Gast
#3735690
Bei der PIN-Diode im Vorwärts-Betrieb hängt die stationäre Ladungsträgerkonzentration im intrisischen Gebiet vom Biasing-Strom ab. Folglich kann der Widerstand für ein hochfrequentes Signal in gewissen Grenzen über den Gleichstrom eingestellt werden. So weit, so gut. Weshalb aber werden PIN-Dioden als HF-Schalter eingesetzt? Wofür benötige ich das I-Gebiet? Wieso kann ich nicht einfach eine normale Diode nutzen, verschaltet wie in der Skizze zu sehen ist? Meine Überlegungen dazu: In grober Näherung kann ich die Diode im Vorwärtsbetrieb durch eine konstante Spannungsquelle modellieren. Kleinsignalmäßig habe ich dann eine perfekte Leitung und insgesamt einen Hochpass durch die äußere Beschaltung. Bei der PIN-Diode hätte ich aber einen endlichen Leitwert, der für große Werte auch noch ein stromfressendes Biasing benötigt. Und sperren tuen beide Dioden-Typen beim Reverse-Biasing. Die Schaltgeschwindigkeit von PIN-Dioden ist bekanntermaßen sehr beschränkt. Außerdem ist der R_ON-Widerstand naturgemäß höher als bei einer normalen Diode. Das schreit doch förmlich dazu, eine normale Diode zu benutzen. Wo liegt mein Denkfehler? Viele Grüße Max
