Kondensator mit Netzspannung laden

OP #3704566
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Hallo
Ich wollte fragen, was ich benötige um einen Kondensator mit 230 V 
wechselspannung aufzuladen?
Reicht es, ihn mit einer 1N4007 Diode in Reihe zu schalten? oder brauch 
ich noch einen Widerstand? Wie groß müsste der sein? Passt die Diode 
überhaupt?
Der Kondensator: 6600uF 400V
Danke im Voraus
Gast #3704652
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Wie wäre es mit gesundem Menschenverstand?
Wielange dauert es, bis dein Kondensator mit deinem Entwurf geladen ist?
Wieweit fliegen dabei die Brocken?
Wozu willst du überhaupt soetwas wagen?
#3704662
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Ich wäre ganz ohne Last auch deswegen vorsichtig, weil der Elko zwar 
rechnerisch mehr Spannung verträgt als die gleichgerichtete Netzspannung 
liefert - rechnerisch! Da aber jede kleine Spitze mit gleichgerichtet 
wird, dürfte es nicht allzu lange dauern, bis auch die 450 Volt nicht 
mehr ausreichen.
#3704672
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Roman B. schrieb:
> Reicht es, ihn mit einer 1N4007 Diode in Reihe zu schalten? oder brauch
> ich noch einen Widerstand? Wie groß müsste der sein? Passt die Diode
> überhaupt?
1) Ja, aber nicht verpolen
2) Ja
3) Min 325Ω
4) Ja

Gerald G. schrieb:
> Gespeicherte Energie im Kondensator:
> E =0,5 C U^2 = 0,5 * 0,006  230  230 * 2 = 350J
>
> Das entspricht der Energie eines 9mm Projektils
Oder 3/100 einer Erdnuss
Gast #3704693
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Thomas O. schrieb:
> Und welche Energie hat ein 7, 62mm Projektil?

Kaliber   Masse des Projektils   Mündungsgeschwindigkeit 
Mündungsenergie
9x19 mm Parabellum             ~7,5 g (~0,0075 kg)   ~340 m/s   ~434 J
.45 ACP                       ~12 g (~0,012 kg)   ~235 m/s   ~331 J
5,56x45 mm NATO (.223 Rem.)    ~3,5 g (~0,0035 kg)   ~1000 m/s   ~1750 J
7,62 x 51 mm NATO              ~24g                   ~790m/s    ~3500 J
12,7x99 mm (.50 BMG)           ~46 g (~0,046 kg)   ~800 m/s  ~14.720 J
#3704813
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Harald Wilhelms schrieb:
> Ich denke, Hilfe zum Bau eines elektrische Stuhls wirst Du Dir
> in anderen Foren suchen müssen.
Ich denk die Erdnuss mit der 33 fachen Energie ist gefährlicher, 
weltweit sterben sicher mehr an einer Erdnuss als durch eine 
Kondensatorbank.

Eine einfache 60W Glühbirne, falls es das noch gibt, eignet sich super 
als Vorwiderstand. Die ist sogar dafür gebaut dauerhaft an 230V 
betrieben zu werden und man kann von der Helligkeit ungefähr auf den 
Ladezustand schließen.
Gast #3704824
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Max H. schrieb:
> Eine einfache 60W Glühbirne, falls es das noch gibt, eignet sich super
> als Vorwiderstand. Die ist sogar dafür gebaut dauerhaft an 230V
> betrieben zu werden und man kann von der Helligkeit ungefähr auf den
> Ladezustand schließen.

Genau, und wenn der Kondensator endlich voll geladen ist geht die Birne 
wieder aus. Wieviele Minuten dauert soetwas?
Gast #3704980
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Ein Widerstand zur Strombegrenzung braucht nicht besonders spannungsfest 
zu sein. Ich glaube, ein 1/4W hat 400V.

Jochen Fe. schrieb:
> Da aber jede kleine Spitze mit gleichgerichtet
> wird, dürfte es nicht allzu lange dauern, bis auch die 450 Volt nicht
> mehr ausreichen.

Das geht schon. In allen Schaltnetzteilen sind solche mit 450V drin.
Gast #3706100
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Kannst du dir vorstellen, das dieser Begriff auch ohne Zusammenhang mit 
Religion in der Deutschen Sprache vorkommt?
Z.Bsp., "Ich glaube, hier will mich jemand ärgern!".
Und ich bin faul, wenn ich die Faulheit anderer unterstützen soll.
Deshalb krame ich nicht ein Datenblatt hervor, wo das steht.
Vor 15 Jahren hab ich das gemacht. Und seitdem weiß ich, das man im 
Netzeingang zum entladen einen axialen R mit 1/4 W nehmen kann.
Bei SMD 1206 braucht man zwei, da ich "glaube", die haben nur 200V 
Spannungsfestigkeit.
#3706567
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Michael_ schrieb:
> Jochen Fe. schrieb:
>> Da aber jede kleine Spitze mit gleichgerichtet
>> wird, dürfte es nicht allzu lange dauern, bis auch die 450 Volt nicht
>> mehr ausreichen.
>
> Das geht schon. In allen Schaltnetzteilen sind solche mit 450V drin.

Der Ersteller des Threads läßt den Ladeelko unbelastst. Bei einem 
Schaltnetzteil wird der Ladeelko belastet. Erst lesen, dann krähen...
#3706631
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Jochen Fe. schrieb:

>>> Da aber jede kleine Spitze mit gleichgerichtet
>>> wird, dürfte es nicht allzu lange dauern, bis auch die 450 Volt nicht
>>> mehr ausreichen.

Die theoretische Spannung beträgt 325V. Früher hielt man da
400V-Cs für ausreichend. Später (möglicherweise wegen zunehmend
verseuchter Netze) hat man auf 450V erweitert. Ich denke, da wird
man für diemeisten Anwendungen genug Reserve haben.

>> Das geht schon. In allen Schaltnetzteilen sind solche mit 450V drin.

> Der Ersteller des Threads läßt den Ladeelko unbelastst. Bei einem
> Schaltnetzteil wird der Ladeelko belastet. Erst lesen, dann krähen...

Und was macht das für einen Unterschied? Höchstens 1,4V
#3706786
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Gegenfrage: Warum wird Suege und Burst bei der EMV mit bis zu 2 KV für 
normale Geräte getestet?
Wer sich das Netz mal mit einem guten Analysator anschaut, wird eine 
Menge Sachen bemerken, die aus dem erwarteten Rahmen fallen. 
Rundsteuersignale sind da noch die harmloseste Form!
#3706956
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Marian B. schrieb:
> ochen Fe. schrieb:
>> Der Ersteller des Threads läßt den Ladeelko unbelastst. Bei einem
>> Schaltnetzteil wird der Ladeelko belastet. Erst lesen, dann krähen...
>
> Es sei denn es ist im Leerlauf. Was dann?

Dann hängt immer noch die Schaltung dran. In diesem konkreten Fall hängt 
gar nichts dran.

Das macht einen - entscheidenden - Unterschied!

Wie wäre es mit einem Selbstversuch?
Einen Brückengleichrichter aus je 2 1N4007 in Serie aufbauen, und einen 
Elko dran. Wenn die Kiste den Einschaltstromstoß überleben sollte, dann 
hat man eine nette Zeitbombe. Ich hätte da noch ein paar Elkos 2200µF 
450V abzugeben - wer möchte es versuchen? ;-)
Persönliche Seite #3706992
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Jochen Fe. schrieb:
> Marian B. schrieb:
>> ochen Fe. schrieb:
>>> Der Ersteller des Threads läßt den Ladeelko unbelastst. Bei einem
>>> Schaltnetzteil wird der Ladeelko belastet. Erst lesen, dann krähen...
>>
>> Es sei denn es ist im Leerlauf. Was dann?
>
> Dann hängt immer noch die Schaltung dran. In diesem konkreten Fall hängt
> gar nichts dran.
>
> Das macht einen - entscheidenden - Unterschied!
>
> Wie wäre es mit einem Selbstversuch?
> Einen Brückengleichrichter aus je 2 1N4007 in Serie aufbauen, und einen
> Elko dran. Wenn die Kiste den Einschaltstromstoß überleben sollte, dann
> hat man eine nette Zeitbombe. Ich hätte da noch ein paar Elkos 2200µF
> 450V abzugeben - wer möchte es versuchen? ;-)

Wetten das bei normgerechten* Aufbau nix passiert?

* bleeder!
#3707021
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Es gibt in der Praxis die Überspannungsableiter ("Varistoren") vor dem 
Gleichrichter, wie auch einen NTC, dazu Y2 und X2-Kondensatoren, um die 
Auswirkungen von großen Pulsen auf der Netzspannung wegzufiltern oder zu 
neutralisieren.
Hier war aber nicht die Rede davon. Netzspannung - so wie sie kommt - 
gleichrichten und im Elko sammeln.
Das geht nicht gut!

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