Spule mit Holzkern

Gast #3652266
Hallo

Ich habe heut mal aus Spaß um mein Oszilloskop zu testen zwei Ringspule 
vermessen, einmal mit nem Ferritstab und einmal einen Holzstab.
Bei dem Ferrit hab ich einen linearn Abfall und auch einen linearen 
Abfall des Kopplungsfaktors, beim Holz erinnert es mich eher an eine 
umgekehrte hyperbel.

Kann es sein, dass sich der Streufluss so erheblich nach außen 
vergrößert?

Grüße Nina
Gast #3652290
ja Frauen ham in der Regel nicht viel damit zu tuen, bin auch die 
einzige Azubine im Betrieb.
Hab ein altes Hameg Oszi geschenkt gekriegt. :)
Dreiecksspannung bei 620 Hz
Vorwiderstand waren gemessen 962 Ohm

Viele Grüße

Nina
Gast #3652374
Die Auswirkungen von einem Holzkern auf eine Spule reichen von
fast Luft bis nahe Wasser.
Das ist abhängig vom Trocknungsgrad.
Schau Dir also mal die magnetischen Eigenschaften von Luft und Wasser 
an.
#3652505
Also Holz hat bestimmt nur einen Permeabiltätsfaktor ur=1. Selbst Wasser 
hat ur=1.
Wenn du da etwas anderes misst, dann muss das ein kapazitiver Einfluss 
sein da Holz durchaus ein er von 3 oder mehr haben kann.

Hast du etwa gar nicht die Induktivität sondern die Güte oder die 
Resonanzfrequenz eines Schwingkreises gemessen. Das würde natürlich zu 
dem kapazitiven Einfluß passen.
#3652598
@Nina das mit dem Luftkern war kein Scherz. Theoretisch müsste sich Holz 
wie Luft verhalten da es nicht magnetisch, diamagnetisch oder leitfähig 
ist. Bei hohen Frequenzen werden jedoch auch so manche Dielektrika 
(vulgo Isolatoren) verlustreich, und das besonders wenn sie wasserhaltig 
sind.
Gast #3653379
Ralph Berres schrieb:
> Holz hat , wenn es nicht gerade jahrzente lang abgelagert ist, immer
> einen gewissen Wasseranteil von einigen zehn Prozent, welche sich als
> Verluste bemerkbar machen.

Deshalb wurden in der Detektorzeit, also etwa 1925 solche isolierenden 
Teile aus Hartholz gemacht.
Diese wurden dann in Paraffin ausgekocht.
Tja, es gab mal eine Zeit, wo es noch keine Plaste gab. Vorhandener 
Hartgummi hatte schlechte HF-Eigenschaften.

Andy D. schrieb:
> @Nina das mit dem Luftkern war kein Scherz. Theoretisch müsste sich Holz
> wie Luft verhalten da es nicht magnetisch, diamagnetisch oder leitfähig
> ist. Bei hohen Frequenzen werden jedoch auch so manche Dielektrika
> (vulgo Isolatoren) verlustreich, und das besonders wenn sie wasserhaltig
> sind.

Mit obiger Behandlung geht es in Richtung Luft.
#3654279
@Nina normalerweise würde man ein Keramik-, Glas- oder Polystyrolrohr 
benutzen wenn man eine Spule einfach nur mechanisch fixieren will aber 
luftähnliche eigenschaften haben will. Wobei es bei der Keramik und Glas 
erhebliche Unterschiede geben kann.

Siehe auch die unterschiedliche Mikrowellentauglichkeit diversen 
Glas-und Keramikgeschirrs; so kann man auch (vorsichtig) testen ob ein 
Material verlustreich ist - mit einer Grundlast (zB irgendwelche 
feuchten Speisereste*) zusammen in einen Mikrowellenofen und schauen ob 
das Material heiss wird. Vorsicht, Material könnte in Brand geraten 
und/oder Dämpfe erzeugen die Ofen oder Grundlast küchenuntauglich 
machen.  Wie bekannt sein sollte, auch nicht mit leitfähigem Material 
ausprobieren.

*Will nicht dass sich jemand verletzt der die Gefahr des Siedeverzugs 
bei Wasser/Kaffee unterschätzt, deswegen diese Empfehlung...
(Firma: Raich Gerätebau & Entwicklung) #3655881
Die Anwesenheit von Frauen hier im Forum scheint einigen das Hirn zu 
vernebeln. Nina schreibt "Ferritkern" und "Holzkern" und nicht Luft und 
Holz.
Und Nina liegt richtig wenn sie sagt, dass der Holzkern zu großem 
Streufeld führt.

Grüsse

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