Jan R. schrieb:
> Gibt es überhaupt anwendungen, wo diese Unerwünscht ist?
Nun ja, Beispiel unipolarer Schrittmotor:
COM
+--------------- +12V NEIN
|
---+ +---------+
|--| |---S1--+
| | | +--+
|--| |---S2--+ |
uC | | ULN2003 | +-- +12V
|--| |---S3--+ |
| | | +--+
|--| |---S4--+
---+ +---------+ Spulen des Schrittmotors
Hier ist ein Anschluss der Freilaufdioden an die Versorgungsspannug
NICHT angeraten, weil die Spulen wie Transformatoren wirken. Kommt S1 an
Masse, liegen 12V an S1 und transformiert auch 12V an S2 bloss in
umgekehrter Polarität. Am Spulenaschluss bilden sich also 24V, die ien
Freilaufiode nach -12V ableiten wollte, mit Kurzschluss der Spule und
der rücktransformierten Spule.
Daher kommt dort der Freilaufdiodenanschluss COM an eine 27V Z-Diode
nach Masse (oder einen RC Snubber an dem sich dann knapp über 24V
aufbauen).
Ebenso bei einem Flayback-Schaltnetzteil (es entsteht hinzuaddiert zur
Betriebsspannung die rücktransformierte Spannung am abgeschalteten
Transistoranschluss) oder einem Halbbrückenwandler (die jeweils
abgeschaltete Spule erzeugt die doppelte Versorgungsspannung).
Dort gehen so simple Snubber-Massnahmen wie eine Freilaufiode eben
nicht, man braucht klüger ausgelegte Elemente.