immerhin werden die Gehäusegrößen doch alleine schon wegen der höheren
Spannungsfestigkeit benötigt oder bei den Rs für entsprechende
Leistungen.
Ich merke es gerade nur, wie dünn die auswahl an 1206
Kondensatornetzwereken ist...Widerständen aber auch
1206 ist ganz normaler Standard. Sowas stirbt niemals aus, gar nicht mal
so oft wegen zu hoher Spannung, sondern weil ständig auch mehr Leistung
verbraten werden muss als bei beispielsweise 0402 möglich.
Wäre das nicht so, bräuchte niemand mehr 2512 oder ähnliche, auch sehr
übliche Baugrößen.
naja, man sieht es schon häufiger auf Platinen, dass lieber 4 x 0603
verbaut werden als ein 1206.
Und damit setzt der Todeskampf ein, Stückzahlen sinken, die Teile werden
teurer, was weitere Leute dazu bringt, diese nicht mehr in neuen Designs
zu verbauen. Spezialfälle wirds natürlich weiter geben (z.B.
Strommesswiderstände, die man in 4Draht-Technik anschliesst oder
ExII-Geräte)
Martin Wende schrieb:> Bei dne Widerlingen stirbt leider eher die Beschriftung aus, was ja noch> viel schlimmer ist...
Das stimmt! Was ich mich auch schon immer gefragt habe, warum bei SMD
Kondensatoren keine Beschriftung wie bei SMD-Widerständen üblich ist...
widerstandsgrab schrieb:> warum bei SMD Kondensatoren keine Beschriftung wie bei SMD-Widerständen> üblich ist...
SMD-Kerkos hatten früher auch eine Beschriftung (typisch bestehend
aus einem Buchstaben und einer Ziffer). Bei den Widerständen stirbt
die Beschriftung aber auch langsam aus. Auf 01005 kann man sowieso
nichts mehr aufdrucken. ;-)
Bei Reichelt gibts ja inzwischen leider schon welche ohne Beschriftung,
also schönes Roulette.
Eigentlich müsst man sich von jedem Wert ne Rolle mit Beschriftung
kaufen, dass reicht dann bis ans Lebensende.
Is nur etwas teuer mit 5€/Rolle, die Masse machts.
@widerstandsgrab (Gast)
>> Bei dne Widerlingen stirbt leider eher die Beschriftung aus, was ja noch>> viel schlimmer ist...
So what!
>Das stimmt! Was ich mich auch schon immer gefragt habe, warum bei SMD>Kondensatoren keine Beschriftung wie bei SMD-Widerständen üblich ist...
Wozu auch? 99% der Bauteile werden von Automaten bestückt und
bestenfalls per Flyng probe / In circuit gemessen, den AUFDRUCK liest
niemand. Das ist bestenfalls für Bastler und Entwickler nice to have,
die bezahlen aber nicht die Masse. Widerstände kann jedes billige
Multmeter ausmessen, Kondensatoren können auch gemessen werden.
Man darf bei SMD sowieso nicht mehr wie zu Urzeten alles in eine Tüte
kippen sondern muss alles getrennte und beschriftet aufbewahren.
Falk Brunner schrieb:> Widerstände kann jedes billige Multmeter ausmessen, Kondensatoren können auch
gemessen werden.
Im eingebautem Zustand ist das schon wesentlich schwieriger und
schnell mal ein Beinchen hochlöten zum Messen, wie man es früher
gemacht hat, geht auch nicht mehr. Andererseits ist es ja wohl
sowieso unerwünscht, Geräte zu reparieren. Man soll so schnell
wie möglich neu kaufen. :-(
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Andererseits ist es ja wohl> sowieso unerwünscht, Geräte zu reparieren. Man soll so schnell> wie möglich neu kaufen. :-(
Schon mal drauf gekommen, dass es eine logische Konsequenz aus der
"geiz-ist-geil"-Mentalität ist? Und ein Handy, welches eine Akkulaufzeit
von 4 Stunden hat und 2 kg wiegt, will ja auch keiner haben. Und bei >
50 Euro für eine Technikerstunde will keiner mehr eine Reparatur
wirklich bezahlen. Da ist Komponententausch einfach billiger.
Harald Wilhelms schrieb:>> Widerstände kann jedes billige Multmeter ausmessen, Kondensatoren können>> auch gemessen werden.>> Im eingebautem Zustand ist das schon wesentlich schwieriger
Oder wenn das Teil kaputt ist und durch ein funktionierendes ersetzt
werden soll.
> Andererseits ist es ja wohl sowieso unerwünscht, Geräte zu reparieren.> Man soll so schnell wie möglich neu kaufen. :-(
Ja. Früher (tm) war es sogar mal selbstverständlich, daß der Schaltplan
bei einem Gerät dabei ist. Heute ist ja nicht nur kein Schaltplan dabei,
sondern bei Teilen, die einen Aufdruck haben, wird der sogar noch
vorsätzlich entfernt.
Rolf Magnus schrieb:> Ja. Früher (tm) war es sogar mal selbstverständlich, daß der Schaltplan> bei einem Gerät dabei ist.
Spätestens seit zunehmend µCs in Geräten verbaut werden, hilft ein
Schaltplan sowieso nicht mehr allzuviel...
Antimedial schrieb:> Schon mal drauf gekommen, dass es eine logische Konsequenz aus der> "geiz-ist-geil"-Mentalität ist? Und ein Handy, welches eine Akkulaufzeit> von 4 Stunden hat und 2 kg wiegt, will ja auch keiner haben. Und bei >> 50 Euro für eine Technikerstunde will keiner mehr eine Reparatur> wirklich bezahlen. Da ist Komponententausch einfach billiger.
Ich will ja schon nicht mal mehr diese riesen Tablets (Smartphones) mehr
haben.
Wie z.b. das Aktuelle Galaxy S5.
Das ist mir einfach schon wieder zu groß.
@ Rolf Magnus (rmagnus)
>> Andererseits ist es ja wohl sowieso unerwünscht, Geräte zu reparieren.>> Man soll so schnell wie möglich neu kaufen. :-(
Jaja, die gute alte Zeit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nostalgie>Ja. Früher (tm) war es sogar mal selbstverständlich, daß der Schaltplan>bei einem Gerät dabei ist. Heute ist ja nicht nur kein Schaltplan dabei,>sondern bei Teilen, die einen Aufdruck haben, wird der sogar noch>vorsätzlich entfernt.
Die Zeit der Dampfradios, wo der Schaltplan incl. Arbeitspunkten auf der
Rückwand klebte ist LANGE vorbei. So what. Die heutige,
HÖCHSTINTEGRIERTE Elektronik verlangt schlicht nach anderen Strategien!
Auf Komponentenebene kann man sowas nicht sinnvoll reparieren! Dazu ist
schon die Komplexität viel zu hoch! Was willst du bei einem LCD-TV,
Laptop da anfangen? Man kann bestenfall noch Standardfehler leicht ud
kostengünstig beheben (Schalttransistor im Netzteil, Sicherung defekt,
Lüfter kaputt, Kabel abgerissen etc.) Den Rest kann man bestenfalls auf
Modulebene reparieren (Tastatur, LCD, whatever tauschen). Alles andere
ist weder technisch noch ÖKONOMISCH machbar. Das ist nicht nur eine
Folge von Geiz ist geil sondern auch des technischen Wandels! Die
Relation von Kaufpreis zur Arbeitszeit beim Reparieren hat sich DEUTLICH
in Richtung Kaufpreis verschoben, sprich, kaufen ist sehr viel billiger
geworden, reparieren sehr viel teurer! Das können und wollen aber einige
ältere Herrschaften nicht verstehen. Siehe oben.
Da hat der Falk ganz recht.
Zumal, wenn in einem Handy/Tablet mal was kaputt geht werden es eher
selten Widerstände sein (kommt eigentlich nur bei starker mechanischer
Beschädigung oder bei "Reparaturversuchen" vor)... da bringt der
Aufdruck irgendwie sehr wenig.
Zumal es recht nervig ist dicht an dicht gepackte 0201 oder noch
kleinere Bauteile zu tauschen (Staubkörner).
Wenn dann geht irgendein BGA oder QFN/LGA Bauteil kaputt oder Flex
Verbinder geben den Geist auf oder das Display (und weiteres) bricht
weil sich der Anwender drauf gesetzt hat... oder der nach 2 Jahren
defekte Akku ist nicht zerstörungsfrei wechselbar weil alles verklebt
ist ;-)
Die Fehler beschränken sich auch bei größeren Geräten eher auf die
Halbleiter (und mechanischen Komponenten) als auf das "Hühnerfutter"
drumherum (das heisst übrigens so weil die fetten Widerstände früher so
aussahen wie Hühnerfutter ;-)
Heute sieht das eher wie Gewürze Pfeffer Zucker aus ;-) ).
In 10 Jahren wird das noch viel "schlimmer" (d.h. kleiner und höher
integriert) sein als heute.
Falk Brunner schrieb:> Die heutige,> HÖCHSTINTEGRIERTE Elektronik verlangt schlicht nach anderen Strategien!
An den Stellen geht in den Geräten aber am wenigsten kaputt (abgesehen
von gewollten Ausfällen). Daher sind Schaltpläne sehr wohl noch
sinnvoll.
Falk Brunner schrieb:> Die> Relation von Kaufpreis zur Arbeitszeit beim Reparieren hat sich DEUTLICH> in Richtung Kaufpreis verschoben, sprich, kaufen ist sehr viel billiger> geworden, reparieren sehr viel teurer! Das können und wollen aber einige> ältere Herrschaften nicht verstehen. Siehe oben.
Das ist eine gesteuerte Entwicklung, welche keinesfalls notwendig wäre.
Oder kaufst Du ein neues Auto, nur weil ein Reifen platt ist oder der
Tank leer? Denn dorthin geht die Richtung sinngemäß.
Falk Brunner schrieb:> Die Zeit der Dampfradios, wo der Schaltplan incl. Arbeitspunkten auf der> Rückwand klebte ist LANGE vorbei.> So what. Die heutige, HÖCHSTINTEGRIERTE Elektronik verlangt schlicht nach> anderen Strategien!
Das gilt sicher meistens. Aber es gibt durchaus noch Dinge, die man
reparieren könnte, aber genau an diesen Stellen wird dann aktiv dagegen
vorgegangen, damit das auch nicht möglich ist. Darauf wollte ich hinaus.
> Alles andere ist weder technisch noch ÖKONOMISCH machbar. Das ist nicht> nur eine Folge von Geiz ist geil sondern auch des technischen Wandels!
... hin zur Wegwerfgesellschaft. Es wird nicht mehr gesehen, daß es
schade (und auch nicht wirklich sinnvoll für die Umwelt) ist, ein Gerät
komplett wegzuwerfen, nur weil irgendwo ein kleines Teil kaputt ist. Das
liegt auch mit daran, daß so schnell neue Geräte mit neuen Features
rauskommen, von denen die Werbung uns suggeriert, daß wir die zwingend
brauchen. Da will eh keiner mehr ein zwei Jahre altes Gerät noch
behalten und ist eher froh, wenn es kaputt geht und man nun endlich
einen Grund vorschieben kann, sich für einen Haufen Geld wieder mal das
neueste Gadget kaufen zu müssen.
Der Trend geht ja auch weg von Geräten, die man aufrüsten oder irgendwie
aktualisieren kann und hin zu Geräten, die, selbst wenn sie noch vor
kurzem richtig teuer waren, schneller veralten, als man sich das Geld
dafür ansparen kann und die man nur komplett ersetzen kann.
> Die Relation von Kaufpreis zur Arbeitszeit beim Reparieren hat sich> DEUTLICH in Richtung Kaufpreis verschoben, sprich, kaufen ist sehr viel> billiger geworden, reparieren sehr viel teurer! Das können und wollen> aber einige ältere Herrschaften nicht verstehen.
Verstehen kann man das schon. Es gibt nur offenbar einige technikgeile
Kinder, die nicht verstehen wollen, daß das nicht nur Vorteile hat.
mhh schrieb:> Das ist eine gesteuerte Entwicklung, welche keinesfalls notwendig wäre.> Oder kaufst Du ein neues Auto, nur weil ein Reifen platt ist oder der> Tank leer? Denn dorthin geht die Richtung sinngemäß.
Dann dürfte ein Auto aber auch nur noch 3000 Euro kosten, dann würde man
auch den Motor als ganzes wechseln statt die Kupplung auszubauen und zu
ersetzen. Und auch an teureren Autos wird schon lange nicht mehr alles
repariert, es werden auch Module getauscht.
Falk schrub:
>Auf Komponentenebene kann man sowas nicht sinnvoll reparieren! Dazu ist>schon die Komplexität viel zu hoch! Was willst du bei einem LCD-TV,>Laptop da anfangen?
Ich habe auch große Schwierigkeiten mit der heutigen Mentalität,
betreffend
das Drecks-Elektronik-GRANULAT ,auch als SMD bezeichnet.
Kleine Geschichte dazu:
Letzte Woche kam mein Kumpel und fragte, ob ich mir mal seinen
LCD-Fernseher ansehen könnte, der ließe sich nicht mehr einschalten.
Freundlicher Fernsehhändler: Reparatur lohnt nicht, weil Kiste älter als
4 Jahre.
GRÜBEL
Schaltplan: Nirgends aufzutreiben.
:-((
Kiste geöffnet -> festgestellt, daß ein 8031-artiger Mikrokontroller den
Kasten steuert -> Oszi genommen -> geguckt, ob der Kollege überhaupt
irgendwo taktet -> Nicht ein Ding....
Standardbeschaltung aus dem Datenblatt des Kontrollers gesucht
Fehler war: Der Kontroller war im Reset-Zustand "festgeklemmt", weil so
ein Drecks-Kommiss-Brot-Kondensator ohne Beschriftung am Reset einen
Schluß hatte. 100n in "normaler Bauform rein -> Kiste läuft.
Moral: Wenn Hersteller und Werkstatt Euch Knüppel zwischen die
Transistoren werfen -> Nicht aufgeben ->selber Fehler suchen.
MfG Paul
(alter Mann, schon immer gewesen....;-))
Antimedial schrieb:> Und auch an teureren Autos wird schon lange nicht mehr alles> repariert, es werden auch Module getauscht.
Wekstattleiter: "Ja, wir haben da drei Module: Vorderwagen, Mittel-
wagen, Hinterwagen. Welches der drei möchten sie denn gerne?" :-(
Paul Baumann schrieb:> Moral: Wenn Hersteller und Werkstatt Euch Knüppel zwischen die> Transistoren werfen -> Nicht aufgeben ->selber Fehler suchen.
Und rechne doch jetzt mal aus, was dich dieser "Einsatz" gekostet hätte,
hättest du nach einem Ingenieursstundensatz berechnet. Dafür hätte man
wahrscheinlich schon einen neuen Fernseher bekommen.
@Paul Baumann (paul_baumann)
>Ich habe auch große Schwierigkeiten mit der heutigen Mentalität,>betreffend das Drecks-Elektronik-GRANULAT ,auch als SMD bezeichnet.
Das ist ein Generationsproblem.
>LCD-Fernseher ansehen könnte, der ließe sich nicht mehr einschalten.>Freundlicher Fernsehhändler: Reparatur lohnt nicht, weil Kiste älter als>4 Jahre.
Jaja, das ist auch so ein Problem, die Leute/"Fachändler" haben weder
Bock noch Ahnung, sebst die reparierbaren Fehler zu reparieren. Daran
ändern aber auch bedruckte SMD-Widerstände nix!
>Schluß hatte. 100n in "normaler Bauform rein -> Kiste läuft.
Glückwunsch! Das nenn ich mal eine schnelle Reparatur!
>Moral: Wenn Hersteller und Werkstatt Euch Knüppel zwischen die>Transistoren werfen -> Nicht aufgeben ->selber Fehler suchen.
Das können aber deutlich weniger als 1% der Bevölkerung. Wenn man
niemanden kennt, der sich etwas aukennt, war's das. Selbst bei
Trivialfehlern.
Aber. Warum macht dann keiner der hier Anwesenden einen
Rundfunkreparaturladen auf, wenn das alles doch so sinnvoll ist? Sollte
doch ein gutes geschäft werden, wenn man repariert anstatt neu kaufen zu
müssen?
Antimedial riet:
>Und rechne doch jetzt mal aus, was dich dieser "Einsatz" gekostet hätte,>hättest du nach einem Ingenieursstundensatz berechnet.
Ich bin kein Ingenieur, das Studium habe ich damals gar nicht erst
angefangen, aber dafür ein mehrfacher Facharbeiter.
Das hat mich ca. eine 3/4 Stunde Arbeit gekostet, denn ich mußte erst
den Oszi dahin asten, wo der Fernseher war.
Kosten kann das Nichts, weil es ein Freundschaftsdienst für einen Kumpel
war, der sich an mir mit anderen Fertigkeiten "rächt", die ich nicht
beherrsche.
Es kann aber doch nicht sein, daß man wegen eines Teilchens, was
Pfennige
kostet, eine ausgewachsenen Fernseher ausmustern soll. Das grämt mich.
MfG Paul
Paul Baumann schrieb:> Das hat mich ca. eine 3/4 Stunde Arbeit gekostet, denn ich mußte erst> den Oszi dahin asten, wo der Fernseher war.
Dann hast du aber sehr Glück gehabt. Glaubst du wirklich, jeder Fehler
lässt sich so beheben?
Paul Baumann schrieb:> Es kann aber doch nicht sein, daß man wegen eines Teilchens, was> Pfennige> kostet, eine ausgewachsenen Fernseher ausmustern soll. Das grämt mich.
Dann mach doch, wie oben vorgeschlagen, einen Reparaturladen auf, wenn
du so schnell sämtliche Fehler beseitigen kannst.
@ Rolf Magnus (rmagnus)
>> So what. Die heutige, HÖCHSTINTEGRIERTE Elektronik verlangt schlicht nach>> anderen Strategien!>Das gilt sicher meistens.
Ja.
>Aber es gibt durchaus noch Dinge, die man>reparieren könnte,
Ein paar vielleicht.
> aber genau an diesen Stellen wird dann aktiv dagegen>vorgegangen, damit das auch nicht möglich ist. Darauf wollte ich hinaus.
Es besteht weder Interesse noch ökonomisch-technische Notwendigkeit. Die
Welt von heute ist eine andere als nach dem Krieg oder in der
Mangelwirtschaft des Ostblocks!
>... hin zur Wegwerfgesellschaft.
Mag sein, das allein ist es aber nicht.
> Es wird nicht mehr gesehen, daß es>schade (und auch nicht wirklich sinnvoll für die Umwelt) ist, ein Gerät>komplett wegzuwerfen, nur weil irgendwo ein kleines Teil kaputt ist.
Ist auch komisch, bei den Preise aber irgendwie auch verständlich! Für
mich der nach wie vor verrückteste markt sind Drucker! Die sind heute
sooooo billig, da lohnt nich mal das NACHDENKEN an Reparatur. Ob das
alls si sinnvoll und und gut ist, steht auf einem anderen Blatt.
>brauchen. Da will eh keiner mehr ein zwei Jahre altes Gerät noch>behalten und ist eher froh, wenn es kaputt geht und man nun endlich>einen Grund vorschieben kann, sich für einen Haufen Geld wieder mal das>neueste Gadget kaufen zu müssen.
Das ist halt so. Handy, Ipad & Co.
>Der Trend geht ja auch weg von Geräten, die man aufrüsten oder irgendwie>aktualisieren kann und hin zu Geräten, die, selbst wenn sie noch vor>kurzem richtig teuer waren, schneller veralten, als man sich das Geld>dafür ansparen kann und die man nur komplett ersetzen kann.
Siehst du,. auch das ist eine technisch wie strategische Entwicklung,
welche mit dem alten Rezept "Reparatur" nicht mehr zusammenpasst. Geräte
altern technisch/psychiologisch schneller als sie kaputt gehen! Klingt
komisch, ist aber so!
>Verstehen kann man das schon.
Na immerhin.
> Es gibt nur offenbar einige technikgeile> Kinder, die nicht verstehen wollen, daß das nicht nur Vorteile hat.
Sagt keiner, aber wenn die Vorteile überwiegen UND kein Anreiz bzw.
Interesse an Reparatur besteht, dann führst du einen hoffnungslosen
Kampf. Erst wenn Reparatur wieder massive Vorteile bringt oder massiv
notwendig ist, dann wird man dazu zurück kehren. Warum hat man "früher"
repariert? Weil Neukauf DEUTLICH teurer war oder schlicht nicht möglich
(Mangelwirschft, Nachkriegszeit) Es gab keine Alternative zur Reparatur.
Heute ist das anders, auch wenn es bisweilen merkwürdig erscheint und
manchmal schon arg Kapriolen schlägt.
@ Paul Baumann (paul_baumann)
>Ich bin kein Ingenieur, das Studium habe ich damals gar nicht erst>angefangen, aber dafür ein mehrfacher Facharbeiter.
Also Mehrfacharbeiter ;-)
>Das hat mich ca. eine 3/4 Stunde Arbeit gekostet, denn ich mußte erst>den Oszi dahin asten, wo der Fernseher war.>Es kann aber doch nicht sein, daß man wegen eines Teilchens, was>Pfennige kostet, eine ausgewachsenen Fernseher ausmustern soll.>Das grämt mich.
Das versthe ich. Aber ich hoffe du verstehst auch, dass das MATERIAL
meist nicht der Kostentreiber ist, sondern die Arbeitzeit! Du musst den
Fehler finden! In deinem Fall hattest du eine gute Portion Glück! Wie
soll sowas kommerziell funktonieren? Hätte man sowas für 1h Arbeitszeit
anbieten können, EVP 50 Euro? Was machst du, wenn du nach 2h nix
gefunden hast? Trotzdem eine Rechnung schreiben?
Früher war es genau umgekehrt! Die Arbeitskosten waren sehr niedrig, das
Material sehr teuer bzw. schwer beschaffbar! DU kennst die Zeit noch aus
eigenem Erleben!
@Falk: SMD kann man auch noch Ü50. Ich hatte mich auch nie an Sachen
getraut, die ich nicht mehr sehen kann. Dank MoritzA 0805 auf den AVR-TT
gelötet. Geht, auch wenn meine das nicht mehr auflösenen können. Macht
das nicht auch Intel so, oder habe die neuerdings 22nm Licht.
Falk Brunner schrieb:> Aber. Warum macht dann keiner der hier Anwesenden einen> Rundfunkreparaturladen auf, wenn das alles doch so sinnvoll ist? Sollte> doch ein gutes geschäft werden, wenn man repariert anstatt neu kaufen zu> müssen?
Weil es aufgrund der werbemäßig anerzogenen Schäfchenmentalität an
Kunden mangelt. Und weil die Hersteller es sabotieren.
Reparatur ist nur als ein Teil neben anderen Sachen für die
Einkommenserzielung möglich.
Paul Baumann schrieb:> Kosten kann das Nichts, weil es ein Freundschaftsdienst für einen Kumpel> war, der sich an mir mit anderen Fertigkeiten "rächt", die ich nicht> beherrsche.
Das wird die Zukunft unter den "kleinen" Leuten werden. Denn das Geld
stirbt dort zuerst aus, wenn die Wirtschaft nicht bald mal umdenkt. Der
Raubbau an allem ist der falsche Weg und alles Geld in wenigen Händen
ist absolut wertlos.
Antimedial schrieb:> Und rechne doch jetzt mal aus, was dich dieser "Einsatz" gekostet hätte,> hättest du nach einem Ingenieursstundensatz berechnet. Dafür hätte man> wahrscheinlich schon einen neuen Fernseher bekommen.
Das ist das Problem. Wenn die Leute, die das Teil herstellen unseren
Stundensatz bekommen würde und wenn der Transport um die Welt nicht so
billig wäre, weil er folgenden Generationen belastet, dann würde sich es
auch wieder lohnen, die Geräte zu reparieren.
Nicht zu vergessen, die armen Schweine, die für einen Hungerlohn die
Rohstoffe aus der Erde ziehen und unter zweifelhaftem Arbeitsschutz und
Umweltbedingungen verwertbare Materialen herstellen...
mhh schrieb:> Weil es aufgrund der werbemäßig anerzogenen Schäfchenmentalität an> Kunden mangelt.
Als ob die Menschen alles willenlose Zombies wären und nichts anderes
könnten als der Werbung zuzuhören. Nein, Werbung ist dann besonders
effektiv, wenn sie etwas widerspiegeln, was sich Menschen sowieso
wünschen.
mhh schrieb:> Der> Raubbau an allem ist der falsche Weg und alles Geld in wenigen Händen> ist absolut wertlos.
Typisch weltfremde Verschwörungstheorie.
Spaetestens wenn die Resourcen dieses blauen Planeten zur neige gehen
wird ein Umdenken stattfinden muessen. 100% Alles holt man aus dem
Schrott auch nicht wieder raus. Dann werden die Preise wieder steigen
und Reparaturen wieder notwendig werden.
Falk schrob:
>Das können aber deutlich weniger als 1% der Bevölkerung. Wenn man>niemanden kennt, der sich etwas aukennt, war's das. Selbst bei>Trivialfehlern.
Ich denke, daß das zu pessimistisch ist und setzte mal 10% der Leute
an.
>Aber. Warum macht dann keiner der hier Anwesenden einen>Rundfunkreparaturladen auf, wenn das alles doch so sinnvoll ist? Sollte>doch ein gutes geschäft werden, wenn man repariert anstatt neu kaufen zu>müssen?
Ich bin zu alt dafür und auch körperlich ziemlich im Eimer, leider.
Wahrscheinlich gibt es auch einen Meisterzwang
(Rundfunk-/Fernsehtechnikermeister) und das wäre der "falsche" Meister
in meinem Fall.
>Du musst den>Fehler finden! In deinem Fall hattest du eine gute Portion Glück!
Das ist richtig. Trotzdem bin ich der Ansicht, daß man mit ein wenig
Überlegen anhand des Fehlerbildes einigermaßen eingrenzen kann, wer
am Übel Schuld trägt, d.h. welche Baugruppe und dann geht' drauf!
> Wie>soll sowas kommerziell funktonieren?
Dann würde ich wahrscheinlich die technischen Unterlagen vom Hersteller
bekommen und das würde mir die Sache einfacher bzw. schneller machen.
>Hätte man sowas für 1h Arbeitszeit>anbieten können, EVP 50 Euro? Was machst du, wenn du nach 2h nix>gefunden hast? Trotzdem eine Rechnung schreiben?
Da würde ich "vermitteln" müssen, denn am Tage müßte ich ja eine
bestimmte Menge Scheine und Münzen erwirtschaften, um den Onkel
Ladenvermieter und das freundliche Finanzamt zu ernähren.
;-)
MfG Paul
@ Helmut Lenzen (helmi1)
>Spaetestens wenn die Resourcen dieses blauen Planeten zur neige gehen>wird ein Umdenken stattfinden muessen. 100% Alles holt man aus dem>Schrott auch nicht wieder raus. Dann werden die Preise wieder steigen>und Reparaturen wieder notwendig werden.
Dann vielleicht, jetzt noch nicht.
Paul Baumann schrieb:> Wahrscheinlich gibt es auch einen Meisterzwang> (Rundfunk-/Fernsehtechnikermeister) und das wäre der "falsche" Meister> in meinem Fall.
Willkommen in D-Land wo alles unter den Zuenften geregelt ist.
Paul Baumann schrieb:> Dann würde ich wahrscheinlich die technischen Unterlagen vom Hersteller> bekommen und das würde mir die Sache einfacher bzw. schneller machen.
Wenn die dir nicht etwas blasen...
Paul Baumann schrieb:> Da würde ich "vermitteln" müssen, denn am Tage müßte ich ja eine> bestimmte Menge Scheine und Münzen erwirtschaften, um den Onkel> Ladenvermieter und das freundliche Finanzamt zu ernähren.> ;-)
Nennt man Mischkalkulation. Es haengen aber noch mehr Saugnaepfe
mitdran. Das FA ist da noch der kleinste Uebertaeter.
Paul Baumann,
> zu alt und auch körperlich ziemlich im Eimer, grämte
sich:
Gräme Dich nicht!
Wenn Dich die Sorgen des Lebens bedrängen,
bleibe stets froh - lass den Kopf niemals hängen,
sonst wirst Du hässlich, kriegst Falten und Runzeln -
bleibst ja viel schöner beim Lachen und Schmunzeln -
drum mache immer ein frohes Gesicht.
Gräme Dich nicht!
(Der Rest des Couplets von Otto Reutter ist leicht im Internet zu finden
(mehr oder weniger vollständig))
Paul Baumann schrieb:>>Du musst den>>Fehler finden! In deinem Fall hattest du eine gute Portion Glück!> Das ist richtig. Trotzdem bin ich der Ansicht, daß man mit ein wenig> Überlegen anhand des Fehlerbildes einigermaßen eingrenzen kann, wer> am Übel Schuld trägt, d.h. welche Baugruppe und dann geht' drauf!
Du hattest da Glück und man braucht es immer mehr bei den modernen
Geräten.
Für mich selbst und für sehr gute Freunde quäle ich mich auch noch.
So geschehen bei der Waschmaschine, die einfach ausging. Zwei Wochen
hing die Elektronik an den Kabeln ungeschützt vorn herunter. Bis ich
dann den Erwärmungsfehler am Schaltreglerchip gefunden hatte.
So eine Prozedur macht kein Service und man kann es schon wegen der
Sicherheit nicht für andere machen.
Der Dank fällt da meist auch recht mager aus, da es billig war oder nur
1,- EUR gekostet hat.
Ich halte mich da immer mehr zurück.
Ich habe hier privat auch schon eine Sorte Widerstände ohne
Beschriftung, da der Wert ja auf der Rolle steht ist das kein Problem.
zur Reparatur:
Ganz ehrlich, ich habe auch keine Lust eine SMD-Platine zu reparieren,
das rechnet sich nicht.
Ein etwas extremeres Beispiel: Ein Mainboard bei dem irgend eine
Lötstelle fehlerhaft ist.
So ein günstiges Board kostet 25 bis 50 Euro, wenn du dort jemanden ran
setzt der etwas von dem versteht ist dieses Geld schon nach "etwas
gucken und ein kleines wenig überlegen was damit sein könnte" weg.
zu den SMD-Bauteilen:
Nach diesen RepRap-Plastikdruckern wird es auch bald kleine
Bestückungsmaschinen für den Hobbygebrauch geben die eine Webcam
eingebaut haben.
Dann ist es auch recht einfach ein 0402 Bauelement oder einen GBA-Chip
auf einer Platine ordentlich zu platzieren.
Die Komponenten dazu werden ja immer billiger und besser.
Es gibt komplett aufgebaute Schrittmotortreiber für 2 Euro pro Stück.
http://www.ebay.de/itm/261395483326
Einen kompletten Bausatz mit Gewinde-Stangen, Plastik-Verbindungsteile,
Platinen, Schrittmotoren, Kabel usw. habe ich auch mal irgendwo gesehen,
allerdings konnte man damit nur Plastikteile herstellen.
Genauso kannste fragen:
-Gibt es bald keine NE555 mehr
-Gibt es bald keine Gluelampen mehr
-Gibt es bald keine Gluebirnchen E10 mehr mit Sockel
-Gibt es bald kein Blei Loetzinn mehr
-Gibt es bald keine Glasflaschen mehr
-Gibt es bald keine Kaffemaschinen mit Kurbel mehr
-Gibt es bald keine losen Suessigkeiten mehr in Papier eingewickelt
Die Antwort: Solange sich Kunden finden, wird auch das absonderlichste
Zeug weiterhin angeboten. Und wenn es mal keine Kunden mehr gibt oder
der Absatz nicht mehr stimmt, findet bald ein schlauer Student eine
kleine Markluecke und macht damit Geld.
Wohl wirklich tot: VHS Kassetten. Grund: Keine Vorteile.
Siehe z.B. digitales Radio- die Buerokratie hat verhindert dass es sich
durchsetzt, also weiterhin jede Menge AM/FM Radios auf dem Markt.
Wohl nicht mehr trending: kleine Schwarzweiss Fernseher. Grund: brauchen
zuviele Batterien. Hier seit einigen Jahren vom Markt verschwunden
(inkl. Billiglaeden).
Schau mal was es bei Pollin gibt- Uralt Bauteile von vor 30 Jahren. Das
verschwinden von 1206 Bauteilen werden wir wohl nicht mehr erleben.
Klar- gute Kondensatoren sind teuer als 1206, zum guten Preis gibts die
nur als 0805. Naja einfach grob sortieren, und bei Bedarf durchmessen.
Fuer Spezialwerte TH Bauteile verwenden- gibt es mit 2.54 raster, sehr
klein.
Die Handybauteile kann ohnehin kein Mensch mehr verarbeiten, aber es ist
nur ein spezieller Markt.
Die Industrie kann schon lange Silikon DIEs verarbeiten also ohne
jegliches Gehaeuse- aber man will wohl nicht alle diese Kleinbetriebe
einfach kaputtmachen. So ca. seit 1990 wird diese Technologie
beherrscht.
Zum anderen ist diese Technologie zu sensibel, so dass es stoert wenn
zuviele kleine Betriebe dazu in der Lage sind DIEs zu verarbeiten. So
manche "alte" Chipfertigung wird halt aufgearbeitet, und weiterhin
verwendet- mehr Nutzen als die teuren Maschinen einfach zu verschrotten.
Daher gibt es so viele Klassik ICs zum Dumpingpreis- die Investition hat
sich abbezahlt, und die Maschine funktioniert immer noch...
Das mit den 3 D Druckern is ja toll, aber wirklich praezise und in guter
Qualitaet koennen das nur wenige. Also ich denke mal mit Auslieferung
von Silikon DIEs an Hobbybastler und Studenten sowie Entwickler ist
nicht zu denken in absehbarer Zeit.
Irgendwann kannst du dir primitive Schaltkreise auf Kunststoff
ausdrucken lassen, wenn es billiger als Distribution ist, wird es sich
schnell durchsetzen. Die Technologie gibt es schon.
Fuer einen TRIAC Dimmer wird es wohl immer TH Bauteile brauchen, genauso
fuer PC netzteile, ach ja, der IBM PC ist ja auch schon totgesagt...bald
gibt es keine PCs mehr zu kaufen und wir kaufen wie schon in den 1980ern
alle 3 Jahre eine neue Spielkonsole, und arbeiten nicht mehr im Buero
sondern machen handbewegungen vor einem 50" Fernseher- oder gleich die
ganze Wand als Bildschirm.
Die Alt Generation von 1980 die AM/FM Radios noch toll findet wird dann
wohl bedauert...naja habe mir vor kurzem ein neues Transistor Radio
gekauft, auf Mittelwelle ist da nichts mehr zu empfangen.
Solche "Monsterbauteile" im 1206 oder 0805 werden heute in der
Serienfertigung nur noch da eingesetzt wo, wo es wegen Spannung,
Leistung oder Kapazität nicht anders machbar ist. Preiswerteste Standard
Bauform ist heute eher 0603 und 0402. 1206 wird mttelfristig mit
Sicherheit nicht aussterben, aber im Verhältnis zu den kleineren
Bauformen immer teurer werden vor allem wegen der kleinen nachgefragten
Stückzahl und fehlendem Wettbewerb.
Grendel schrieb:> Silikon ohne jegliches Gehäuse... soso ;-)
Ja, das müsste mit 3D-Druckern doch gut verarbeitbar sein,
da es pastenförmig aus der Tube kommt. :-)
Takao K. schrieb:>> Die Industrie kann schon lange Silikon DIEs verarbeiten also ohne>> jegliches Gehaeuse
So ein Unsinn!
Selbst bei Frauen unterfüttert man damit die möglichst unveränderten
Gehäuse.
Helmut Lenzen schrieb:> http://images.forum-auto.com/mesimages/184380/rusbde.jpg
...erscheint wie ein Schnappschuss des spannenden Momentes: "Sekunden
vor dem bag-2-bag-Crashtest".
In einer Art "LHC" der klassischen Physik zur detaillierten Untersuchung
elastischer Stöße zwischen entfesselten pneumatischen und hydraulischen
Elementen.