Ich bin gerade echt verzweifelt und blicke kaum noch durch. Habe mir
hier und da mal paar Bücher durchgelesen und komme kaum weiter. Ich kann
nur etwas lernen, wenn alles strukturiert ist, z.B.:
Buch A: Kapitel 1: Elektronik Grundlagen ... letzte Kapitel:
Abschlussprojekt ... Buch B: ... usw.
Mein Ziel: Ich möchte irgendwann mal selber Platinen entwerfen, es bauen
lassen und damit mehrere Projekte (Quadrocopter) realisieren.
Mein Problem: Ich weiß aber nicht, womit ich anfangen soll. Ich wollte
erstmal mit Arduino beginnen. Doch dann wusste ich nicht, wann ich
endlich das Löten lerne. Und heute habe ich im Forum das AVR-Tutorial
entdeckt. Scheint auch hilfreich zu sein. Weiß aber nicht, ob ich am
Ende damit mein Ziel erreiche. Nach Büchern habe ich auch schon gesucht.
Da werden aber schon Vorkenntnisse erwartet. Ich habe nie, wie die
meisten, Elektronprodukte auseinander genommen, damit experimentiert und
irgendwann anspruchsvolle Projekte realisiert. Bei mir kam das Interesse
leider zu spät. Ich habe keine Brüder, nur Schwestern. Da hatte man eben
andere Interessen als nur Elektronik. Irgendwie bereue ich das, nicht
früh damit angefangen zu haben :/
Wisst ihr womit ich beginnen kann? Wenn ich mich mit Arduinio
beschäftige und immer tiefer in das Thema eindringe, habe ich dann eine
Vorstellung davon wie so ein Board aufgebaut sein muss und bin dann
selbst in der Lage welche zu entwerfen?
Danke für eure Antworten :)
Lari_ssA94 schrieb:> Ich kann> nur etwas lernen, wenn alles strukturiert ist
...
> Mein Problem: Ich weiß aber nicht, womit ich anfangen soll.
Mit dem Arbeiten an deiner Lerntechnik.
> Wisst ihr womit ich beginnen kann? Wenn ich mich mit Arduinio> beschäftige und immer tiefer in das Thema eindringe, habe ich dann eine> Vorstellung davon wie so ein Board aufgebaut sein muss und bin dann> selbst in der Lage welche zu entwerfen?
Und damit zu überlegenen ob du wirklich die Zeit und Arbeit reinstecken
willst etwas wirklich zu lernen, oder ob es dir nur um den Coolnesfaktor
geht. http://norvig.com/21-days.html
OK, du hast ja schon ein paar Bücher zum Thema gelesen, das dürfte doch
hilfreich sein. Wenn du das AVR und GCC Tutorial durch hast, kannst du
entwerfen und programmieren. Ich wundere mich nur, wieso du das jetzt
noch nicht kannst, obwohl du schon ein paar Bücher zum Thema gelesen
hast. Ich muss zugeben, ich hab leider keines zum Thema, kann also nicht
wirklich mitreden.
SCNR.
Fang doch einfach an! Lerne Löten. Bau eine Led an deinen Arduino. Dann
ließ Temperatursensoeren aus, o.ä. Arbeite das AVR-Tutorial durch. Der
Quadrocopter kommt später....Wenn du Platinen entwickeln willst, lerne
Eagle oder Kicad zu bedienen.
Vielleicht gibt es einen Funkamateur in der Nähe, der weiter helfen
kann. Da gibt es oftmals Bastelgruppen, wo man das "Basteln und Löten"
erlernen kann zum Einstieg. Evtl. auch in Schulen oder
Selbsthilfe-Reparatur-Werkstatt. Meiner Meinung nach lernt man so besser
als nur nach Büchern. Ansonsten mit einfachen Bausätzen anfangen. Gruß
Manfred
Letztlich spart es eine Menge Zeit und Geld wenn
Du bei alibaba kuckst ob es das was Du machen willst
schon gibt.
99.9% Wahrscheinlichkeit: das gibts schon für weniger als EUR 15.
Also lasses gleich bleiben.
was haben wir nur in den 80ern gemacht, als es kein Internet und keine
Tutorials gab. Ach ja, wir haben uns Bauteile gekauft und drauflos
gelötet und geätzt. Die ersten Schaltungen waren ziemlicher Bockmist,
aber nach einiger eit wurde es dann was :-)
Basteln kommt von INNEN!
Lari_ssA94 schrieb:> Mein Problem: Ich weiß aber nicht, womit ich anfangen soll.
Programmierer fangen mit "Hello World" an,
Elektroniker mit einer Blinkschaltung...
Harald Wilhelms schrieb:> Lari_ssA94 schrieb:>>> Mein Problem: Ich weiß aber nicht, womit ich anfangen soll.>> Programmierer fangen mit "Hello World" an,> Elektroniker mit einer Blinkschaltung...
Und Arduino-Nutzer mit einem 8x8x8 RGB Cube oder ner WLAN,GSM,GPS
Anwendung mit Webbrowser.
Ich empfehle dem TE daher Arduino. Mit dem Lernen wird das eh nix mehr.
Profi Bastler schrieb:> Wenn du einfach eTechnik an einer FH studierst?
Dabei lernt man aber nichts über Technik --> der falsche Ansatz ;-).
Meiner Meinung nach gehört vor die FH eine Lehre.
wie andere auch kann ich den Adruino für Anfäger empfehlen. Der wird
zwar schnell zu klein, am Anfang kommt man aber schnell zu Resultaten,
das motiviert.
Weiterer Vorteil: für die ersten Schritte braucht man nur den Adruino
und ein USB-Kabel.
Weitermachen kann man dann, indem man seine eigenen "Shields" aus
Punktrasterplatinen macht.
Irgendwann danach kann man sich dann für einen "richtigen" Controller
entscheiden und eigene Platinen machen.
D.h. Du kannst nicht löten?
Das ist wohl erstmal die absolute Grundlage, bevor man sich über
irgendwas anderes Gedanken macht.
Hol Dir bei einem beliebigen Elektronikladen einen lustigen Bausatz (
ruhig auch ohne µC ) und baue den erstmal sauber auf.
Und sehr wichtig: Investiere ein paar Euro in eine wirklich vernünftige
Lötstation ( Weller, Ersa z.B. ).
Und für Anfänger empfehle ich herkömmliches, bleihaltiges Lot.
Klingt heutzutage vielleicht seltsam, aber da ich seit meiner Kindheit
löten kann, realisiere ich elektronische Schaltungen bisher noch immer
mit herkömmlichen Bauteilen ( IC´s, Transistoren... ).
Ich habe mich aus Mangel an Notwendigkeit bisher nicht mit der
Programmierung von µCs beschäftigt.
Mir macht es mehr Freude, nach geeigneten ICs zu suchen, die das können
was ich brauche.
Schreiberling schrieb:
>wie andere auch kann ich den Adruino für Anfäger empfehlen.
Lerne, ARDUINO zu schreiben.
>Der wird>zwar schnell zu klein, am Anfang kommt man aber schnell zu Resultaten,>das motiviert.
Schnell zu klein, aha...
Ja, die ARDUINO-Familie besteht nur aus einem Erzeugnis...
Mach Dich kundig, bevor Du Ratschläge erteilst.
Ich glaube, er meinte, schnell "zu eng" statt "zu klein" - Fluch und
Segen beim Arduino ist das Zusammensteck-Konzept und die vorgefertigten
Libs: Einerseits kommt man schnell zu Ergebnissen, andererseits stößt
man dann schnell an Grenzen, was zum Beispiel die Interoperabilität
verschiedener Bibliotheken oder Shields angeht.
Meine Lernkurve sah damals so aus:
Arduino Uno -> Arduino Nano -> blanker AVR mit Arduino-Bootloader ->
blanker AVR ohne Bootloader -> STM32, PIC und MSP.
Programmieren konnte ich da allerdings schon und hatte schon immer
Interesse an Microcontrollern, hab nur nie den Einstieg geschafft. Dann
kam der Arduino Uno raus und der Einstieg war für mich als Programmierer
einfach. Nach und nach benutzt man immer weniger der Arduino
Infrastruktur und lernt mehr über den Aufbau und die Funktionsweise des
MCs. Irgendwann ist man dann beim Plain-C angekommen und dann schaut man
über den Tellerrand und versucht sich mit anderen Plattformen. Und dann
kann man für jedes Projekt den passenden MC aussuchen.
Ich würde auch mit einem Bausatz beginnen. Löten und die elektronischen
Bauteile kennenlernen. Dann vielleicht Schaltungen auf einem Bread-board
selber aufbauen.
Später dann mit uC.
Was heisst nicht früh damit angefangen? Wie alt bist du? Was für
Vorkenntnisse hast du schon?
Stefan M. schrieb:> Mir macht es mehr Freude, nach geeigneten ICs zu suchen, die das können> was ich brauche.
Die werden aber immer seltener. Ich glaube nicht, das es bei den
CMOS-Digital-ICs noch irgendwelche Neuentwicklungen gibt.
Gruss
Harald
Lari_ssA94 schrieb:> Vielen Dank für die Antworten Jungs :)>> Ich bin 20 Jahre alt und habe überhaupt keine Vorkenntnisse :/
Sag mal, bist du ein Mädel?
Lari_ssA94 schrieb:> Ich bin 20 Jahre alt und habe überhaupt keine Vorkenntnisse :/
Was hast du denn bisher gemacht? Draußen (also im RL) rumgehangen, mit
Freunden und evt. sogar Mädels? Hahaha so wird das natürlich nichts. Du
kannst versuchen noch in den Keller zu ziehen, aber mit 20 ist das
bissle spät. Sowas muss früher kommen.
Schau doch mal ob es in deiner nähe ein Hackerspace gibt. Gemeinsam
basteln macht spaß. Ansonsten denke dir ein Projekt aus (z.B Pflanze
wird gegossen wenn zu trocken) und suche dir Informationen dazu im
Internet.
Lari_ssA94 schrieb:> Vielen Dank für die Antworten Jungs :)>> Ich bin 20 Jahre alt und habe überhaupt keine Vorkenntnisse :/
Würde ich dadurch kein Geld verdienen würde ich mir das sicherlich nicht
antun. Es gibt doch tausendmal bessere Sachen als dieses Nerdzeug....
Warum holst du dir nicht einfach erstmal einen Experimentkasten, der
auch für Kinder geeignet ist?
Das ist kein Witz, mit so etwas werden dir wirklich von NULL an
Kenntnisse vermittelt, auf die du dann aufbauen kannst.