Die meisten Zahnräder haben in der Mitte eine Bohrung.
Meist hat diese einen sinnvollen Durchmesser und meist ist dieser auch
in Kugellagern zu haben.
Kugellager sind an allen Ecken und Kanten zu haben.
Und ein Achsstück ebenfalls. Notfalls: Schau mal in den nächsten
Baumarkt.
Speziallager werden üblicherweise nur bei Spezialanwendungen benötigt.
Also wo liegt das Problem?
... (Gast) schrieb:> Wie muss die Welle aussehen?
Geschliffen sicher, wird der Hersteller des Lagers doch angeben...
... (Gast) schrieb:> Nun weiss ich leider nicht was für ein Lager das nicht angetrieben Lager> sein muss damit das Zahnrad sauber mitläuft.
Was spricht gegen Kugellager ?
@...
Bitte beschäftige dich mal mit den Motordaten.
Garantiert können Motoren nur die Drehkräfte ab, die sie selbst
entwickeln.
Zugkräfte, zur Seite, wie sie bei einem gespannten Riemen und auch bei
starker Beschleunigung auftreten, sind nicht jedermanns (jeder Motors)
Sache.
Danke schonmal für die Anworten :-)
Könnte jemand so net sein und mir mal das Kugellager in meine
"Zeichnung" einfügen.
Ich bin mir nicht genau sicher wie und wo es genau eingebaut werden
muss.
Sorry für die Zeichnung, aber mit Word war nicht mehr möglich ;-)
Danke
Es kommt auf die Anforderung deiner Maschine an. Ist das ein
Hochleistungsautomat im Dauerbetrieb oder wird es nur gelegentlich in
Bewegung gesetzt.
Zu letzteren zählen auch Drucker.
Und dort werden Gleitlager eingesetzt.
Du kannst also auch eine Buchse aus Stahl, Messing, Bronze oder Plaste
verwenden.
In deiner Anwendung würde ich das empfehlen.
Die Lagersitze für Kugellager sind kompliziert zu fertigen. Und du
brauchst zwei davon.
Michael_ schrieb:> Die Lagersitze für Kugellager sind kompliziert zu fertigen.
Jein.
In dem Fall könnte er 2 Lager, dazwischen eine Hülse und an den Seiten
je ein verschraubtes Blech nehmen, das die Lager davon abhält
rauszuwandern.
Bei hohem Zugmoment wäre aufgrund der einseitigen Lagerung an zwei
Schrägkugellager in O Anordnung zu denken, aber das ist wohl eher
overengineert.
Udo Schmitt schrieb:> In dem Fall könnte er 2 Lager, dazwischen eine Hülse und an den Seiten> je ein verschraubtes Blech nehmen, das die Lager davon abhält> rauszuwandern.
Würde Ich in diesem Fall auch empfehlen. Ein größerer Maschinenpark
steht ja wahrscheinlich nicht zur Verfügung und ist auch nicht unbedingt
nötig.
Kugellager in kleinen Größen und Stückzahlen gibt es z.B. auch beim
Conrad.
Markus R. schrieb:> Würde Ich in diesem Fall auch empfehlen.
Danke für die Skizze, ich kann hier in der Firma nicht anfangen
rumzumalen.
:-)
Nachtrag: Mann kann natürlich auch darüber nachdenken die Welle
feststehend zu machen und das Riemenrad auf der Welle zu lagern. Kommt
auf das Riemenrad an, das man (schon gekauft?) hat und auf die
allgemeinen Abmessungen.
Normalerweise lagert man solche Räder nicht einseitig. Dein
Zahnriemenrad, wohl aus Alu, wird ein präzises Loch haben, wohl 6mm, da
kommt eine Achse rein, üblich ist Silberstahl. Diese Achse wird
beidseitig gelagert, dazu eignet sich ein U aus Blech. Dieser
Blechwinkel bestimmt auch die Spannung des Zahnriemens, viele Drucker,
die auf spielfreien Antrieb Wert legen, ziehen es mit einer Feder vom
Motor weg. Falls nötig, kann man noch eine Lagerung für das U bauen,
oftmals rutscht es auf einer Führung. Wie wird die Welle am U befestigt?
Einfach durch Löcher durchstecken und aussen jeweils ein Sprengring in
eine Nut reicht wenn sich das nur manchmal bewegen soll.
Broncebundbuchsen als Sinterlager in grössere Löcher im U stecken ist
schon sehr gut, und Kugellager ebenfalls mit Bund wären wohl
übertrieben. Alles was man braucht sind Normteile (Maedler)
Udo Schmitt schrieb:> Mann kann natürlich auch darüber nachdenken die Welle> feststehend zu machen und das Riemenrad auf der Welle zu lagern. Kommt> auf das Riemenrad an, das man (schon gekauft?) hat und auf die> allgemeinen Abmessungen.
Könnte man schon, allerdings sehe ich da in diesem Fall zwei Probleme:
1. Bei einem Bohrungsdurchmesser des Riemenrads von 5mm wird es schon
langsam schwierig, Kugellager zu finden. Außerdem dürfte der mögliche
Achsdurchmesser (d.h. der Innendurchmesser der Kugellager) zu klein
ausfallen.
2. Dein Riemenrad ist wahrscheinlich aus Alu. Ein Gleitlager mit der
Materialkombination Alu - Stahl (Welle) ist (zumindest soweit ich weiß)
nicht empfehlenswert, da es zu "fressen" anfangen wird. Kommt natürlich
auch sehr auf die Wirkenden Kräfte und wie oft das Teil in Betrieb ist
an.
Eine andere Möglichkeit wäre, eine Bronze/Messing/PTFE Buchse mit 5mm
Außen- und 4mm Innendruchmesser (für eine 4mm Stahlachse) zu machen, die
zwischen Welle und Riemenrad sitzt.
Markus R. schrieb:> 1. Bei einem Bohrungsdurchmesser des Riemenrads von 5mm wird es schon> langsam schwierig, Kugellager zu finden. Außerdem dürfte der mögliche> Achsdurchmesser (d.h. der Innendurchmesser der Kugellager) zu klein> ausfallen.
Ja, ich hatte die Abmessungen nicht im Kopf. Ich schrieb ja "kommt auf
die Abmessungen an".
Wobei MaWin natürlich recht hat, eine beidseitige Lagerung ist gerade
bei einer 5mm Welle dringend anzuraten, falls möglich.
Wenn man keine Nut für Segeringe in die Welle kriegt, kann man sie (bzw
die Lager) auch mit Stellringen fixieren.
Natürlich Segering und nicht Sprengring, danke für die Korrektur, und
der Stellringtip ist auch gut, so was vergisst man, wenn man eine
Drehmaschine hat.
Michael_ schrieb:> Die Lagersitze für Kugellager sind kompliziert zu fertigen.
Ich würde das Kugellager ins Rad setzen und durch die Achse eine
passende Schraube stecken und in einem Gewindeloch festschrauben.
Gruss
Harald
Udo Schmitt schrieb:> Jein.> In dem Fall könnte er 2 Lager, dazwischen eine Hülse und an den Seiten> je ein verschraubtes Blech nehmen, das die Lager davon abhält> rauszuwandern.
So ähnlich, 1 Lager reicht i.d.R. nicht aus. Ich habe daher bei
handelsüblichen Scheiben nach beiliegender Zeichnung die Bohrung
aufdrehen lassen, damit werden die Kugellager von innen gehalten,
montiert wird mit einer Schraube und Abstandshülse wie ähnlich von dir
beschrieben. Hat sich jahrzehntelang bewährt.
Gruss Reinhard
Harald Wilhelms schrieb:> Wie wärs mit einem Kugellager?
Bei 3D-Druckern nimmt als mitlaufendes Rad auch Kugellager.
Das zweite Riemenrad braucht man ja nur, wenn man damit
Kräfte/Drehmomente übertragen will...
... (Gast) schrieb:> Folgenden Motor und folgende Riemenscheibe habe ich> Ebay-Artikel Nr. 271288949967
Ich sehe da nur eine Riemenscheibe, bist Du sicher , daß der Motor
dazugehört?
Es gibt T förmige Lagerböcke zb. bei Mädler die können Kugellager oder
Gleitlager in diesem Fall idealerweise welche mit Flansch aufnehmen und
geklemmt werden da einseitig geschlitzt.Als Welle eine geschliffene und
gehärtete in h9. dazu Klemmringe im Wellenmaß damit das ganzezusammen
mit einer Anlaufscheibe fixiert ist.
Schau mal bei igus.de. Die machen Gleitlager auf Tribopolymerbasis.
Solange der Riemen nicht extrem schnell läuft wirst du dort das passende
Lager finden.
Das beste ist dass sie einen freundlichen Kundenservice haben und sehr
großzügig im Versand von Mustern sind.
Wenn du das Riemenrad aufbohrst solltest du vielleicht eine Reibahle
verwenden, sonst lässt sich das Lager nicht gut einpressen, bzw das
Spiel auf der Welle ist zu hoch.
Apropos welle, Igus bietet auch Wellen aus speziellen Materialien an,
passend zum Lager.
Gruss
Alexander