Stator mit Schnur umwickelt?

OP #3740045
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Hallo!

Ich habe vor kurzem einen Motor geöffnet dessen Stator mit einer
Schnur umwickelt war. Sah aus wie ein Garn, habe auch bei google danach 
gesucht. Hab's leider wieder zusammengebaut bevor ich mir dachte hier 
fragen zu können.

Weiß jemand eventuell was das für eine Schnur ist / was sie bezweckt?
Ob das Standard ist? Kann die Schnur sich lösen und dann im Rotor 
verfangen?

Danke schonmal für mögliche Antworten. Vielleicht weiß das jemand aus 
Erfahrung :-)
#3740073
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Ich kenne solche Schnurwicklungen am Rotor von Universalmotoren, die 
direkt neben dem Kollektor die dorthin führenden Drahtenden befestigen. 
Bei den hohen Drehzahlen wird die Fliehkraft an den Drahtenden sehr 
hoch. Die Festigkeit der mit Lack oder Zweikomponentenmasse getränkten 
Wicklung ist beachtlich. Natürlich kann  sich diese Schnur (früher 
Leinenzwirn, heutzutage evtl.sogar Kevlar)lösen, dann ist der Motor 
natürlich sofort hin.

Beim Stator kleiner Maschinen reicht Umwicklung der Spulen mit Band, 
natürlich durch Tränkung verstärkt. Bei Großmaschinen gibt es für die 
Wickelköpfe sogar stützende Halterungen (Stahlrohre) an denen die 
Wickelköpfe mit großer Sorfalt festgebunden werden. Beim Kurzschluss 
großer Maschinen werden die Kräfte an den Wickelköpfen so groß, dass 
sich die Spulen verbiegen.
Gast #3740469
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Bei Motoren die in Staubiger Umgebung laufen (z.B. Bohrhämmer, 
Winkelschleifer) ist die Wicklung zum Teil gepanzert, einfach als Schutz 
vor Abrieb durch aggressiven Staub. Als Schutz kann da auch der Faden 
dienen.
OP #3745299
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>Das Stichwort ist Rotor-Bandagierung.

>Heutzutage wird dazu meistens Kohlefaser oder Edelstahl verwendet.

Hmm also ich will ja nicht pingelig sein, aber bei mir ist es der Stator 
:D
Ich finde auch mit dem Stichwort auch nichts was mit Schnur gewickelt 
ist.
Ich bin fast versucht das Ding nochmal aufzuschrauben ^^
#3745315
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Guten Morgen,

ich denke, du meinst die Wickelköpfe am Stator.
Nach Einlegen der Wicklungen in die Nuten werden die Spulenköpfe einfach 
bandagiert und im Anschluss die komüplette Wicklung/Stator lackiert.
Nach dem Trocknen des Lacks passiert nichts mehr mit der Bandage.

So zumindest haben wir es damals bei goßen Motoren gemacht.

Viele Grüße
Martin
Gast #3746449
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Die Schnur um die Stator-Wickelköpfe fixiert die Position der Drähte. 
Die könnten sich sonst all zu leicht verbiegen und dadurch in den 
Bereich des Rotors geraten.
Eine komplette Hülle habe ich bisher noch nie gehabt. Aber alle größeren 
Asynchronmaschinen hatten eine geknüpfte Bandage aus dünnen Schnüren.

Hier sind ein paar Links wo man vielleicht ein bischen was erkennt:

http://www.risomat.de/deutsch/kapitel_200/seite_270.htm
http://elmotec-statomat.eu/index.php/de/produkte/2011-08-09-12-59-25/bandagieren-einzelmaschinen
http://www.umlauf.org/Elektromaschinenbau
http://www.sema-verband.ch/unterseiten/lehrlingswesen/bsp_ausbildungshandbuch/thermischer.html
http://www.olympmost.cz/de/vyrobky/

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