Autobatterie konservieren

OP #3703692
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Hey Folks,

Für die Festivalsaison steht nun die Anschaffung entweder eines 
Aggregats, oder einer Autobatterie an. Problem dabei: Die Dinge würden 
den Rest des Jahres ungenutzt im Keller rumstehen. Das mögen Batterien 
im allgemein ja nicht so. Daher wäre es für mich am nächstliegendsten, 
einfach die Säure abzulassen - denn ohne Säure keine chemischen 
Reaktionen. Deshalb folgende Frage an euch:

Sollte die Säure in ge- oder entladenem Zustand abgelassen werden ?
#3703710
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Ich hab keine Ahnung ob die dann trockenliegenden Platten dabei größeren 
Schaden nehmen als bei Nichtbenutzung bzw. welche Salze beim Verdunsten 
der Restfeuchte zurückbleiben.

Ich würd vorschlagen die Batterie so wie sie ist in voll geladenem 
Zustand um 20 Grad C rum zu lagern und gelegentlich nachzuladen.
#3703766
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Eine Autobatterie ist nicht zyklenfest, nach 40 mal 50% entladen ist sie 
hin.
Eine Autobatterie hat auch keinen Ablasshahn. Du kannst die 
Batteriesäure also nicht ablassen sondern musst sie auskippen.
Das setzt allerdings noch eine Wartungsfähige Batterie mit öffenbaren 
Stopfen voraus.
Ob das der Batterie schadet weiss ich nicht, ist wegen den oben 
genannten Punkten eigentlich eh obsolet.
Wenn, dann sollte man die Batterie im kühlen Keller mit Erhaltungsladung 
lassen und alle vier Wochen mal bewegen.
Gast #3703775
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M. H. schrieb:
> Aggregats, oder einer Autobatterie an.

Entweder holst Du Dir jedes Jahr eine Autobatterie vom Autofriedhof und 
hoffst, daß sie 1h durchhält oder kaufst gleich ein leises 
Honda-Aggregat. Die billigen Baumarkt-Aggegate sind laut und eher für 
Pumpen als für empfindliche elektronische Geräte geeignet. Notfalls geht 
auch Inverter-Kipor, ein Honda-Nachbau. 
http://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/788482_-ig-2000-kipor.html
#3703889
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M. H. schrieb:
> Für die Festivalsaison steht nun die Anschaffung entweder eines
> Aggregats, oder einer Autobatterie an.

Vorsicht: Sind nicht auf etlichen Festivals Aggregate bereits verboten?

> Problem dabei: Die Dinge würden
> den Rest des Jahres ungenutzt im Keller rumstehen. Das mögen Batterien
> im allgemein ja nicht so.

Meines Wissens nach Sterben Bleiakkus vorwiegend dann einen vorzeitigen 
Tod, wenn sie längere Zeit ungeladen gelagert werden. Da die 
Selbstentladung gängiger Akkus bei ca. 25% pro Monat liegt, kann selbst 
ein vollgeladen weggestellter Akku nach drei Monaten schon ziemlich 
runter sein, und dann beginnt die Leidenszeit, wenn er nicht nachgeladen 
wird.

> Daher wäre es für mich am nächstliegendsten,
> einfach die Säure abzulassen - denn ohne Säure keine chemischen
> Reaktionen. Deshalb folgende Frage an euch:

Das nächstliegendste wäre ein Ladegerät mit Funktion "Erhaltungsladung", 
das dafür sorgt, dass der gelagerte Akku bestmöglich geladen ist und 
möglichst auch zwischendurch spezielle Erhaltungsladungsimpulse mit 
etwas höherer Stromstärke bekommt. Sowas wie das "Bosch 
Microprozessor-Batterieladegerät C3, für 6 V und 12 V, mit 
Erhaltungsladung" oder als reines Erhaltungsladegerät das "Black and 
Decker BDV09". Oder sowas in der Art. Entweder während der gesamten 
ungenutzten Zeit des Jahres, oder wenigstens alle drei Monate mal zum 
Nachladen der durch Selbstentladung verloren gegangenen Kapazität.
#3703893
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Jürgen S. schrieb:
> Vorsicht: Sind nicht auf etlichen Festivals Aggregate bereits verboten?

Hier in der Schweiz kriegt man die Dinger zumindest nichtmehr rein. 
Weiss nicht wie es in Deutschland aussieht, da war ich bisher erst am 
Chiemsee Reggae Festival, weiss allerdings nicht ob die Dinger erlaubt 
waren...

M. H. schrieb:
> Sollte die Säure in ge- oder entladenem Zustand abgelassen werden ?

Beste Lösung:
Ein Festival so leben, wie ein Festival zu leben ist. Technikkram 
zuhause lassen und mal paar Tage spass mit Freunden haben. ;)
Persönliche Seite #3703908
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Vergiss das mit der Autobatterie. Die kann allein schon vom rumstehen 
kaputt werden, auch wenn sie Erhaltungs- oder regelmäßig nachgeladen 
wird. Normale Blei-Säure-Starterakkus müssen gerüttelt werden, damit 
sich Plattenschlamm absetzen kann. Wenn das nicht passiert (z.B. so wie 
beim normalen Betrieb in einem KFZ) kann es recht bald Plattenschluss 
geben, damit ist sie kaputt.
Ich habe das erst mit einer ungenutzten Motorradbatterie durch. Die 
wurde regelmäßig spätestens alle zwei Monate nachgeladen, trotzdem war 
sie nach knapp eineinhalb Jahren defekt, weil nur rumgestanden.

Für Deinen Anwendungsfall sind Lithium-Akkus sinnvoll, für LiFePo 
brauchst Du nicht mal einen Balancer.

Oder, noch besser und einfacher, die Batterie aus Deinem KFZ dafür 
benutzen. Für eine einmalige Aktion gibt's nichts simpleres.
Gast #3703912
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auf keinen Fall die Säure ablassen! ...der Luftsauerstoff greift die 
Platten an

die Batterie kann problemlos im kühlen Keller gelagert werden
ich würd alle 2 Monate mal ein Ladegerät dranhängen
kann auch ein Labornetzteil sein, z.B. 12h lang 14,2V

die Batterie hält das locker durch und altert kaum
Persönliche Seite #3703963
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Udo Schmitt schrieb:
> Micha H. schrieb:
>> Oder, noch besser und einfacher, die Batterie aus Deinem KFZ dafür
>> benutzen.
>
> Und danach erst mal wieder alle mögliche Elektronik im Auto wieder zum
> arbeiten bringen...
> Der Vorschlag geht nur bei Autos die schon fast ein H Kennzeichen haben
> dürfen. Und selbst bei denen braucht man nach der Aktion zumindest den
> Radio Sicherheitscode.

Richtig, daran dachte ich nicht, ich bin eben verwöhnt von meinem Mobil, 
da funktioniert sowas auch ohne Sicherheitscode.

Was bin ich froh, kein überfrachtetes Elektronikmonster zu fahren, das 
man nach Batteriewechsel erst neu booten, entsperren und kalibrieren 
muß. Bei mir ist Elektronik nur für Einspritzung, Zündung und 
Audiobespassung nötig, Hausfrauenhelferlein wie ESP, ABS und wie sie 
alle heißen mögen will und brauche ich nicht. Und nein, bis zum 
H-Kennzeichen sind noch etliche Jahre ;-)

Zurück zum Topic: Li-Akkus oder Solar(blei)akkus dürften für den TE am 
ehesten geeignet sein.
OP #3704277
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magic smoke schrieb:
> Ich hab keine Ahnung ob die dann trockenliegenden Platten dabei größeren
> Schaden nehmen als bei Nichtbenutzung bzw. welche Salze beim Verdunsten
> der Restfeuchte zurückbleiben.

Daran hab ich auch schon gedacht. Würde nach dem "Ablassen" die Luft 
dann durch Dest. H2O erstezen.

> Ich würd vorschlagen die Batterie so wie sie ist in voll geladenem
> Zustand um 20 Grad C rum zu lagern und gelegentlich nachzuladen.

Ist theoretisch ja die "best practice", praktisch geht sowas aber bei 
mir unter und wird vergessen.

Udo Schmitt schrieb:
> Eine Autobatterie ist nicht zyklenfest, nach 40 mal 50% entladen ist sie
> hin.

Pro Festival reden wir hier von einem einzigen Lade und Entladevorgang. 
Pro Batterie.

> Eine Autobatterie hat auch keinen Ablasshahn. Du kannst die
> Batteriesäure also nicht ablassen sondern musst sie auskippen.
> Das setzt allerdings noch eine Wartungsfähige Batterie mit öffenbaren
> Stopfen voraus.

Ist mir klar. Der Kauf steht ja auch erst noch bevor.

Micha H. schrieb:
> Normale Blei-Säure-Starterakkus müssen gerüttelt werden, damit
> sich Plattenschlamm absetzen kann. Wenn das nicht passiert (z.B. so wie
> beim normalen Betrieb in einem KFZ) kann es recht bald Plattenschluss
> geben, damit ist sie kaputt.

Nunja, der Bildet sich doch aber nur, solange wie die Batterie mit Säure 
gefüllt ist.

> Für Deinen Anwendungsfall sind Lithium-Akkus sinnvoll, für LiFePo
> brauchst Du nicht mal einen Balancer.

Was würde mich eine entsprechende Batterie mit gleicher Leistung (12V 
100A) denn (mehr) Kosten ? ;)

> Oder, noch besser und einfacher, die Batterie aus Deinem KFZ dafür
> benutzen. Für eine einmalige Aktion gibt's nichts simpleres.

Vom Kollegen aus nem alten Golf - wär kein Problem. Allerdings ist da 
nur ne kleine Batterie drinne. Herhalten soll diese dann für eine 
Musikanlage, LED Beleuchtung für die Nacht und Ladestrom für div. 
Kleingeräte (Handy, Digicam, etc.)

Jürgen S. schrieb:
> Vorsicht: Sind nicht auf etlichen Festivals Aggregate bereits verboten?

Auf einigen. Die, die wir besuchen wollen, erlauben noch welche - im 
"Flüsterbetrieb". Da man aber durchaus auch mal auf eins fährt, wo keine 
Aggros erlaubt sind, würd ich gerne Batterien anschaffen.
#3704345
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M. H. schrieb:
> Herhalten soll diese dann für eine Musikanlage,
Wozu, auf den Festivals wird man doch eh schon 12-24h beschallt!

M. H. schrieb:
> LED Beleuchtung für die Nacht
Entweder man steht vor einer Bühne oder man pennt, für die kurze Zeit 
dazwischen wenn es auch noch Nacht ist tut es eine Led Stirnlampe

M. H. schrieb:
> und Ladestrom für div. Kleingeräte (Handy, Digicam, etc.)
Genauso unnütz für ein Festival. Bei meinem Handy hält der Akku 10 Tage, 
und die Smartphone-Sucht sollte man eh mal bekämpfen.
Der Sinn eines Festivals ist sich mit anderen gleichgesinnten Menschen 
zu treffen und nicht sein Fratzenbuch account ständig zu checken oder 
online zu daddeln.
Und die schlechte Aufnahme eines Konzerts mit der Digicam wird keine Sau 
je sehen wollen.

Trotzdem viel Spass dabei :-)
Gast #3704399
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Ein Blei-Akku 100Ah wiegt 34kg! Eigentlich dachte ich, daß der TS 
größere Aufgaben hätte, als nur Teilnehmer zu sein. Sonst reicht 
Powerbank (2xUSB) 5000mAh Gewicht:0,210 kg zum Handy-nachladen (30€ bei 
Reich*lt).
#3704404
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> Herhalten soll diese dann für eine
> Musikanlage, LED Beleuchtung für die Nacht und Ladestrom für div.
> Kleingeräte (Handy, Digicam, etc.)
Kannst Du vergessen, das hält die 100Ah große Batterie auch nicht durch. 
Wann wird die Musikanlage leiser gemacht? Nee, nicht wenn um 22 Uhr 
Nachtruhe ist, sondern erst wenn die Batterie schwächelt ... Bis dahin 
Vollgas, man will ja schließlich Spaß haben!
#3718005
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Wurde schon gesagt, aber trotzdem nochmal:

Batterie im Auto lassen, und Ladegerät mit Erhaltungsladung dran. Sowas 
ist aber in Wohnmobilen, die den Namen verdienen, eh alles schon 
eingebaut. Also Stellplatz mit 230V-Steckdose, Stecker rein, fertig.

Für die allermeisten Wohnmobile sind wenige Nutzungen im Jahr normal, 
und da kauft niemand jedes Jahr neue Batterien.

Oliver
#3718594
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magic smoke schrieb:
> Diese Rechnung kannst Du in die Tonne treten: Erstens kommt nie im
> Leben der komplette Inhalt aus der Batterie raus, das Ding ist keine
> Saftflasche. Verluste kommen auch noch dazu und er wollte auch ein wenig
> mehr als nur leise Musik!

warum soll da nicht das rauskommen was auch draufsteht? na dann lass es 
eben 1000wh sein. und mit ordentlich effizienten lautsprechern kann man 
auch ne "hohe lautstärke" erzeugen. klar.. laut ist relativ aber für die 
beschallung von 20 leuten zu allen gelegenheiten auf 4 tagen festival 
bin ich mit 300wh gut hingekommen.
Gast #3718803
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Solarbatterie:
- Lebensdauer von 8 Jahren im Standby-Modus

http://www.ebay.de/itm/Solarbatterie-12V-100Ah-Wohnmobil-Versorgungs-Antriebs-und-Beleuchtungs-Batterie-/180998315389?pt=Reisemobil_Caravan_Teile&hash=item2a24571d7d

(was auch immer hier als Standby-Modus verstanden wird)


Du kannst natürlich auch z.B. LiIon-Akkus und Solarzellen mitnehmen, ist 
wahrscheinlich billiger und leichter.

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