Ich habe mich schon eine Weile mit VLSI Design befasst, vorwiegend mit
digitalen ASICs und kann dazu nur Folgendes sagen:
experte schrieb:
> Liessen sich damit geometrieabhängige Modelle erzeugen, mit denen man
> Laufzeiten untersuchen kann?
Das geht, ja - zumindest mit der Toolchain von Orcad/Cadence.
Tom schrieb:
> Man könnte auch fragen, wozu braucht man einen Autoführerschein,
Nein, denn den braucht jeder. Ich habe ausserhalb von Firmen noch nie
eine solche Software benötigt, weil das Wissen auch weniger in der SW,
sondern in dem Knowhow der Firma und der Applikation steckt. Die anderen
50% sind Knowhow des Herstellers.
> und es muss ja bestimmt ein System dahinter stecken, wie man das
> berechnen kann, ähnlich
Wenn Du "Klötzen" malst, beschreibst Du meistens die Dotierungsregionen
und Metallisierungsregionen beim Full Custom Entwurf. Da gibt es genau
so "Layer" und Vias wie beim PCB-Design. Ein Transitor entsteht z.B.
dadurch, dass man in einem eindiffundierten Gebiet eine
Polysiliziumleitung quer legt. Dort, wo sie das Gebiet kreuzt, entsteht
das gate und fertig ist der MOS-Transistor. 2 komplementäre, einmal mit
p und einmal mit n ergeben einen Inverter u.s.w.
>lernen
Lernen kann man das z.B. an der Technischen Universität Darmstadt
Um auf reale Bauelemente zu schliessen, braucht es noch ein wenig
Technologiekenntnisse, denn die eckig gezeichneten Gebiete sind
hinterher abgerundet, verwackelt und verrutscht und bilden die grossen
Toleranzen in den Schaltzeiten. Die Dotierungen, Geometrien und Längen
bestimmen die Kapazitäten und Widerstände.