Eisen3Chlorid - noch gut?

Gast #3691833
Hallo allerseits, ich habe noch ca. 3 Liter altes Eisen3chlorid als 
Lösung im Kanister (ca. 3 Jahre alt). Ich hatte damals einige Platinen 
damit geätzt und war der Meinung, es ist nicht mehr ok - in Wahrheit lag 
es aber daran, dass ich den Lack nach dem beim Belichten wohl nicht 
richtig entfernt habe.

Wie kann ich jetzt feststellen, ob es noch "gut" ist? am Boden lagert 
Schlamm (normal). Ich hätte auch Salzsäure da und meine irgendwo gelesen 
zu haben, dass man die Lösung damit "erneuern" kann - stimmt das?

Ich würde die alte Flüssigkeit schon noch benutzen, bevor ich neue 
einrühre.

Ich werde auch einen Ätztest machen - Wie ist das bei Euch - bei 
Zimmertemperatur - wie lange dauert es ohne bewegen, bis auf einem 
kleinen Stück normales Platinenmaterial (70um) das Kupfer weg sein 
sollte?
Gast
> Ich hätte auch Salzsäure da und meine irgendwo gelesen
> zu haben, dass man die Lösung damit "erneuern" kann - stimmt das?

Stimmt. Mach erst einen Test ob es schon nötig ist.
Es gibt im Netz Farbtabellen
mit denen die Konzentration abgeschätzt werden kann.



Ich würde, wenn schon etwas geätzt wurde die Menge von zwei Esslöffeln 
Salzsäure vorsichtig zufügen und in einer Woche schauen, ob der 
Bodensatz noch vorhanden ist.
Gast
nano schrieb:
> Wie kann ich jetzt feststellen, ob es noch "gut" ist?

Deine 3 Liter sollten für ca. 25 Europakartenseiten reichen.

So lange es nicht tiefdunkelgrün ist, ist es noch brauchbar, 
Eisen(III)chlorid-Lösung altert im Gegensatz zu H2O2/HCl nicht.

Natürlich spricht nichts gegen den Ätztest.
Gast
lutz h. schrieb:
> Ich würde, wenn schon etwas geätzt wurde die Menge von zwei Esslöffeln
> Salzsäure vorsichtig zufügen und in einer Woche schauen, ob der
> Bodensatz noch vorhanden ist.

eine woche warten son quatsch.
auf 3 lieter fecl lösung kannste ohne probleme sofort 300ml 30%ige hcl 
kippen.
gut umrühren und gut is .
der schlamm verschwindet innerhalb weniger stunden völlig.
dolf schrieb:
> der schlamm verschwindet innerhalb weniger stunden völlig.

Nach meiner Erfahrung wird an einem Tag wenig Sauerstoff aufgenommen.
Die Regeneration geht deshalb  langsam (in der Größenordnung 1g Kupfer 
pro Tag, 1 Europlatine pro Woche).

Bei drei Liter Ätzflüssigkeit sind einige Reserven vorhanden, um 
Arbeitsspitzen zu Puffern.

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