Hallo zusammen,
wir haben heute leider ein Kabel angebohrt. Es ist ein NYM. Nach dem
Aufstemmen stellt sich mir die Frage wie ich fachgerecht die defekte
Leitung flicken kann.
Ich dache an eine Art von Stossverbinder für die Ader und einen
Schrumpfschlauf mit Heißkleber drüber. Nun weiss ich leider nicht ob es
einen solchen Verbinder gibt und welchen man nehmen darf. Meist gehört
ja auch noch eine Zange zum fachgerechten verbinden dazu. Aber welche ?
Vielleicht kann mir jemand helfen. Vielliehct hat auch ein "bekannter"
etwas und ihr schickt gleiche mal einen Link mit (Reich..., Mous...,
Far.... )
Schönen Dank im Voraus
man sollte vllt. mal in Zukunft etwas Rücksicht auf die hiesigen
Verhältnisse bzgl. Selbstausbeutung Sklaverei nehmen .... die Plattform
Amazon mag ja ganz gut frequentiert sein, nur deren Ideale und v.a.
Methoden sind sehr fragwürdig!
schaut man sich dazu noch den Link an, was soll das sein, eine Seite aus
dem Urzeitalter?
Listenansicht rechtsbündig und Fotos sind schon mal Luxus!
@ TO ... im eigenen zu Hause oder bei Bekannten oder gar Fremden
passiert?
Einstufung nach Gefährdung und Aufwand > Stoßverbinder mit stabilem
Schrumpfschlauch und abschließend eine Iso-Messung vor dem Vergipsen /
Verputzen
Jodelfred schrieb:> und abschließend eine Iso-Messung vor dem Vergipsen/Verputzen
Wer keinen Kabelsucher hat, wird wohl kaum ein Isolationsmessgerät mit
angemessener Prüfspannung sein eigen nennen :-(
WilliWillsWissen schrieb:> Es ist ein NYM. Nach dem> Aufstemmen stellt sich mir die Frage wie ich fachgerecht die defekte> Leitung flicken kann.
Unterputzdose und Dosenklemmen.
Ich möchte jetzt nichts kritisieren, aber bei uns in der Schweiz wird
einfach ein neues Kabel eingezogen. Dafür verlegen wir Rohre Unterputz.
Wieso wird das in Deutschland nicht öfters gemacht?
Kann mir jemand erklären was der Vorteil ist? (Ausser Kosten)
Danke
Gruss Tim
Joffrey Baratheon schrieb:> Unterputzdose und Dosenklemmen.
Dosenklemmen müssen zur Kontrolle zugänglich bleiben. Darf also nicht
überputzt und tapeziert werden.
Timm Thaler schrieb:> Dosenklemmen müssen zur Kontrolle zugänglich bleiben. Darf also nicht> überputzt und tapeziert werden.
Da glaubt wieder irgendein Bürokrat, dass, nur weil keine Tapete drüber
ist, regelmäßig jemand in der Dose nach dem echten rechten guckt ...
Timm Thaler schrieb:> und tapeziert werden.
Ist das ein Hemmnis? Hauptsache man findet das Ding wieder und hat
dann ein scharfes Messer. Die Frau kannste dann zu mir schicken.;-b
WilliWillsWissen schrieb:> Danke genau sowas suche ich. Da kann man nicht nur alles ins Lot> bringen, sondern ist auch noch befähigt weiteren Leuten zu helfen.
Erst rumpfuschen und dann diesen Pfusch noch propagieren, dass haben
wir gern. Höre lieber auf die Fachleute hier und fackle die Bude nicht
durch weiteren Pfusch ab.;-b
Unterputzdose und Wago-Klemmen oder eventuell sogar Verteilerblock? Was
sagen die Elektriker?
Quetschverbinden stell ich mir schwierig vor bei starren 1,5 - 2,5mm² -
ich kann mir nicht vorstellen, dass das besonders viel taugt.
Marcus W. schrieb:> dass das besonders viel taugt.
Quasi alles wird heute gequetscht, das ist besser als löten und besser
als Schraubklemmen, allerdings braucht man eine genau passende
Verpresszange mit der man in das kleine aufgestemmte Loch in der Wand
kommt um die Ader zum umgreifen.
Bei herkömmlichen Quetschzangen (und bekanntlich kurzen Kabel die nur
gerade liegen und nicht herausgeholt werden können) muss man ein Loch
schlagen, daß durch die Wand durchgeht, um die Quetschzange um die
Leitung zu bekommen.
MaWin schrieb:> Bei herkömmlichen Quetschzangen (und bekanntlich kurzen Kabel die nur> gerade liegen und nicht herausgeholt werden können) muss man ein Loch> schlagen, daß durch die Wand durchgeht, um die Quetschzange um die> Leitung zu bekommen.
Was denn wieder zur UP-Dose und Dosenklemmen führt. Oder vergleichbaren
Klemmen.
Unterputz heisst im allgemeinen Imputz. Und zugänglich sind sie auf
jedem Falle, weil auch eine Tapete kein großes Zugangshinderniss
darstellt.
Gleiches gilt für eine Putzschicht. Hammer, Meissel, klopf klopf, und
schon ist Sie zugänglich.
Joffrey Baratheon schrieb:> Hammer, Meissel, klopf klopf, und> schon ist Sie zugänglich.
Und das machst Du halbjährlich? Die Zugänglichkeit dient nicht der
Reparatur, sondern der Kontrolle - Schrauben nachziehen.
Jaja, ich weiss, macht eh keiner. Genauso wie keiner halbjährlich den FI
prüft und vierteljährlich den Wasserfilter spült. Ändert nichts dran,
dass zugänglich nicht "zugänglich mit Hammer und Meisel oder
Abrissbirne" heisst.
Timm Thaler schrieb:> Jaja, ich weiss, macht eh keiner. Genauso wie keiner halbjährlich den FI> prüft und vierteljährlich den Wasserfilter spült. Ändert nichts dran,> dass zugänglich nicht "zugänglich mit Hammer und Meisel oder> Abrissbirne" heisst.
Darum wird es ja auch Zeit, das der Quatsch aus den Vorschriften
gestrichen wird.
Dient nur dazu, das sich Versicherungen aus der Schusslinie bringen.
Selber erlebt. Darum habe ich ja auch meine Haftpflichtversicherung
gekündigt.
Timm Thaler schrieb:> Und das machst Du halbjährlich? Die Zugänglichkeit dient nicht der> Reparatur, sondern der Kontrolle - Schrauben nachziehen.
Wagoklemmen haben keine Schrauben zum Nachziehen...
Trotzdem ist es unabhängig von VDE-Regeln keine gute Idee, eine
Klemmstelle überzuputzen, denn nach 15 Jahren findet die kein Mensch
mehr wieder - und genau dann bricht frei nach Murphy da drin ein Draht.
Viel Spaß...
Im Eigenheim mag man vielleicht noch Fotos und Maße von der Bauaktion
aufgehoben haben - wenn die Hütte nicht zwischendurch den Besitzer
gewechselt hat und der neue Besitzer von diesem Osterei gar nichts weiß.
In Mietwohnungen ist es weniger wahrscheinlich, dass die Information
über solche Basteleien nach ein paar Mieterwechseln noch irgendwo
aufzufinden ist, auch wenn der Hauswirt das eigentlich vorhalten
sollte/müsste.
Matthias L. schrieb:> Wagoklemmen haben keine Schrauben zum Nachziehen...
Oben steht Dosenklemmen. Originär sind Dosenklemmen einreihige
Schraubklemmen.
Auch Wagoklemmen dürfen nicht unter Putz verbaut werden.
Timm Thaler schrieb:> Auch Wagoklemmen dürfen nicht unter Putz verbaut werden.
Hat auch niemand behauptet - trotzdem sind sie wartungsfrei, im
Gegensatz zu den Dosenklemmen.
Wartungsfrei heißt aber nicht "unkaputtbar" und deshalb darf die Dose
natürlich nicht überputzt werden.
Da der übliche Heimwerker (und auch der übliche Baumarkt) aber unter
"Unterputz" das versteht, was eigentlich "Inputz" heißt, ist der Begriff
ein wenig uneindeutig geworden. Die UP-Steckdosen und UP-Lichtschalter,
die man überall zu kaufen bekommt, wären ziemlich sinnlos, wenn sie
wirklich unter dem Verputz landen würden...
Matthias L. schrieb:> Da der übliche Heimwerker... aber unter> "Unterputz" das versteht, was eigentlich "Inputz" heißt
Du kannst gern getrocknete Weintrauben weiterhin rektal entsorgen.
"Kabel angebohrt" und "Aufstemmen" heisst nunmal nicht, "wir haben da
eine Dose" sondern "wir wollen das wieder verputzen".
Dieter Werner schrieb:> Massivleiter wie NYM dürfen nur mit nicht isolierten Stoßverbindern und> Sechskantpressung verbunden werden. Diese sind wesentlich dickwandiger> und können nur so den erforderlichen Kontaktdruck aufbringen.
Hast Du zufällig nen Link auf Stoßverbinder für NYM 1,5mm² und passende
Zangen? Also Zangen, mit denen man im aufgestemmten Loch arbeiten kann
und nicht gleich die halbe Wand einreißen muss.
Was gäbs denn noch für zulässige Alternativen die ich hinterher zugipsen
kann?
Wäre Löten (Noclean-Flussmitel) und Schrumpfschlauch drüber zulässig?
Gerd E. schrieb:> Wäre Löten (Noclean-Flussmitel) und Schrumpfschlauch drüber zulässig?
Ja, wenn das Lot nicht die mechanische Befestigung übernimmt. Also erst
die Kupferenden (verdrillen, mit zusätzlichem Blankdraht verdrillen,
...).
Bloss hat man meist keinen Strom um den Lötkolben anzuschliessen, daher
ist der bei Elektroinstallationen etwas unpraktikabel.
Timm Thaler schrieb:> "Kabel angebohrt" und "Aufstemmen" heisst nunmal nicht, "wir haben da> eine Dose" sondern "wir wollen das wieder verputzen".
Was faselst du da?
Zum Lesen des ganzen Beitrags hat's nicht gereicht, oder was hast du an
dem Halbsatz "und deshalb darf die Dose natürlich nicht überputzt
werden" nicht verstanden?
MaWin schrieb:>> Wäre Löten (Noclean-Flussmitel) und Schrumpfschlauch drüber zulässig?>> Ja, wenn das Lot nicht die mechanische Befestigung übernimmt. Also erst> die Kupferenden (verdrillen, mit zusätzlichem Blankdraht verdrillen,> ...).
klar.
> Bloss hat man meist keinen Strom um den Lötkolben anzuschliessen, daher> ist der bei Elektroinstallationen etwas unpraktikabel.
Ok, für den Elektriker mit Zeitdruck und wenig Löterfahrung ein Problem.
Wenn ich dagegen das nächste mal ein Kabel anbohren sollte ist der Griff
zum Gaslötkolben einfach. Dafür eine vermutlich schweineteure Crimpzange
für die richtigen Stoßverbinder herzulegen ist dann nicht nötig.
Die wichtigsten Fragen hat noch gar keiner gestellt...
- Querschnitt der Leitung
- Maximaler Strom (begrenzt durch LS-Automat oder Schmelzsicherung)
- Aderzahl
Bei z.B. 16mm² sieht die Sache schon ganz anders aus, als bei 1,5mm²...