wir schmeißen mal einen Föhn in die Badewanne.

OP #3710087
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Hey,

hier lief gerade die Sendung "Auf Streife" in der Glotze - ja no comment 
- meine Freundin schaut den Schund immer. Ein Thema in dieser Sendung 
war, dass irgendwie zwei Kinder gespielt haben und der eine dem anderen 
einen Föhn in die Badewanne reingeworfen hat.

Und da ging das Thema bei uns los. Ich bin nämlich der Meinung, dass 
nichts passieren kann, wenn man den Föhn bei uns in die Wanne reinwerfen 
würde.

Wir wohnen in einem neuen EFH, in dem die Steckdosen mit 16A abgesichert 
sind und - getrennt davon - die Lampen mit 10A. Sowohl für das Licht als 
auch für die Steckdosen werden Fi-Schalter verwendet - getrennte. Also 
wenn der FI für die Steckdose im Bad auslösen würde, würde das Licht 
weiter brennen und auch die Glotze im Wohnzimmer.

Gehen wir dann mal weiter in Richtung Badewanne. Die Badewanne ist aus 
Kunststoff und auch das Abwasser-Rohr ist aus Kunststoff. Also mehr als 
einen dünnen Wasserfilm zur Kanalisation gibt es nichts, was den Strom 
leiten kann. Und die Wasser-Zuleitung? Die ist ebenso aus Kunststoff, 
wird aber sicher irgendwo bei den Nachbarn geerdet sein. Aber das sind 
dann sicherlich mehr als 200m Wasser über ein dünnes Rohr.

Deshalb würde ich schon sagen, dass es ungefährlich ist, wenn man bei 
uns einen Föhn in die Wanne reinwerfen würde.

Was meint ihr?
Persönliche Seite #3710124
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Filth __ schrieb:
> Das sind Kupferleitungen.

Können sein. Können aber auch aus Kunststoff, Edelstahl, verzinktem 
Stahl oder sogar Blei sein, und auch aus Kunststoff mit Aluminium-Kern.

Auf eine Leitfähigkeit der Leitung kann man sich bei Kunststoff und auch 
bei Kunststoff mit Metallkern nicht verlassen, deswegen wird in solchen 
Systemen, wenn sie fachgerecht ausgeführt werden, eigens eine 
zusätzliche Erdungsleitung eingebaut, um Badewannen etc. erden zu 
können.
#3710158
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Ich bin aber der Meinung, daß man Badewannen und Duschtassen schon seit 
geraumer Zeit nicht mehr erdet, Stichwort: Tod durch Schutzmaßnahme. 
(Liegt aber sicher daran, daß es zu der Zeit, als das gemacht wurde, 
eher unüblich war FI, oder neudeutsch RCD, einzubauen)

bei Kunststoff ist es sowieso nicht möglich.

Was passiert denn, wenn der Fön in die Wanne fällt?
Der FI kann nicht auslösen, es gibt ja keinen Erdableitstrom (anders bei 
der geerdeten Wanne, dort würde er auslösen)
Die Leitfähigkeit von Wasser wird nicht ausreichen, um den Abschaltstrom 
für die 16A Sicherung zu generieren. Also tippe ich mal drauf, daß der 
Fön einfach weiterläuft bis der Motor seinen Geist aufgibt und dann hat 
man noch einen Tauchsieder.
Jetzt müsste man mal die entstehende Feldstärke berechnen 
(angesprochenes Stichwort Spannungstrichter) um herauszufinden, wie nah 
der Föhn an das Herz kommen muss um hier schaden anrichten zu können.
Gast #3710369
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Harald Wilhelms schrieb:
> Solange das Emaille nicht defekt ist, sollte es da auch keine
> leitende Verbindung mit dem Wasser geben.

Die kapazitive Kopplung über die große Fläche sollte auch was bringen. 
Funktioniert schließlich beim Phasenprüfer ähnlich.

Dann ist aber immer noch die Frage, ob der Strom einfach abfließt, oder 
durch den Körper fließt. Das hängt von so vielen Faktoren ab 
(Wassertemperatur, Salzgehalt, reingepullert, Material der Wanne, 
Material des Abflusses, Material des Zulaufs, geerdet oder nicht, Aufbau 
des Föns, Lage des Körpers in der Wanne), dass man da keine 
allgemeingültige Aussage treffen kann.

Letztes Jahr gabs ne Meldung, dass sich zwei Kinder in der Wanne mit 
einem Fön umgebracht haben. Andererseits hat ein Mann versucht, seinen 
Vater mit einem Fön in der Wanne zu töten, und es hat bei zwei Versuchen 
nicht geklappt.

Die Mythbusters haben das vor einiger Zeit mal versucht, aber a) für 
amerikanisches Stromnetz, da ist anscheinend ein FI am Stecker eines 
Föns inzwischen Vorschrift, und b) sehr dilettantisch umgesetzt.
#3710431
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Ich denke, wenn es ein tödlicher Unfall war, wollte die sich in der 
Badewanne befindliche Person sicher aus der Wanne retten. Man sieht, wie 
ein laufender Fö(h)n Richtung Badewasser fliegt, dabei erschrickt sicher 
jeder, wenns nicht geplant ist. Also versucht man, so schnell es geht 
rauszukommen aus der Wanne. Und da brauchst du nur das richtige 
anfassen, wie die Armatur, wenn sie denn gut geerdet ist. Wenn man ruhig 
drin sitzen bleibt, sollte eig nichts passieren. Aber man braucht eben 
eine zweite Person, die den Strom abstellt. Ist diese nicht da, muss der 
Fö(h)n eben Kreise ziehen, bis er durchbrennt. Obwohl, einfach am Kabel 
ziehen sollte auch gehen..


Dennis
#3710443
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Das ist eine interessante Frage, die bis jetzt noch keiner so richtig 
beantworten konnte, den ich gefragt habe.

Angeblich sollen ja auch bei einem elektrischem Durchlauferhitzer die 
Heizwendeln direkt im Wasser liegen, frei nach dem Motto, der Strom 
nimmt den Weg des geringsten Wiederstandes.

Vorstellen kann ich mir das zwar nicht, aber Abbildungen wie auf dieser 
Seite: 
http://www.sbz-monteur.de/2013/03/08/wie-funktioniert-ein-elektrischer-durchlauferhitzer/ 
würden dafür sprechen.

Ich habe noch nie einen Durchlauferhitzer zerlegt.

Vielleicht ist ja hier jemand der dies schonmal gemacht hat!
#3710481
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DL Erhitzer & Co sind natürlich isoliert, sonst könnte man ja gleich 
zwei Elektroden anstatt des Heizdrahtes nehmen.

Außerdem,.. der FI bleibt ja normalerweise drinnen,.. nur bei 
Isolationsdefekt nicht mehr. Und ja,.. zerlegt habe ich so ein Ding mit
Keramikheizpatrone auch schon mal. Da waren jeweils abwechselnd Kanäle 
mit Wasser und mit Heizdraht, strinseitig mittels Gummidichting 
getrennt,..
#3710524
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Sven L. schrieb:
> Vielleicht ist ja hier jemand der dies schonmal gemacht hat!

Manche Durchlauferhitzer zerlegen sich selbst.
Natürlich ist da ein blanker Draht drin, aber auch Trinkwasser definiert 
geringer Leitfähiglkeit und am Ein- und Ausfluss geerdete Metallrohre. 
Es kommt keinerlei Potentialdifferenz nach rraussen und damit keinerlei 
Strom.

Im Badewasser könnte Badesalz sein, das natürlich für deutlich mehr 
Leitfähigkeit sorgt. Allerdings fliesst der Strom von einem Pol zum 
anderen Pol, also im Fön. Er nimmt eher ungern den Weg durch die Löcher 
des Gehäuses nach draussen und dann noch durch den menschlichen Körper 
bis er, ja wo eigentlich, im Abfluss? landet. Dann fliegt auch der FI.

Bei einer Kunststoffbadewanne gibt es keinen geerdeten Abfluss, da löst 
der FI nicht aus und die Sicherung vermutlich auch nicht. Es gibt aber 
auch keinen Grund für den Strom, aussen um den Fön drumrumzufliessen. In 
der Nähe des Föns sind Potentialdifferenzen und die grossflächig feuchte 
Haut bewirkt sicherlich daß der Strom im Körper genau so weiterfliesst 
wie im Wasser, aber den Anteil ist schon sehr gering. Nun, 50mA reichen 
auch. In die Nähe von dem Fön würde ich nicht greifen.
Gast #3710608
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> Bei einer Kunststoffbadewanne gibt es keinen geerdeten Abfluss, da löst
> der FI nicht aus und die Sicherung vermutlich auch nicht. Es gibt aber
> auch keinen Grund für den Strom, aussen um den Fön drumrumzufliessen.

Für (u.U. auch) stärkeres Kribbeln einer ggf. in der Bütt sitzenden 
Person reicht es wahrscheinlich aus.
Diese Person kommt dann womöglich auf den Gedanken, die Badewanne 
schnell zu verlassen, und greift an die metallene Armatur ... , dann 
löst der FI aus, falls vorhanden.
#3711206
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Andere Frage:
Als wir vor 1 1/2 Jahren das Bad renovierten meinte der Eli, dass 
Wasseranschlüsse und Heizung an den Potenzialausgleich angeschlossen 
werden müssen. Er hat mir damals extra Schellen gegeben, und ich habe 
brav die beiden Rohre zur Wannenarmatur und die Heizung mit einem 4mm² 
gelb/grün verbunden, das dann zur Pot-Schiene geht.
Nun mussten wir leider dieses Jahr die gesamten Wasserleitungen im Haus 
tauschen, und haben jetzt Kunststoffrohre.
Wie schaut es da nun mit einer möglichen Erdung aus?
Oder entfällt die einfach?

Grüße,
Andario
#3712934
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J. Ad. schrieb:
> Teo Derix schrieb:
>> Manuel K. schrieb:
>>> DL Erhitzer & Co sind natürlich isoliert, sonst könnte man ja gleich
>>> zwei Elektroden anstatt des Heizdrahtes nehmen.
>>
>> Uh, Ihr Ahnungslosen.
>> http://www.stiebel-eltron.de/warmwasser/informiere...
>
> Chic: Falls mal Salzwasser ins System kommt, kann man gleich mit der
> Elektrolyse beginnen.

Hmmm, Elektrolyse funktioniert mit Wechselspannung nicht so besonders...
Moderator #3712976
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Läubi .. schrieb:
> Seid mal lieber vorsichtig wenn ihr am Laptop sitzt und ein BILLIG
> Ladegerät nutzt, bloß nicht die Kopfhöhrer aufsetzen!!!
> 
http://www.n-tv.de/panorama/Frau-stirbt-durch-Stromschlag-am-Laptop-article13109986.html

Zitat:

  "Der Laptop war über einen USB-Stecker an die Steckdose angeschlossen"

Wie hat die gute Frau den da nur hineingekriegt? :)
#3713018
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Yalu X. schrieb:
> Zitat:
>
>   "Der Laptop war über einen USB-Stecker an die Steckdose angeschlossen"
>
> Wie hat die gute Frau den da nur hineingekriegt? :)

Abgesehen davon, dass der Autor warscheinlich einfach falsch geschrieben 
hat, z.B. ein Chromebook wird tatsächlich per USB geladen ;-)

Ob das jetzt nur ein Kabel, oder ein Netzteil ist, spielt Hans Muster 
keine Rolle ;-)

Übrigens, ich hatte ein Fujitsu Siemens Tablet, T4010, zum Akkuladen per 
original Netzteil an die Steckdose gehängt.
Auf einem Informatiktisch (Schule), welche geerdet ist, ein Eisengestell 
mit Holzplatten.

Bei meinem Notebook waren die Ecken etwas abgenutzt, eigentlich silbern, 
kam da ein brauner Plastik hervor, der irgendwie leitend war (irgend so 
eine Schirmung).

Beim Anfassen des Notebook, und gleichzeitigen Berühren des 
Eisengestells war da ein etwas unangenehmes Kribbeln ;-)

Hätte meiner Meinung nach nicht sein dürfen...


mfg Andreas
#3713022
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Wenn ich einmal aus dem Nähkästchen plaudern darf: Wärend meiner 
Zivizeit (bei der Drogenhilfe) hattet sich ein Client von mir versucht 
mit der Bekannten Fön-Badewanne-Nummer das Leben zu nehmen. Das 
einzigste was in seinem Fall passiert war das Fliegen der FI. Die 
Badewanne war schon etwas älterne Jahrgangs und def. aus Metal, über die 
Erdung kann ich leider nichts genaues sagen, da aber die FI zuverlässig 
gearbeitet hab, nehme ich eine niederohmige Erdung an. Glück für meinen 
Clieneten, mehr Arbeit für unseren Psychologen...

Mein Prof. hat in Schutzmaßnahmen eine Arbeit vorgestellt, warum 
Badewannen nicht mehr geerdet werden sollten. Eine isolierende Wanne 
(Kunstoff) wurde dabei vorausgesetzt. Leider fällt mir der Titel nicht 
mehr ein und im Skript steht kein Verweis, falls er mir einfallen sollte 
teile ich geren.

Gerade gefunden:

http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/0925/badewanne.jsp
#3713494
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dumdi dum schrieb:
> Teo Derix schrieb:
>> Ein dokumentierter, tödlicher Unfall mit 12V ist(war) mir bekannt!
> Mehr Details bitte. AC oder DC? Und wie?

Details is gut, das ist ca. 40Jahre her :)

Gartenpartie, 12V DC Garteneisenbahn, Partie Diskussion - sind 12V 
gefährlich. Besitzer macht Scherze und lacht, legt sich mit nacktem und 
verschwitztem Oberkörper, quer über die Schienen. Versammelte Mannschaft 
lacht über die vermeintlich gestellten Verrenkungen. Bis einer 
geschnallt hat, das da was nicht stimmt, hat sein Hertz schlapp gemacht.
#3724875
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Der Kribbeleffekt bei zweipolig (mit Eurostecker) angeschlossenen 
Schaltnetzteilen hat einen ganz prosaischen Grund: Dort wird mittels 
zweier Kondensatoren ein künstlicher Bezugspunkt zwischen den beiden 
Polen des Netzanschlusses geschaffen, und oft wird dieser auch 
sekundärseitig als Masse hergenommen, wohl aus EMV-Gründen. Die 
Kondensatoren sind (hoffentlich) so dimensioniert dass keine 
Gesundheitsgefährdung entsteht...
Gast #3725089
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Läubi .. schrieb:
> Seid mal lieber vorsichtig wenn ihr am Laptop sitzt und ein BILLIG
> Ladegerät nutzt, bloß nicht die Kopfhöhrer aufsetzen!!!
> 
http://www.n-tv.de/panorama/Frau-stirbt-durch-Stromschlag-am-Laptop-article13109986.html

Original Artikel: 
http://www.theage.com.au/nsw/warning-over-usb-chargers-after-woman-dies-from-apparent-electrocution-20140626-zsngd.html

Im Artikel Video sind ein paar Bilder.
#3725108
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OK, bevor jemand meine Erklärung dazu wie es einige LEGITIME Netzteile 
missverstanden wird: Es gibt auch einiges an Billignetzteilen bei denen 
diese Schaltung NICHT betriebssicher aufgebaut ist oder im allgemeinen 
Kriechstrecken nicht eingehalten werden. Wobei die meisten Kopfhörer 
wohl von sich aus genug Isolation bieten sollten .. ausser vielleicht 
ein Ohrhänger mit einem Metallsieb als Abdeckung, da könnte ggf die 
Luftstrecke zwischen den Lötstellen und dem Sieb durchschlagen... wobei, 
wenn das ganze durch eine Netztransiente von tausenden Volt verursacht 
wurde könnte auch die Isolation des Kabels aufgeben (die ich niemals 
absichtlich mit 230V beaufschlagen würde - aber wahrscheinlich würde sie 
saubere 230V sogar halten.)

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