Hallo Leute,
ich habe mir einen Systemair-Rohrventilator gekauft (RVK sileo 200E2).
Diesen will bzw. habe ich mit einer Triac-Steuerung fuer etwa 12€ von
Con*ad (Phasenanschnitt) gedimmt. Funktioniert soweit auch, jedoch
brummt der Luefter nun. Koennte ich dies mit einem Kondensator zur
Spannungsglaettung beheben?
Falls nicht, schadet dieses Brummen dem Luefter?
Ich hab noch nie was mit Phasenanschnitt/Phasenabschnitt angesteuert
(und nichts gefunden was mir hilft), sorry fuer meine evtl. doofe Frage
:)
Liebe Gruesse,
Matthias
> Koennte ich dies mit einem Kondensator zur Spannungsglaettung beheben?Nein!
> Falls nicht, schadet dieses Brummen dem Luefter?
Nein, aber den Nerven... .
Matthias schrieb:> Hallo Leute,>> ich habe mir einen Systemair-Rohrventilator gekauft (RVK sileo 200E2).> Diesen will bzw. habe ich mit einer Triac-Steuerung fuer etwa 12€ von> Con*ad (Phasenanschnitt) gedimmt. Funktioniert soweit auch, jedoch> brummt der Luefter nun. Koennte ich dies mit einem Kondensator zur> Spannungsglaettung beheben?> Falls nicht, schadet dieses Brummen dem Luefter?>> Ich hab noch nie was mit Phasenanschnitt/Phasenabschnitt angesteuert> (und nichts gefunden was mir hilft), sorry fuer meine evtl. doofe Frage> :)>> Liebe Gruesse,>> Matthias
Hast den Ventilator GEDIMMT? läuft der jetzt DUNKLER als hell? wow- ein
DUNKEL-Ventilator.. na hoffentlich funkelts bald in der Hausverteilung
heller als bisher.. Viel Spaß...
Autsch ;)
Kondensator bei Wechselspannung, das wird nix. Die schonendste und
dauerhafteste Methode zum Stellen ist mit Spartrafo. Oder mit einem
Motorsteller. Gewöhnliche Dimmer kommen häufig mit induktiven oder
kapazitiven Lasten schlecht zurecht.
Hi,
danke schonmal fuer deine schnelle Antwort :)
Kannst du mir evtl. auch erklaeren warum das eine schlechte Idee ist?
Oder einen Link posten, damit ichs nachlesen kann...
Bei der Grafik zu Phasenanschnitt in Wikipedia sieht das irgendwie so
aus, als wuerde es Sinn machen, die Spannung zu "glaetten"... Irgendwie
versteh ich nicht warums doof ist, und ich wills verstehen :) Hat das
was mit der induktiven Last zu tun?
LG,
Matthias
Wechselspannung läßt sich nun mal nit glätten, dann käme nix mehr raus
:)
Was früher recht gut funktionierte, waren Steller auf Thyristorbasis. In
neuen Anlagen hab ich aber nur noch kleine Umrichter zum steuern
gefunden, das wird dann gleich teuer. Für Kleinlüfter gibts extra dafür
optinierte Triac"dimmer". Mit ein wenig Glück läßt sich das Brummen aber
auch mit LC-Netzfiltern verringern.
Hm, ja, macht durchaus Sinn, da haette ich auch selbst drauf kommen
koennen :)
Hab mir eben einen Stufentrafo gegoennt, Problem geloest. Das brummen
nervt nur und macht mir irgendwie Angst...
Danke allen Nachtschwaermern fuer die echt schnellen Antworten!
Die erste Frage, bevor ich einen Motor steuern / regeln will ist doch:
Was ist das für ein Motor? Sieht erstmal nach ebm/papst aus. Gib doch
mal die Motornummer, ist im PDF schlecht zu erkennen. Wenn es ein
einphasiger Spaltpol- oder Kondensatormotor ist, kann man diesen mit
spannungsfesten Kondensatoren (320V~ X2) von 1µ-4µ7, in die Zuleitung
geschaltet, in der Drehzahl herabsetzen, wenn es es nur darum geht,
Luftstrom und Geräusch zu minimieren. Das geht dann allerdings nicht
stufenlos und es ist auch lastabhängig.
@Knut:
Sorry, das Ding ist grade eingebaut und wird genutzt, den kann ich grad
nicht mehr so einfach rausmachen um nachzugucken.
Ich haette ihn gerne Stufenlos angesteuert, ein Stufentrafo bietet mir
wenigstens ein paar Stufen, was auch noch in Ordnung ist. Via
Kondensator ists mir ein bisschen "zu fest" :)
Trotzdem Danke auch an dich :)
Daniel schrieb:> Wellenpaketsteuerung wäre wohl das Beste, wenn Phasenanschnitt brummt.
Geht mit den Motoren nicht, die jaulen dann. Bei 50Hz gibt es einfach zu
wenige Möglichkeiten, Pakete auszulassen. Hab´s mit einem ähnlichen
Motor getestet.
Conny G. schrieb:> Wäre denn hier PhasenABschnitt keine Lösung?
Nein. Was funktionieren könnte, wäre ein hochfrequenter Chopper mit
aktivem Freilauf. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.
Matthias schrieb:> Sorry, das Ding ist grade eingebaut und wird genutzt, den kann ich grad> nicht mehr so einfach rausmachen um nachzugucken.
Grundsätzlich lassen sich Wechselstrommotore nur sehr schlecht in
der Drehzahl steuern, es sei denn, mit einem Frequenzumformer.
Wenn es bei Dir klappt, hast Du Glück gehabt. Besondere Wünsche
kann man dann icht noch zusätzlich erfüllen. Wesentlich einfacher
geht das mit (12V-)Gleichstrommotoren. Aber dann hat man den Zusatz-
aufwand fürs Netzteil.
Gruss
Harald
Ich hab auch so einen 100mm-20W-Rohreinschublüfter mit einem Dimmer von
Conrad. Der Lüfter läuft seit 7 Jahren ohne Brummen. Allerdings hört man
die Drossel im Dimmer leicht surren. Die Schaltung des Dimmers ist hier:
Beitrag "Re: Dimmer / Phasenanschnitt Fragen"
Hi
Ich nehme mal an, das der Motor ein Asynchronmotor ist. Dann wird es dir
nicht gelingen, das Brumen weg zu bekommen, da er an der Netzfrequenz
"hängt". Wenn du die Spannung durch eine Phasenanschnittssteuerung
reduzierst, bleibt die Netzfrequenz trutzdem bei 50 Hz. Ich nehme mal
an, die scheinbare Drehzahländerung ergibt sich aus Luftwidersatnd und
reduzierter elektrischer Leistung, so das er nicht nur hinter der
Frequenz hinterherläuft, sondern sogar von ihr "überholt" wird. Wenn du
eine brummfreie Regelung möchtest, wirst du einen FU benötigen.
Gruß oldmax
Die Papst-Lüfter neigen durch ihren Aufbau leider extrem zum Brummen. Wo
andere Motoren mit Phasenanschnitt anstandslos laufen, haben diese
Motoren eine ziemlich nervige Geräuschkulisse. Zudem werden sie bei
Phasenanschnitt massiv warm.
Hallo,
das Verhalten der Papst-Lüfter könnte daran liegen, daß es eher 'gute'
Lüfter/Motoren sind. Ein 'guter' Asynchronmotor hat einen niedrigen
Widerstand der Läufer(kurzschluss)wicklung, und eine gute magnetische
Kopplung zwischen Stator und Rotor. Im Nenn-Betriebspunkt, knapp unter
Synchrondrehzahl, sorgt das für geringe Verluste -> Hoher Wirkungsgrad.
Weitab der Synchrondrehzahl hat ein solcher Motor nur wenig Drehmoment,
und verhält sich wie ein sekundär kurzgeschlossener Trafo, also hoher
Strom, der fast vollständig in Wärme umgesetzt wird. Der hohe
(Wechsel-)Strom sorgt in solch einem elektromagnetischen System dann
auch für verstärkte Geräuschentwicklung. Ein Motor mit höherem
Widerstand der Läuferwicklung ist da gutmütiger, hat bei kleinen
Drehzahlen mehr Drehmoment, und der Strom steigt auch nicht so stark an.
Früher, vor dem Siegeszug der Frequenzumrichter, hatten grössere
Asynchronmotoren deshalb auch einen Läufer mit Wicklung und
Schleifringen, um beim Anlauf externe Widerstände in die Läuferwicklung
zu schalten, die dann, wenn die Nenndrehzahl fast erreicht war,
überbrückt wurden, teilweise sogar automatisch, per Fliehkraftschalter.
Da konnte man sich eventuell sogar die Schleifringe sparen, die
Widerstände fuhren einfach auf dem Rotor mit. (Siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/Schleifringläufermotor) Einen
Asynchronmotor, der dafür nicht gedacht ist, durch Verringerung der
Spannung in der Drehzahl zu steuern ist eigentlich Murks. Ich habe zwar
schon käufliche Geräte gesehen, bei denen das gemacht wird, da ist dann
ein entsprechend gutmütiger Motor verbaut, aber der schlechte
Wirkungsgrad ist so halt direkt mit eingebaut. Bei ordentlichen Motoren
sind ein paar % Drehzahlverstellung drin, aber das reicht nicht, um
einen Lüfter leiser zu machen. Vielleicht sollte halt ein besserer =
leiser Lüfter her, eh die Versuche mehr kosten als ein Solcher.
Mit freundlichem Gruß - Martin
Ganz früher gab's bei uns Nachtspeicherheizungen.
Deren Lüfter mit Spaltpolmotor hatten 2 Stellungen:
- "Volle Kraft" (und laut), direkt angeschlossen an die damals 220 V
- "Kleine Kraft", angeschlossen über Leistungswiderstand 100 Ohm
(das funktionierte wg. der quadratischen Lüfterkennlinie)
Der Hersteller hat einen Thyristor Regler zur Drehzahlstellung passend
für den Ventilator (Typ REE), AP oder UP Montage.
Aber wer unbedingt sparen will und einen 12€ Conrad Teil vewenden will
bekommt es halt lauter.
Bis Du dem Entschluss kommst, eine andere Lösung zu suchen:
Leg' bei Gelegenheit die Hand auf Lüfter und Regler.
Das hat keinen spiritistischen, sondern einen thermischen Hintergrund.