Hallo Leute!
Ich habe vor ein paar Wochen schon etwas gefragt zum Bipolartransistor.
Ich denke ich weiß jetzt schon ein bisschen mehr bescheid und möchte
meine restlichen Gedächnislücken noch füllen bitte. Bitte lest euch
alles durch. Und beantwortet bitte meine 4 Punkte A,B,C und D und die
"Zwischenfrage". Würde mich darüber freuen. Ich denke wenn ich die
Antworten dazu habe, verstehe ich den Transistor noch besser.
Funktionsprinzip:
Der Transistor ist grundsätzlich ein Stromverstärker(er verstärkt jedoch
auch Spannung, da sich Strom und Spannung proportional zueinander
verhalten - Ich rede hier von Ib und Ic bzw. Spannung von der Basis zur
Masse und Spannung vom Kollektor zur Masse)). Wenn ein Strom Ib fließt,
dann fließt ein verstärkter Strom Ic(20-10000fache verstärkt -->
Gleichstromverstäkrung B = IC/IB).
Der Kollektorstrom kann jedoch nur fließen, wenn die
Basis-Emitter-Spannung Ube ihren Schwellwert erreicht hat. Diese beträgt
z.B. bei Silizium ungefähr 0,7V. Die Sperrschicht von der
Emitter-Basis-Diode wird dann von Elektronen überflutet. Wenige wandern
in die Basis und der Rest wird vom Collektor abgesaugt, da nur eine
hauchdünne Basisschicht existiert.
Zwischenfrage: Wie groß muss denn hier nun Uce sein? Wie stellt man das
am besten ein? Uce wird doch mit dem Kollektorwiderstand eingestellt
oder nicht? Und wie groß macht man Uce normalerweise?
Ich zitiere nun aus dem Elektronik-Kompendium:
"Wenn kein Basisstrom IB fließt, dann sperrt der Transistor. Sein
Widerstand in der Kollektor-Emitter-Strecke ist unendlich groß. Die
Spannung am Kollektor-Emitter ist sehr groß. Fließt ein Basisstrom, dann
wird der Transistor leitend. Sein Widerstand ist kleiner geworden. Damit
ist auch die Spannung am Kollektor-Emitter kleiner. Genauer betrachtet
führt eine Zunahme am Eingang (Basis) zu einer Abnahme am Ausgang
(Kollektor-Emitter). Man nennt das auch invertierendes Verhalten. Diese
Eigenschaft ist das Schaltverhalten des bipolaren Transistors und wird
in der Elektronik sehr häufig angewendet (Transistor als Schalter).
Wenn die Spannung UCE kleiner ist, als die Spannung UBE, dann befindet
sich der bipolare Transistor in der Sättigung oder im Sättigungsbetrieb.
Das passiert dann, wenn der Transistor durch den Basisstrom überflutet
wird. Der Basisstrom ist dann so groß, dass die maximale
Stromverstärkung schon längst erreicht ist und der Kollektorstrom nicht
mehr weiter steigt."
A. Wenn nun kein Basisstrom IB fließt, dann sperrt der Transistor, d.h.
der Kollektor-Emitter-Widerstand ist sehr groß, wegen den Sperrschichten
der beiden Dioden, richtig? Warum ist hier dann die Spannung Uce sehr
groß? Hm was hat denn die Spannung Uce für eine Wirkung?
B. Wenn nun ein Basisistrom IB fließt, dann leitet der Transistor, d.h.
der Kollektor-Emitter-Widerstand ist sehr klein, da ja die Dioden nun
leiten in der Art, also die Sperrschichten wurden abgebaut, richtig?
Aber warum ist die Spannung Uce nun auf einmal kleiner geworden? Wie
gesagt, ich verstehe die Wirkung von der Spannung Uce noch nicht.
C. Der Text meint auch, dass eine Zunahme am Eingang zu einer Abnahme am
Ausgang führt. Was für eine Zunahme und Abnahme? Was wird weniger und
mehr und WARUM? Warum ist das invertierende Verhalten? Die
Emitterschaltung ist invertierend, aber Kollektor- und Basisschaltung
nicht.
D. Wenn der Basisstrom so groß ist, das sich Ic nicht mehr ändert, also
seinen maximalsten Wert schon erreicht hat, dann geht der Transistor in
die Sättigung. Aber warum ist die Spannung Uce dann kleiner wie Ube?
mfg
Markus
Bei der Betrachtung der Funktionsweise eines Bipolar-Transistors
betrachtet man UCE als Wirkung und nicht als Wirkursache.
Du kannst die UCE nicht in der selben Weise beeinflussen, wie die UBE.
Vielmehr ist UCE von UBE und IC abhängig. Es ist also sinnlos nach der
Wirkung von UCE zu fragen.
>Zwischenfrage: Wie groß muss denn hier nun Uce sein?
Die nimmt man so hin, wie sie ist (sofern die zulässigen Leistungen
nicht überschritten werden. Andernfalls nimmt man einen anderen
Transistor).
> Wie stellt man das am besten ein?
Garnicht (falls sich "das" auf UCE bezieht).
> Uce wird doch mit dem Kollektorwiderstand eingestellt>oder nicht?
Nein.
> Und wie groß macht man Uce normalerweise?
Die nimmt man so hin. Siehe Antwort auf die erste Zwischenfrage.
A. Garkeine
B. UCE hängt von UBE und IC ab.
C. Siehe vorhergehender Satz Deines Zitates.
D. Das hat man so festgestellt. Die Erklärung liegt in der Physik. Aber
es gibt keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen UBC und UCE
(abgesehen vom der Stromsteuereigenschaft der UBE und der Abhängigkeit
der UCE von UBE).
Vielleicht hilft dir für A und B. das Ohmsche gesetz zum Verständnis.
R ist variable und hängt von Ib ab.
U= R(Ib) *I
R sehr groß -> dann hast du Betriebsspanung über Uce
R sehr klein -> dann fällt die gesamte Spannung über den
kolektorwiderstand ab und nix mehr über Uce
Danke, aber das komische ist ja, dass das Elektronik-Kompendium nur den
normalen Transistor ohne Beschaltung betrachtet:
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201291.htm
Die haben eine Spanungsquelle Ube und Uce. Wie kann Uce hier kleiner
werden? Es gibt doch keinen Widerstand Rc oder so, wo die spannung
hinsoll.
Also braucht man einen Widerstand Rc. Die spannung am Widerstand Rc ist
doch Ub-Uce / (Ic).
Und wenn sich Ic ändern, dann ändert sich die Spannung am Rc. Und wenn
sich die Spannung am Rc ändert, dann ändert sich auch Uce. So kann man
das doch sehen oder?
Im Elektronik-Kompendium ist das doch schon verwirrend erklärt, wenn die
da eine Ube und Uce-Spannungsquelle machen. Uce kann sich da doch nicht
einfach dann verändern, oder sehe ich das falsch?
markus schrieb:> Danke, aber das komische ist ja, dass das Elektronik-Kompendium nur den> normalen Transistor ohne Beschaltung betrachtet:> https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201291.htm>> Die haben eine Spanungsquelle Ube und Uce. Wie kann Uce hier kleiner> werden? Es gibt doch keinen Widerstand Rc oder so, wo die spannung> hinsoll.
Zitat (direkt unter dem Bild:) "Diese Schaltung soll nur die Strom- und
Spannungsverläufe und ihre Beziehung zueinander darstellen."
> Also braucht man einen Widerstand Rc. Die spannung am Widerstand Rc ist> doch Ub-Uce / (Ic).> Und wenn sich Ic ändern, dann ändert sich die Spannung am Rc. Und wenn> sich die Spannung am Rc ändert, dann ändert sich auch Uce. So kann man> das doch sehen oder?>> Im Elektronik-Kompendium ist das doch schon verwirrend erklärt, wenn die> da eine Ube und Uce-Spannungsquelle machen. Uce kann sich da doch nicht> einfach dann verändern, oder sehe ich das falsch?
Zitat (direkt unter dem Bild:) "Diese Schaltung soll nur die Strom- und
Spannungsverläufe und ihre Beziehung zueinander darstellen."
Ergo: Das Bild ist nicht geeignet um funktionale_Zusammenhänge
darzustellen.
Wobei ich zugeben muss, dass einem Anfänger nicht zwingend sein muss,
dass in dem Satz: "Diese Schaltung soll nur die Strom- und
Spannungsverläufe und ihre Beziehung zueinander darstellen." eben
nicht die funktionale Beziehung in dem Begriff "Beziehung" inbegriffen
ist.
Mit Beziehung sind hier nur Bezugspunkte und Stromrichtungen gemeint.
Aus dem nachfolgenden Text kann man das aber erschliessen.
Aber mach Dir nichts d'raus. Das geht vielen Menschen so und ist kein
Zeichen von Unvermögen.
Ah ok danke :).
D.h. ich habe mit folgendem Recht?
markus schrieb:> Also braucht man einen Widerstand Rc. Die Spannung am Widerstand Rc ist> doch Ub-Uce / (Ic).> Und wenn sich Ic ändert, dann ändert sich die Spannung am Rc. Und wenn> sich die Spannung am Rc ändert, dann ändert sich auch Uce. So kann man> das doch sehen oder?
Mir ist nun klar, warum man den Rc braucht, aber wie beschreibt man
diesen Vorgang "professioneller"? Also wenn die Frage lautet "Für was
ist der Rc gut?". Wie würdet ihr darauf in einfachen Sätzen antworten?^^
Ich habe mir nochmals den Beitrag auf dem Kompendium durchgelesen, aber
ich verstehe folgendes noch immer nicht:
"Genauer betrachtet führt eine Zunahme am Eingang (Basis) zu einer
Abnahme am Ausgang (Kollektor-Emitter). Man nennt das auch
invertierendes Verhalten. Diese Eigenschaft ist das Schaltverhalten des
bipolaren Transistors und wird
in der Elektronik sehr häufig angewendet (Transistor als Schalter)."
Ich verstehe nicht, welche Zunahme und Abnahme und warum der Eingang
zunimmt und der Ausgang abnimmt. Kann mir das wer erklären bitte?
markus schrieb:> Ah ok danke :).>> D.h. ich habe mit folgendem Recht?> markus schrieb:>> Also braucht man einen Widerstand Rc. Die Spannung am Widerstand Rc ist>> doch Ub-Uce / (Ic).>> Und wenn sich Ic ändert, dann ändert sich die Spannung am Rc. Und wenn>> sich die Spannung am Rc ändert, dann ändert sich auch Uce. So kann man>> das doch sehen oder?>> Mir ist nun klar, warum man den Rc braucht, aber wie beschreibt man> diesen Vorgang "professioneller"? Also wenn die Frage lautet "Für was> ist der Rc gut?". Wie würdet ihr darauf in einfachen Sätzen antworten?^^
Das steht in dem Artikel. Unmittelbar nach dem von mir zitierten Satz.
"Grundsätzlich sollte im IB- und im IC-Stromkreis ein strombegrenzender
Widerstand eingesetzt sein."
>> Ich habe mir nochmals den Beitrag auf dem Kompendium durchgelesen, aber> ich verstehe folgendes noch immer nicht:> "Genauer betrachtet führt eine Zunahme am Eingang (Basis) zu einer> Abnahme am Ausgang (Kollektor-Emitter). Man nennt das auch> invertierendes Verhalten. Diese Eigenschaft ist das Schaltverhalten des> bipolaren Transistors und wird> in der Elektronik sehr häufig angewendet (Transistor als Schalter).">> Ich verstehe nicht, welche Zunahme und Abnahme und warum der Eingang> zunimmt und der Ausgang abnimmt. Kann mir das wer erklären bitte?
Das steht in dem Artikel. Und ich habe Deine Frage schon beantwortet.
> C. Siehe vorhergehender Satz Deines Zitates.
Du wirst doch wohl einen Satz, der sich vor einem anderen Satz befindet,
auffinden können, oder? :-)
Aso ja stimmt, das habe ich übersehen im Artikel(das mit der
Strombegrenzung).
Ok ich zitiere jetzt nochmal den einen Satz mit 3 vorherigen Sätzen:
"Fließt ein Basisstrom, dann wird der Transistor leitend. Sein
Widerstand ist kleiner geworden. Damit ist auch die Spannung am
Kollektor-Emitter kleiner. Genauer betrachtet führt eine Zunahme am
Eingang (Basis) zu einer Abnahme am Ausgang (Kollektor-Emitter). Man
nennt das auch invertierendes Verhalten."
Folgendes sagt das Zitat ja aus:
Wenn ein Strom IB fließt, dann leitet der Transistor. Der Widerstand
wird kleiner. Somit auch die Spannung am Kollektor-Emitter-Widerstand.
Und jetzt kommts: "Genauer betrachtet führt eine Zunahme am Eingang zu
einer Abnahme am Ausgang".
Du sagtest einen Satz vorher steht die Antwort: "Damit ist auch die
Spannung am Kollektor-Emitter kleiner."
1. Variante:
Geht es um die Spannung an der Basis und um die Spannung am Kollektor?
Weil z.b. bei einer Emitterschaltung ist ja der Eingang die Spannunga an
der Basis und der Ausgang die Spannung am Kollektor (Bezugspunkt:
Masse!)
Emitterschaltung --> INVERTIEREND
2. Variante:
Geht es um den Basisstrom und um die Spannung Uce? Mit einer Zunahme des
Basisstromes gibt es eine Abnahme der Spannung Uce.
Was hat das nun mit dem Invertierendem Verhalten zu tun?
markus schrieb:> Aso ja stimmt, das habe ich übersehen im Artikel(das mit der> Strombegrenzung).>> Ok ich zitiere jetzt nochmal den einen Satz mit 3 vorherigen Sätzen:> "Fließt ein Basisstrom, dann wird der Transistor leitend. Sein> Widerstand ist kleiner geworden. Damit ist auch die Spannung am> Kollektor-Emitter kleiner. Genauer betrachtet führt eine Zunahme am> Eingang (Basis) zu einer Abnahme am Ausgang (Kollektor-Emitter). Man> nennt das auch invertierendes Verhalten.">> Folgendes sagt das Zitat ja aus:> Wenn ein Strom IB fließt, dann leitet der Transistor. Der Widerstand> wird kleiner. Somit auch die Spannung am Kollektor-Emitter-Widerstand.
Nein. Die Spannung zwischen Kollektor und Emitter. In dem Satz steht
nichts von einem Widerstand.
> Und jetzt kommts: "Genauer betrachtet führt eine Zunahme am Eingang zu> einer Abnahme am Ausgang".>> Du sagtest einen Satz vorher steht die Antwort: "Damit ist auch die> Spannung am Kollektor-Emitter kleiner."
Genau. Der vorherige Satz bezieht sich auhf Spannungen. Daraus kann man
ableiten, (wenn auch nicht völlig sicher), das von Spannungen die Rede
ist. Für Ströme wäre der Satz ohnehin nicht wahr (was aus dem übrigen
Text hervorgeht). Denn eine Erhöhung des Basisstroms, bewirkt eine
Erhöhung des Kollektor und das Emitterstroms. Ergo: Spricht der Satz von
Spannungen.
Dieser Zusammenhang hat erstmal nichts mit der Frage nach Emitter-,
Basis- oder Kollektorschaltung zu tun. Er besteht in allen drei Fällen.
> Was hat das nun mit dem Invertierendem Verhalten zu tun?
Wenn eine Spannung höher wird, wird die andere niedriger. Das nennt man
"invertierend" (aus der Mathemik als anti-proportional bekannt).
Ich muss allerdings einräumen, dass ich (wohl ein wenig) zu pedantisch
war, als ich darauf bestand, dass ja die Antwort "in dem vorhergehenden
Satz" enthalten war. So ganz klar kann das, insbesondere einem Anfänger,
nicht sein. Tut mir leid.
Aber ich hoffe es ist jetzt klarer.
>> Wenn ein Strom IB fließt, dann leitet der Transistor. Der Widerstand>> wird kleiner. Somit auch die Spannung am Kollektor-Emitter-Widerstand.>Nein. Die Spannung zwischen Kollektor und Emitter. In dem Satz steht>nichts von einem Widerstand.
Sh... Da steht doch Widerstand. Der Satz ist richtig. Deine
Neu-Formulierung auch. Sorry.
No problem, danke dir :D.
Bitflüsterer schrieb:> Genau. Der vorherige Satz bezieht sich auhf Spannungen. Daraus kann man> ableiten, (wenn auch nicht völlig sicher), das von Spannungen die Rede> ist. Für Ströme wäre der Satz ohnehin nicht wahr (was aus dem übrigen> Text hervorgeht). Denn eine Erhöhung des Basisstroms, bewirkt eine> Erhöhung des Kollektor und das Emitterstroms. Ergo: Spricht der Satz von> Spannungen.>> Dieser Zusammenhang hat erstmal nichts mit der Frage nach Emitter-,> Basis- oder Kollektorschaltung zu tun. Er besteht in allen drei Fällen.
Kleines Beispiel zur Veranschaulichung:
Ube=0V --> Transistor sperrt --> Uce = groß und der
Transistor-Widerstand(Hat dieser einen Namen?) ebenso.
Wenn nun Ube=0,7V anliegt, dann wird Uce kleiner und somit auch der
Transistor-Widerstand --> Ic fließt.
--> Wenn Ube zunimmt, nimmt Uce ab. Hab ich das so richtig verstanden?^^
Wenn etwas zunimmt und etwas anderes durch diese Zunahme abnimmt, dann
nennt man das invertierendes Verhalten?
Für mich hieß invertierend immer z.B. eine Zahl invertieren: 5V --> -5V
oder b1010 --> b0101.
markus schrieb:> No problem, danke dir :D.>> Bitflüsterer schrieb:>> Genau. Der vorherige Satz bezieht sich auhf Spannungen. Daraus kann man>> ableiten, (wenn auch nicht völlig sicher), das von Spannungen die Rede>> ist. Für Ströme wäre der Satz ohnehin nicht wahr (was aus dem übrigen>> Text hervorgeht). Denn eine Erhöhung des Basisstroms, bewirkt eine>> Erhöhung des Kollektor und das Emitterstroms. Ergo: Spricht der Satz von>> Spannungen.>>>> Dieser Zusammenhang hat erstmal nichts mit der Frage nach Emitter-,>> Basis- oder Kollektorschaltung zu tun. Er besteht in allen drei Fällen.>> Kleines Beispiel zur Veranschaulichung:> Ube=0V --> Transistor sperrt --> Uce = groß und der> Transistor-Widerstand(Hat dieser einen Namen?) ebenso.>> Wenn nun Ube=0,7V anliegt, dann wird Uce kleiner und somit auch der> Transistor-Widerstand --> Ic fließt.>> --> Wenn Ube zunimmt, nimmt Uce ab. Hab ich das so richtig verstanden?^^
Richtig.
> Wenn etwas zunimmt und etwas anderes durch diese Zunahme abnimmt, dann> nennt man das invertierendes Verhalten?>> Für mich hieß invertierend immer z.B. eine Zahl invertieren: 5V --> -5V> oder b1010 --> b0101.
Das ist jedesmal eine Frage der Definition. Bei TTL-Pegeln etwa heisst
invertieren 5V <-> 0V. Das musst Du jeweils in dem Zusammenhang
nachprüfen in dem das Wort neu auftaucht.
markus schrieb:> PS: Ahh sehe erst recht deinen letzten Beitrag. Also es handelt sich um> den Widerstand rce?
Richtig. Man muss aber wissen, das RCE von mehreren Parametern abhängt,
nicht nur von UBE.
Ok, danke.
Es gibt doch jetzt auch Grenzdaten, statischen Kennwerte und dynamische
Kennwerte, die man ja im Datenblatt auffinden kann.
Bei einer Diode gibt es doch den max. Strom der durchflossen werden
darf, oder eine max. Spannung die angelegt werden kann, sodass das
Bauteil nicht zerstört wird.
Also: Ptot = Ufluss Ifluss oder Usperr Usperr --> max. Leistung
Richtig?
Wie sieht es mit den Grenzwerten beim Transistor aus? Da ist es ja
anders da dieser (z.b. der NPN-Transistor) ja 2 N-Schichte hat, jedoch
nur eine hauchdünne P-Schicht, also ist es ja nicht wirklich eine Diode.
Das einzige was in meinem Skriptum steht ist Uce0, also die Spannung am
Kollektor-Emitter-Widerstand, dabei ist die Basis jedoch offen. Was hat
das für einen Sinn? Wenn die Basis offen ist liegt ja "Luft" und naja
wenn an der Basis keine Spannung anliegt, dann wissen wir ja das Uce
maximal ist. Und das ist die maximale Uce?
Was gibt es noch für wichtige Grenzdaten?
Zu den statischen Kennwerten:
Hier gibt es erstmal die Gleichstromverstärkung B, welche ja aussagt um
wie viel Ic größer als Ib ist: B = Ic/Ib. Theoretisch verhalten sich Ic
und Ib proportional zu einander, d.h. die Stromsteuerkennlinie ist
linear.
Jedoch ist diese nicht ganz linear, da ja B auch von der Temperatur und
von Exemplarstreuung(Die Transistoren werden in Gruppen eingeteilt z.b.
BC107A,B und C) abhängig ist.
Die Collektor-Emitter-Sättigungsspannung Uce,sat ist auch ein statischer
Kennwert. Dieser beträgt ca. zw. 0,2V und 0,4V.
Zwischenfrage: Warum ist im Sättigungsbereich(also da wo Ic bereits
maximal ist) die Ube-Spannung größer wie Uce? Also das wird ja zum
Schalten des Transistors verwendet. Also die Schaltung wird einfach so
dimensioniert, sodass der AP in der Sättigung ist, aber warum wird da
Uce kleiner Ube?
Und dann gibt es halt noch gewisse Sperrströme:
Icbo und Iebo. Warum sagt man da, dass der jeweilige andere Anschluss
immer in der Luft hängt? Was bringt das?
Ein Sperrstrom fließt ja nur, wenn eine Diode in Sperrrichtung
geschaltet ist oder? Wenn der Transistor in Betrieb ist ist ja eig. in
der Sperrzone aufgeräumt oder?
Wäre es nicht SINNVOLLER du würdest deine Fragen zum Transistor selbst
beantworten, z.B. durch lesen in Wikipedia oder einem (fast) beliebigem
Buch um Halbleitertechnik.
Das hier ist primär ein Forum für praktische Fragen von Bastlern.
Es ist keine Berufsschul-Nachhilfe.
In der Mathematik muss man sich auch gewisse Grundkenntnisse selbst
aneignen.
Und nicht jeden Tag ein Forum fragen, was die 100 Lösungen für das
kleine Einmaleins sind.
Gruss
Erich schrieb:
Dem Grunde nach stimme ich Erich zu, wenn ich auch andere Kriterien habe
um die Grenzen zu setzen.
Das Motto hier ist: Hilfe zur Selbsthilfe.
Zunächst habe ich angenommen, dass Du, weil Du im Elektronik-Forum liest
ein Hobbyist und Anfänger bist. Solchen erklärt man die schwierig
beschriebenen Themen auch gerne mal in einfachen Worten und erklärt mal
ein kompliziertes Thema oder bestätigt oder widerlegt eine laienhafte
Anschauung.
Einem Studenten aber, einem angehenden Profi also, gebe ich nicht
einfach die Fachbücher wieder oder bestätige ihm was er woanders gelesen
hat. Mit Profis, so selten das hier vorkommt, diskutiert man
widersprüchliche, ungewöhnliche Sachverhalte oder schwer zu
diagnostizierende Fehler in Schaltungen oder Programmen hier. Aber Du
als Student musst in der Lage sein Dir Fachbücher zu besorgen, sie zu
lesen und zu verstehen und in praktische Anwendungen umzusetzen. Die
dabei auftretenden Probleme diskutiere und kläre ich auch gerne, aber
eben auf dem hohen Niveau.
Ich empfehle Dir als Einstieg mal den Tietze & Schenk aus dem ich Dir
ohnehin nur noch vorlesen könnte (soweit ich etwas nicht im Kopf habe).
Jaaa, aber ich lese doch eh schon vorher in so einem Fachbuch(Elemente
der angewandten Elektronik von Erwin Böhmer) und auch im Internet. Ich
arbeite es mir eh selber aus und frage halt hier.
Ich finde aber keine Antworten auf meine Fragen leider.
Und ist doch net so viel, oder?^^ Kann mir vllt doch hier noch jemand
weiterhelfen bitte? Ich schreibe ja selbst viel dazu auf, also sind ja
nicht alles reine Fragen, ich schreibe ja selbst dazu, was ich mir dabei
denke etc.
Schön. Und wenn in dem Buch nichts über Raumladungszonen, Bändermodell,
Diffusionsspannung, Majoritätsladungsträger, Ebers-Moll und Gunnel-Poon
etcpp. steht, dann schmeiss es weg. Andernfalls lies es nochmal. Es ist
nicht ungewöhnliches, das man ein Buch mehrfach liest.
Ja, in den Buch wird die physikalische Funktion von Halbleitern(vor
allem Diode und Transistor auch) erklärt. Ebers-Modell und Gummel-Poon
kommt nicht vor.
Außerdem lernen wir nicht über Halbleiterphysik etc. Ich habe mich ja
schon auf Halbleiter.org mit diesen Sachen beschäftigt. Ich denke mir
ist ungefähr klar, wie physikalisch der Transistor oder Diode
funktioniert.
Meine Fragen sind halt die, die ich halt oben erwähnt habe.
Hey also mir ist das am Anfang auch schwer gefallen mit den
Transistoren. Kann man sich sich sehr schwer vorstellen.
Ich wußte immer nich wo anfangen zu rechnen weil alles von allem
Abhängig ist.
Aber geh erstmal mit idealen Werten ran. ALso Ib in der Emitterschaltung
am Emitterwiderstand vernachlässigen. Uce wenn durchgeschaltet nahe
null. Ub ist immer 0,7V usw... Dann versteht mans einfacher.
Gib dir Ströme vor die du haben willst z.B. Ic und dann rechne wie
müssen dafür die Widerstände ausgelegt werden.
Mir hat das geholfen und dann hab ich den Rest schnell verstanden.
Danke.
Aber, dass weiß ich ja schon. Mir ist klar, was Ube ist und was Ib mit
Ic macht und diese Zusammenhänge.
Ok, versuche wir es von Vorne. Ich habe nach langem Such eine Seite
gefunden, die das mit den Kennwerten näher erklärt:
http://elektroniktutor.de/bauteilkunde/trsgrenz.html
Ich habe jetzt alle wichtigen Grenzwerte und statischen Kenndaten
aufgestellt. Ich habe mir diese angegebene Seite durchgelesen und möchte
jetzt wissen, ob ich folgendes richtig verstanden habe. Bitte lest es
euch durch. Ich habe ja eh viel selbst ausgearabeitet. Ich brauche nur
eine Hilfestellung.
Grenzwerte:
1. Maximale Verlustleistung Ptot = Ib*Ube + Ic*Uce --> Ib*Ube ist
vernachlassbar, da das sehr klein ist. Diese darf nicht überschritten
werden, sonst ist der Bauteil kaputt.
2. Naja wenn es Ptot gibt, dann gibt es auch Icmax, weil das steckt ja
sozusagen in der Ptot-Formel drinnen.
3. Laut dieser Seite gibt es mehrere Spannungsgrenzwerte: Wir haben z.B.
Uceo aufgeschrieben.
Uceo ist doch die Spannung an der Kollektor-Emitter-Strecke, wobe die
Basis offen ist, d.h. Ib=0 ist. Sagt der nun aus, dass Uce nicht höher
werden darf als der angegebene Wert bei offener Basis?
Und sagt dann Ucer aus, dass Uce diesen Wert nicht überschreiten darf,
wenn ein Strom Ib fließt? Weil Ucer ist ja die Spannung an der
Kollektor-Emitter-Strecke, wobei an der Basis ein Widerstand
angeschlosesn ist.
Aber warum in aller Welt ist da Ib negativ?
Ganz links ist doch auch so eine Kennlinie, doch da steht nur dabei
Ib>0. Was soll ich nun von dieser halten?
Statische Kennwerte:
1. Restströme/Sperrströme: Icbo und Iebo --> Also Icbo ist der
Sperrstrom der durch die Basis-Kollektor-Diode fließt und Iebo der
Sperrstrom, der durch die Basis-Emitter-Diode fließt.
Beim Icbo ist halt der Emitter offen und beim Ieb ist der Kollektor
offen, sodass die Sperrströme halt fließen können und darum macht man
das. Habe ich es jetzt richtig verstanden?
Iceo ist auch ein Sperrstrom der "2 Dioden" Kollektor-Emitter, wenn die
Basis offen ist.
2. Uce,sat ist ja jene Spannung, wo ein größere Ib nicht mehr einen
größeren Ic machen kann, d.h. der maximale Ic ist erreicht. Richtig?
3. Gleichstromverstärkungsfaktor B = Ic/Ib
Naja ist von Exemplarstreeung und Temperatur abhängig. --> Ic ist nicht
ganz proportional zu Ib --> Stromsteuerkennlinie ist nicht ganz linear.
Richtig?
Hm Leute. Ich will doch nur wissen, ob ich das richtig verstanden habe
bitte :).
Hier die Seite nochmal:
http://elektroniktutor.de/bauteilkunde/trsgrenz.html
Dann nur die Grenzwerte jetzt:
1. Maximale Verlustleistung Ptot = Ib*Ube + Ic*Uce --> Ib*Ube ist
vernachlassbar, da das sehr klein ist. Diese darf nicht überschritten
werden, sonst ist der Bauteil kaputt. Richtig?
2. Naja wenn es Ptot gibt, dann gibt es auch Icmax, weil das steckt ja
sozusagen in der Ptot-Formel drinnen. Richtig?
3. Laut dieser Seite gibt es mehrere Spannungsgrenzwerte: Wir haben z.B.
Uceo aufgeschrieben.
Uceo ist doch die Spannung an der Kollektor-Emitter-Strecke, wobei die
Basis offen ist, d.h. Ib=0 ist. Richtig?
3.1 Sagt der nun aus, dass Uce nicht höher
werden darf als der angegebene Wert bei offener Basis?
3.2
Ucer ist ja die Spannung an der Kollektor-Emitter-Strecke, wobei an der
Basis ein Widerstand angeschlosesn ist. Aber warum ist hier Ib negativ
laut der Seite?
3.3
Ganz links ist doch auch so eine Kennlinie, doch da steht nur dabei
Ib>0. Was soll ich nun von dieser halten?
zu 1.) Richtig
zu 2.) Richtig
zu 3.) fast Richtig
zu 3.1.) genau deshalb bei 3. nur fast Richtig
zu 3.2.) werden wir etwas genau: Wenn Ib > 0 A öffnet der Transistor,
dann kommst du nicht mal an Uce0 ran. Ib = 0 A ist auch schon
verschenkt, also bleibt nur noch Ib < 0 A ;)
zu 3.3.) Wie gesagt, in dem Fall leitet der Transistor. Wenn du ihn
richtig angesteuert hast sind da praktisch nur noch die Bahnwiderstände
relevant ;)
Michael Köhler schrieb:> zu 3.2.) werden wir etwas genau: Wenn Ib > 0 A öffnet der Transistor,> dann kommst du nicht mal an Uce0 ran. Ib = 0 A ist auch schon> verschenkt, also bleibt nur noch Ib < 0 A ;)
Aber was bringt mir der Wert Ucer genau?
Dann existieren auch noch die sog. statischen Kennwerte:
1. Restströme/Sperrströme: Icbo und Iebo --> Also Icbo ist der
Sperrstrom der durch die Basis-Kollektor-Diode fließt und Iebo der
Sperrstrom, der durch die Basis-Emitter-Diode fließt.
Beim Icbo ist halt der Emitter offen und beim Ieb ist der Kollektor
offen, sodass die Sperrströme halt fließen können und darum macht man
das(also darum lässt man Anschlüsse "in der Luft hängen"). Habe ich es
jetzt richtig verstanden?
Iceo ist auch ein Sperrstrom der "2 Dioden" Kollektor-Emitter, wenn die
Basis offen ist, richtig?
2. Uce,sat ist ja jene Spannung, wo ein größere Ib nicht mehr einen
größeren Ic machen kann, d.h. der maximale Ic ist erreicht. Richtig?
2.1 Und hier sollte man auf den maximalen Ib aufpassen, sonst ist der
Transistor kaputt, richtig?
3. Gleichstromverstärkungsfaktor B = Ic/Ib
Naja ist von Exemplarstreeung und Temperatur abhängig. --> Ic ist nicht
ganz proportional zu Ib --> Stromsteuerkennlinie ist nicht ganz linear.
Aber B hängt ja im Prinzip auch vom Early-Effekt ab, der ja von Uce
verursacht wird.
Richtig?