Für eine Leistungsschaltung, benötige ich eine Glimmerscheibe für die
isolierte Montage von Transistoren im Gehäuse TO-264.
Aus einem mir nicht bekanntem Grund gibt es bei den üblichen Anbietern,
die offensichtlich alle lediglich das Fischer Elektronik Sortiment
wiederspiegeln nur Glimmerscheiben bis TO-247.
Daher meine Frage ob jemand eine Bezugsquelle für diese Glimmerscheiben
hat, möglichst in konstant dünner Ausführung von 10 Mikrometern, zur Not
auch bis maximal 50 Mikrometern. Vorzugsweise mit enthaltenem
Schraubloch und ausreichend überstand zum Gehäuse (z.B. 28*22).
Abnahmemenge wäre zunächst maximal 100, außer der Preis wäre sehr gut,
dann ggf. auch mehr.
Ich würde auch Kapton nehmen (bis 77 Mikrometer), aber die gibt es ja
ebenfalls nicht für TO-264. Auch bei Aluminiumoxid schaut es bei TO-264
düster aus.
Ansonsten:
Für den Fall daß ich einen Hersteller bemühen müßte (mit entsprechenden
Abnahmemengen) wer hat noch Interesse?
Also 100 Stück mit der Schere schnippeln halte ich für sportlich ;-)
Wenns später noch mehr werden, wird die Schere stumpf.
Warum werden die Beiträge nicht ganz gelesen, bevor man(n) antwortet?
Old-Papa
Danke für den Link.
Das Zuschneiden ware vielleicht ggf. noch akzeptabel, aber dazu kommt
noch das Stanzen der Löcher, was aber zur Not auch noch Ginge, ggf.
werde ich sowieso Klammern verwenden. Aber den Klebstoff vom Band zu
entfernen könnte wirklich zu viel warden.
Hat das schon mal jemand gemacht und weiß wie einfach oder schwer das
ist?
Ansonsten ich bin noch auf der Suche. Glimmer oder Kapton ich nehme
beides. Habe mal eine Anfrage an eine Firma für Glimmerscheiben
gestellt, aber ggf. sind denen meine 100 Stück zu wenig.
Habe auch eine Firma für Kaptonisolierscheiben gefunden, werde auch da
mal anfragen. Aber das sind alles Hersteller, gibt es keinen
Kleinvertrieb? Gibt es keinen der diese Gehäuse einsetzt?
Für To-220 / TO-3 gibt es alles obwohl es kaum noch Halbleiter in To-3
gibt. Schon bei TO-247 wird es dünner und bei TO-264 ist Schluß.
Also ich würde mich auf einen eigenen Zuschnitt einlassen zur Not, aber
das mit dem Kleber entfernen, vor allem ohne das Kapton in seinen
Eigenschaften zu beschädigen werde ich wohl lassen, trotzdem Danke.
Old Papa schrieb:> Also 100 Stück mit der Schere schnippeln halte ich für sportlich ;-)
Dann liegt die Betonung Deines Namens wohl auf dem "Old"? ;-)
Schneide meine Isoscheiben sogar von ner großen Rolle ab, also Länge und
Breite. Beim schmalen Tape muss man nur ablängen, da dauern 100 Stk.
keine 5 Minuten...
Frank schrieb:> 10 Mikrometern
Nutze ähnlich dünne Folie, allerdings aus Teflon. Leitet nicht gaanz so
gut wie Polyimid, aber ist weicher. Man kann also die Schraube ganz easy
durchstecken.
0815 schrieb:> Nutze ähnlich dünne Folie, allerdings aus Teflon. Leitet nicht gaanz so> gut wie Polyimid, aber ist weicher. Man kann also die Schraube ganz easy> durchstecken.
Teflon klingt interessant aber auch sehr unkonventionell. Je dünner es
ist desto akzeptabler ist ein etwas höherer Wärmewiderstand.
Mal sehen:
0,24 W/(m·K) von PTFE
0,37…0,52 W/(m·K) von Kapton
ca. 0,5 W/(m·K) von Glimmer
Natürlich nicht so gut wie Glimmer, aber die Dicke ist auch
entscheidend.
Allerdings ist PTFE-Band mechanisch problematisch. Ein elektrischer
Kontakt zum Kühlkörper ist wegen der Weichheit nicht unwahrscheinlich.
Und Du hattest mit Teflon noch keine Kurzschlußprobleme?
Wäre in der Theorie zumindest ideal, weil man keine Paste mehr benötigen
würde.
hinz schrieb:> Frank schrieb:>> Habe mal eine Anfrage an eine Firma für Glimmerscheiben>> gestellt, aber ggf. sind denen meine 100 Stück zu wenig.>> Küpper in Wuppertal?
Nein, bei Richard Jahre in Wilhelmshaven
(http://www.jahre.de/)
Frank schrieb:> Natürlich nicht so gut wie Glimmer, aber die Dicke ist auch> entscheidend.
Glimmer kann man ganz vergessen, zumindest kenne ich das nur ab
vielleicht 200µ oder so. Ist was aus dem vorigen Jahrhundert...
Die Dicke bzw. das Material ist bei z.B. 25µ oder weniger eigentlich gar
nicht mehr das Problem, sondern vielmehr die Leitpaste. Nutze daher bei
wirklich hoher Wärmeabfuhr auf kleiner Fläche auch nur dünnes Polyimid,
das bereits beidseitig beschichtet ist. Das Teflon nur für den täglichen
Bedarf, aber bisher ohne Kurzschlüsse ;-) Zwar nur für Kleinspannung
genutzt, aber dafür viel riskanter (To220 (scharfe Kanten), von Hand
gebohrte Löcher im Kühlkörper...) Deine To-264 sind da viel entspannter,
und mittig am Loch wohl auch isoliert...gar kein Problem.
Müsste eigentlich glatt mal einen ernsthaften Vergleichstest beider
Materialien machen, zum Wärmewiderstand. Habe das mal rein bei den
Leitpasten gemacht (ohne Isoscheibe), und da war die Billige mit Aluoxid
und Silikon mit Abstand besser als die überall angebotenen Liquidmetall
- Silber und sonstewas-Leitpasten!
0815 schrieb:> Frank schrieb:>> Natürlich nicht so gut wie Glimmer, aber die Dicke ist auch>> entscheidend.>> Glimmer kann man ganz vergessen, zumindest kenne ich das nur ab> vielleicht 200µ oder so. Ist was aus dem vorigen Jahrhundert...
Die Dicke der normal erhältlichen (Hersteller: Fischer Elektronik,
nachgemessen mit Mikrometerschraube) ist 50 Mikrometer und damit auf
jeden Fall besser als alle Silikonpads. Insofern mag es nicht die
Neueste Technik darstellen, funktioniert aber sehr gut.
> Nutze daher bei> wirklich hoher Wärmeabfuhr auf kleiner Fläche auch nur dünnes Polyimid,> das bereits beidseitig beschichtet ist.
Beschichtet mit Leitpaste oder mit einer Beschichtung. Hab bei einem
Hersteller für Kapton Scheiben gesehen mit 25 µm und jeweils 2* 12,5 µm
Phase-Change Beschichtung. Keine Ahnung ob diese Phase-Change
Beschichtung gut ist, der Wärmewiderstand war schon bei kleinem
Anpressdruck außeroderntlich gut (laut Hersteller). Vorteil der
Vorbeschichtung ist natürlich, daß man sich die Batzelei mit der Paste
spart und die Schicht auch garantiert gleichmäßig dünn ist.