Hallo,
ich müsste die Akkus meines schnurlosen Telefons austauschen. Diese
haben eine Kapazität von 700mAh. Da ich keine neuen Akkus mit genau 700
mAH gefunden habe meine Frage: Kann ich auch Akkus mit leicht geringerer
oder sogar mit größer Kapazität verwenden? Wie ist das dann mit dem
Laden auf der Station?
Mfg
Loetman
Geringfügige Abweichungen der Kapazität sind kein Problem, ich würde nur
unter 1000mAh bleiben.
Erfahrungsgemäß liegt die Herausforderung eher darin Akkus zu finden,
die den Betrieb in einem DECT über längere Zeit mitmachen. Habe da fast
nur schlechte Erfahrungen machen müssen, auch mit extra für diesen Zweck
beworbenen Akkus. Ganz passabel funktionieren die Industriezellen von
Panasonic. Momentan teste ich Eneloop Lite, laufen seit ein paar Monaten
sorgenfrei. Abraten kann ich von den Telefonakkus von Ansmann und Varta.
Habe ich gemacht: die originallen mit 700mA ausgwechselt mit welchen mit
1000mA. War vor über 1 Jahr. Funktioniert immer noch einwandfrei.
Telefon ist von Panasonic.
tk schrieb:> Erfahrungsgemäß liegt die Herausforderung eher darin Akkus zu finden,> die den Betrieb in einem DECT über längere Zeit mitmachen.
Ich denke, bei den heutigen Akkupreisen ist es auch kein Problem,
jedes Jahr mal neue zu kaufen.
Harald Wilhelms schrieb:> Ich denke, bei den heutigen Akkupreisen ist es auch kein Problem,> jedes Jahr mal neue zu kaufen.
Also die, die jetzt drin waren, sind noch die ersten, also haben sie ca.
10 Jahre gehalten.
Harald Wilhelms schrieb:> Ich denke, bei den heutigen Akkupreisen ist es auch kein Problem,> jedes Jahr mal neue zu kaufen.
Das Problem ist ja nicht der Kauf:
Mein guter Ruf geht flöten, wenn ich bei meinen Eltern/Bekannten Akkus
wechsle, die schon nach einem Jahr wieder hinüber sind, obwohl die
Vorgänger zehn Jahre gehalten haben.
Ein einfaches Auswechseln bei dem im Flur stehenden Gerät ist ja auch
nicht: Erst muss ich dort hin fahren, ansehen, obs jetzt am Akku liegt
und nicht an der Ladeeinrichtung, welcher Akkutyp gerade notwendig ist,
dann den Akku beschaffen und dann nochmals hinfahren, den Akku tauschen.
usw.
> die schon nach einem Jahr wieder hinüber sind
Dann lass sie die Bedienungsanleitung lesen welchen Typ der Hersteller
rät! Bei mir stand oft Panasonic ...
Bein einigen habe ich größere Kapazitäten seit Jahren laufen. Die Vartas
waren meist etwas zu dick im Durchmesser.
In meinem ca. 10J alten DECT funktionieren immer noch
die original 700mAh SANYO NiCd Zellen.
Marken-NiCd Zellen halten meist länger als NiMH
und haben weniger Innenwiderstand.
Leider sind Marken-NiCd AA oder AAA-Zellen kaum noch erhältlich.
Daher muss man wohl auf NiMH ausweichen.
Die SANYO eneloop haben zu Recht einen sehr guten Ruf.
Maximilian K. schrieb:> Kann ich auch Akkus mit leicht geringerer> oder sogar mit größer Kapazität verwenden?
Ja. Dass die eneloops 2000mAh haben ist kein Problem.
RoJoe schrieb:> Daher muss man wohl auf NiMH ausweichen.> Die SANYO eneloop haben zu Recht einen sehr guten Ruf.
Gilt dieser gute Ruf auch im Fall einer Dauerüberladung?
Bekanntermaßen sind da die NiCd den NiMH deutlich überlegen.
Maximilian K. schrieb:> (...) Kann ich auch Akkus mit leicht geringerer> oder sogar mit größer Kapazität verwenden? Wie ist das dann mit dem> Laden auf der Station?
Es hängt von der verwendeten Ladeschaltung ab, aber in den meisten
Fällen kannst Du auch problemlos moderne 2600er reinbauen. Die werden
dann unter Umständen nicht voll, da die Ladeschaltung bei 700 + 30%
abbricht, aber was drin ist, ist drin.
Ein Akku geht nicht kaputt, wenn er nie ganz vollgeladen wird. Er
verliert aber unter Umständen Kapazität ("Memory Effekt"). Zu diesem
Thema findet man aber sehr geteilte Meinungen.
Es schadet sicher nicht, einmal im Jahr die Akkus aus dem Telefon ins
BC-700 zu packen und das Refresh-Programm zu fahren.
Akkus (NC/ NiMH) gehen meist durch falsch dimensionierte Ladeschaltungen
kaputt, in der Werbebroschüre macht es sich halt besser, wenn drinsteht
"In 2 Stunden vollgeladen", als wenn dort von 4-oder mehr Stunden die
Rede ist. Und da meist die Telefone auf der Ladeschale oder dem
Grundgerät mit Lader stehen, werden sie permanent geladen bis auf die
kurzen Sprech-Pausen.
Bei früheren Siemens-Telefonen waren die Akkus auch oft nach 1-2 Jahren
tot. Seit 2 Jahren haben wir auf Panasonic-Schnurlostelefone umgestellt
und die originalen Akkus halten immer noch 8-10 Tage (neben der
Ladeschale liegend) mit kurzen Telefonaten zuwischendurch.
Als Ersatzakkus würde ich auch Eneloop oder gleichartige Zellen
einsetzen.
Gruß
Harald Wilhelms schrieb:> Gilt dieser gute Ruf auch im Fall einer Dauerüberladung?
Ich habe mit dieser Empfehlung (NiMH Eneloop)
speziell dem TE geantwortet,da ich davon ausgehe,
dass die Ladeschaltung keine schädliche Dauerüberladung macht.
Sonst hätte er ncht geschrieben:
Maximilian K. schrieb:> Also die, die jetzt drin waren, sind noch die ersten, also haben sie ca.> 10 Jahre gehalten.Harald Wilhelms schrieb:> Bekanntermaßen sind da die NiCd den NiMH deutlich überlegen.
Deshalb schrieb ich ja im Beitrag #3611410:
> Marken-NiCd Zellen halten meist länger als NiMH> Leider sind Marken-NiCd AA oder AAA-Zellen kaum noch erhältlich.> Daher muss man wohl auf NiMH ausweichen.
Oder hast Du eine Bezugsquelle für Marken-NiCd-Zellen in AA oder AAA?
> Gilt dieser gute Ruf auch im Fall einer Dauerüberladung?
Bin ich überfragt.
Heutzutage wird ja mit -deltaU geladen. Oder delta temp.
Hängt sicherlich auch davon ab, wie hoch ein Überladungsstrom ist.
Da die Eneloops kapazitätsmässig mit 2000mAh
nicht so ausgereizt sind wie die Konkurrenzprodukte mit 2300..2500mAh,
gehe ich davon aus, dass sie da mehr Reserven haben.
Der gute Ruf der Eneloops bezieht sich auf die hohe Spannungslage,
auf den lange Zeit niedrig bleibenden Innenwiderstand,
auf die hohe Zyklenzahl und die langjährige Gebrauchsdauer.
Viele der allerersten Eneloops sind immer nch in Benutzung.
Kai Klaas schrieb:> Bei meinem Gigaset
Bei Deinem Gigaset haben Varta gepasst, für mein altes DeTeWe waren sie
mechanisch 0,5mm zu dick! Sie passten einfach nicht in den
Batteriehalter.