Hi
Ich möchte mit Mikrocontroller anfangen. Als Programmer habe ich mich
fürs AVR Dragon entschieden. Ich wollte eigentlich diese Modelle kaufen:
ATtiny2313
ATmega8
ATmega16
ATmega32
Soll ich noch andere nehmen? Oder soll ich statt ATmega8 ATmega88
nehmen? Gibt es auch neuere alternativen zu ATmega16 und 32?
lgf
florian schrieb:> Gibt es auch neuere alternativen zu ATmega16 und 32?
Ja, die heißen MSP430 und Cortex.
Als Einsteiger empfiehlt sich der MSP430 mit dem Launchpad. Es gab hier
schon reichlich Threads zum Thema.
Für den Anfang wird wohl genau ein Controller reichen. (Ich glaube,
einer ist auch beim Dragon dabei, weiß es aber nicht definitiv). Oder
gibt es einen speziellen Grund, warum Du gleich mehrere verschiedene
Typen kaufen willst?
Ach und lies mal den AVR-Dragon-Artikel hier. Da gibt es verschiedene
Modelle.
Guten Morgen,
diese AVR wurden erweitert und können durch
ATmega8 --> atmega328p
ATmega32 --> atmega644p oder atmega1284p
ersetzt werden.
Das Datenblatt, bzw. eine AP von Atmel weist Dir die Unterschiede aus.
florian schrieb:> Gibt es auch neuere alternativen zu ATmega16 und 32?
Ja, 8,16,32bit PIC. Lassen sich alle mit dem gleichen Programer (PICkit3
ca. 30€) programmieren und debuggen. Die 8bit PICs habe in der Regel
besser Peripherie wie die ATmega/Tiny.
Hi
Danke für die super schnellen antworten!
Die verschiedenen Typen wollte ich kaufen da ich beim Mega8 vielleicht
zu wenig Flash habe und ich dann einen größeren habe. Und weil ich in
der Schweiz wohne muss ich für jede Bestellung 15Fr zahlen.
lgf
Uwe S. schrieb:> diese AVR wurden erweitert und können durch ATmega8 --> atmega328p> ATmega32 --> atmega644p oder atmega1284p> ersetzt werden.
Soll ich eher die neueren oder die älteren zum Einstieg gebrauchen?
Was empfehlt ihr?
lgf
Den ATtiny2313 solltest du nur dann kaufen, wenn du dir sicher bist,
dass du genau den brauchst.
Falls du unbedingt mit Tinys arbeiten willst - warum auch immer - sind
ATtiny841 und ATtiny1634 interessant. Aber die gibt es leider nicht als
PDIP; die größte Bauform ist SOIC-14 bzw. SOIC-20. Also auf eigene
Platine, Adapterplatine oder auf Lochraster mit 1,27-mm-Raster. Der
ATtiny841 ist derzeit nur bei DigiKey erhältlich, den ATtiny1634 kann
man auch schon anderswo finden (Mouser).
florian schrieb:> für jede Bestellung 15Fr zahlen
Wie kommt das denn?
florian schrieb:> Soll ich eher die neueren oder die älteren zum Einstieg gebrauchen?> Was empfehlt ihr?
Nimm die neueren Modelle, da ist mehr "drin".
Zuwenig Flash wird das erste halbe Jahr sowieso Dein geringstes Problem
sein. Aber 15 Fränkli sind dann auch wieder ein Argument.
Nimm lieber die Neueren. Für den Einstieg macht das aber keinen
wirklichen Unterschied. Da bist Du erstmal froh wenn die LED überhaupt
blinkt.
ATMEGA8 -> ATMEGA88PA
ATMEGA16/32 -> ATMEGA164PA
Den Speicher musst Du erstmal sinnvoll voll bekommen.
Und dann gibt es immer noch dickere Version die Pin- und
Funktions-kompatibel sind.
Gerade für den Einstieg in Controller sind die schick.
Aber pass auf Deinen Dragon auf, da die nackt geliefert werden sind die
etwas anfällig.
Achte auch darauf, dass Du den Programmer nur ansteckst wenn die
Versorgung vom Controller noch aus ist, die Treiberstufen vom Dragon
gehen auch gerne mal kaputt und eine Reparatur ist schwierig bis
unmöglich weil es keinen Schaltplan gibt.
Konrad S. schrieb:> florian schrieb:>> für jede Bestellung 15Fr zahlen>> Wie kommt das denn?
Ich muss 15 Fr Versand bezahlen.
Konrad S. schrieb:> Den ATtiny2313 solltest du nur dann kaufen, wenn du dir sicher bist,> dass du genau den brauchst.
Ich möchte wenn ich mich eingearbeitet habe diese Schaltung bauen:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/arnerossius/schaltungen/avr/weck.htm
Wie sind die Unterschiede? Ist der Code gleich? Denn ich möchte mit dem
Avr-Gcc Tutorial anfangen zu programmieren. Da wird der Atmega8
verwendet.
lgf
florian schrieb:> Ich muss 15 Fr Versand bezahlen.
Das ist heftig!
Manche Versender liefern ab gewissen Beträgen ohne
Versandkostenaufschlag, Mouser und DigiKey z.B. ab 65€ (dafür sind die
Preise als Netto angegeben). Vermutlich gilt das auch für die Schweiz.
Wenn du auch einen Programmer (z.B. Dragon) brauchst, dann kommst du
zusammen mit ein wenig Kleinkram schnell über die Freigrenze.
florian schrieb:> Ich möchte wenn ich mich eingearbeitet habe diese Schaltung bauen
Das wäre ein Grund, den ATtiny2313 zu nehmen. Trotzdem musst du beim
Nachbauen aufpassen, denn die ursprüngliche Schaltung war für den
AT90S2313P ausgelegt. Im Artikel gibt es ein paar Hinweise dazu.
Mit entsprechenden Anpassungen bekommst du die Uhr auch im einen
(beispielsweise) ATmega328. Für den Anfang mag es aber durchaus
geschickter sein, möglichst nahe an der Vorlage zu bleiben.
florian schrieb:> Denn ich möchte mit dem> Avr-Gcc Tutorial anfangen zu programmieren. Da wird der Atmega8> verwendet.
Lass die alten Modelle in Frieden sterben und fang mit einem ATmega328
an. Da hast du erstmal ziemlich viel Platz und ordentlich Auswahl bei
der Peripherie. Später mal, mit etwas Erfahrung, kannst du auf kleinere
µCs ausweichen (z.B. weil für eine exakt bekannte Aufgabenstellung der
XYZ-Controller 45 Cent billiger ist ;-).
Mit einem ATmega328P, wie bereits vorgeschlagen, machst du am Anfang
nichts falsch. Den gibt es als DIP fürs Steckbrett, er hat ein großes
Sortiment an Schnittstellen und gehört zu den neueren Vertretern.
Es gibt ein paar Unterschiede zwischen den alten und den neuen
Generationen, die ein paar Anpassungen im Code erzwingen, aber die neuen
sind in allen Belangen flexibler.
32K oder selbst 8K Flash kriegst du so schnell nicht mit Code voll.
Hallo Florian,
ich bin auch erst vor kurzem in die Controller-Programmierung
eingestiegen.
Zu den Controllern:
Du must die eigentlich keine große Sammlung an Controllern zulegen. Es
ist kein Problem nur mit dem ATtiny2313A ( oder besser ATtiny4313 )
anzufangen. So groß sind die Unterschiede zum Mega nun auch wieder
nicht. Die 8-Bit Controller von AVM sind sich (zum Glück) alle sehr
ähnlich. Das Tutourial ist Klasse und kann mit ganz kleinen Anpassungen
auch für den 2313 genutzt werden. Der ATtiny13A ist für die ersten
Versuche auch sehr interessant und günstig. Wenn die kleinen langweilig
geworden sind, kann man sich immer noch einen Mega holen. Die gibt es in
der Bucht auch mit vernünftigen Versandpreisen.
Zum Programmiergerät:
Ich empfehle dringend das AVRISP mkII für den Einstieg. Und zwar das
Original und nichts Gebasteltes.
- Es ist das schnellste
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_In_System_Programmer#Geschwindigkeitsvergleich
- Flexibelste.
Nahezu alle ATtiny, ATmega und ATxmega lassen sich programmieren.
- Es ist Robust mit guter Schutzschaltung.
Ein kleine ISP Adapter für das Breadboard und das Programmieren kann
beginnen.
HVP braucht man eigentlich nicht (Sonderfälle).
Und Debugging erst, wenn Du es nicht mehr ohne aushalten kannst. Ich
komme noch ohne klar.
Hole dir den Dragon erst, wenn Du ihn wirklich brauchst. Es ist auch
dann KEIN Ersatz für den AVRISP mkII.
MfG Uwe
Uwe K. schrieb:> Du must die eigentlich keine große Sammlung an Controllern zulegen. Es> ist kein Problem nur mit dem ATtiny2313A ( oder besser ATtiny4313 )> anzufangen. So groß sind die Unterschiede zum Mega nun auch wieder
Der muß es nu ausgerechnet nicht sein. Dem fehlt der ADC, einen der
interessantesten Peripheriebausteine, den man bei fast allen anderen
Tinys findet.
Ich würd auf jeden Fall einen der Mega88 Varianten im DIP Gehäuse dabei
haben wollen.
Uwe K. schrieb:> Der ATtiny13A ist für die ersten> Versuche auch sehr interessant
Für Assembler-Programmierung schon. Mit C wird es sehr schnell sehr eng
bei nur 1kB Flash.
Konrad S. schrieb:> Uwe K. schrieb:>> Der ATtiny13A ist für die ersten>> Versuche auch sehr interessant>> Für Assembler-Programmierung schon. Mit C wird es sehr schnell sehr eng> bei nur 1kB Flash.
Kann ich nicht bestätigen. Ich programmiere nur in C. Das man 1024 Byte
schnell voll hat, ist klar. Das geht mit C aber auch nicht schneller als
mit Assembler. Ein schlechtes Assembler kann mehr Platz verbrauchen.
Nicht beirren lassen. Der ATtiny13A macht mit C richtig Spaß.
@Uwe K. (ukhl)
Ich habe neulich ein kleines Projekt(chen) mit einem ATtiny10 gemacht.
Ein bisschen Initialisierung, eine Interrupt-Routine und 512 Byte für
eine PWM-Tabelle. Rest: 4 Byte RAM und 132 Byte Flash. Da ist nicht mehr
viel Luft für Erweiterungen (in C). War 'ne nette Übung, um ein Gefühl
dafür zu bekommen, was mit dem Winzling geht, wenn man sich um
Assembler-Programmierung drücken will.
kopfkratz
Also man sollte sich schon für ein konretes Projekt entscheiden und den
µC danach auswählen.
Die DCF77-Uhr hat ja einen Tiny und keinen Mega als Controller.
Sinnvoll ist es gleich 10 Stück samt Hühnerfutter (Spannungsregler,
Kondensatoren, Widerstände, Taster, Potis und LEDs) zuzulegen, dazu ein
Steckbrett und für den Anfang reichen Lochrasterplatinen mehr als aus.
Mega328 wie schon erwähnt dürfte das "bastelfreundlichste" sein, da DIP
genügend Flash, genug Timer, Kommunikation, ADC und 23 I/O Pins.
Damit erstmal auf dem Steckbrett LEDs per Tastendruck leuchten lassen,
dann einen POTI anschießen und die LEDs per PWM dimmen bevor man an LCD
und mehr geht.
Arbeite die AVR-Tutorials hier durch, nimm eine Hochsprache (C ist am
verbreitesten) und fange mit den LEDs an ;-)
> Lass die alten Modelle in Frieden sterben
Sollte man von den Oldies (Atmega) dann nicht ganz weg und lieber etwas
Zeitgemäßes nehmen (32bit Cortex)?
lg
flopsi schrieb:>> Lass die alten Modelle in Frieden sterben>> Sollte man von den Oldies (Atmega) dann nicht ganz weg und lieber etwas> Zeitgemäßes nehmen (32bit Cortex)?>> lg
Es geht hier um Basteln, ein Mega328 mit Hühnerfutter kommt da günstiger
und flexibler als z.B. ein Arduino mit Cortex und extra Shields.
Und jeder 8bitter schafft idR Hobbyanforderungen wie LEDs, LCD, Servos
usw.
Zudem ist ein "einfacher" 8bitter auch "einfacher" zu programmieren als
"gößere" µC da weniger Peripherie, Register und IRQs ...
Aber diese Diskusssion findet sich hier mehr als einmal, also hören wir
mal lieber auf :-P
Der TO hat sich ja entschieden.
Mein Standard sind nur 2 Condroller:
- ATMega328. Ausreichend viele Pins, ausreichend kompatibel mit (auch
älteren) Layouts, ausreichend Platz im Flash, günstig.
Wenn ich Platz habe, kommt für Debug-Aufgaben ein LCD-Modul dran.
- Wenn es klein sein muß: ATTiny85 im SOIC8-Gehäuse. Ich klebe den mit
Sekundenkleber auf eine nackte Platine und fädle die Schaltung dran.
Leg Dir von jeder Sorte mindestens 2 Stück her, dann kannst Du mit einem
frischen Controller testen, wenn die Vermutung besteht, dass der
Controller defekt oder verfust ist.
florian schrieb:> Warum ist der Dragon keine Alternative für den AVR ISP mkii?
Dem Vernehmen nach ist der Dragon etwas empfindlich und stirbt auch mal.
Der AVRISP MKII gilt als recht robust. Letzteres kann ich aus eigener
Erfahrung bestätigen.
Der AVRISP MKII ist nur ein Programmer. Der Dragon ist auch als
Debugger verwendbar, bietet dem µC Platz und versorgt ihn während des
Programmiervorgangs mit Strom.
Konrad S. schrieb:
> @Uwe K. (ukhl)> Ich habe neulich ein kleines Projekt(chen) mit einem ATtiny10 gemacht.> Ein bisschen Initialisierung, eine Interrupt-Routine und 512 Byte für> eine PWM-Tabelle. Rest: 4 Byte RAM und 132 Byte Flash. Da ist nicht mehr> viel Luft für Erweiterungen (in C). War 'ne nette Übung, um ein Gefühl> dafür zu bekommen, was mit dem Winzling geht, wenn man sich um> Assembler-Programmierung drücken will.
512 Byte (50%) für eine PWM Tabelle? Ist das in Assembler effektiver?
Mache das gleiche doch mal in Assembler. Und dann vergleiche den
Unterschied.
Aber gucke auch auf die Uhr, wie Lange zu jeweils dafür gebraucht hast.
Ansonsten ist es ja ein freies Land. Wähle die Programmiersprache, die
dir am besten gefällt. Ich tue das auch...
Konrad S. schrieb:
> florian schrieb:>> Warum ist der Dragon keine Alternative für den AVR ISP mkii?>> Dem Vernehmen nach ist der Dragon etwas empfindlich und stirbt auch mal.> Der AVRISP MKII gilt als recht robust. Letzteres kann ich aus eigener> Erfahrung bestätigen.>> Der AVRISP MKII ist nur ein Programmer. Der Dragon ist auch als> Debugger verwendbar, bietet dem µC Platz und versorgt ihn während des> Programmiervorgangs mit Strom.
Das ist alles richtg. Und deshalb halte ich den AVRISP MKII als
Grundausstattung für wesendlich sinnvoller. Er ist als reiner Programmer
deutlich besser.
Der Dragon kann nach einiger Erfahrung dazukommen, wenn man den Bedarf
des Debuggens hat.
P.S. Die Stromversorgung über den Programmer ist nur auf den ersten
Blick sinnvoll. Spätestens wenn man unterschiedliche Spannungen in der
Schaltung hat, ist es sehr störend. Besser ist es die
Versorgungsspannung zu messen und dann mit der richtigen Spannung zu
Programmieren. Genau das macht der AVRISP MKII.
Uwe K. schrieb:> 512 Byte (50%) für eine PWM Tabelle? Ist das in Assembler effektiver?> Mache das gleiche doch mal in Assembler. Und dann vergleiche den> Unterschied.> Aber gucke auch auf die Uhr, wie Lange zu jeweils dafür gebraucht hast.
Tabelle ist Tabelle. Und was an Code nötig war, ging auch als C-Kompilat
in den Speicher. Mit Assembler ließe sich eher der Stack-Bedarf bei der
Interrupt-Routine optimieren, aber 4 freie Bytes sind beim ATtiny10
immerhin 12.5 Prozent und das passt somit hervorragend zu den 12.9
Prozent freiem Flash. ;-)
Die meiste Zeit ging übrigens für die Installation von Atmel Studio 6
und Eingewöhnungszeit (ächtz!) drauf.
Das Tutorial hier ist für den Mega8 geschrieben. Sicherlich ist der
Mega328 neuer und besser, die Quelltext Schnipsel aus dem Tutorial
lassen sich aber nicht eins zu eins verwenden. Viele Register heißen
anders und sind anders aufgeteilt. Für einen schnellen frustfreien
Einstieg mit dem Tut hier würd ich trotz des Alters einen Mega8
empfehlen.
flopsi schrieb:> Sollte man von den Oldies (Atmega) dann nicht ganz weg und lieber etwas> Zeitgemäßes nehmen (32bit Cortex)?
Ein 32-Bit Chip um das DCF77-Signal auf ein paar 7-Segmenten anzeigen
lassen!?
Warum nicht gleich einen Intel Core i7? Ich bin auch der Meinung, dass
man für einen Wecker mindestens einen 3 GHz Prozessor verwenden
sollte...
Kann gar nicht verstehen wieso das Weckerhersteller nicht auch so
machen.
Bisschen verhältnismäßig sollte es schon sein, ein 8-Bitter ist mehr als
ausreichend. Bei dem Wecker wird er sowieso zu mind. 90% in einem
Schlafmodus sein.
Es reichen auch 4 Bit. :-P
Mit einer modernen Architektur macht er sich den Einstieg leichter. Wem
der Cortex zu schwer ist, sollte einen Blick auf den msp430. Das spart
eine Menge Frust und schont den Geldbeutel.
Für den Einstieg empfehle ich den ATtiny13. Er ist klein, billi und hat
einen überschaubaren Funktionsumfang. Alles, was der ATtiny13 kann,
können die größeren AVR's ebenfalls. Was Du beim ATtiny13 lernst, kannst
Du 1:1 auch mit den größeren AVR's genau so umsetzen.
Zum Lernen genügt ein Steckbrett, ein Paar LED's und Widerstände und das
Datenblatt. Wenn man dort mal etwas nicht versteht, hilft dieses Forum.
Wenn Du den Einstieg mit dem ATtiny13 hinter Dir hast, würde ich je nach
Anwendungsfall einen passenden eventuell größeren AVR Controller nehmen.
Deren Datenblätter sind teilweise wesentlich länger aber dennoch gut
verständlich, weil Du die Grundlagen bis dahin ja schon drauf hast.
Der Tiny2313 ist an eigigen Stellen ein bisschen eigenartig, den würde
ich für den Einstieg nicht nehmen, solange kein wichtiger Grund dazu
besteht. Ich benutze ihn oft und gerne, es ist kein schlechter Chip.
Manchmal will man dessen Eigenarten ja gerade nutzen.
Helmut S. schrieb:> Für dem MSP430 findet er aber höchstens 10% der Hilfe/Helfer im> Vergleich zum ATmega. Zumindest gilt das für dieses Forum.
Beim msp430 hast du nur 10% der Probleme vom AVR. :-D
Beim msp430 hat sich noch keiner verfused und komplett ausgesperrt. Das
geht nur beim AVR. :-P
Hier im Forum gibt es schon kompetente Helfer zum msp430.
Stefan us schrieb:> Für den Einstieg empfehle ich den ATtiny13. Er ist klein, billi und hat> einen überschaubaren Funktionsumfang.
Ich würde da eher einen Attiny25/45/85 empfehlen.
Beim Attiny13 hat man nur 1kB Flash, was ja doch recht schnell voll ist,
gerade wenn man als Anfänger noch nicht optimal programmiert.
Hi
>Ich möchte mit Mikrocontroller anfangen.
Das ist sicher interessant und könnte dir Spaß machen aber nach deiner
Liste..
>Soll ich noch andere nehmen? Oder soll ich statt ATmega8 ATmega88>nehmen? Gibt es auch neuere alternativen zu ATmega16 und 32?
Das zeigt mir, das du überhaupt kein Anwendungsgebiet hast. So einfach
mal drauflos, nur um mitreden zu können ist spätestens in 14 Tagen
vorbei. Ohne Ziel wird das nix. Such dir etwas aus, was du dir schon
immer bauen wolltest. Was es vielleicht so auf dem Markt nicht gibt.
Eine lustige Uhr mit einer Zeitanzeige, die ungewöhnlich ist (z.B.
Berliner Uhr). Oder einen Roboter. Kauf statt zig verschiedener
Controller lieber das Grundchassis. Dann weißt du, welche Anforderung
die Hardware an den Controller stellt. Erst mit dieser Information
gezielt den Controller kaufen und damit dein Projekt aufbauen. Das ist
interessant und hat ausreichend Herausforderungen. Auch wenn du dafür
Jahre brauchst. Selbst, wenn du eine einfache Eieruhr baust, wirst du
genug Stolpersteine finden. Klar steht am anfang die blinkende LED. Aber
wozu brauchst du das auf zig Controllertypen. Das ist langweilig. Wenn
du das begiffen hast, ist der Controllertyp völlig egal, das läuft auf
allen so ziemlich gleich ab.
Also, es ist nicht chic, 20 Controller in eine Fdassung zu stecken und
den Blinktest zu machen, sondern eben eine Eigenentwicklung im Auge zu
haben, die was besonderes ist und die letztlich auch den Aufwand lohnt.
Ansonsten geh besser mit Freunden ins Kino. Da hast du mehr von.
gruß oldmax
Stefan us schrieb:> Für den Einstieg empfehle ich den ATtiny13.
Ich nicht, der ist viel zu eingeschränkt.
Schon nur mit einem Timer auszukommen, stellt Anfänger schnell vor
Probleme.
Meine Empfehlung: ATtiny85, ATtiny84, ATmega1284.
Peter Dannegger schrieb:> Meine Empfehlung: ATtiny85, ATtiny84, ATmega1284.
Ich denke, der ATtiny13A reicht völlig aus für den Anfang. Aber drüber
nachdenken lohnt sich sowieso nicht, die Teile sind so billig, warum
nicht gleich mehrere verschiedene besorgen?
tiny13A für 60 cent, tiny85 für 90, tiny84A für 1 Euro, mega8A für 1,25
usw.
(Preise von guloshop, gibt es aber sicher auch woanders für ein paar
Cent mehr oder weniger)
Stefan us schrieb:>> Schon nur mit einem Timer auszukommen, stellt Anfänger schnell>> vor Probleme.>> Man könnte es auch "Herausforderung" nennen.
Nicht wirklich. Dann schon lieber den ATtiny10. Der ist mit seinen 6
Pins eine echte Herausforderung. :-)
florian schrieb:
> Verstehe ich das richtig das der Dragon den Controller über die SPI> Schnittstelle mit Strom versorgt?
Jein.
Es ist möglich, aber ich rate dringed davon ab. Atmel schreib dazu (Pin2
ist Vcc)
"AVR Dragon must sense the target voltage on pin 2 on the SPI header in
order to set up the level-converters. For on-board targets, the voltage
must be supplied from pin 2,4,6 on the VCC header (5V) into pin 2 (VTG)
on the SPI header. When using off-board targets there should be no
connection between the VCC header and pin 2 of the SPI header."
Der Pin2 ist zum erkennen der höher Versorgungspannung da.
Man sollte eine externe Schaltung nicht mit dem Programmiergerät
versorgen.
Aber bei Dragon kann man es tun.
Vien Dank für die Auskunft dann werde ich die Schaltung mit einem 7805
speisen. Dann muss ich Pin2 also nicht anschliessen, wenn ich das
richtig verstanden habe? (sorry für die vielen Fragen, aber ich will mir
meinen Dragon nicht zerstören.
Hi
>Dann muss ich Pin2 also nicht anschliessen, wenn ich das>richtig verstanden habe? (sorry für die vielen Fragen, aber ich will mir>meinen Dragon nicht zerstören.
Doch, musst du. Pin2 ist ein Eingang. Nach der dort anliegenden Spannung
stellt der Dragon seine internen Pegelwandler ein.
MfG Spess
Zur Stomversorgung (PIN2):
Auf dem Dragon den PIN2 nicht mit VCC verbinden. Ohne Verbindung zu
deiner Schaltung, darf auf PIN2 keine Spannung liegen. Einfach nix
machen.
Benutzen must Du PIN2 schon. Sonst weis das Programmiergerät nicht, mit
welcher Spannung es programmieren soll und ob überhapt etwas
angeschlossen ist. An PIN2 kommt die Stomversorgung deiner Schaltung
(7805). PIN2 ist als "Eingang" zu betrachten.
Zu PIN6 (GND):
Ground ist Ground ist Ground. Das muss immer und überall verbunden sein.
Es ist die Basis für alle Spannungen.
Zum ISP Anschluss:
Dein erstes Beispiel "ATmeg8 Tutorial" ist total falsch. Sofort auf dem
Kopf schlagen. Der alternative 10-polige Anschluss ist eigendlich OK,
aber auch veraltet. Bitte in neuen Schaltungen nicht verwenden.
Empfohlen wird der 6-polige Anschluss wie er auch im DOC0943 beschrieben
ist.
Alle andere würde ich nur machen, wenn es wirklich nicht anders geht.