Verfuseter AVR, was ist das.

Gast #3433497
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Mit den Fuses stellt man Sachen wie z.B. die Taktquelle um. Wenn man da 
auf externen Quarz einstellt, kann man ohne einen solchen den µC nicht 
mehr betreiben und auch nicht flashen. Oder wenn man z.B. den RESET-Pin 
abschaltet, um ihn als I/O-Pin nutzen zu können, kann man nicht mehr mit 
ISP, sondern nur noch mit HV- oder Parallel-Programming neu flashen, 
wozu man einen Programmer braucht, der das unterstützt. Daß es sowas 
beim PIC nicht gibt, erstaunt mich. Wie macht man sowas dort?
#3433503
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Ja das geht beim PIC nicht. Das Pickit kann immer auf den Pic zugreifen 
egal welche Clock Einstellung oder sonstige Einstellungen eingestellt 
sind. Beim Reset Pin bin ich mir jedoch nicht sicher. Aber bis jetzt 
habe ich noch nie einen Pic mit den Fuses lahm gelegt. Auch mit dem 
Reset Pin nicht.
#3433509
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Rolf Magnus schrieb:
> Wie macht man sowas dort?

Die werden traditionell mit 10V aufwärts an Reset gefügig gemacht - grob 
ähnlich der Tinys mit HV-serieller Programmierung. Ziemlich brachial, 
aber eindeutig. Es geht zwar z.T. auch ohne, aber dann gibts einen 
dedizierten Pin für den Programmiermodus und wenn man den 
wegprogrammiert, dann landet man genau dort, wo man bei den AVR landet.

Nachteile hat das natürlich auch - man kann andere Resets nicht so 
einfach mit da dranhängen, und das Muxen von Anschlüssen zwischen 
Programmier- und Normalfunktion ist auch nicht so simpel.
Gast #3433522
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Die sog. Fuses gibt es bei PIC, nennen sich aber "Configuration bits".

Rolf Magnus schrieb:
> sondern nur noch mit HV- oder Parallel-Programming
Ich benutze das PICkit, das ist ein HV-Programmer, dann habe ich diese 
Problem nicht und ich kann ihn auch ohne extere Taktquelle Progammieren, 
auch wenn die Interne eingeschalten ist..

Ist die Programmierung mit ISP so etwas ähnlichse wie ein Bootloader?
#3433524
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Dominic A. schrieb:
> LVP Programming gibts aber auch schon bei vielen PICs

Ja, aber die haben dann einen dedizierten Pin für den Programmiermodus. 
Jedenfalls die Typen, die ich kenne. Diesen Pin kann man natürlich auch 
wegprogrammieren, manchmal braucht man ihn ja. Und landet dann genau wie 
bei den verfusten AVRs in der Falle. Mit dem Unterschied, dass so 
ziemlich jeder PIC-Programmer auch den HV-Modus kann, aber kaum ein 
AVR-Modus, weshalb die damit rettbar sind.
#3433526
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Leo schrieb:
> Ist die Programmierung mit ISP so etwas ähnlichse wie ein Bootloader?

Nein. Ist nicht soviel anders als bei den PICs. Die AVRs sind aber mit 
aktivem Reset im ISP-Modus, also bei Reset=0, während die PICs das bei 
Reset=10V (ca.) sind. Die 10V kriegt der auch spitz, wenn Reset kein 
Reset mehr ist. Mit 0V klappt das natürlich nicht.

Die zweite Falle bei den AVRs ist, dass der Oszillator auch zu diesem 
Zeitpunkt bereits den Fuse-Vorgaben entspricht. Und wenn der nicht 
schwingt, dann ists Essig mit ISP, denn ohne Takt funktioniert das ISP 
nicht.
#3433529
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Leo schrieb:
> Die sog. Fuses gibt es bei PIC, nennen sich aber "Configuration
> bits".
>
> Rolf Magnus schrieb:

>
> Ist die Programmierung mit ISP so etwas ähnlichse wie ein Bootloader?

ISP = In System Programming. Das ist das gleiche wie im Programmer. Man 
hat nur gleich in seiner Schaltung den Anschluss für sein 
Programmiergerät.Damit muss der Mc. nicht von der Schaltung gerupft 
werden.
Gast #3433534
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Dominic A. schrieb:
> ISP = InCircuitProgramming
>
> D.h. Dein Pic ist in deiner Schaltung eingelötet und du programmierst
> ihn mit dem Pickit.

Das wusste ich bereits. Da weite oben der Reset-Pin erwähnt wurde dachte 
ich mir es könnte beim AVR so sein, dass der µC nach dem Reset schaut ob 
an den ISP Pins was kommt und wenn nötig in den Programmiermodus 
wechselt. So ähnlich würde es ja ein Bootloader machen.
Beim PIC sagt man dem µC dass man Programmieren will,  indem man 12V an 
den Reset-Pin anlegt. Mit dem low voltage programming bein PIC habe ich 
mich nie beschäftigt, ich weiß nur dass ich da auch noch RB5 zum 
Programmieren brauche.
#3433551
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A. K. schrieb:
> Dominic A. schrieb:
>> LVP Programming gibts aber auch schon bei vielen PICs
>
> Ja, aber die haben dann einen dedizierten Pin für den Programmiermodus.

Das sind auch schon wieder alte Kamellen.

Ab PIC24 gibts überhaupt kein High Voltage Programming mehr. Es wird 
vielmehr eine spezielle Signatur in den !MCLR reingetaktet, und das 
versetzt den Chip dann in den Programmiermodus. Ich bin mir nicht 
sicher, aber es kann sein, dass Microchip das auch in die neueren PIC18 
(die mit J oder K in der Typenbezeichnung, die laufen nämlich nur noch 
mit 2.5V Kernspannung) portiert hat.

Und nein, man kann sich auch so immer noch nicht aussperren. Es geht 
einfach nicht. Idiotensicher.

fchk
#3433557
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Leo schrieb:

> Beim PIC sagt man dem µC dass man Programmieren will,  indem man 12V an
> den Reset-Pin anlegt. Mit dem low voltage programming bein PIC habe ich
> mich nie beschäftigt, ich weiß nur dass ich da auch noch RB5 zum
> Programmieren brauche.

Nur die alten. Die neueren 3.3V-Typen tötest Du damit. Auch die 8 
Bitter. Die 16 und 32 Bit PICs haben ohnehin kein HVP mehr.

fchk

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