altes Netzteil defekt

OP #3822074
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Hallo zusammen

Ich habe hier ein altes Netzteil von einer Heidenhain TNC150 CNC 
Steuerung, das defekt ist. Das Netzteil gibt diverse Spannungen aus, es 
sind alle vorhanden, bis auf -15V, +15V und +12V.

Anbei die Herstellerbeschreibung und ein Blockschaltbild. Einen 
richtigen Schaltplan habe ich leider keinen.

Ich vermute, dass der Trafo, der die Leistung vom Flusswandler (70) zum 
Sperrwandler (70.1) übertragen soll, defekt ist. Habe den Trafo mal 
ausgelötet und ausgemessen. Jedoch ohne vernünftiges Ergebnis, auf den 
einen Pins ist gar kein Durchgang auf anderen nur etwa 0.3Ohm, nur auf 
zweien habe ich ca. 6.5Ohm.

Mit der Bezeichnung habe ich auch nichts finden können, evtl kennt den 
jemand, oder kann etwas zur Leistung, Beschaltung oder Pinbelegung sagen 
?

Besten Dank im Voraus

Gruss
Angehängte Dateien:
OP #3822571
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Matthias Sch. schrieb:
> Die Trafos sind in 95% der Fälle der o.a. Holzweg.


also habe den Trafo nochmals ausgemessen, du hast glaub recht, der ist 
es nicht. Ohne Trafo passiert garnichts mehr, die anderen Spannungen 
werden auch nicht mehr erzeugt.

Die Dioden und ELKOS scheinen auch in ordnung zu sein. Da ist noch ein 
LM339 drauf, ist evtl. dieser defekt ? Kann ich den irgendwie ausmessen 
?
(Firma: matzetronics) #3822587
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Michael L. schrieb:
> Da ist noch ein
> LM339 drauf, ist evtl. dieser defekt ? Kann ich den irgendwie ausmessen

Der LM339 ist ein 4-fach Komparator und dient normalerweise hier zur 
Spannungsüberwachung. Der LM339 ist recht robust und geht nicht so 
schnell kaputt.

Nee, viel wichtiger ist die eigentliche Spannungsgewinnung auf der 
Sekundärseite des Trafos. Wie werden denn nun die +/-12V erzeugt? Wenn 
die ihren eigenen Diode->Elko Zweig vom Trafo haben, richtet sich der 
Verdacht vor allem auf irgendwelche kleinen Sicherungswiderstände, die 
Dioden und die Elkos in diesem Kreis. Sowohl die kleinen runden Perlen 
als auch die Zweibeiner im TO220 mit Kühlkörper sind Dioden, die dann an 
die Siebelkos (gross,gelb und klein,schwarz im Foto IMG_0462.jpg) 
gehen. Hier miss mal bitte die Spannungen.
#3822640
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Michael L. schrieb:
> bingo schrieb:
>> sogar 30 Jahre
>
> Da hast Du recht.
>
> Also habe mal ein paar ELKOS ausgelötet, und gemessen. Es haben alle ca.
> 40% mehr als drauf steht. Ist das gut oder schlecht ?


Es ist okay wenn die Kapazität höher ist.
Jedoch für Schaltregler zählt auch der ESR. Kannst du den messen?

>
>
> Ich mess mal noch ein paar Spannungen...


Es ist der "klassische" Schaltregler mit dem Schaltransistor D44 H8. 
Siemens hat sowas damals auch so gebaut.

Ohne Schaltplan (rauszeichnen oder ähnlichen von Siemens besorgen) ist 
die Reparatur eher beschwerlich.
#3822730
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Elkos tauschen ist doch kein Allheilmittel. Gerade die Elkos im Bild 
sind nicht so auf Kante dimensioniert wie bei den neuzeitlichen 
Schaltnetzteilen.

Offensichtlich arbeitet doch der Wandler für 45V und Co. nicht richtig.
Das KANN zum Beispiel auch dadurch passieren, dass die Belastung fehlt.

Also erst einmal den Wandler belasten, mit einer Last, die nicht gerade 
Leerlauf darstellt. Aus dem Verhalten unter Last kann man dann weitere 
Schlüsse ziehen. z.B. daraus wie sich die Spannungen unter Last 
verändern.

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