IC auf Notebook Mainboard entlöten und löten

Gast #3804086
Hallo liebes Forum,

ich suche schon seit einer Stunde in Web nach einem passenden Forum und 
hoffe, dass ich hier vielleicht richtig bin.

Das Notebook von meiner Mutter ist kaputt, weil sie etwas Wasser 
drübergekippt hat und es natürlich angelassen hat.
Nun habe ich mir den Schaden einmal angeguckt und ein defektes IC 
gefunden. Das gibt es für ca 5€ zu kaufen und wäre eigentlich ein 
Versuch wert, zu schauen, ob es nach dem Austausch wieder funktioniert.

Gibt es hier vielleicht jemanden (komme aus Kassel 341**) der mir helfen 
würde? Oder mir eine Empfehlung geben an wen ich mich wenden könnte?

Oder meint ihr (laut Bild), dass der Schaden nicht repariert werden 
kann?

Vielen Dank für euer Hilfe
Angehängte Dateien:
Gast
QFN mit Bauch. Dafür brauchst du eine ruhige Hand, eine Pinzette, etwas 
Flußmittel und ein Heißluftgebläse.
Meinst du wirklich daß das alles war an Schäden?
Gast
testest schrieb:
>Meinst du wirklich daß das alles war an Schäden?

Das wird er feststellen, wenn der Chip getauscht ist. Hast Du eine
bessere Lösung? Dann raus damit!
Gast
Hallo,

testtest schrieb:
> QFN mit Bauch. Dafür brauchst du eine ruhige Hand, eine Pinzette, etwas
> Flußmittel und ein Heißluftgebläse.

...idealerweise noch etwas Kapton Tape und Lötpaste.

testtest schrieb:
> Meinst du wirklich daß das alles war an Schäden?

Naja zumindest ohne bzw. mit defektem Bauteil ist die Wahrscheinlichkeit 
groß, dass das Notebook NICHT funktioniert.

Zitat aus dem Datenblatt:
"Features
• Meets Intel’s VR12/IMVP7 Specifications
• Three phase CPU voltage regulator with two internal MOSFET
drivers and one external MOSFET driver"

Mit freundlichen Grüßen
Selbsternannter Weltverbesserer
Gast
Ich hatte zwar mal kurz ins "Datenblatt"? geguckt, aber da keinerlei 
sinnvolle Informationen gefunden. Bei solch einem Buck-Regler muss man 
denke ich mit einem thermal Pad rechnen. Dann sollte man da schon mit 
Preheater/Heizplatte arbeiten.
Wurde ja bereits oben erwähnt, aber ich halte da auch nicht sichtbare 
Sekundärschäden (Überspannung an der CPU?) für wahrscheinlich. Probieren 
kann mans natürlich trotzdem wenn der Regler nicht so viel kostet.
Ansonsten wärs interessant zu verstehen, was das Wasser genau 
angerichtet hat. Einen besonders niedrigen Widerstand hat großzügig auf 
dem PCB verteiltes Wasser ja auch nicht. Also hat das vermutlich in 
einem eher hochohmigen Pfad (z.B. dem Regler Feedback?) eine Abkürzung 
geschaffen?
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite
hm schrieb:
> Ich hatte zwar mal kurz ins "Datenblatt"? geguckt, aber da keinerlei
> sinnvolle Informationen gefunden.
Fast die ganze Unterseite des QFN-Gehäuses(!!) ist ein Exposed Pad:
1
COPLANARITY APPLIES TO THE EXPOSED PAD AS WELL AS THE TERMINALS.
Das ist mit haushaltsüblichen Mitteln nicht zu machen....  :-(
Angehängte Dateien:
Gast
Selbsternannter Weltverbesserer schrieb:
>> Meinst du wirklich daß das alles war an Schäden?
>
> Naja zumindest ohne bzw. mit defektem Bauteil ist die Wahrscheinlichkeit
> groß, dass das Notebook NICHT funktioniert.

Das ist der Coreregler. Wenn sowas hochgeht ist selten 'nur' ein 
temporärer Kurzschluß. Die Dinger haben eigentlich alle Schutzfunktionen 
eingebaut. Wenns raucht ist meistens Überspannung, die reißt allerdings 
oft noch mehr mit.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite
Paul schrieb:
> Das geht schon mit lötpaste und mehreren Durchgängen + andrücken.
Ich bin mir sicher, dass schon das Entfernen des defekten Reglers ohne 
Vorheizen und gutem Reworkplatz in einem Leiterplattenschaden endet. Und 
der muss nicht mal sofort erkennbar sein. so eine abgerissene 
Durchkontaktierung merkt man dann evtl. erst nächsten Sommer.
Davon abgesehen sieht der Defekt tatsächlich recht nachhaltig aus. Da 
könnte was Größeres draus werden... :-(

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