MF70 abgeraucht, Defektsuche

OP Persönliche Seite #3471622
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Gerade ist meine MF70-"Fräse" abgeraucht, dabei hat es die Sicherung 
ausgelöst. Genauer Hergang:

Nach langem Fräsen unter hoher Belastung habe ich die Fräse abgestellt 
und bemerkte danach ein seltsames Surren. Daraufhin habe ich die Fräse 
wieder eingeschaltet und es hat einen lauten Knall mit Rauch gegeben.

Ich habe die Fräse auseinander genommen. Der Kollektor sieht in Ordnung 
aus, der Motor lässt sich leicht drehen. Ein zweiter Einschaltversuch 
endete wieder in einem Knall jedoch ohne die Sicherung auszulösen. 
Dieser kam aus dem Motor, wohl direkt vom Kollektor.

Der Motor dreht ganz langsam an einer 32V Spannungsquelle. Ganz defekt 
scheint er also nicht zu sein. Die Steuerungsplatine liefert jedoch nur 
ca. 5V (bei getrenntem Motor) und zwar unabhängig von der Poti-Stellung. 
Ich nehme an, dass die Platine hin ist. Sicher bin ich mir aber nicht. 
Ersatz kostet 20€ (http://www.fluidonline.de/a-2513/). Ich würde gerne 
die Funktionsweise der Platine verstehen, um sie reparieren zu können. 
Nach 20€ sieht mir das Ding nicht aus, eher nach 2€.

PS: Das Foto der Rückseite ist gespiegelt um die Leiterbahnen schneller 
zuordnen zu können.
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Gast #3471650
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Die Dimmerschaltung ist nicht defekt, bei Defekt würde der Motor eben 
Vollgas (oder gar nicht mehr) drehen.
Der Motor selbst ist defekt, Windungsschluss durch überhitzte Isolation 
weil unterdimensioniert.
Schick den Schrott an Proxxon zurück, damit die mal merken was für einen 
Müll sie produzieren.
Üblicherweise liefern sie kulant Ersatz.
#3471664
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Hi,

Gerade wollte ich einen Sinnvollen Beitrag schreiben und den TE auf 
einen ähnlichen "alten" Thread hinweisen in dem es unter anderem auch 
darum ging das die MF70 nach Aussage gar nicht im Dauerbetrieb laufen 
darf.
(Was man davon halten kann sei mal dahingestellt und ob es auch so in 
der Bedienungsanleitung -wie bei meiner kleinen KS230 vorhanden- steht 
kann ich nicht sagen , nur vermuten)

Aber was sehe ich da: Der TE ist auch beim alten Thread der TE...
Beitrag "Neue Proxxon-Fräse abgeraucht"

Gruß
Carsten
OP Persönliche Seite #3487802
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So, habe die Schnauze voll von diesem 100 Watt Motorchen mit dem 
billigen Dimmer. Jetzt kommt ein bürstenloser Motor mit 1800kv rein. Auf 
den Fotos sieht man ihn schon mit der Motorplatte aus der MF70. Jetzt 
muss nur noch das Ritzel drauf. Leider ist die Welle (ebenfalls 4mm wie 
beim Original) doch etwas dünner. Das Ritzel sitzt zwar spielfrei aber 
nicht fest genug auf der Welle.

Ich konnte kein Ersatzritzel finden. Hier und da gibt es ähnliche 
Ritzel. Mit Versand kosten diese meistens ca. 10€. Auf gut Glück 10€ 
ausgeben möchte ich nicht. Welche Möglichkeiten gibt es? Bisher denke 
ich z.B. an einen Zweikomponentenkleber, mit dem das Ritzel geklebt 
werden könnte. Oder man könnte einen Zahn abschleifen und dort ein 
Gewinde für eine Madenschraube reinschneiden.
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Gast #3487825
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Maxim S. schrieb:
> Jetzt kommt ein bürstenloser Motor mit 1800kv rein

Ohne Hallsensorfeedback?

Maxim S. schrieb:
> Welche Möglichkeiten gibt es?

Die Welle hat 4, das Ritzel hat 4, geht aber leicht.

Eine Folie (Alu, Messing) um die Welle wickeln, nur ein mal fast rum, 
abscheiden, eng anschmiegen, Ritzel (im Backofen) warm machen und 
draufschieben, abkühlt es eher schnell.

Oder Ritzel in Längsachse stauchen (mit Hammer draufhauen, besser 
geführtes Gewicht drauffallen lassen) und dann auf Welle wie oben.
Gast #3491440
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MaWin schrieb:
> Oder Ritzel in Längsachse stauchen (mit Hammer draufhauen, besser
> geführtes Gewicht drauffallen lassen) und dann auf Welle wie oben.

Bei so einer Aktion wird die Welle eher nicht gestaucht sondern im Motor 
verbogen. Damit fängst du dir dann im günstigeren Fall "nur" eine 
Unwucht ein. Sowas macht man nicht. Ausßer aufkleben fällt mir im 
Augenblick auch keie bessere Lösung ein.
OP Persönliche Seite #3491892
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Der Tipp mit der Alufolie war gut. Ich habe einen schmalen Streifen 
längs der Welle gelegt und das Ritzel einfach (ohne Vorwärmen) 
draufgepresst. Hält bombenfest. Die Fräse funktioniert.

Bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten (<15%) geht der Motor allerdings zu 
sehr in die Knie und die Steuerung stoppt ihn dann komplett und versucht 
ihn wieder zu starten. Ein uC, der die Geschwindigkeit überwacht und 
konstant hält wäre vielleicht die Lösung. Ich müsste nur irgendwie eine 
Motorleitung anzapfen und das Signal auswerten. Oder vielleicht gleich 
irgendwo den Takt aus dem Regler nehmen? Vielleicht am Gate eines der 
FETs?
OP Persönliche Seite #3492253
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MaWin schrieb:
> Maxim S. schrieb:
>> Bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten (<15%) geht der Motor allerdings zu
>> sehr in die Knie und die Steuerung stoppt ihn dann komplett
>
> Natürlich, ohne Hallsensorfeedback, aber du bist ja beratungsresistent.

Zum Zeitpunkt der Beratung lag der Motor samt Regler schon auf meinem 
Tisch. Sonst hätte ich schon darauf geachtet. Ist jetzt aber auch nicht 
so schlimm. Da man eh nur kleine Bohrer und Fräser einspannen kann, 
werden niedrige Drehzahlen selten benötigt. Außerdem habe ich jetzt ein 
weiteres Projekt. :)

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