Gast
#3672850
Hallo, ich möchte digitale Daten über ein Gleichspannungsnetz übertragen. Die Netzspannung beträgt 48-60V DC. Folgende Anforderungen: + Ausdehnung des Netzes ca. 100m, keine definierte Struktur + Wenig Störquellen auf dem Netz, evtl. Spikes durch gelegentliche Lastwechsel, kritische Störer (DC/DC-Wandler) sollen durch Filter an der Quelle entschärft werden. + Maximal 50 Teilnehmer, kein definierter Master (CSMA-Zugriffskontrolle) + Datenübertragungsrate >= 20kBit/s + verfügbare Bandbreite 10-150 kHz. Die untere Grenze ist durch die Impedanznullstelle des Netzes bei f=0 bedingt die obere folgt aus EMV-regulatorischen Anforderungen. + Möglichst niedriger Stromverbrauch bei Empfangsbereitschaft Zwar gibt es hier im Forum bereits einige Beiträge zum Thema, doch die Lösungen sind für mich nicht brauchbar. Der öfter empfohlene TDA5051 ist mit max. 1200bps zu langsam. Könnte man für das AC-Netz entwickelte PLC-Bausteine einsetzen? Hier käme der MAX2990 in Frage, der OFDM verwendet. [[http://www.maximintegrated.com/en/products/comms/powerline-networking/MAX2990.html]] Allerdings scheint der schon recht aufwändig -und vermutlich teuer- zu sein. Muss es denn unbedingt eine Trägerfrequenzmodulation sein? Würde es nicht auch funktionieren, einen DC-freien Leitungscode (z.B. Manchester oder 8b10b) direkt auf die Leitung zu modulieren? Natürlich müssten die Pulse enstprechend geformt werden, um Oberwellen jenseits von 150kHz zu unterdrücken. Das könnte man mit Cosinus-Roll-Off-Pulsen machen. Oder spricht etwas Grundlegendes dagegen? Gruss Mike