Zur "vorlesungsgerechten" Berechnung.
Es läßt sich aus gegebenen Datenblättern für Dioden ungefähr der
Innenwiderstand abschätzen für einen gegebenen Strom. In der Regel wird
ein solcher Arbeitspunkt dann als UD hergenommen. Ich kann also z.B.
davon ausgehen, daß eine bestimmte Diode bei z.B. 50mA einen
Innenwiderstand von vielleicht 2 Ohm und einen Spannungsabfall von 0,7V
besitzt.(Hausnummern!)
Diese schöne Rechnung wird nur dadurch getrübt, daß diese Diode bei nur
1mA einen Innenwiderstand von vielleicht 15 Ohm besitzen könnte.
Ich muß also für eine Berechnung mir einen Arbeitspunkt auf der
Diodenkurve annehmen und mit dem Innenwiderstand in diesem Arbeitspunkt
kann ich dann eine Abschätzung (ähm Berechnung) vornehmen. Bei der
Annahme des Arbeitspunktes ist aber "schon mit drin", daß der
Spannungsabfall der Diode in diesem Arbeitspunkt einen "idealen" und
einen Widerstandsanteil enthält. Das ist der Leerlauf-Fall im Skript.
Will ich eine hübsche genaue Berechnung haben, schalte ich zu dem
Innenwiderstand der Diode in diesem Arbeitspunkt noch den Vorwiderstand
parallel.
Im Real Life™ gehe ich einfach von rD in diesem Arbeitspunkt aus, das
kommt häufig gut hin.