Ein kleiner Tipp für's nächste Mal: Das sinnvollste Backup, welches ich
je implementiert habe, ist Teil eines jeden meiner Makefiles. Nach jedem
(!) erfolgreichen Compilerlauf macht es ein einfaches Delta-Backup.
Unter Unix genügen dafür find, cpio und bzip2 bzw. gzip. Die
gepackten Daten gehen mit einem Zeitstempel in eine dediziertes
Verzeichnis. Durch eine geeignete Verzeichnisstruktur und geeignete
Filter lässt sich erreichen, dass nur manuell erstellte Dateien
gesichert werden. Ein solches Backup ist kaum größer als ein paar
Dutzend Kilobyte, benötigt nur Bruchteile von Sekunden und hat mir schon
so manche Kopfschmerzen erspart, denn es passiert immer wieder, dass man
mal etwas versehentlich löscht oder eine experimentelle Version wieder
haben möchte, die es nicht bis ins Repository geschafft hat. Ab und an
kann man auch ein Full-Backup manuell anstoßen. Lege das
Backup-Verzeichnis auf eine separate Festplatte, einen USB-Stick oder
eine SD-Karte und Du bist auch gegen Plattenausfälle gewappnet. Der
heute in jedem Rechner vorhandene SD-Slot ist dafür bestens geeignet,
darin kann die Karte auch bei einem Notebook ständig stecken, ohne dass
sie stört. Kauf Dir zwei, drei oder vier Karten, die Du einmal die Woche
wechselst und Du hast eine schon fast professionelles Backup Lösung.
Wenn Du willst, kannst Du die Daten ab und zu auf CD archivieren, auch
bei intensiver Programmierung ergibt das bei geschickter Filterung nur
alle paar Wochen eine CD. Für dieses Mal nützt Dir das zwar nichts mehr,
aber der nächste Datenverlust kommt bestimmt und dann gilt wie immer:
Ein Backup ist kein Backup!