Auslösecharakteristik (Selektivität) von Feinsicherungen

Hi alle zusammen
Um zu erreichen das der LS-Schalter der Installation nicht auslösen 
muss, sind natürlich DESSEN auslöse werte zu vermeiden.
B-16 ist klar definiert.

Um sich mit den Schmelzsicherungen genauer vertraut zu machen, empfehle 
ich den Artikel

http://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzsicherung

einmal genauer zu studieren.

Hierbei werden Dir die Grundidee und die grundsätzlichen Eigenschaften 
der Schmelzsicherung recht genau erläutert.

Ahoi von hier aus
Ja, mit Feinsicherungen kannst du verhindern, dass der B 16 A auslöst.
Dabei solltest du aber deine Anforderung an dieser Sicherung bedenken. 
Z.B. Wie hoch der Einschaltstrom? Denn es gibt bei den Feinsicherungen, 
Träge, Mittelträge, und Flinke Sicherungen. Zu erkennen, dass auf der 
Feinsicherung vor der Stromangabe ein T, M oder F aufgedruckt ist.
Karl Winkler schrieb:
> kann ich mit einer Feinsicherung (5A

Da gibt es nicht nur 5A als Parameter. Davon gibt es verschiedenste 
Modelle: flink, träge...Nicht nur B16, auch Feinsicherungen sind 
spezifiziert. Also Beide Spezifikationen vergleichen.

Darum sollte man ja auch Sicherungen nicht durch irgendetwas mit 
ähnlicher Amperezahl austauschen, sondern eines mit identischen 
Eigenschaften nehmen.
Gast
Karl Winkler schrieb:
> Es ist mir schon klar, dass es flinke, träge, mittelträge,... Modelle
> gibt. Aber welche muss es für den Fall sein, dass der B16 Automat nicht
> auslöst? Reicht 5A mittelträge oder muss es flink sein?

Das bestimmt nicht der Automat, sondern die Schaltung die geschützt 
werden soll.
Da hab ich mir noch nie Gedanken gemacht und werde es auch nicht, 
solange man nicht in den Bereich des Automaten kommt.
Feinsicherungen größer 10A sind sicher selten.
Die größten, die mir über den Weg gelaufen sind, waren in einer 
Microwelle mit 8A und 10A MT.
Bei 5A muß man sicher mehr beachten als nur die Sicherung allein.
Gast
Folgendes ist aus Wikipedia:

Eng mit der Auslösecharakteristik verbunden ist die Selektivität einer 
Sicherungs- bzw. Verteileranlage: Es muss vermieden werden, dass z. B. 
die Hauptsicherung bei Kurzschluss oder Überlast eher anspricht als die 
untergeordnete Sicherung im defekten Stromkreis. Daher müssen die 
Sicherungen hinsichtlich ihres Ansprechverhaltens aufeinander abgestimmt 
sein.

Bei Sicherungen für Verbraucher mit hohem Einschaltstrom ist der 
I²t-Wert (Durchlassenergie, Integral des quadrierten Stromes über die 
Zeit, kurz Schmelzintegral oder Stromintegral) wichtig. Es beschreibt 
bei Multiplikation mit dem ohmschen Widerstand der Sicherung denjenigen 
Energiewert, der gerade noch nicht zur Auslösung führt: die 
Wärmeleistung (Stromwärme) am Sicherungselement hängt vom Quadrat des 
Stromes ab und führt innerhalb einer bestimmten Zeit zu einer 
bestimmten, die Auslösung bewirkenden Temperatur.

Der I²t-Wert sollte bei der Dimensionierung von Schmelzsicherungen nie 
ganz ausgeschöpft werden, da diese sich während vieler solcher 
Einschaltzyklen mit der Zeit thermisch bedingt verändern und ggf. 
vorzeitig ansprechen.

Hier der ganze Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzsicherung
Och, das geht auch mit mehreren Sicherungen auf einen Streich. 
Selektivität hin oder her...

Dreifach-Steckdose mit 1m 1,0² direkt an Schrank-Steckdose in UV 
angeschlossen (0,2m 2.5²). Diese Steckdose mit B16 Automat und RCD 
40/0,03A abgesichert. Zuleitung zur UV sind 15m 5x10². Im Hauptverteiler 
hinter dem Zähler ein 3~ C50 Automat als Vorsicherung. Um das alles 
auszulösen muß man nur einen Baustrahler mit 800W zu langsam aus der 
Dreifach-Steckdose ziehen. Wenn dann der Lichbogen am Außenleiter 
führenden Kontakt zu PE rüberzündet, reicht das locker aus, um beide 
Sicherungen und den FI zu triggern.

Ach, der SLS mit 63A vor dem Zähler hat nicht ausgelöst.

Carsten
Gast
>kann ich mit einer Feinsicherung (5A) am Netzanschluss eines Gerätes
>verhindern, dass bei einem Defekt des Gerätes (Kurzschluss) der B16
>Leitungsschutzschalter der Hausinstallation auslöst?

Sonntags: Ja

In der Woche: Eventuell

Das Problem ist nämlich folgendes: Du (5A) bist oft nicht allein. Ziehen 
die anderen Verbraucher, hinter der gleichen Sicherung, nämlich bereits 
13A, so reichen (theoretisch) 3 weite Ampere aus um Dich im Dunkeln 
stehen zu lassen.
Egal ob Du nun träge, mittelträge, flinke oder gar super flinke 
Sicherungen verwendest.
MaWin schrieb:
> Carsten Wille schrieb:
>> Wenn dann der Lichtbogen am Außenleiter führenden Kontakt zu PE
>> rüberzündet,
>
> Häh, wie viel tausend Volt hast du in deiner Elektroinstallation?

Ganz normale 230V, mehr nicht. Habe das auch erst nicht als Ursache 
gesehen. Aber der absichtlich langsam durchgeführte Aussteck-Versuch hat 
das selbe Ergebnis produziert. Die billige Dreifachsteckdose mit 45° 
gedrehten Steckplätzen war natürlich danach ein Fall für den 
Elektroschrott.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 12 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.