Dynamisches Routen währen Platzierung

OP #3779909
Hallo,

Für mich sieht es (In Target) so aus, als wären Platzierung und 
Auto-Routing, Re-Routing getrennte Arbeitsgänge, immer schön 
abwechselnd, so lange Bedarf ist.
Genau genommen macht der Auto-Router nur das, was ich mir bei der 
Platzierung schon gedacht habe. Falls ich mich vertan hab, sortiere ich 
die Bauelement um und lasse erneut routen.
Der Elektra-Router ist in Target sogar ein externes Tool.

Ein Video von KiCad (KiCad Interactive Router, 
https://www.youtube.com/watch?v=CCG4daPvuVI )
lässt vermuten, das dies nicht grundsätzlich überall so ist.

Geht es in in den teuren Target-Versionen auch dynamisch?
Wie sieht das in KiCad wirklich aus?

Ibram
Tarik Torgaddon schrieb:
> Genau genommen macht der Auto-Router nur das, was ich mir bei der
> Platzierung schon gedacht habe.

Schön wärs. Das wäre mal ein Feature was den Markt auf eine PCB Software 
"monopolisieren" würde.
Autorouter nutzt man normalerweise nicht.

Das was du siehst heißt "push and shove". Ohne diese Funktion zieht man 
die Leiterbahn einfach quer über das Bauteil/ die Leiterbahn. Da bewegt 
sich dann nichts
Auch Altium hat einen Autorouter. Der taugt auch nicht. Autorouter sind 
ein trivialst feature fuer die werbung. Damit lockt man Leute an, die 
das tool eh nie benuzten werden. zB chefs.
Die manuelle(!) Bauteile Platzierung macht man iterativ zum manuellen 
(!) Routen.
Gast
Siebzehn Zu Fuenfzehn schrieb:
> Die manuelle(!) Bauteile Platzierung macht man iterativ zum manuellen
> (!) Routen.

Ja. Die Zahl der Iterationen hängt allerdings stark von der Erfahrung ab 
- wenn man das mal 10 Jahre gemacht hat, kriegt man schon auf Anhieb 
eine weitgehend passende Platzierung hin. Also Geduld...

Mit dem Autorouter, der ein professionelles Layout erzeugt, ist es wie 
mit der Kernfusion: seit Jahrzehnten versprochen, aber immer noch nicht 
in Sicht.

Georg
Gast
ES gippt einen guten Router: Specctra!

Der kostet einige 10k€  und ist in der Bedienung umfangreichreich.

Nix für Kellerbastler!

Schon die die passende Konfiguration verschling enorm Zeit. Hab noch ne 
16er Version!

Aber mit dem Handrouten und den guten Funktionen von z.B Altium gehts 
auch fix.

Und wei Vorreder bereits gesagt haben: Plazierung ist die halbe Miete!

Die meisten patschnaschen neulingen meinen sie müssten auf einen Knopf 
drücken und unten kommte ne fertige Platine raus!  Haaaaa....



Juppes
Gast
Das Problem mit dem Autorouter ist, das der Entwickler trotzdem die 
Information über gewünschte Mindestdicken, Abstände, bestimmte Signale 
nur auf bestimme Layer, impedanzkontrolliert, ... dem Programm mitteilen 
muss.
Kein Programm kann diese Informationen bis heute erahnen :-)

Und in der Zeit kann man das selber routen :-)
Dazu kommt noch die Unvollkommenheit der Schemaprogramme in Bezug auf 
Realitaet. Im Schema bleibt GND gleich GND, auch wenn ich viel Strom 
fliessen lasse. In gewissen Faellen, die der Entwicker kennt, ist das 
eben wesentlich. Dasselbe mit RF/EMV. Gewisse Pfade tragen HF und 
sollten nicht stoeren, andere Pfade sind emfindlich auf HF. Das weiss 
der Entwickler auch. Weder besteht die Moeglichkeit zur Eingabe dieser 
Details, noch bestehen Aussichten dies auch beim Layout zu 
beruecksichtigen. Entwicklungen werden auch vereinfacht, wenn die 
Stoerung, GND-Offset resp HF, waehrend der Messeit nicht anliegen. auch 
das weiss nur der Entwickler.

Was es gibt, sind Simulatoren, die mir die Kopplung einer Leitung zu 
einer Anderen berechnen koennen. Die guenstigen Simulatoren gehen von 
einem durchgaengigen GND-Layer aus, die Teuren nicht mehr. Ohne das 
Signal zu kennen ist eine Aussage zur Kopplung aber wertlos. Auch das 
kennt nur der Entwickler.
Gast
Hier wird immer so getan, als seien die ganzen Herren Elektroniker mit 
dem Entwickeln von handgerouteten Edelplatinen beschaeftigt... seid doch 
mal ehrlich: Die meisten von euch muessen automatisch gerouteten Rotz 
produzieren, billige Platinen fuer billige Anwendungen.
Gast
Ende der 80er Jahre durfte ich den Bartels Autorouter kennenlernen, ab 
frühen Alpha-Versionen des von einer Netzliste gesteuerten standalone 
Routers (blay.exe) - ohne eigenen / integrierten schematic entry usw.

Zumindest gemessen an seinen Mitbewerbern der damaligen Zeit generierte 
dieser Autorouter beeindruckende bis überragende Layouts.

Eine interessierte Frage an die heutigen Anwender des Bartels 
AutoEngineer:

Ist das heute noch ähnlich, wurde damals beachtliche Vorsprung 
fortgeschrieben?

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