Hallo,
ich lade zwei PBQ12-12 VRLA Akkus:
http://www.psebatteries.com/media/datasheet/pbq-12-12.pdf
mit diesem Ladegerät:
http://www.ebay.de/itm/270711646366?ssPageName=STRK:MEWNX:IT&_trksid=p3984.m1439.l2649
Akkus in Reihe passt. Leerlaufspannung des Laders ca. 27,6V, i.O.
Ladespannugn steigt auf ca 29,1V an, sprich 14,4 bzw. 14,7 über den
Akkus.
Nun die Frage:
Einer der Akkus "pfeift", sprich: Ich denke, das Überdruckventil hat
geöffnet. das sollte doch normal NICHT passieren?
Ich denke, der akku ist jetzt zerstört, oder?
Aber wieso? Ich habe doch keinen Grenzbereich überschritten? Die
Leerlaufspannung der Akkus liegt bei 13,3 bzw 13,5V, also auch nicht
ganz voll geladen...
Grüße
akkuproblem schrieb:> Aber wieso? Ich habe doch keinen Grenzbereich überschritten? Die> Leerlaufspannung der Akkus liegt bei 13,3 bzw 13,5V, also auch nicht> ganz voll geladen...
Wenn es wirklich eine Leerlaufspannung, also nach >24h gemessen, dann
sie die mehr als voll. Ansonsten ist die Messung bei Blei eh witzlos.
Wie warm waren die Zellen beim Laden? 14,7 ist eh schon die obere
Grenzen und bei warmen Batterien auch zu viel.
Hallo, die Akkus hingen vll zwei Stunden am Ladegerät. Warm wurde keiner
der beiden.
Wie weitermachen? Stehen lassen und Spannung nach 24h wieder überprüfen?
Das Ladegerät bleibt aber auf Rot stehen,charging. Grüne led zeigt er
nicht an.
Soll ich einfach mal weiterladen bis der lader grün anzeigt?
Durch das Ventil kann ja nichts groß passieren oder?
akkuproblem schrieb:> Leerlaufspannung des Laders ca. 27,6V, i.O.> Ladespannugn steigt auf ca 29,1V an
Wieso steigt die Akkuspannung am Lader über die Spannung die der Lader
ohne Belastung, also ohne angeschlossene Akkus liefert?
Da stimmt doch was nicht, miss mal den Wechselspannungsanteil (falls das
Multimeter in Wechselspannungsstellung immer noch 28V anzeigt, ein
Kondensator, z.B. 47nF Folie dazwischen)
Eigentlich sollte die Spannung 0 sein, zumindest unter 0.1V.
> sprich 14,4 bzw. 14,7 über den Akkus.
Was für Dauerladung zu viel ist, dein Akku aber zumindest kurzzeitig
angeblich erlaubt.
>> Nun die Frage: Einer der Akkus "pfeift", sprich: Ich denke, das> Überdruckventil hat geöffnet. das sollte doch normal NICHT passieren?
Nein, das sollte nicht passieren, er verliert dauerhaft an Kapazität.
> Die Leerlaufspannung der Akkus liegt bei 13,3 bzw 13,5V, also auch nicht> ganz voll geladen.
Nein, ein voller 12V Bleiakku sollte 1 Tag nach dem Laden bloss noch
12.8V haben. an einem Dauerladegerät darf er 13.8V haben.
Die Erhaltungsaladung von PB-Akkus ist max 13,6-13,8V.
Wobei 13,8V schon die Obergrenze ist.
Bei Schnellladung ist das natürlich schwierig.
Du musst die Temperatur überwachen, und auch mal den Ladestrom
messen.
Dann kann man etwa abschätzen wie viel Ah in den Akku eingespeist
wurden.
PS:
Wobei die 13,8V pro Akku des Laders keine Schnelladung sein kann.
Da ist was Faul.
Das Ladegerät ist defekt.
Kann aber auch sein, dass ein Akku defekt ist.
okay,
ob ein Akku defekt ist finde ich nur mit entsprechendem Messgerät
heraus, oder?
Aber nochmal, wenn ich jetzt einfach weiterlade kann ja ansich nichts
großes passieren, oder?
Ich mein, falls ein Akku defekt ist, ist er sowieso hinüber. Aber ggf
fängt er sich ja?
Wenn ich diesen ersetze, kann ich da auch einen anderen 12AH/12V VRLA
akku eines anderen Herstellers nehmen? Oder immer nur als Paar ersetzen?
(wegen Reihenschaltung)
Grüße
Ich würde nicht weiter laden.
Erst mal messen!
(Wahrscheinlich schon zu spät)
Die beiden Akkus sollten gleiche Messwerte haben.
Akkus immer paarweise austauschen, wegen Reihenschaltung.
Wurde aber auch oben schon erwähnt.
Sodala, habe die jetzt mal Ruhen lassen. Natürlich konnte ich es nicht
lassen ;)
Beide Akkus angeklemmt und beobachtet. Keiner hat mehr gegast. Ladegerät
springt auf grün und hält exakt die 27,6V Ruhespannung. Allerdings - die
Spannung teilt sich 14V-13,6V auf.
Macht das was? ich vermute, ein Akku hat somit etwas an Kapazität
eingebüst. Kann man aber trotzdem verwenden?
akkuproblem schrieb:> Allerdings - die Spannung teilt sich 14V-13,6V auf.
Ja, Bleiakkus haben keine Balancer, der überladene gast leicht während
der andere langsam voll wird. Da kannst du nichts machen, ausser beim
nächsten mal nur 2 gleichvoll auf 13.8V geladene Akkus in Reihe zu
schalten.
In Reihe laden solltest du Bleiakkus nur, wenn beide auf gleichem
Spannungsniveau liegen und die gleiche Vorgeschichte haben, sprich schon
immer zusammen ge- und entladen wurden. Bereits geringe
Spannungsdifferenzen führen sonst unweigerlich zur Überladung des
kapazitätsschwächeren Akkus. Um Spannungsgleichheit herzustellen, kann
man die Akkus vor dem Laden für 1-2 Tage parallelgeschaltet stehen
lassen. Ich mache das z.B. grundsätzlich bei Ersatzakkus für USV-Anlagen
so.
Wenn jetzt einer Defekt ist wird sich daran nichts ändern.
Beim Laden dabei sein und überwachen.
Über Nacht würde ich nicht laden.
Das gibt nur einen unruhigen Schlaf.
Was passiert eigentlich wenn du die beiden Akkus in Reihe entlädst?
Wird da was (einer) warm?
Oder entladest du sie einzeln?
Das wäre fatal.
akkuproblem schrieb:> heißt: kann ich verwenden(ohne Sicherheitsrisiken)
Ganz ohne Risiko nicht. Ein Bleiakku brennt zwar nicht, aber er kann
sich bei Überladung aufblähen und platzen. Die austretende Akkusäure
macht dann ziemliche Schweinerei.
Hallo,
habe nun zwei neue:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D500/WP12-12%23LON.pdf
waren auf ziemlich genau dem gleichen Spannugnslevel (12,81 12,86V)...
nun mal geladen. Ladegerät ist dran, nun teilen sich die Spannungen 14,2
und 15,3 auf. Maximal sind 15V erlaubt! Der 15V fängt auch sofort
minimal an zu gasen.. habe nach 1minute sofort wieder aufgehört mit
laden.
langsam weiß ich nicht mehr weiter. Was soll ich jetzt machen?
kann cih die akkus z.b. über einen widerstand "kurzschließen" und somit
aufs EXAKT gleiche ladungslevel bringen?
Grüße
erstmal beide parallel schalten und bis 14,4V laden und eine stunde so
angeklemmt lassen...dann sind die gleich
dann neuen lader vebrauen..
mehr als 14V bei den derzeitigen Temperaturen machen den akku gleich
wieder kaputt.
Bei -20°C darfst du bis knapp 15v gehen
oooder Du verstehst das gerät nicht..einige gehen impulsweise bis über
16V da sollen die VRLA Akkus sogar rauschen..aber das darf nur in
intervall mit Pausen geschehen, dann halten die akkus auch lange..
PIC-Besitzer schrieb im Beitrag #3729655:
> kann cih die akkus z.b. über einen widerstand "kurzschließen" und somit> aufs EXAKT gleiche ladungslevel bringen?
Wenn beide voll sind, geht das auch ohne Widerstand, direkt mit Kabeln.
Ruhig ein bis zwei Tage stehen lassen. Der Unterschied kann auch daher
kommen, daß die Akkus nicht aus der gleichen Charge stammen.
Möglicherweise stand einer schon länger als der andere bei Reichelt im
Lager. Das wäre nicht gut, denn dann werden sie früher oder später
wieder auseinander driften. Schau mal auf die Akkus, da ist i.d.R. eine
Chargennummer eingestanzt. Die soll/muß bei beiden gleich sein.
sodala hab sie mal "synchronisiert", jetzt sieht es besser aus. exakt
gleiche spannungen über den akkus. Hoffentlich waren die paar minuten
gasen nicht schon zu viel..
es gibt ja ladungsausgleichsschaltungen / Equalizer für 24V (2x12V
reihenschaltung).
Habt ihr da eine Schaltung? Dr. Google hat diesmal leider nichts auf
lager:(
Vielleicht reicht diese Simpelschaltung aus. Läßt sich natürlich auch in
stärker und in genauer aufbauen, mit Operatiosverstärker. Hier würden
Kleintransistoren reichen, der Ladungsausgleich findet allmählich statt.
okay. kannst du mir die bitte erklären? Ich würde gerne verstehen was
ich da einbaue und wie ich es dimensioniere...
Woher ist die, selbst entwickelt? :)
Das ist eine "Regelung mit einem Loch", salopp ausgedrückt. Immer wenn
der Unterschied der beiden Akkuspannungen größer wird als ca. 0,3V,
fängt einer der beiden Transistoren an zu leiten und verbraucht ein weng
Strom aus dem höher aufgeladenen Akku. Da paarweise verbaute Akkus aus
der gleichen Serie meist nur geringe Differenzen haben, gleicht diese
Einfachschaltung nur mit ein paar mA aus. Das reicht aus, daß sich das
Gesamtsystem nit über die Zeit aufschaukelt und am Ende ein leerer und
ein überladener Akku entstehen.
Für eine kleine USV aufgebaut mit BC547C und BC557C hat das
funktioniert. Wichtig ist nur, daß die beiden 100k annähernd den
gleichen Wert haben.
Helge A. schrieb:> Unterschied der beiden Akkuspannungen größer wird als ca. 0,3V
0,3V sind auch für Bleiakkus eine Menge. Die Balancierung sollte schon
bei 0,1V oder noch eher einsetzen.
> Da paarweise verbaute Akkus aus> der gleichen Serie meist nur geringe Differenzen haben, gleicht diese> Einfachschaltung nur mit ein paar mA aus.
Vernachlässigbare Differenzen haben die Akkus i.d.R., wenn sie wie oben
bereits gesagt, aus der gleichen Charge stammen und stets zusammen ge-
und entladen wurden. Dann braucht man auch keine Balancetrickserei.
Andernfalls driften sie früher oder später auseinander und die
Kapazitätsunterschiede werden erheblich. In diesem Falle genügen "ein
paar mA" für wirkungsvolles Angleichen nicht, außer die Ladeströme
bewegen sich in derselben Größenordnung. Ich glaube jedoch nicht, daß
der TE eine Woche warten will, bis die Akkus voll sind.
Icke ®. schrieb:> 0,3V sind auch für Bleiakkus eine Menge. Die Balancierung sollte schon> bei 0,1V oder noch eher einsetzen.
MaWin schrieb schon richtig:
> Bleiakkus haben keine Balancer, der überladene gast leicht während> der andere langsam voll wird.
Das ist der Normalfall. Kleine Kapazitätsdifferenzen lassen sich so
schon ausgleichen, für die USV hier hats gereicht.
Das ganze ließe sich mit 1-2 Operationsverstärkern noch viel schöner und
kräftiger machen, wenns als notwendig erachtet wird.
wie würde eine OPV schaltung aussehen?
es kann doch kaum sein, dass es für dieses problem nicht schon längst
eine lösung gibt. Ich kann doch nicht der erste sein, der zwei Akkus in
Serie laden will..
sind übrigens aus der gleichen Charge!
Solche Geräte gibts auch fertig. Ich vermute, da sind Schaltungen drin
ähnlich wie im Anhang. Etwa +/-50mV werden nicht ausgeglichen, darüber
steigt der Ausgleichsstrom auf bis zu 100mA.
PIC-Besitzer schrieb im Beitrag #3736926:
> sind übrigens aus der gleichen Charge!
Da passiert sowas normalerweise nicht:
> waren auf ziemlich genau dem gleichen Spannugnslevel (12,81 12,86V)...>> nun mal geladen. Ladegerät ist dran, nun teilen sich die Spannungen 14,2> und 15,3 auf. Maximal sind 15V erlaubt! Der 15V fängt auch sofort> minimal an zu gasen..
Möglicherweise hast du ein glückliches Händchen, was das Erstehen von
Montagsware betrifft...
Hallo akkuproblem.
akkuproblem schrieb:> Akkus in Reihe passt. Leerlaufspannung des Laders ca. 27,6V, i.O.
Für 2x VRLA 12V etwas wenig. 28,4V sollten es schon sein, für 2x 14,4V
> Ladespannugn steigt auf ca 29,1V an, sprich 14,4 bzw. 14,7 über den> Akkus.
Dann ist es nicht die Leerlaufspannug...sondern irgendwas....;O)
>> Nun die Frage:> Einer der Akkus "pfeift", sprich: Ich denke, das Überdruckventil hat> geöffnet. das sollte doch normal NICHT passieren?
Richtig. Dadurch verliert einer der Akkus Gas, und damit Elektrolyt.
> Ich denke, der akku ist jetzt zerstört, oder?
Kommt darauf an, was Du als "zerstört" bezeichnest. Offiziell gilt ein
Akku als kaputt, wenn er weniger als 2/3 der gemessenen (NICHT nach
Datenblatt) Kapazität bei Auslieferung hat.
Allerdings wirst Du den Akku jetzt soweit verändert haben, dass er nur
noch schlecht zum anderen passt.
>> Aber wieso? Ich habe doch keinen Grenzbereich überschritten? Die> Leerlaufspannung der Akkus liegt bei 13,3 bzw 13,5V, also auch nicht> ganz voll geladen...
Doch. Und zwar den Akku, der 14,7V hatte.....
Folgendes: Wird ein gasdichter 12V VRLA Akku über 13,8 Volt geladen,
fängt das Elektrolyt an, sich zu zersetzten. Er gast, und baut Druck
auf. Durch den Druckaufbau verändern sich die elektrochemischen
Verhältnisse, und die Spannung steigt weiter.
Für kleinere Ströme ist das auch teilweise unkritisch, weil das
entstandene Gas unter dem Druck an den Elektroden wieder katalytisch zu
Wasser verbrannt wird. Es geht also nicht zuviel verloren.
Es ist sogar als Ausgleichsladung gelegentlich nötig, um die
differierenden Zellen aneinander anzugleichen: Du schickst gewaltsam
einen kleinen Strom über den Akku. Dabei werden die Zellen, die noch
nicht voll sind, weiter geladen, und die vollen zersetzten Wasser und
verbrennen das Gas wieder zu Wasser. Das ist unnschön, aber nötig.
Grund: Wenn die Zellen zu unterschiedlich sind, werden zum Ende der
Entladung die am wenigsten geladenen Zellen komplett leer und in die
Gegenrichtung neu aufgeladen....dadurch werden sie zerstört.
Wenn der Strom bei Überspannung aber zu stark ist, entsteht zuviel Gas,
und das kann nicht mehr in ausreichendem Masse abgebaut werden. Der
Druck steigt also weiter an, irgendwann blasen die Ventile ab, und es
geht Dir wirklich Elektrolyt verloren.
Was genau bei Dir passiert ist, weiss ich nicht. Vieleicht war das
Ventil auch nicht in Ordnung, der Elektrolyt des Akkus verunreinigt,
oder das Ladegerät hatte ein Problem.
Vieleicht waren die Zellen von Anfang an zu unterschiedlich, z.B. eine
voll, eine leer, und die Automatik des Laders kam damit nicht zurecht.
Ich halte es eh für problematisch, solche "großen" Serienschaltungen von
Zellen rein über die Automatik eines "Automatikladers" ohne manuellen
Eingriff pflegen zu wollen.
Du könntest mal versuchsweise beide Akkus getrennt laden, wenn Du die
Möglichkeit hast. Beide mit 13,8V und einer Strombegrenzung auf 4A
Laden, bis der Strom kleiner 250mA geworden ist (Laden). Dann
weiterladen mit 250mA Konstantstrom, und einer Maximalspannung von
14,4V. Der Strom sollte irgendwann deutlich unter 150mA fallen
(Volladung und Ausgleichsladung pro Einzelakku). Mit der Spannung lädst
Du aber eine Stunde weiter. Der Strom fällt dabei weiter. Oder sollte es
zumindest.
Wenn Du das zeitnah bei beiden machst, hast Du sie in etwa auf dem
gleichen Stand. Ein paar Stunden stehen lassen, bis sich die Spannung
des zuletzt geladenen an die des zuerst geladenen angepasst hat.
Nun kannst Du beide in Reihe schalten, und gemeinsam mit beiden eine
Ausgleichsladung, machen, indem Du alle zusammen mit einen Konstantstrom
von ca. 150mA lädst, bei einer Maximalspannung von 29-29,5V. Wenn die
Maximalspannug erreicht ist lädst Du weiter mit der spannung und der
Strombegrenzung, für ca. Du zwei Stunden. Der Strom fällt dabei auf
wenige dutzend mA, wenn alles ok ist.
Du kannst dann ja mal die Spannung über beiden Akkus, messen, sie
sollten sich angeglichen haben.
Das Problem aber ist jetzt, das eine der Zellen schon Elektrolyt und
damit Kapazität verloren hat, und Du weisst nicht vieviel. Dort ist
jetzt die Schwachstelle....
Das ist auch das Kriterium, wenn Du Akkus für eine Serienschaltung
auswählst: Möglichst ähnliche Leerlaufspannung ohne Last, und möglichst
gleicher Strom, wenn Du sie mit einem ohmschen Widerstand passend für
Nennstrom belastest.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Nachtrag:
Bernd Wiebus schrieb:> Ich halte es eh für problematisch, solche "großen" Serienschaltungen von> Zellen rein über die Automatik eines "Automatikladers" ohne manuellen> Eingriff pflegen zu wollen.
D.h. der Automatiklader muss sehr eng an die Eigenschaften des
Akkumulators angepasst werden. Natürlich ist es möglich, solche Akkus
automatisch zu laden.
Aber so ein Teil ist eben nicht "einer für alle" aus dem Baumarkt. Und
zum Einstellen braucht man Wissen und Erfahrung, die der
Durchschnittsuser nicht hat.
Ich spreche ausdrücklich nicht von "Profis", weil die müssen oft viel
Murks machen, um billig zu bleiben und überhaupt Verdienst zu haben.
Akkus sind dabei eher Wegwerfartikel.
Eine weitere Möglichkeit wäre eine "Tröpfelladung", aber die dauert
ewig. ;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Bernd Wiebus schrieb:> Ich halte es eh für problematisch, solche "großen" Serienschaltungen von> Zellen rein über die Automatik eines "Automatikladers" ohne manuellen> Eingriff pflegen zu wollen.
Das ist eigentlich unproblematisch, wenn, ja wenn die Akkus nur
unwesentlich unterschiedliche Eigenschaften haben, sprich selektiert und
angeglichen sind. Das wird in zig Millionen USV-Anlagen genauso gemacht.
Dort sind die Akkus ebenfalls in Reihe geschaltet und ich habe noch
keine gesehen, die irgendwelche Balancerschaltungen verwendete. Wenn die
Akkus allerdings schon im Neuzustand auseinanderdriften, werden sie das
nicht lange mitmachen.
Hallo Icke.
Icke ®. schrieb:>> Ich halte es eh für problematisch, solche "großen" Serienschaltungen von>> Zellen rein über die Automatik eines "Automatikladers" ohne manuellen>> Eingriff pflegen zu wollen.> Das ist eigentlich unproblematisch, wenn, ja wenn die Akkus nur> unwesentlich unterschiedliche Eigenschaften haben, sprich selektiert und> angeglichen sind.
Richtig.
> Das wird in zig Millionen USV-Anlagen genauso gemacht.
Wenn die USV-Anlage von jemandem gewartet wird, der über die Selektion
weiss, Messmittel dafür hat, und die Musse dazu....
Oft fällt eine USV-Anlage durch Versagen auf, weil schlecht gewartet.
Ausserdem tiefentladen einige die Akkus.....
USVen sind eh das unkritischere Beispiel, weil letztlich (können) die
durch eine oben aufgesetzte Tröpfelausgleichsladung balanciert werden.
Traktionsakkus und Akkus für Werkzeuge/Maschinen sind der größere
Problemfall. Vor allem weil auch ein Wunsch nach Schnelladung besteht,
der bei Bleiakkus, die nicht Starterakkus sind, keine gute Idee ist.
> dafür die> Dort sind die Akkus ebenfalls in Reihe geschaltet und ich habe noch> keine gesehen, die irgendwelche Balancerschaltungen verwendete.> Wenn die> Akkus allerdings schon im Neuzustand auseinanderdriften, werden sie das> nicht lange mitmachen.
Richtig. Wenn die Akkus zusammenpassen. Meistens langt es ja zufällig,
wenn sie aus der gleichen Fabrik aus der gleichen Charge sind.....
aber oft haben sie noch nicht einmals den gleichen Ladezustand bei
Einbau.
Und das schleppt sich dann durch.
Was auch problematisch bei Traktionsakkus ist, das sie gerne bis zum
Ende endladen werden, und dann über das Wochenende ungeladen stehen
gelassen werden. Gerade die sonst sehr zyklenfesten Akkus mit
Blei-Kalzium Technologie sind nicht besonders tiefentladefest. Ein
Wochenende leer rumstehen tut dann weh.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Bernd Wiebus schrieb:> Wenn die USV-Anlage von jemandem gewartet wird, der über die Selektion> weiss, Messmittel dafür hat, und die Musse dazu....
Wie das bei großen Anlagen/Rechenzentren gehalten wird, weiß ich nicht.
Die Wartung im üblichen SoHo-Bereich angesiedelter USVs beschränkt sich
jedoch i.A. auf das prophylaktische Wechseln der Akkus alle 2-3 Jahre.
Viele warten auch ab, bis die rote Lampe anspringt, das ist dann aber
eindeutig zu spät.
> Oft fällt eine USV-Anlage durch Versagen auf, weil schlecht gewartet.> Ausserdem tiefentladen einige die Akkus.....
Die versagen meist nicht wegen schlechter Wartung (weil es da nix zu
warten gibt), sondern weil die Akkus chronisch überladen werden und
dadurch mit der Zeit an Kapazität verlieren. Die schwächsten Kandidaten
der Reihenschaltung blähen sich oft sogar auf oder platzen.
Tiefentladung läßt sich vermeiden, indem das System schon bei
Unterschreiten einer gewissen Restkapazität automatisch heruntergefahren
wird.
Hallo Icke.
Icke ®. schrieb:> Die versagen meist nicht wegen schlechter Wartung (weil es da nix zu> warten gibt), sondern weil die Akkus chronisch überladen werden und> dadurch mit der Zeit an Kapazität verlieren.
Genau das ist es ja....die Ladeautomatik hat an dem Punkte schwächen.
Diese nimmt man aber bewusst in kauf, weil um den Akku nicht permanent
zu überladen müsste man ihn auch gelegentlich entladen. Wenn er aber
entladen ist, steht er als USV nicht mehr zur Verfügung. Man bräuchte
also einen zweiten Akku....also ein deutlich komplizierteres und
aufwendigeres System.
> Tiefentladung läßt sich vermeiden, indem das System schon bei> Unterschreiten einer gewissen Restkapazität automatisch heruntergefahren> wird.
Schon. Aber einige USVen sind wohl nach dem Paradigma gestrickt:
Stromausfälle sind so selten, und die Stützung so wichtig, dass sie im
Zweifelsfalle die Akkus einfach kaputtfahren.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de