehst du falsch. Eine LED Matrix wird immer in einer Dimension
multiplext. Ob das die Zeilen oder Spalten sind, ist Ansichtssache.
> Sehe ich dass nun richtig dass man in einer LED Matrix beschränkt ist
> und am besten nur einzelne LEDs hintereinander schnell schalten muss
Nicht Einzel-LEDs. Du schaltest immer die Leitung für eine Zeile an und
legst an die Spalten das gewünschte Muster für die LEDs in dieser Zeile.
Dann wartest du eine Millisekunde, und schaltest die Zeile wieder aus.
Jetzt schaltest du die Leitung der nächsten Zeile an und legst an die
Spalten das gewünschte Muster für die LEDs in dieser Zeile. Usw. usf.
Bei einer 8x8 Matrix brauchst du also 8 Durchgänge. Also insgesamt 8ms
respektive 125Hz Wiederholfrequenz. Jede einzelne LED leuchtet dabei
entweder gar nicht oder für 1/8 der Zeit. Alle LEDs einer Zeile leuchten
dabei gleichzeitig. LED in verschiedenen Zeilen hingegen nie.
Damit eine LED genauso hell erscheint wie mit einem Gleichstrom von
sagen wir 10mA, muß in der einen Millisekunde der achtfache Strom
fließen (80mA). Der Zeilentreiber muß im Extremfall den Strom für 8 LEDs
gleichzeitig liefern (wenn alle LED in der Zeile angeschaltet sind). Das
sind dann 640mA. Da immer nur eine Zeile angeschaltet ist, ist das auch
der Maximalstrom den deine LED Matrix brauchen wird.
Die Multiplexfrequenz (hier: 1kHz resp. 1ms) muß hoch genug sein, daß
das Auge das kurze Aufblitzen der einzelnen LED zu einem flimmerfreien
Bild zusammensetzt. Entscheidend ist dafür die Wiederholfrequenz, also
Multiplexfrequenz/Zeilenzahl. Die 125Hz in diesem Beispiel sind eher die
untere Grenze.
HTH, XL