Rauschen unter 200uV (nicht gerechnet sondern sauber gemessen)ist schon
sportlich, wenn man auf diesem Gebiet wenig Erfahrung hat.
analogfreund schrieb:
> Ich habe mal eine Schaltung die ich verwenden möchte als anhang
> angeheftet und bin auf eure konstuktiven kritiken sehr gespannt.
Na ja, ausser etwas Filterung und ziemlich vielen Kapazitäten ist ja
nicht viel drinn...
analogfreund schrieb:
> Und
> am Ausgang möchte ich die Spannung noch durch einen LDO auf 12V-15V mit
> 300mA bringen.
Aha. Ordentliche Verlustleistung, und es bringt dir nur den PSRR vom LDO
(was aber in diesem Fall auch schon reicht). Rauschen wird das Ganze
hinterher aber immer noch ordentlich, da gerade LDOs gut rauschen.
analogfreund schrieb:
> ganz rechts einen Satz Unterschiedlichster Kondensatoren die mir
> hoffentlich die anderen Störungen in einem breiteren Spektrum rausnehmen
> können.
Diese Idee hatten früher (tm) ziemlich viele Leute, sie haben dabei aber
ausser Acht gelassen, dass man dadurch auch viele mögliche
Resonanzstellen schafft.
Aber zuerst einmal sollte man zwischen Ripple und Rauschreduzierung
unterscheiden.
Den Ripple dämpft man am besten aktiv. Man kann dazu z.B. mehrere LDOs
hintereinander schalten, damit sieht das Ergebnis schon ganz brauchbar
aus, wenn man es vernünftig auslegt. Es gibt dazu auch ein paar etwas
speziellere Schaltungen, die im Prinzip noch ein TP in den feedback des
LDO einfügen. Schau dich mal dazu z.B. in den AppNotes von Maxim um.
Profis wählen einen anderen Weg: Ripple kann man auch mit diskreten
aktiven Schaltungen bedämpfen. Dadurch hat man weniger Verlustleistung
und pro Stufe eine Dämpfung von ca. 20-60 dB (abhängig von der Schaltung
und Frequenzbereich). Es gibt auch dazu zig Schaltungsvarianten
(Kapazitiv, mit Längstransistor, mit Shunt und auch induktiv) aber die
Auslegung ist alles Andere als trivial. Wenn du die Schaltung beruflich
benötigst, so lohnt sich meiner Meinung nach die Anfrage bei einem
Spezialisten.
Dem Rauschen beizukommen ist etwas diffiziler. Grundsätzlich kann man es
im einfachstem Fall mit stumpfer Filterung machen (Begrenzung des
Rausspektrums mit einem Tiefpass x.-ter Ordnung und niedriger
Eckfrequenz). Dies kann man (wenig elegant aber effektiv) mit passiven
Bauelementen machen, aber diese Methode ist mit mehreren Nachteilen
behaftet. (sehr große Bauteilwerte, ab 3. oder 4. Ordnung hat der Aufbau
eine stark erhöhte Schwingneigung, pro Ordnung kommt man "nur" auf 20dB
pro Dekade, etc.)
Eleganter geht es mit einer aktiven Schaltung. Hier gilt aber in noch
stärkerem Maße: lass es lieber Profis machen, wenn es für die Firma ist.
Privat einarbeiten ist möglich, aber sehr zeitaufwändig, da die meisten
Firmen (zumindest die die ich kenne) gerade solche Schaltungen nicht
gerne publizieren.
analogfreund schrieb:
> Mit einem Buck-Wandler hole ich mir zusätzlich rippleeffekte rein,
> auserdem fliesen nur bis 100mA strom, ich denke da bin ich mit einem LDO
> auf der besseren seite.
Er meint keinen Buck, sondern schon einen Linearregler. Schau dir dazu
evtl. den Unterschied zwischen Linearregler und LDO an :-)