Programm, dass Akkordbegleitung aus Musikstück errechnet

Gast #3426556
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Aus mp3 erst mal Noten zu machen, ist schon sehr schwierig. Dann zu 
diesen eine sinnvolle Begleitung zu finden, wird nicht zu größeren 
musikalischen Leistungen führen und auf einfache Grund- und Nebenakkorde 
beschränkt sein. Vielleicht kann man da noch einiges machen. Aber allein 
den ersten Schritt würde ich als unmöglich ansehen.
Gast #3426849
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Bei relativ reinen Tonfolgen (einzelnes Instrument, z.B. Flöte, Geige, 
Gitarre) sollte das über eine Frequenz- und Zeitanalyse ziemlich simpel 
sein.

Da aber "richtige" Musik meist ein ganzer Klangteppich bzw. ein 
Geräuschgemisch ist, wird das bestimmt ziemlich schwierig und/oder 
ungenau ...
Persönliche Seite #3741481
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Die Akkordfolge ist aber anhand nur der Noten keinesfalls eindeutig. Im 
Gegenteil: Durch Variation des Akkords bekommen ein und dieselben Töne 
einer z.B. Führungsstimme einen völlig anderen Charakter, weil die Töne 
in anderen Tonarten andere Bedeutungen haben.

Die Begleitautomatiken in den einschlägigen Keyboards sind ja bekannt 
und auch das, was sie leisten. Von daher ging KORg z.B. schon früh den 
Weg und legte für jeden Akkord ein eigenes Begleitpattern fast. Der 
Akkord muss aber explizit gegriffen werden. Alle Versuche, das aus der 
Melodiefolge zu eerraten, laufen letztlich auf sehr bescheidene und oft 
falsche Ergebnisse hinaus.
Gast #3741523
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>Aus mp3 erst mal Noten zu machen, ist schon sehr schwierig.

Audio-Software wie
www.samplitude.com/
können das schon. Aber nicht billig.

Einfach nach "mp3 to midi" oder "wav to midi" guhgeln.

Das restliche (Harmony-detection) macht ein normaler Arranger, der 
üblicherweise bei Live-Musik benutzt wird.
Gast #3741593
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Schon geil, ein Musiker braucht für so etwas 5-10 Minuten. Ein 
Informatiker will da gleich sechs Monate lang ein Programm für 
schreiben. (Selbstverständlich mit der Verachtung für all diejenigen, 
die über einen Arduino abkürzen wollen und nicht bereit sind eine LED 
blinken zu lassen)  :)

Chordify gibts auch Online.
Das kann schon helfen wenn man so gar keinen Plan hat. Stimmt aber im 
Detail selbst bei sehr simplen Stücken praktisch nie:
http://chordify.net/chords/sohne-mannheims-geh-davon-aus-official-video-sohne-mannheims

Es ist absolut abstrus was da für eine durchlaufende Sequenz herauskommt 
(Wechsel E zu Em, usw.) Mit diesen Fertigkeiten würde man selbst als 
Schlagzeuger an keiner Hochschule überhaupt zum Studium zugelassen.

Sehr viel "künstlerische Freiheit" nimmt sich das Programm bei etwas 
komplexeren Stücken heraus und komponiert fröhlich drumherum.
http://chordify.net/chords/ella-fitzgerald-misty-frenchkitty
Hier sind sogar die Grundtöne der angezeigten Akkorde äußert fragwürdig, 
Optionen nahezu ausgelassen.

Das Problem ist, insbesondere bei komplexeren Stücken, ja auch die 
Umdeutbarkeit von Akkorden. Sinn macht es oft nur wenn man den Kontext 
innerhalb einer Kadenz erkennt.
Zum Beispiel:
V/I
IVm6
IVmaj7

Beliebte Fehler dieser Programme sind so zum Beispiel
C6 zu Am7 (oder sogar C/A)
Csus4 zu Fsus2
umzudeuten.

Also besser hinsetzen und üben :)
Gast #3741628
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Das "errechnen" hat in diesem Fall kein eindeutiges Ergebniss.
Man kann die Harmonieerkennung nicht vergleichen z.B. mit OCR, wo es für 
jeden Buchstaben nur ein richtiges Ergebnis gibt.

Es sind einige musikalische Entscheidungen zu fällen, z.B. wie oft kann 
ich die Harmonie wechseln, welcher Stil liegt zugrunde.
Es gibt ein paar Stellen, wo es eindeutig ist, z.B. Tonika oder 
Dominante, aber das ist die Ausnahme.

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