3.3V SRAM 4MByte - Welcher/Woher?

Gast #3456805
Lesenswert?

Hey,
ich suche gerade nach 3.3V SRAM für die Verwendung mit einem 
XMEGA-128A1U. Optimal wären 4-8 Megabyte Speicher. Möglichst hohe 
Zugriffsgeschwindigkeiten wären auch gut, daher direkt Adressierbar ohne 
Latch.

Da es weder bei Reichelt/Pollin/Conrad entsprechende IC's anbietet 
wollte ich hier fragen woher ihr die bekommt und welche ihr empfehlen 
könnt.
Lieferzeit spielt für mich nur eine geringe Rolle.

Grüße
Matyr
Gast #3456854
Lesenswert?

Danke für den Hinweis mit Cypress werde ich dort mal um gucken.

@Detlef Kunz,  Dr. Sommer
Klar ist ARM eine Alternative (wahrscheinlich sogar die bessere Lösung) 
aber leider habe ich in diesen Bereich noch keinerlei Erfahrung, da ich 
bisher ausschließlich Projekte mit Atmel Chips durchgeführt habe.


@Detlef Kunz
http://www.atmel.com/images/doc8058.pdf
Man kann mit der 4Port Lösung ~520kByte direkt Adressieren. Durch 
separate Pins wollte ich dann zwischen den Bereichen umschalten 
(RAM-Pages).

@Chris R.
Ich muss noch herausfinden ob die Zugriffszeiten/Prozessorleistung 
darunter leidet dass der Speicher immer refresht werden muss.

Grüße Matyr
Gast #3456861
Lesenswert?

Matyr schrieb:
> Klar ist ARM eine Alternative (wahrscheinlich sogar die bessere Lösung)
> aber leider habe ich in diesen Bereich noch keinerlei Erfahrung, da ich
> bisher ausschließlich Projekte mit Atmel Chips durchgeführt habe.
Dann wird es Zeit, den Horizont zu erweitern.
Es gibt bei jeder Architektur Grenzen. Da macht es dann keinen Spaß mehr 
mit Workarounds zu arbeiten.

Matyr schrieb:
> Optimal wären 4-8 Megabyte Speicher. Möglichst hohe
> Zugriffsgeschwindigkeiten wären auch gut, daher direkt Adressierbar ohne
> Latch.
Es gibt hier im Forum auch ein paar Projekte, die einen SIMM-Rigel am 
ATmega betreiben. Man benötigt ca. 22 Pins und kann 256kByte bis 4MByte 
direkt anschließen. Allerdings dauert der Zugriff ein paar Takte. Die 
Steuerleitungen muß man auch per Hand bedienen.

Beitrag "2MB DRAM an AVR"

LG,
Maik
Gast #3456862
Lesenswert?

Matyr schrieb:
> Ich muss noch herausfinden ob die Zugriffszeiten/Prozessorleistung
> darunter leidet dass der Speicher immer refresht werden muss.

Warum sollte die CPU-Leistung darunter leiden? Die elektrische Ladung 
der Zelle muss erneuert werden, das hat ja nichts mit der CPU zu tun.

Gruesse
Gast #3456871
Lesenswert?

@Kaj (Gast)
Ich dachte der Inhalt muss bei jedem refresh gelesen und neu geschrieben 
werden?

@Maik (Gast)

Maik schrieb:
> Dann wird es Zeit, den Horizont zu erweitern.
> Es gibt bei jeder Architektur Grenzen. Da macht es dann keinen Spaß mehr
> mit Workarounds zu arbeiten.

Stimmt schon, werde mal gucken wann ich damit anfange.
Gast #3456931
Lesenswert?

Aus Wikipedia DRAM:
Kommerziell erhältliche DRAMs besitzen meist eine vorgeschriebene 
Refreshperiode von 32 ms oder 64 ms.

Self-Refresh
Diese Methode war bei speziellen Bauformen asynchroner DRAMs eingeführt 
worden und wurde erst mit synchronen DRAMs verbindlich implementiert. 
Bei dieser Methode wird weitestgehend auf externe Steuer- oder 
Adresssignale (für den Refresh) verzichtet (vgl. Diagramm zum 
Self-Refresh beim EDO-DRAM). Der DRAM befindet sich dabei in einem 
Stromsparzustand (power-down), in dem er auf externe Signale nicht 
reagiert (eine Ausnahme stellen natürlich die Signale dar, die ihm das 
Verbleiben im Stromsparzustand anzeigen). Zum Erhalt der gespeicherten 
Information wird ein DRAM-interner Zähler verwendet, der in vorgegebenen 
Zeitabständen einen Auto-Refresh (CAS-before-RAS-Refresh) initiiert

Je nach Schaltungsumgebung muss für den Refresh der Normalbetrieb 
unterbrochen werden, zum Beispiel kann der Refresh in einer regelmäßig 
aufgerufenen Interrupt-Routine ausgelöst werden. Sie kann beispielsweise 
mit einer eigenen Zählvariablen einfach irgendeine Speicherzelle in der 
jeweiligen Zeile auslesen und damit diese Zeile auffrischen. 
Andererseits gibt es auch Situationen (vor allem in Videospeichern), in 
denen der gesamte Speicherbereich sowieso in kurzen Abständen 
angesprochen wird, so dass gar kein separater Refresh-Betrieb 
stattfinden muss. Manche Mikroprozessoren wie der Z80 oder aktuelle 
Prozessor-Chipsätze erledigen den Refresh vollautomatisch.


Also: Selbst wenn der Refresh aktiv vom mC ausgefuehrt werden muesste, 
bezweifel ich, dass das bei dem XMega wirklich eine Performance einbuße 
darstellt.

Grueße

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren