Hallo, ich wollte euch fragen, ob ihr folgende Idee als realisierbar
anseht:
Zwei Elektroden gehen an einen Differentialverstärker (Batterie als
Versorger), das geht dann an einen Gleichtrichter und an einen
Schmitt-Trigger. Also so, dass das Signal der Elektrode erst verstärkt
wird, da die von Elektroden gemessene Spannung im besten Fall im mV
bereich liegt, dann wird es durch den Gleichtrichter und den
Schmitt-Trigger auf ein konstantes Niveau gebracht, so dass es dann als
Input bei einem Mikrocontroller fungieren kann.
Funktioniert das auch so in der Realität?
MfG
Klar kann man das so aufbauen, kaputt geht wohl nichts.
Ob es dass tut, was es soll wird Dir keiner sagen können, da Du nicht
verraten hast, was Du eigentlich bezwecken willst. "Elektroden" gibt es
viele,zu den unterschiedlichsten Zwecken.
Rate mal mit Rosenthal ...
Könnte sogar funktionieren, es kommt aber schwerstens darauf an was an
den Elektroden wirklich anliegt. Bei was biologischem würde Dir die
Offsetkorrektur noch fehlen.
Neuer schrieb:> Differentialverstärker
Ich vermute mal, du meinst einen Differenzverstärker. Je nach Impedanz
deine Quelle solltest du noch Elektrometerverstärker davorschalten. Die
Kombination gibt es auch fertig in einer IS unter der Bezeichnung
Instrumentenverstärker.
> Offsetkorrektur
Könntest du das genauer erklären? :-)
> "Elektroden"
Naja eine Elektrode ist im physiologischen Bereich ja erstmal nur ein
Leiter, der eben wie beim EKG das Potential messen soll. Kann
theoretisch ein Nickel sein, solang' der leitet, oder nicht?
> Elektrometerverstärker
Auch hier wäre 'ne Erklärung nett :-)
Neuer schrieb:> Naja eine Elektrode ist im physiologischen Bereich ja erstmal nur ein> Leiter, der eben wie beim EKG das Potential messen soll. Kann> theoretisch ein Nickel sein, solang' der leitet, oder nicht?
Ja, beim EKG wäre wohl ein Nickel als Elektrode denkbar. Beim Schweißen
wäre die Elektrode eher aus Stahl mit einer passenden Umhüllung. Um
deine Frage sinnvoll beantworten zu können wäre es aber ganz praktisch
zu wissen, ob es um ein EKG oder ums Elektroschweißen geht (oder um
sonstwas ganz anderes).
Auch was du mit dem Gleichrichter erreichen willst und was der µC
eigentlich auswerten soll, wäre nicht unrelevant. Den Puls eines
Patienten? Oder die Betriebsstunden des Schweißgeräts?
Es geht darum, dass bei einer Muskelkontraktion bzw. Einem ausgelösten
Potential ein Signal an den Mikrocontroller gehen soll.
Was wäre da am besten als Elektrode denkbar? Mit einem Schweißgerät hat
das ganze nichts zu tun
Gleichrichter deshalb: Bei Aktiinspotentialen gibt es sozusagen
Wechselspannung (von -70mV zu 10 mV) und das soll halt einfach mit dem
Schmittrigger und Gleichrichter auf konstantem Niveau gehalten werden,
davor natürlich noch mit Differenzverstärker erhöht werden.
Neuer schrieb:> Gleichrichter deshalb: Bei Aktiinspotentialen gibt es sozusagen> Wechselspannung (von -70mV zu 10 mV)
Verschiebe das Potential einfach so weit, dass du in der
Hyperpolarisationsphase auch eine positive Spannungen bekommst. Ein
Gleichrichter ist da eher hinderlich, weil du dann den Störabstand
zwischen Depolarisation und Hyperpolarisation künstlich verschlechterst.
> weil du dann den Störabstand> zwischen Depolarisation und Hyperpolarisation künstlich verschlechterst
Wieso das? Ich kehre die Polarisation doch nur um...
Neuer schrieb:> Es geht darum, dass bei einer Muskelkontraktion bzw. Einem ausgelösten> Potential ein Signal an den Mikrocontroller gehen soll.> Was wäre da am besten als Elektrode denkbar?
Du willst also ein EMG mit einem Microcontroller aufnehmen, schreib das
doch gleich. ;-)
> Gleichrichter deshalb: Bei Aktiinspotentialen gibt es sozusagen> Wechselspannung (von -70mV zu 10 mV) und das soll halt einfach mit dem> Schmittrigger und Gleichrichter auf konstantem Niveau gehalten werden
Das sagen die Mediziner, die von uns Ingenieuren ein passend
gefiltertes Signal bekommen haben. Schau Dir mal lieber ein real
aufgenommenens EMG an.
Ich glaube nicht, dass der naive Ansatz mit Gleichrichter und
Schmitt-Trigger zum Erfolg führen wird - es gibt zuviele Artefakte und
andere Störquellen.
> Was wäre da am besten als Elektrode denkbar?
Die o.g. Aktionspotentiale sieht man in Reinform nur mit extrem feinen
Nadelelektroden, die in den Muskel gestochen werden. Das würde ich mir
nicht ohne einen Arzt antun wollen.
Man kann zum Experimentieren klassische Klebeelektroden benutzen, die
gibt es auch relativ klein. EKG Elektroden z.B. sollte jede Apotheke
liefern können.
Neuer schrieb:> Wieso das? Ich kehre die Polarisation doch nur um...
Mit einem Gleichrichter kehrst du nur die Polarität des negativen
Signals um. Dadurch wird bei einem typischen Aktionspotential die
Differenz zwischen max. Depolarisations- und max. Hyperpolarisation um
das Doppelte der Hyperpolarisation verringert.
Okay Danke euch! Eine Frage hätte ich noch bezüglich des
Differenzverstärkers: Wie finde ich heraus, um welchen Faktor verstärkt
wird? Und wie sieht es da mit der Stromquelle aus, die verstärkt, wo
wird die angebracht? Danke.