Hallo zusammen
Ich würde gerne mit einem Mikrocontroller ein bistabiles Relais
ansteuern, das eine Steckpfostenleiste ein- und ausschaltet. Da es
hierbei um 230V geht und meine Ausbildung nicht wirklich etwas mit Strom
zu tun hatte, wäre ich froh, wenn ihr mir bezüglich Sicherheit einen
Blick drauf werfen könntet, bevor ich mein Haus abfackle. Ausserdem
bestehen noch Fragen zur Dimensionierung einiger Teile und zur
Funktionsweise.
Der uC mit Ansteuerschaltung und das Relais befinden sich auf zwei
verschiedenen Platinen.
*Verständnis:*
Nach ausgedehnter Suche bin ich auf die Möglichkeit gestossen, das
Relais über einen Kondensator zu schalten. Wenn ich es richtig
verstanden habe, zieht das Relais nach meiner Skizze dann an, wenn der
uC den Ausgang auf VCC schaltet und Strom durch die Relaisspule in den
Kondensator fliesst. Sobald der Kondensator seine Kapazität erreicht
hat, fliesst kein Strom mehr, auch wenn der uC den Ausgang weiterhin auf
VCC hat, richtig? Das Relais bleibt aber angezogen da Bi*stabil*.
Sobald der uC den Ausgang auf GND schaltet, fliesst der Ladestrom des
Kondensators in die entgegengesetzte Richtung und polt das Relais
kurzzeitig um, was bewirkt, dass der Kontakt abfällt. Damit er sich
nicht gleich erneut magnetisiert und sofort wieder anzieht, muss das
Umpolen mit schwächerem Strom geschehen, dazu der Widerstand R1 der
wegen der Diode nur im Rückwärtsgang durchflossen wird. Richtig soweit?
R2 habe ich eingezeichnet, damit das Relais sicher geschlossen ist, wenn
der uC programmiert wird oder aus sonst einem Grund undefinierte
Ausgänge hat. Dadurch fliessen durch R2 ca. 33uA Strom, wenn das Relais
abgeschaltet ist. Stimmts? Das ist schon merklich weniger als die
angeschlossenen Geräte im Standby verbrauchen, oder?
*Fragen:*
- Wie gross sollten nun aber Kondensator und R1 sein? Habe leider nur
begrenzt die Möglichkeit, alles auf einem Breadboard auszuprobieren,
bevor ich das Zeug zusammenbaue und aus dem Datenblatt des Relais konnte
ich nicht wirklich eine Antwort gewinnen.
- In anderen Varianten wurde den zwei Transistoren ein weiterer
vorgeschaltet. Ist dies in meinem Fall auch nötig, wenn ich den uC mit
3.3V betreibe und das Relais über die gleichen 3.3V ansteuere?
- Bei nicht bistabilen Relais habe ich jeweils eine Freilaufdiode
eingebaut. Bei den Schaltungen mit BS-Relais, die ich bis jetzt gesehen
habe, wurde nie eine verbaut. Wieso nicht? Sicher nicht nötig?
- Die Länge der Verbindung habe ich mit 1 - 4m angeschrieben. Dies
nicht, weil ich nur so schlecht messen kann, sondern weil drei
verschiedene Relais angesteuert werden sollen und eines davon 4m
entfernt ist. Spielt die Länge der Verbindung eine tragische Rolle?
*Konstruktion und Sicherheit:*
- Das Relais kann bei 250V 10A schalten. Die 10A habe ich aus
Vergleichen mit anderen Steckpfostenleisten. Reicht dies? An den Dosen
sollen TV, Sat-receiver, AppleTV, eine alte Playstation hängen. Weiss
nicht wie viel Strom die alle zusammen ziehen könnten und kann dies auch
nicht messen.
- Die Kabel möchte ich mit Kabelbriden auf der Platine festklemmen,
damit sie nicht aus den Schraubverbindern rutschen können. Die Platine
selbst kommt in ein Plastikgehäuse, wo die Platine festgeschraubt werden
kann. Geschaltet wird die Phase. Am Rückleiter (oder Neutralleiter) habe
ich eine 10A Sicherung eingezeichnet. Einen genügend dicken
Leiterquerschnitt möchte ich erreichen, indem ich Kupferdraht auf die
Leiterbahn auflöte. Den Abstand zwischen den Leiterbahnen kann ich
bestimmt 1mm oder grösser machen. Reichen diese Massnahmen zur
Sicherheit?
*Bauteile:*
Zum Bau des Dings habe ich folgende Teile in Betracht gezogen. Sind die
geeignet?
- N-Fet:
https://www.distrelec.ch/ishopWebFront/catalog/product.do/para/id/is/01/and/artnr/is/603915/and/series/is//and/node/is/197300.html
- P-Fet:
https://www.distrelec.ch/ishopWebFront/catalog/product.do/para/id/is/01/and/artnr/is/610533/and/series/is//and/node/is/DC-37663.html
- Relais:
https://www.distrelec.ch/ishopWebFront/catalog/product.do/para/id/is/01/and/artnr/is/401257/and/series/is//and/node/is/512386.html
- Fuse:
https://www.distrelec.ch/ishopWebFront/catalog/product.do/para/id/is/01/and/artnr/is/270313/and/series/is//and/node/is/14466.html
- Elko: Ich raffe die Unterschiede zwischen den ganzen Elkotypen nicht.
Tantal-, Becher-, was soll ich da nehmen? Möchte natürlich möglichst
wenig Leckströme, da ich mit der Installation eher Strom sparen als
zusätzlichen verbrauchen möchte.
So, das waren eine Menge Fragen. Ich würde mich freuen, wenn ihr einige
davon beantworten könntet :)
Freundliche Grüsse und Dank im Voraus!
der BastelMann
Hallo,
Elko siehe z. B.:
http://www.reichelt.de/Elkos-radial-105-C-1000-5000h/2/index.html?&ACTION=2&LA=2&GROUPID=4000
Mit der skizzierten Ansteuerschaltung kannst du das Relais nicht umpolen
und wrnn du es könntest, wäre dann der Elko verpolt.
Das Umpolen funktioniert nur mit einer H-Brücke bei der jeder Anschluss
wahlweise an + oder - gezogen werden kann.
Wo ist das Problem, diese Ansteuerung nur kurz durchzuführen?
Eine Sicherung gehört immer in die Phase und nie in den N.
Gruß Otto
Wieso sollte das mit dem Umpolen nicht funktionieren? Der Elko wird
jedenfalls nicht verpolt, da ich den - Anschluss ja auf GND belasse.
Somit wird beim Schalten des uC Ausgangs auf GND der Elko+Anschluss mit
GND verbunden, worauf der dort gespeicherte Ladestrom nach GND
abfliessen sollte und so die Spule in umgekehrter Richtung durchfliesst.
Das ist doch ein Umpolen.
Das Relais gibts mit 1 und mit 2 Spulen. Im Datenblatt sind beide
Varianten aufgelistet.
Die Steuerung befindet sich wegen anderen Dingen, die sie ebenfalls
schalten soll ca. 50cm von den ersten zwei Steckpfostenleisten entfernt
und ca. 4m von der Lampe, die sie auch schalten soll. Positioniere ich
das Steuerteil näher an der Lampe, entfernt sie sich weiter vom Rest.
Und praktisch für das IR Signal auszurichten ist das dann auch nicht
mehr :)
Gruss
Ehrlich? Aufgrund deiner Fragen und Schaltplan, empfehle ich dir das zu
vergessen!
Vor allem bei deinem Kenntnisstand sicher NICHTS an 230V basteln. Es ist
zu deiner eigenen und der anderer Leute Sicherheit!
Die Frage ist was soll es den genau geben?
Kaufe was fertiges. Oder zumindest nimm Netzseitig etwas fertiges, so
dass du es mit Kleinspannung ansteuern kannst.
(z.B. Funksteckdosen)
1. Richtig - ein Anschluss liegt immer auf GND und daher kannst du aber
im Umkehrschluss auch nicht umpolen.
2. Die bistabilen Varianten des Relais haben 2 Spulen. Zum Umschalten
des Relais muss entweder die eine oder die andere kurz angesteuert
werden.
Wo liegt denn das Problem? In diesem Thread
Beitrag "bistabiles relais umpolen" löst jemand das Problem ganz
ähnlich. Was ist der Unterschied?
Sein Schaltplan sieht folgendermassen aus:
Ich will ja nicht den Kondensator umpolen, sondern ihn "entleeren".
Otto schrieb:> 2. Die bistabilen Varianten des Relais haben 2 Spulen. Zum Umschalten> des Relais muss entweder die eine oder die andere kurz angesteuert> werden.
Dann verstehe ich die Daten vom Shop und dem Datenblatt falsch? Da steht
"Bistabil, 1 Spule" und wenn im Datenblatt steht "1 coil latching" wobei
ich latching als bistabil interpretiere. Anhang.
Finde ich nicht unbedingt.
Die Artikelbezeichnung (Nummernzeug) stimmt mit der Beschreibung im
Datenblatt überein. Und das Bild auf S. 4 zeigt ein "1 coil latching"
Relais in "reset condition". Klingt für mich alles nicht sehr
widersprüchlich.
Mal angenommen - falsch oder nicht falsch - ich würde ein bistabiles
Relais mit einer Spule finden können, was wäre sonst noch nicht in
Ordnung? Btw. das + über der hellen Seite des Elkos sieht wegen dem Zoom
aus wie ein Minus.
BastelMann schrieb:> Wo liegt denn das Problem? In diesem Thread> Beitrag "bistabiles relais umpolen" löst jemand das Problem ganz> ähnlich. Was ist der Unterschied?
Hauptsächlich der, dass dort bipolare Transistoren eingesetzt werden
während du Mosfets verwenden willst. Schau dir einmal in einer
Simulation den aus der Überlappung der Schaltbereiche resultierenden
Quer- bzw. Kurzschlußstrom durch die beiden Transistoren an.
DK1A-L-3V-F
^ L:1 coil latching
ist auch meiner Meinung nach eindeutig genug - Schalten erfolgt durch
Umpolen (Ein <0.7 Un, 6+/1-; Aus>0.1 Un, 6-/1+)
Darauf achten, dass der Nennstrom der angeschlossenen Verbraucher
deutlich unter den angegebenen 3.x A (induktiv 0.4) liegt, da die
Einschaltströme vor allem bei kleineren SNT ohne PFC deutlich höher sein
können.
Ich würde für so etwas ein deutlich stärkeres Relais nehmen. z.B. Finder
Serie 66 mit 230V Spule + Optomos/Triac oder Hilfsspannung 6-24 V.
Der zusätzliche Verbrauch, weil es kein bistabiles Relais ist, ist eher
sekundär.
@ Otto:
Sicherung ist nun in der Phase. Danke für diesen Hinweis.
@ Markus:
Was müsste man für eine genügende Sicherheit denn noch beachten?
Bis jetzt hab ich: Leiterquerschnitt für 10A, Leiterabstand für 230V,
Berührungssicherheit durch geschlossenes Kunststoffgehäuse,
Berührungssicherheit auch bei grösserer mechanischer Belastung dank der
Kabelbriden, Relais mit genügendem Schaltvermögen, Sicherung für 10A.
Was fehlt noch?
@ manamana:
Danke für die Hinweise.
Werde mich also auf die Suche machen nach geeigneten
Bipolartransistoren.
Wieso würdest du ein stärkeres Relais nehmen? Das wäre eben das
Praktische an diesem Bauteil, dass direkt von den 3V die Netzspannung
und Ströme von bis zu 10A geschaltet werden können :)
BastelMann schrieb:> Wieso würdest du ein stärkeres Relais nehmen? Das wäre eben das> Praktische an diesem Bauteil, dass direkt von den 3V die Netzspannung> und Ströme von bis zu 10A geschaltet werden können :)
Diese 10A gelten nur für ohmsche Lasten. Schaltnetzteile oder Glühlampen
haben wesentlich höhere Einschaltströme, für die im DB jedoch keine
Angaben vorhanden sind. Der einzige Hinweis ist die max. induktive
Belastung, wobei je nach, ebenfalls nicht angeführter
Gebrauchskategorie, niedrigere Schaltströme angesetzt werden -> deine
Kontakte werden nicht lange halten bzw. kleben bleiben, solltest du
versuchen eine Nennleistung ~400W zu schalten.
Des weiteren würde die Bauform des Finder-Relais (66.82 mit
Flachstecker) auch dafür geeignet sein
a) L und N zu schalten
b) den Laststromkreis nicht über die Platine führen zu müssen.
Punkt b) erleichtert es auch, die von dir gezeichte Leitungsführung des
PE zu vermeiden - das ist ein absolutes No-Go. Auch die "Zugentlastung"
über Kabelbinder ist nicht zulässig.
Die "Zugentlastung" geschieht nicht über ein Kabelbinder, sondern über
eine Kabelbride, so wie sie auch in ganz normalen Stromsteckern zum
selber zuschrauben oder an gekauften Verlängerungskabel zu finden sind.
Was hälst du von diesem Relais?
https://www.distrelec.ch/print-leistungsrelais-4-5-vdc-500-mw/panasonic/adq13q04hj/400317
Das kann auch 30A bei 250V schalten, wie das vorgeschlagene Finder
Relais. Allerdings könnte ich dieses mit 4.5V schalten.
Es könnte zwar auch nur die Phase schalten, allerdings meinte in diesem
Forum mal einer, beide Leitungen werden ohnehin nur in medizinischen
Geräten in Krankenhäusern geschaltet.
BastelMann schrieb:> Die "Zugentlastung" geschieht nicht über ein Kabelbinder, sondern über> eine Kabelbride
Ah, das habe ich wohl flash interpretiert. Es hängt aber auch davon ab,
ob tatsächlich eine stabile Verbindung zum Gehäuse vorhanden ist. Nur am
Print festschrauben und diesen dann an anderer Stelle zu befestigen gilt
nicht. Das Bild z.B. ist von den Indern, wobei die auch von der
IEC60335-1 abgekupfert haben.
Eventuell wäre eine Kabeldurchführung mit integrierter Zugentlastung die
bessere Lösung.
> Was hälst du von diesem Relais?
Auch wenn das DB nicht besonders gesprächig ist, sieht das von der
Schaltleistung her schon wesentlich solider aus.
Bevor du jedoch knapp 30 sfr in den Sand setzt solltest du mit einer
Simulation (45R, 1-5H) prüfen, ob die Kondensatorschaltung den nötigen
Strom lange genug (15-30ms) liefern kann, um korrekt zu schalten. Das
Problem dabei ist, dass weder eine minimale Schaltzeit noch die
Induktivität im DB angegeben werden. Sicherer wäre meiner Meinung nach
eine echte Vollbrücke (gesteuert von 2 Ausgängen) oder die 2-spulige
Version, da du damit die aktive Zeit im Program festlegen kannst.
> Es könnte zwar auch nur die Phase schalten, allerdings meinte in diesem> Forum mal einer, beide Leitungen werden ohnehin nur in medizinischen> Geräten in Krankenhäusern geschaltet.
Kann sein, dass es dort direkt gefordert wird - wenn ich aber die
Möglichkeit habe mit geringem Zusatzaufwand beide Leiter zu schalten,
werde ich das machen, ganz unabhängig von irgendwelchen Normen und vor
allem, wenn nicht genau definiert ist, wo die Phase ist. Obwohl - bei
den schweizerischen Steckern ist das ja kein Problem.
BastelMann schrieb:> den Schutzleiter könnte ich einfach durchs Gehäuse ziehen ohne ihn zu> trennen. Dann müsste ich ihn nicht über die Platine leiten.
Wenn es machbar ist OK, kann aber auch zusammengeklemmt werden. Der SL
sollte im Fehlerfall aber als letzter ausgerupft werden.
manamana schrieb:> Bevor du jedoch knapp 30 sfr in den Sand setzt solltest du mit einer> Simulation (45R, 1-5H) prüfen, ob die Kondensatorschaltung den nötigen> Strom lange genug (15-30ms) liefern kann, um korrekt zu schalten.
Eine Möglichkeit wäre, direkt verschiedene Kondensatoren mit zu
bestellen und auf einem Breadboard auszuprobieren. Gefällt mir
allerdings auch nicht so sehr.
Das Problem an der zweispuligen Variante ist, dass ich für das am
weitesten entfernte Relais nur zwei Adern habe, um es anzusteuern. Würde
das eventuell mit einer solchen Schaltung funktionieren (Anhang)? Müsste
sie dann allerdings über ein Schieberegister ansteuern, da mir sonst die
Pins ausgehen :) hab ich aber sowieso noch eins rumliegen...
Jeweils eine Leitung würde auf GND geschaltet, durch die Dioden ist dann
der Minuspol des Relais auch an GND, die andere Leitung wird für die
nötige Impulsdauer auf VCC geschaltet. Wäre wohl auch am
stromsparendsten, da nur für die Impulsdauer Strom fliesst, ansonsten
nie.
BastelMann schrieb:>Würde das eventuell mit einer solchen Schaltung funktionieren (Anhang)?
Nein. Abgesehen davon, dass du bei einer Ansteuerung mit zwei
Halbbrücken auf die Dioden verzichten kannst (1-spuliges Relais) gibt es
bei dieser Schaltung zwei Probleme.
* Diese NPN/PNP Kombination hat zwar eine große Stromverstärkung, die
Spannungsverstärkung liegt aber bei 1. Ohne zusätzlichen Pegelwandler
wird nie mehr als 3.3V am Ausgang anliegen. Siehe Fig. 2b
http://www.mikrocontroller.net/articles/Datei:Beispiel_LS_Treiber_1_2.png
* Die Schaltung mit bipolaren Transistoren hat einen Spannungsabfall von
2x0.7V - d.h. für das Relais bleiben nur ca. 3V übrig.
Da bedeutet, dass du entweder ein Relais mit 12 oder 24V einsetzen oder
integrierte Mosfettreiber mit geringerem Spannungsverlust verwenden
mußt. z.B. TC4451 - vielleicht schüttelt ja einer der Mitleser etwas
passenderes aus dem Ärmel.
Ich finde, du solltest etwas mehr zum eigentlichen Zweck schreiben.
Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass es ein Zusatz für eine
Steckdosenleiste werden soll und plötzlich wird das Relais von der
Ansteuerung räumlich getrennt.
Die Lösung mit den H-Brücken braucht etwas viele der uC Pins. Wieviels V
braucht die Spule denn nun eigentlich wirklich? Verstehe die Aussage aus
dem Datenblatt nicht wirklich "Set- bzw. Reset Voltage: 70% or less of
nominal Voltage". 70% oder weniger von 4.5V? Wie viel weniger denn?
Könnte die Versorgung natürlich mit 5V realisieren, habe aber
tatsächlich nur mit 0.7V Verlust gerechnet - den zweiten Transistor
nicht mitgezählt :/
Zweck der Schaltung:
In einem kleinen Kunststoffgehäuse soll das Relais mit den nötigsten
Kleinteilen (Dioden, Widerstand, Kondensator o.ä.) untergebracht werden.
Zwei solche Kunststoffboxen werden fix ins Kabel von jeweils einer
Steckpfostenleiste integriert. An der einen Steckpfostenleiste befindet
sich der Fernseher und seine Zusatzgeräte, am anderen das Modem Nas,
Aktivboxen und gelegentlich ein Ladegerät. Die dritte Box soll ins
Stromkabel einer Lampe im hinteren Teil des Wohnzimmers integriert
werden, um diese ein- und ausschalten zu können.
Angesteuert werden die drei Relaisboxen von einer anderen Platine. Dort
befindet sich nebst dem uC der Steuerungsteil für die
Relais(Transistoren), da ich die Relais nur über zweiadrige Kabel
anschliessen möchte. Diese Hauptplatine wird direkt in die Aluseite des
Glasrückwandpanels eingebaut und steuert nebst den Relaisboxen noch drei
LED-Beleuchtungssets von IKEA. Die Platine ist mit einem IR Receiver
bestückt, sodass ich sie mit meiner selbst gebauten Fernbedienung
ansteuern kann, mit der ich auch den Fernseher, Satreceiver und AppleTV
steuern kann. Ausserdem baue ich 5 Schalter in die Aluschiene ein, um
die Lampen auch per Knopfdruck ein und ausschalten zu können - meiner
Freundin ist die Fernbedienung nicht so geheuer ;) Deshalb auch die
räumliche Trennung. Ich wollte den "Hochspannungs"-Teil möglichst vom
Rest fernhalten, die Schalter nahe an der Platine haben, sie sowieso
zentral zu allen Kabeln positionieren und den IR Receiver und eine
kleine LED hinter dem Milchglas verstecken.
BastelMann schrieb:> Die Lösung mit den H-Brücken braucht etwas viele der uC Pins.
Eine Möglichkeit wäre, eine Seite aller Brücken auf einen gemeinsamen
Pin zu legen. Das erfordert aber eine aufwändigere Logik im Programm.
Einschalten - Common Pin=0, aktiver Pin=1, Unveränderte Pins=0
Ausschalten - Common Pin=1, aktiver Pin=0, Unveränderte Pins=1
Ruhezustand - alle Pins=0
Knackpunkt dabei ist das möglichst simultane Schalten aller Pins.
Kannst du ja vor der Bestellung der Relais mit LED o.ä. testen bzw.
messen.
> Wieviels V braucht die Spule denn nun eigentlich wirklich?
Das kann man ohne Test (Exemplarstreuung) nicht sagen. Der Hersteller
garantiert nur, dass das Relais bei 0.7 Un auf jeden Fall schaltet.
> Könnte die Versorgung natürlich mit 5V realisieren.
Das ist die sinnvollere Lösung - auch die maximale Spannung 1.3 Un wird
dabei eingehalten.
ps. parallel zur Relaispule sollten noch zwei antiserielle Zenerdioden
oder eine bidirektionale TVS mit passender Spannung (12-20V je nach
Sperrspannung der Transistoren) geschaltet werden.
Okay. Eine etwas wilde Schaltung mit H-Brücken im Anhang.
Ist zwar etwas unübersichtlich, aber funktioniert folgendermassen: Über
die Mosfets wird die Polarisation für alle Relais festgelegt. Per Enable
wird ein einzelnes Relais angesteuert. So können zwar nicht mehrere
Relais gleichzeitig angesteuert werden, aber das müssen sie auch gar
nicht. 4 Pins hab ich frei für die Relais :)
Würden die Dioden nicht gleichzeitig als Freilaufdioden dienen?
Q1 (Vgsmin=10V) und Q2 (PMOS=Source an Vcc) werden nicht das machen, was
du erwartest. Der L293D hat Voh=Vcc2-1.4V bzw. Vol=1.2 (typisch@600mA).
Sehr viel tiefer möchte ich in die Schaltung nicht einsteigen - aber wie
schon erwähnt, bei einer Vollbrücke braucht's kein zweispuliges Relais.
manamana schrieb:> bei einer Vollbrücke braucht's kein zweispuliges Relais.
äh ja! Wahr wohl etwas spät am Abend ;) Natürlich da das einspulige
Relais einsetzen. Für die Fets habe ich einfach irgendwelche genommen
für das Symbol. Würde die Typen nehmen, die ich im Eingangspost verlinkt
habe. Q2 müsste ich umdrehen?
Die Idee ist halt, dass bei allen Brücken die Schaltrichtung gleich
eingestellt wird aber nur bei dem Relais geschaltet wird, wo enable auch
aktiviert wird. 4 Pins könnte ich für die Relais hergeben.
BastelMann schrieb:> So. Geänderte Zeichnung. Auch hier, Fets aus dem ersten Post.
Mist. Falsch verbunden! Kann man nur als registrierter User Posts
verändern oder löschen? Falls ein ordnungsliebender Mod mitliest, kann
er den obigen Post natürlich entfernen, wenn er will :)
Q1 sieht schon besser aus. Das DB des MMFTN138 gibt zwar nur 6Ω@4.5V an,
bei der geringen Last kann das bei 3.3V dennoch funktionieren
(1mA@1.6V). Außerdem würde ich noch einen R von Gate nach GND und,
optional, zwischen Pin und Gate von Q1 vorsehen. Welchen Wert hast du
für R1 geplant?
Q2 hat immer noch ein Problem - ein PMOS braucht eine negative Vgs um zu
schalten. Häng die nicht zu invertieren Eingänge des L293D direkt auf
den µC-Pin, also parallel zum Gate von Q1.
Alternativ nimmst du einen NMOS (genau so wie Q1/R1) und schaltest
dessen Gate auf Drain von Q1.
Das löst aber nicht das Problem mit dem höheren Spannungabfall an den
Darlington-Ausgängen des L293D. Also die Spannung für die Relais weiter
erhöhen (6-max. 7V)?
Für eine Umstellung auf 12V- oder 24V-Relais, zu der ich u.a. auch wegen
des geringeren Einflusses von Leitungs- und Übergangswiderständen immer
noch tendiere, ist diese Schaltung nicht besonders geeignet, da du dann
drei Versorgungsspannungen bräuchtest (3.3V µC, 4.5-7V Vcc1, 12-24V
Vcc2).
Auch wenn der L293D schon Freilaufdioden parallel zu den
Ausgangstransistoren integriert hat, würde ich die Zener- bzw. TVS-Diode
direkt am Relais nicht weglassen wollen.
Wie sieht es mit den Stützkondensatoren aus?
Was ich gerade in der hiesigen H-Brücken Übersicht gesehen habe:
BA6845FS wäre von der Logik her kompatibel mit dem L293 hat aber einen
wesentlich geringeren Spannungsverlust 0.5V (typ) bzw. 0.7V max.
Ich Idiot! Da ich sowieso den internen Oszillator verwenden will, sind
die Xtal Pins gar nicht beschaltet. Diese kann ich also auch als
digitale I/O Pins benützen. Dann brauch ich gar keine Transistoren zu
verbauen, sondern kann die Steuerleitungen über zwei Pins ansteuern und
hab immer noch einen übrig :).
Den uC kann ich auch mit 5V versorgen. Die 3.3V wurden somit quasi
ersetzt. Würde das ganze am liebsten mit nur einer Versorgungsspannung
ausstatten. Sind die Einflüsse der Leitungs- und Übergangswiderstände
wirklich so gross? Ich weiss nicht genau, wie gross der Querschnitt
meiner Kabel sein werden, allerdings ist selbst mit 0.25mm^2 der
Leitungswiderstand bei 4m noch unter 0.3 Ohm.
Dasda verstehe ich nicht:
manamana schrieb:> Das löst aber nicht das Problem mit dem höheren Spannungabfall an den> Darlington-Ausgängen des L293D. Also die Spannung für die Relais weiter> erhöhen (6-max. 7V)?
Den BA6845FS kann ich in meinem Laden des Vertrauens nicht finden :/
Wenn ich das richtig verstehe, hat der L293D eine Output Saturation
Voltage von 1.2 bis 1.8V. Von den 5V würden dann nur noch 3.8 bis 3.2 an
der Spule anliegen?
Im Datenblatt des Relais ist allerdings die Set- und Resetvoltage mit
70% von Un beziffert. 70% von 4.5 wären demnach 3.15. Wäre ziemlich
knapp aber sollte gehen? Werde jedenfalls mal in meinem Shop des
Vertrauens nach alternativen suchen.
Stützkondensatoren würden parallel zur Relaisspule in der Nähe der Spule
platziert? Keramikkondensatoren, da sie umgepolt werden? Wie würde man
sowas dimensionieren?
Vielen Dank zwischendurch nochmals, dass du dich da so reinkniest für
mich :) Sehe langsam ein wenig Licht am Ende des Tunnels :)
Hm.. finde keine Alternative für den Brücken-IC
Wäre eine bessere Möglichkeit, die Versorgungsspannung für Controller
und Rest über den da
https://www.distrelec.ch/spannungsregler-3-3-v-to-92/seiko-instruments/s-812c33ay-bg/648671
bereit zu stellen und die Versorgung für die Relais vor dem
Spannungsregler abzugreifen? Könnte dann ein 12V Netzteil verwenden oder
je nachdem was ich noch hier...
Hat man dann nicht eine grosse Verlustleistung, wenn man 12V auf 3.3V
regelt? Obwohl, viel Strom braucht der Rest der Schaltung dann nicht
mehr. Der uC schläft wohl die meiste Zeit, IR-Rec braucht nicht viel,
dann sind da nur noch die LEDs der Photomos SSR, die ich mit 2-3mA
betreiben kann und die SignalLED die auch maximal 5mA zieht...
BastelMann schrieb:> Den BA6845FS kann ich in meinem Laden des Vertrauens nicht finden :/
Der wäre halt im Moment der am besten dafür geeignete. Keine
Inverter/Pegelwandler notwendig, und du könntest alles mit einer
einfachen 5V Versorgung betreiben. Evtuell mal im Markforum nachfragen,
ob jemand dir den besorgen kann.
Beitrag "[S] Versandhändler für ARV's in CH"Beitrag "[Biete] Sammelbestellung de.Mouser.com 2014"> Wenn ich das richtig verstehe, hat der L293D eine Output Saturation> Voltage von 1.2 bis 1.8V. Von den 5V würden dann nur noch 3.8 bis 3.2 an> der Spule anliegen?
Da kommen noch die 1.2V auf der Low-Side hinzu bzw. weg.
> Stützkondensatoren würden parallel zur Relaisspule in der Nähe der Spule> platziert?
Auf keinen Fall - die gehören direkt zwischen Vcc und Gnd-Pins eines
jeden Treibers. Also MGND1-VCC1 und MGND2-VCC2 beim BA6845FS.
Nachdem da keine PWM läuft dürften 10-47µF Elko||100n ker. ausreichen.
Ansonsten halt ein kombiniertes SNT 12/5V oder nur 12V und danach noch
einen DC/DC-Wandler auf 5V. Auszurechnen welchen Strom du benötigst
überlass ich aber dir - geh von den max. Werten der Bauteile aus und
runde großzügig auf.
Die Diode ist OK.
btw. Bei Mouser sind alle Teile (Relais, Treiber, Diode) erhältlich. Es
fehlt wenig um über 65 € zu kommen und nicht auf die Sammelbestellung
angewiesen zu sein. Oder gibt es für die Schweiz keinen Gratisversand?
Ich hasse oberschlaue Webdesigner...
Sieht gut aus mit dem Versand! Mit den drei Relais alleine bin ich schon
locker in der Versandfreiheit ;)
Werde in Kürze die gesamte Schaltung posten. Grad momentan sonst noch
viel zu tun :)
Vielen Dank auf jeden Fall!
Voila die gesamte Steuerschaltung. Wie man sieht wird die Platine mit
vielen Schraubklemmen bestückt sein. Die Relais, die die
Netzstromsteckleisten schalten sollen, kommen an die Klemmen, die mit
K1, K2 und K3 beschriftet sind und von den H-Brücken angesteuert werden.
Zu diesen Relais gesellen sich nun eigentlich nur noch die TSV Diode,
die Anschlussklemme und die Kabelbriden auf die Platine. Muss für diese
aber zuerst ein Modell des Relais finden oder erstellen.
An die Photomos Relais kommen drei Ikea LED Sets. Die Netzteile dieser
Sets sind mit 12V und 500mA beschriftet und lassen sich mit jeweils 4
LED Streifen verbinden. Jeweils 2 Streifen werde ich an eins der
Photomos Relais anklemmen, somit sollten maximal 250mA pro Photomos
anfallen.
Scheint nicht viel daran auszusetzen zu geben :)
Anbei noch die etwas unspektakuläre Relaisplatine und das Steuerboard.
Vielleicht finde ich noch breitere Kabelbriden, dann kann ich die mit
den selben Schrauben befestigen, wie die Platine ans Gehäuse geschraubt
wird. Dann wäre alles sauber verbunden.
Gruss
Bei der Box gefällt mir die, ohnehin nirgends angeschlossene,
Massefläche nicht. Die ist im Sinne einer sicheren Trennung
kontraproduktiv - also einfach weglassen. Auch sollten für die
Anschlüsse des Kontaktes passende Lötaugen vorhanden sein (mechanische
Stabilität). Bei der Verdrahtung sicherstellen, dass auch im Fehlerfall
(z.B. Flachstecker/Klemme löst sich) kein Kontakt zum Steuerstromkreis
hergestellt werden kann.
(Ich würde das Layout etwas anders gestalten - linke Klemme-unterer
Relaisanschluß, rechte Klemme-oberer, Diode in gerader Linie zwischen
den Anschlüssen - um den maximalen Abstand zu erreichen)
Die ursprünglich vorhandene Sicherung hast du absichtlich weggelassen?
Üblicherweise haben C6-C9 zwei Funktionen:
* Einschaltspitzenströme abzudecken - ist bei einem Relais (langsamer
Anstieg wg. Induktivität) nicht relevant. Ich bin mir aber nicht sicher,
ob 100nF für die 50mA der Treiberstufe reichen, da die Anstiegszeit
unbekannt ist. Das hängt auch stark vom dynamischen Ausgangswiderstand
der 5V-Versorgung und vom Layout ab.
* Abschaltspannungsspitzen einzuebnen - ist durch die TVS-Diode nicht
kritisch, da bleibt maximal die Leitungsinduktivität übrig.
Ich würde zumindest die Pads so gestalten, dass bei Bedarf ein
Kondensator höherer Kapazität (MLCC) verbaut werden kann.
Jedenfalls solltest du die Verbindung zu den 5V und zu den Klemmen
breiter machen - ist ja genug Platz vorhanden.
Je nach Leistungsfähigkeit/Überstromabschaltung des Netzteiles, kann es
von Vorteil sein, Vcc für die beiden Treiber abzusichern
(Kurzschlußschutz). z.B. mit einer PFMF.020.2. Die hat im Vergleich zu
anderen PTC-Typen einen sehr geringen Widerstand.
http://www.schurterinc.com/pdf/english/typ_pfmf.pdf
Ich würde auch den bisher unbeschalteten Treiber zumindest vom Layout
her für eine spätere Nutzung vorbereiten.
Da ich "DIODER" - ich vermute mal dass es darum geht - nicht kenne, kann
ich nicht viel dazu sagen. Die Bilder(*) sehen aber nach einfacher,
gegen GND schaltender PWM aus. Wenn es nur darum geht die 12V zu den
LED-Streifen zu schalten sind die Opto-MOS ausreichend.
Nur so am Rande - was spräche denn dagegen, dem µC ein paar I/O
(Schieberegister o.ä.) mehr zu spendieren und damit direkt in die
Steuerung eingreifen, also im Prinzip die Taster zu emulieren? Eventuell
könnte man auch den Trimmer durch einen digitalen Kollegen ersetzen.
(*)
Er hat gleich den kompletten µC ausgetauscht.
http://marco-difeo.de/2012/03/28/irdioder-ikea-dioder-hack-mit-atmel-und-infrarotempfanger/
manamana schrieb:> Da ich "DIODER" - ich vermute mal dass es darum geht - nicht kenne, kann> ich nicht viel dazu sagen. Die Bilder(*) sehen aber nach einfacher,> gegen GND schaltender PWM aus. Wenn es nur darum geht die 12V zu den> LED-Streifen zu schalten sind die Opto-MOS ausreichend.>> Nur so am Rande - was spräche denn dagegen, dem µC ein paar I/O> (Schieberegister o.ä.) mehr zu spendieren und damit direkt in die> Steuerung eingreifen, also im Prinzip die Taster zu emulieren? Eventuell> könnte man auch den Trimmer durch einen digitalen Kollegen ersetzen.>> (*)> Er hat gleich den kompletten µC ausgetauscht.> http://marco-difeo.de/2012/03/28/irdioder-ikea-dioder-hack-mit-atmel-und-infrarotempfanger/
Die Dioder, die ich verbaut habe, haben keine RGB LED's und somit auch
keine Steuereinheit oder einen Mikrocontroller, sondern nur diese
hässlichen, klobigen Kippschalter, die ich irgendwie an die Wohnwand
ankleben musste. Die Tasten, die ich in die Wohnwand einbaue sind da
einiges hübscher und hauptsächlich für meine Freundin da, da sie das
Licht im Wohnzimmer gerne noch nach wie vor von Hand ein- und
ausschalten können will :)
Was mich noch etwas besorgt, ist, dass ich im Datenblatt von den
Photomos nichts über einen allfälligen Spannungsabfall lesen konnte. Da
die LED ja einen Fet anblinzelt, könnte ich mir gut vorstellen, dass da
das eine oder andere Volt wieder verloren geht. Das IKEA-Netzteil
betreibt mit den 12V 4 Schienen, d.h. wenn die LEDS einer Schiene
parallel geschaltet sind und die Schienen in Serie, würde sich die
Spannung auf 4 * 3V aufteilen. Nun gibt es ja solche Schlaumeier, die
die Vorwärtsspannung der LEDS so wählen, das sie in der Summe möglichst
der Versorgungsspannung entsprechen und sich so die Widerstände sparen
wollen. Hoffe, die LED's von IKEA haben etwas weniger als 3V
Vorwärtsspannung. Werde jedenfalls mal nach verbauten Widerständen
Ausschau halten.
Zum Rest später...
BastelMann schrieb:> nichts über einen allfälligen Spannungsabfall lesen konnte.
Das DB gibt Ron 1Ω(typ.) 2Ω(max.) @500/5mA an. Der Spannungsabfall
sollte also bei 250mA keine große Rolle spielen. Sehr viel höher würde
ich das Ding auch nicht belasten wollen:
"Using continuously under heavy loads (e.g. the application of high
temperature/current/voltage and the significant change in temperature,
etc.) may cause this product to decrease in the reliability
significantly even if the operating conditions (i.e. operat ing
temperature/current voltage, etc.) are within the absolute maximum
ratings."
Bevor man dazu mehr sagen kann, sollte wirklich die Innenbeschaltung
deines DIODER geklärt sein. So haben z.B. einige
Konstantstromversorgungen die unangenehme Eigenschaft, ohne Last die
Spannung unkontrolliert hochlaufen zu lassen - manchmal auch verbunden
mit Rauchzeichen.
manamana schrieb:> Bei der Box gefällt mir die, ohnehin nirgends angeschlossene,> Massefläche nicht. Die ist im Sinne einer sicheren Trennung> kontraproduktiv - also einfach weglassen. Auch sollten für die> Anschlüsse des Kontaktes passende Lötaugen vorhanden sein (mechanische> Stabilität). Bei der Verdrahtung sicherstellen, dass auch im Fehlerfall> (z.B. Flachstecker/Klemme löst sich) kein Kontakt zum Steuerstromkreis> hergestellt werden kann.> (Ich würde das Layout etwas anders gestalten - linke Klemme-unterer> Relaisanschluß, rechte Klemme-oberer, Diode in gerader Linie zwischen> den Anschlüssen - um den maximalen Abstand zu erreichen)> Die ursprünglich vorhandene Sicherung hast du absichtlich weggelassen?
Lötaugen habe ich inzwischen vergrössert.
Massefläche ist das eigentlich nicht. Hab ich effektiv nur dazu
angelegt, damit weniger zu ätzen ist :) Habe aber extra den Abstand zu
den Kontakten des Relais sehr gross gewählt. Der Rest des
"Hochspannungsteils" befindet sich ja auf der Oberseite der Platine und
kann nicht in Kontakt mit der Steuerschaltung kommen. Selbst wenn die
Kabel abreissen, können sie nicht mit der Unterseite in Kontakt kommen.
Die Sicherung habe ich absichtlich weggelassen. Die Haussicherung für
das Wohnzimmer ist mit 10A beschriftet, da brauche ich glaube ich nicht
noch eine 30A Sicherung in Serie zu schalten.
> Üblicherweise haben C6-C9 zwei Funktionen:> * Einschaltspitzenströme abzudecken - ist bei einem Relais (langsamer> Anstieg wg. Induktivität) nicht relevant. Ich bin mir aber nicht sicher,> ob 100nF für die 50mA der Treiberstufe reichen, da die Anstiegszeit> unbekannt ist. Das hängt auch stark vom dynamischen Ausgangswiderstand> der 5V-Versorgung und vom Layout ab.> * Abschaltspannungsspitzen einzuebnen - ist durch die TVS-Diode nicht> kritisch, da bleibt maximal die Leitungsinduktivität übrig.> Ich würde zumindest die Pads so gestalten, dass bei Bedarf ein> Kondensator höherer Kapazität (MLCC) verbaut werden kann.> Jedenfalls solltest du die Verbindung zu den 5V und zu den Klemmen> breiter machen - ist ja genug Platz vorhanden.
Die Verbindungen zu den Klemmen wurde nun auf 0.6mm verbreitert.
Die Pads sollten sich auch noch vergrössern lassen. Mal schauen, wass es
da für Bauteile gibt.
> Je nach Leistungsfähigkeit/Überstromabschaltung des Netzteiles, kann es> von Vorteil sein, Vcc für die beiden Treiber abzusichern> (Kurzschlußschutz). z.B. mit einer PFMF.020.2. Die hat im Vergleich zu> anderen PTC-Typen einen sehr geringen Widerstand.> http://www.schurterinc.com/pdf/english/typ_pfmf.pdf
Könnte diese Sicherung parallel zur Stromversorgung für das ganze Board
geschlatet werden?
> Ich würde auch den bisher unbeschalteten Treiber zumindest vom Layout> her für eine spätere Nutzung vorbereiten.
Gute Idee. Hab ich gemacht. Vielleicht gibts ja kleinere Lüfter, die mit
5V angesteuert werden können. In diesen IKEA-Möbeln wirds ganz schön
stickig, wenn man mehrere Elektrogeräte reinstellt. Oder vielleicht
liesse sich später irgendwas lustiges mit nem Servo anstellen :)
Gruss und Dank!
BastelMann schrieb:> Lötaugen habe ich inzwischen vergrössert.> Massefläche ist das eigentlich nicht. Hab ich effektiv nur dazu> angelegt, damit weniger zu ätzen ist :)
Das ist genau der falsche Ort um zu sparen. Schon in der ersten Version
war die Kriechstrecke kleiner als zulässig - also weg damit.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Leiterbahnabst%C3%A4nde#Praktische_Anwendung
"5mm zwischen L/N und Schutzkleinspannung"
Das gilt übrigens auch für die Flächen am Top- bzw. Bottom-Layer der
Controllerplatine. Da nichts wirklich hochfrequentes geschirmt werden
soll, sind sie unnötig. Sinnvoller ist meiner Meinung nach eine
niederimpedante, durchdachte Führung von 5V und GND mit möglichst
kleinen Leiterschleifen.
Wenn du sie unbedingt haben willst, solltest du die Inseln mit genügend
Vias untereinander verbinden und auf GND legen. Ansonsten sind diese
Flächen optimal dafür geeignet sich Störungen einzufangen.
> Die Verbindungen zu den Klemmen wurde nun auf 0.6mm verbreitert.
Ich hoffe, auch die 5V zu den Pins 11 und 14
> Die Pads sollten sich auch noch vergrössern lassen. Mal schauen, wass es> da für Bauteile gibt.
Mit 0805 sollte es schon genügend Auswahl geben. (100n-4.7µ/16V/XR7)
> Könnte diese Sicherung parallel zur Stromversorgung für das ganze Board> geschlatet werden?
Parallel geschaltet wird das nicht funktionieren ;) - ob du auch die
Versorgung des µC erst nach der Sicherung abzweigst ist egal, die
Notwendigkeit dieser Sicherung hängt aber wie gesagt von den
Eigenschaften der 5V-Versorgung ab.
Hallo,
Ich benutze BS-Relays vom Typ RSL-6V (das steht darauf)bei 5V die
Spule hat einen R von ca. 450 Ohm. Als Relays-Treiber benutze ich ein
Gatter des 74ACT00 auch um den Controller zu schützen. Ein Elco von 22uF
ist ausreichend um das Relays sicher zu schalten.
Allerdigs schalte ich mit den Kontalten erst ein 24V-Relays das die
Trennung vom 230V - Netz sicher gewehrleistet.
Den Hersteller der Relays kann ich leider nicht nennen, sie wurden vor
vielen Jahren aus einem Spieleautomaten ausgebaut den meine Söhne damals
vom Sperrmüll angeschleppt hatten.
Wolfgang
manamana schrieb:> Parallel geschaltet wird das nicht funktionieren ;)facepalm ;) Manchmal sollte man sich wohl das Geschriebene nochmals
durchlesen, bevor man auf den Knopf drückt. Was ich meinte, war, direkt
zur Stromversorgung, also auch vor den uC.
Werds wohl einbauen. Stören wirds nicht.
@ Wolfgang:
Danke für den Hinweis. Hoff nun mit dieser Kombination genügend sicher
zu fahren ;)