cyblord ---- schrieb:> Die käuflichen RS232 Wandler machen alle min. +-5V.
Nein, ich hatte einen von Pollin, der definitiv nur die 0 und
3.irgendwas des USB ausgegeben hat, allerdings mit richtiger Polarität.
Die Handshake-Leitungen wie gesagt nur gebrückt. War irgendwas mit Huge
Pine. Nachdem der mich ein paar mal verarscht hat, ist er weggeflogen.
Ich hab hier eben mal an so einem Delock mit FTDI gemessen: Pegel 6,3
Volt. Die Handshake-Leitungen sind herausgeführt, habs mit Hterm schnell
überprüft (7&8 brücken, bei aktiviertem RTS leuchtet dann auch CTS). Das
müsste ja dann der 61425 sein.
Ich hatte auch schon mal einen, der ca. +-3V am Ausgang hatte. Die
meisten sind in der Tat +-5V, mit mehr Spannung habe ich bis jetzt noch
keinen gesehen. Allerdings ist es so, daß die 3V gerade die Grenze der
erlaubten Spannung darstellt, da kann es schon mal zu Problemen kommen.
Mit 5V sollte aber alles funktionieren.
Was die Handshake-Leitungen betrifft, wird es vermutlich wirklich das
beste sein, du lötest dir einen MAX232 an den FT232. Was ich aber nicht
weiß, ob die Handshake-Leitungen über das USB-Interface bedient werden.
Das wäre noch abzuklären, sonst bringt der MAX232 natürlich auch
nichts...
Hi,
ich schrieb:> Was die Handshake-Leitungen betrifft, wird es vermutlich wirklich das> beste sein, du lötest dir einen MAX232 an den FT232. Was ich aber nicht> weiß, ob die Handshake-Leitungen über das USB-Interface bedient werden.> Das wäre noch abzuklären, sonst bringt der MAX232 natürlich auch> nichts...
Wenn man schon das Löten anfangen muss kann man statt des FTDI auch eine
Alternative wählen. ICh verwende z.b. gar keine der FTDI USB Wandler
mehr und setzte Stattdessen den PIC18F13K50 (PIC18F14K50) mit dem
"USB-CDC-Seriell Converter" Beispielprogramm als Wandlerbaustein ein.
Nur das Demo Aufspielen und fertig...
Setzt natürlich voraus das man die PIC bespielen kann, ist aber diese
Hürde genommen hat man mit diesn Bausteinen eine günstigere und
Universellere Quelle gefunden. Zudem gibt es -gerade für
Gelegenheitsbastler interessant- diese Bausteine neben SOIC und SSOP
auch in DIP Gehäusen...
Falls mal Sonderwünsche auftauchen kann man diese schnell selbst in die
Firmware einbringen.
Mittlerweile gibt es sogar eine Version die ganz ohne Quarz auskommt.
Der PIC18F25K50. Allerdings bei Reichelt noch nicht verfügbar.
Für "echten" RS232 Pegel benötigen die natürlich auch einen
Pegelwandler, aber als Ersatz für die FTDI sind die wirklich gut...
Gruß
Carsten
Carsten Sch. schrieb:> Setzt natürlich voraus das man die PIC bespielen kann, ist aber diese> Hürde genommen
Wie hoch ist denn diese Hürde eigentlich genau? Ist das Protokoll
vollständig offengelegt oder müßte ich zwingend in völlig überteuerte
proprietäre Programmer-Hardware investieren?
Im ersteren Fall wäre das nämlich eine durchaus interessante Idee.
Auch meine Atmels programmiere ich ausschließlich mit
Programmieradaptern, die ich wiederum selber programmiert habe. Das ist
wohl der Grund, warum ich äußerst selten Programmierprobleme habe und,
wenn doch mal, sehr schnell herausfinden kann, wo ganz genau die Säge
klemmt.
Hi,
c-hater schrieb:> Wie hoch ist denn diese Hürde eigentlich genau? Ist das Protokoll> vollständig offengelegt oder müßte ich zwingend in völlig überteuerte> proprietäre Programmer-Hardware investieren?
Bei Microchip ist fast alles komplett offen!
Nicht nur der Prog-Algorythmus selbst sondern sogar der Quellcode für
deren Einstiegsprogrammer und Debugger (Pickit3) nebst Schaltplan steht
zum Download bereit! Das fertig kompilierter HEx File sowieso...
Wobei ich ca. 30 - 35 Euro (je nach Quelle), für einen Programmier- und
Debugadapter der ausser den ganz alten OTP Pics mit echtem EPROM-als
Programspeicher alle Pics programmieren sowie alle Debugfähigen PICs
debuggen kann, nicht für überteuert halte. Zumal der im Gegensatz zu
manch Produkt eines anderen Anbieters fast unkaputtbar ist. Meiner hat
schon eine Menge unbeschadet überstanden... Verpolung, Kurzschluss und
Überspannung durch Schaltungsdefekt kann ich wohl nicht mehr zählen...
Aber wie geschrieben, du kanst dir auch komplett selbst einen Programmer
entwickeln oder das Originalteil einfach nachbauen und bei Bedarf sogar
da im Quellcode herumbasteln.
Gruß
Carsten
Carsten Sch. schrieb:> Wenn man schon das Löten anfangen muss kann man statt des FTDI auch eine> Alternative wählen.
Allerdings hat ein CDC einen gegenüber dem FT232 eingeschränkten
Funktionsumfang, was je nach Anwendung völlig egal oder aber sehr
störend ist.
Rolf schrieb:> Ich habe gerade einen DELOCK 61460 nachgemessen, 6-6,5V. Chip ist ein> FT232RL.
Der FTDI bestimmt aber nicht den Pegel, sondern da muss immer noch sowas
wie der gute alte MAX232 dahinter.
Christian R. schrieb:> Der FTDI bestimmt aber nicht den Pegel, sondern da muss immer noch sowas> wie der gute alte MAX232 dahinter.
Der Pegelwandler lässt sich nicht per SW auslesen .......
Selbst löten wollte ich in diesem Fall eigentlich nicht. Die Dinger
müssen einfach nur funktionieren.
Ich hatte auch mal für einen Bekannten diese
http://www.reichelt.de/USB-Konverter/USB2-SERIELL/3//index.html?ACTION=3&GROUPID=6105&ARTICLE=58641&SHOW=1&OFFSET=16&
besorgt, allerdings melden die sich wohl regelmäßig nach einiger Zeit
selbst ab. Ungünstig, wenn man mal länger Messwerte monitoren will.
ich schrieb:> Allerdings ist es so, daß die 3V gerade die Grenze der> erlaubten Spannung darstellt, da kann es schon mal zu Problemen kommen.> Mit 5V sollte aber alles funktionieren.
Theoretisch funktioniert es auch mit 0/5V. Praktisch hatte ich aber
schon den Fall, dass eine auf -5V liegende serielle Schnittstelle ein
ausgeschaltetes Gerät auf -0.5V gezogen hat - über interne Schutzdioden.
Der Spannungswandler wollte dann aufgrund der an seinem Ausgang
liegenden -0.5V nicht starten - Gerät tot. Mit dem billigen 0/5V Wandler
hat es funktioniert, mit einer "echten" RS232 nicht. Auf solche Fehler
muss man erst mal kommen.
Die Bezeichnung lässt vermuten, daß das ein CP2102 von SiLabs sein
dürfte. Die von elv angebotenen Treiber wiederum machen die Vermutung
zur Gewissheit.
Sind die gut? Ich hab bisher nur mit FTDI zu tun gehabt - und mit diesen
Billigteilen, die sich selbst abgemeldet haben. Von denen ich aber nicht
weiss, welche Wandler verbaut waren.
SiLabs hat einen guten Ruf, ganz anders als Prolific, deren PL2303 man
häufiger begegnet. Bizarrerweise hat irgendeine chinesische
Hinterhofklitsche sich ausgerechnet einen Baustein von Prolific
ausgesucht, um davon eine noch minderwertigere Kopie herauszubringen
(was natürlich auch den Ruf von Prolific weiter ruiniert hat).
Mit dem CP2102 habe ich nur gute Erfahrungen gemacht; funktionierte auch
auf PC-Seite immer einwandfrei, egal ob Linux oder Windows XP bis 8.1,
32- und 64-Bit-Treiber.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> SiLabs hat einen guten Ruf, ganz anders als Prolific, deren PL2303 man> häufiger begegnet. Bizarrerweise hat irgendeine chinesische> Hinterhofklitsche sich ausgerechnet einen Baustein von Prolific> ausgesucht, um davon eine noch minderwertigere Kopie herauszubringen> (was natürlich auch den Ruf von Prolific weiter ruiniert hat).
Man muß dazu zwei Sachen sagen:
* Offensichtlich sind viele minderwertige Prolific-Clones in Umlauf,
speziell bei den ganz billigen Konvertern.
* Die meisten USB-RS232-Konverter basieren auf einem USB-TTL-Wandler und
einem separaten TTL-RS232-Wandlerchip. Da gibt es also noch genug, wo
ein inkompetenter Hersteller auch mit einem echten Chip etwas falsch
machen kann.
Ich habe einen USB-RS232-Wandler mit Prolific-Chip, mit dem ich bisher
gute Erfahrungen gemacht habe und einen anderen (billigste Sorte von
eBay), der vermutlich ein Fake ist und nicht mit allen Geräten läuft.
Wenn man bei solch einem Konverter eine bestimmte Spannung messen kann,
dann kommt es ja auch immer noch darauf an, an welchem Widerstand der
Konverter welche Spannung zusammenbringt. Ein Multimeter hat meistens
einen Eingangswiderstand von 10 MΩ oder so ähnlich, die meisten Geräte
dürften einen niedrigeren Eingangswiderstand haben.
Weitere wichtige Auswahlkriterien für USB-RS232-Wandler sind:
* Treiberunterstützung. Linux-Treiber sind für alle gängigen Wandler im
Standard-Kernel. Die Treiberversorgung für weitere Betriebssysteme
unterscheidet sich stark, sogar bei Windows gibt es z. T. bei neueren
Versionen Probleme.
* Anzahl Datenbits. Normalerweise können alle 8 Datenbits. Nicht alle
unterstützen 7 Datenbits, noch weniger 5 oder 6.
* Anzahl Stopbits.
* Baudraten. Sowohl bei sehr niedrigen als auch bei sehr hohen sowie bei
"krummen" Baudraten gibt es große Unterschiede.
* Unterstützung von weiteren Leitungen für Hardware-Handshake und
Modemsteuerung.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Die Bezeichnung lässt vermuten, daß das ein CP2102 von SiLabs sein> dürfteTimm Thaler schrieb:> Sind die gut?
Der SiLabs CP2102 ist auch auf der USB-UART-Bridge verbaut die ich
weiter oben gepostet habe. (Kann man sogar fast sehen auf dem Bild.
Steht aber auch bei der von mir verlinkten Produktbeschreibung.)
Rufus Τ. Firefly schrieb:> SiLabs hat einen guten Rufeiderdaus schrieb:> Mit dem CP2102 habe ich nur gute Erfahrungen gemacht; funktionierte auch> auf PC-Seite immer einwandfrei
Dem kann ich voll und ganz zustimmen! Ich hatte bisher nur einmal ein
"Problem":
Ich habe mit der USB-UART-Bridge eine ccTalk-Kommunikation (seriell,
half-duplex) mit gesnifft. Dann ist in der Kommunikation was
schiefgegangen, die Kommunikation hat total verrückt gespielt, Windows
fing an einen Treiber zu installieren... und dann war Windwos 7
plötzlich der Meinung das meine USB-UART-Bridge irgendeine komische
serielle Windows Trackball Maus wäre. War sehr schön :D
Einmal die USB-UART-Bridge abgezogen und wieder drangesteckt und alles
war schick.
Timm Thaler schrieb:> bekommt man das auch unter Linux zu laufen
Natürlich. Einfach auf "/dev/ttyUSB0" (oder wie auch immer der dann bei
dir heißt) zugreifen und alles ist gut.
Grüße
Ingo Schick schrieb:> Hallo Zusammen,>> ich verwende seit längerer Zeit einen FTDI-Adapter on Board.>> Für bestehende Schaltungen empfielt sich dieses Modell von RS:> https://de.rs-online.com/web/p/entwicklungskits-in...>> Diesen Adapter gibt es auch direkt mit einem 3,3 bzw. 5,0 Volt> Pegel.Dann kann kam sich zusätzlich den Pegelwandler sparen.>> Der Treiber ist ab Windows 7 im Betriebssystem mit enthalten.
Feines Teil! Kannte ich noch nicht.
Für den Einsatz auf einer Platine ist aber zu beachten, daß der Level
Shifter nicht umgangen werden kann. Also aus den Lötanschlüssen kommen
die bipolaren RS232-Pegel raus. Das heißt, auf Platinen, die früher eine
RS232 als DB9-Buchse hatten, sind die Teile ideal. Damit hat man sofort
USB auf der Platine.
Wenn man aber eine Platine entwickelt und will das Teil als
USB-UART-Wandler einsetzen, muß man erstmal aus den UART-Signalen die
bipolaren Pegel für RS232 bilden und kann damit dann auf dieses Teil
gehen.
Damit hat man in diesem Falle sogar noch mehr Aufwand, als wenn man nur
den FTDI verwenden würde.
Mit dem Teil kannst Du bei neuen Projekten auf den MAX232 verzichten, da
es dieses Modul in verschiednen Ausführungen gibt:
http://www.ftdichip.com/Products/Modules/USBRSxxx.htm
DB9-USB-M
Full Speed USB to 1-Port RS232 level UART module that can replace an
RS232 Level UART DB9 male connector
DB9-USB-F
Full Speed USB to 1-Port RS232 level UART module that can replace an
RS232 level UART DB9 female connector
DB9-USB-D3-M
Full Speed USB to 1-Port 3.3V level UART module that can replace 3.3V
level UART DB9 male connector
DB9-USB-D3-F
Full Speed USB to 1-Port 3.3V level UART module that can replace 3.3V
level UART DB9 female connector
DB9-USB-D5-M
Full Speed USB to 1-Port 5V level UART module that can replace 5V UART
DB9 male connector
DB9-USB-D5-F
Full Speed USB to 1-Port 5V level UART module that can replace 5V UART
DB9 female connector
Ingo Schick schrieb:> Mit dem Teil kannst Du bei neuen Projekten auf den MAX232> verzichten, da> es dieses Modul in verschiednen Ausführungen gibt:>> http://www.ftdichip.com/Products/Modules/USBRSxxx.htm>
Ah, es gibt auch noch andere... Ich hatte nur die mit FTDI und
Levelshifter gesehen. Damit gehts natürlich! Um so besser :-)