Hallihallo,
ich bastle mir gerade einen Lichtwecker, um die Wintermonate zu
überstehen. Als Lichtquelle sollen die 6 Halogenlampen (230V 18W) der
Deckenbeleuchtung dienen. Der Dimmer soll von 0 auf 100% dimmen können
und auch wieder runter.
Ich bin kein geprüfter Elektriker, also muss eine fertige
Lösung/Kaufteil her, was die 230V-Seite betrifft. Als Schnittstelle
würde ich DC Eingang (optimal 3,3V), I2C, SPI, UART akzeptieren. Ich hab
viel herumgesucht aber oft nur "halbfertiges" oder eben Eigenbaulösungen
gefunden.
Bei diesem Artikel war ich erst voller Hoffnung:
Beitrag "Dimmer für den Verteilerschrank mit Steuerinterface" hab dann aber gelesen, dass
man noch was mit Nullphasendurchgangserkennung machen muss, also wieder
an die 230V an. Kann jemand einen Dimmer mit den genannten
Schnittstellen Empfehlen?
Dann bin ich auch auf sowas gestoßen:
http://www.pollin.de/shop/dt/NTI2OTQ0OTk-/Lichttechnik_Leuchtmittel/Diverse_Zubehoer/Dimmer/Steckdosen_Dimmer.html
Die Schnittstelle ist hier leider mechanisch (Drehregler), wenn man das
230V Teil nicht aufschrauben will. Eine lösung mit Schrittmotor wär dann
doch Overkill.
http://www.pollin.de/shop/dt/Njc4ODQ0OTk-/Haustechnik/Installationsmaterial/Schalter_Steckdosen/HOME_EASY_Funk_Dimmer_HE107EU_silber.html
Für den Preis fast zu schön um wahr zu sein. Da könnte ich die
Fernbedieung mit dem µC steuern und auch noch zusätzliche
Schaltsteckdosen hinzufügen. Ein Kumpel meinte aber, die Dimmer mit
Taster fangen bei 100% Licht an und dimmen dann runter, bis man
loslässt. Das wäre für einen Lichtwecker ja ungeeignet. Kann das jemand
bestätigen/dementieren oder gleich beschreiben, wie das da mit der
Steuerung über die Fernbedienungsknöpfe geht? Die Amazon Bewertungen (zu
mindest die obere, die untere ist hm...)
http://www.amazon.de/Home-Easy-HE107EU-Tipp-Funkdimmer-Leuchten-Dimmer/dp/B002M2OROY
schrecken auch eher ab. Gibts dazu Alternativen?
Martin P....... schrieb:> Was darf es kosten?
wenn ich für den dimmer unter 40€ bleiben kann wär ich zufrieden.
Der Bausatz sieht eig. ganz gut aus. Zusammengelötet bekomm ich das Teil
auch. Kann ich dann aber noch gut schlafen, wenn das selbstgelötete 230V
Teil auf dem Dachboden liegt, wo es nie jemand sieht? Vllt bau ich es
auch in das Lampengestell ein.
Wenn noch jemand erfahrungsberichte zu dem Funkdimmer hat, könnte das
die Entscheidung erleichtern.
Mein µC läuft mit 3,3V. Wie mach ich das dann am besten mit dem 0-12V
eingang. nehm ich eine Operationsverstärkerschaltung
http://www.mikrocontroller.net/articles/Datei:Op-verstaerker-a.png
oder kann ich Widerstände im Dimmerbausatz ändern um mit 3.3V max.
Helligkeit zu erreichen. Ich hab den Schaltplan aus dem Datenblatt mal
angeheftet.
Es sollte moeglich sein R16 so anzupassen, dass der Dimmer auch bei 3.3V
funktioniert. Laut Datenblatt hat der Optokoppler eine Vorwaertsspannung
von typ. 1.3V, und einen Saetigungsstrome von 50mA.
Daraus berechne ich einen neuen Vorwiderstand R16 von (3.3V - 1.3V) /
50mA = 40 Ohm.
Wenn ich das Gleiche mit 12V rechne komme ich allerdings auf (12V -
1.3V) / 50mA = 214 Ohm. Das ist aber meilenweit von den verbauten 4.7
kOhm entfernt.
Scheinbar muss der Optokoppler nicht voll ausgesteuert werden um 100% zu
erreichen, oder habe ich einen anderen Denkfehler gemacht ?
ZigZeg
Kai S. schrieb:> Scheinbar muss der Optokoppler nicht voll ausgesteuert werden um 100% zu> erreichen
wird wohl so sein.
Der Strom der mit dem 4,7kOhm Widerstand fließt wäre ja
(12V-1,3V)/4,7kOhm=2,27mA
und der benötigt Widerstand für 3,3V dann (3,3V-1,3V)/2,27mA = 880Ohm
Dürfte zumindest nicht schaden, wenn man unter den 2,27mA bleibt.
Kann ich mir von der Schaltung irgendwo die Versorgungsspannung für
einen µC und ein HC-06 Bluetooth-Modul abgreifen und mit einem
Spannungsregler auf 3,3V regeln? Der eingebaute UA78L05 liefert nur
100mA und ich weiß nicht, wie viel die Dimmerschaltung benötigt. Mit
Bluetooth-Modul würden sogar die 100mA nicht reichen.
Fertiger Dimmer aus dem Bereich Veranstaltungstechnik? Typischerweise
mit DMX-Dateneingang, es gibt auch noch welche mit 0-10 Volt analog. Ist
dann allerdings eher für 230-V-Lampen.
Falls LEDs eine Option sind: LED-Streifen (oder diese chinesischen
50-cm-Module mit Alu-Leiterplatte) - die kann man bequem mit 12 V
betreiben, zum Dimmen ein µC + MOSFET (evtl +Treiber).
> Kann ich mir von der Schaltung irgendwo die Versorgungsspannung für> einen µC und ein HC-06 Bluetooth-Modul abgreifen und mit einem> Spannungsregler auf 3,3V regeln?
Nein, das ist ein Kondensatornetzteil.
Grüße Löti
Soo, ich hab den Dimmerbausatz gekauft, zusammengelötet und getestet
(bis jetzt nur mit Glühbirne). Ergebnis:
Die Kalibrierung mit den Trimmern klappt soweit ganz gut. In der
Anleitung wird beschrieben, wie man anhand der LEDs die Trimmer richtig
einstellt. Ich mess es vllt noch mit dem Multimeter durch, um den
richtigen Punkt zwischen 0 Strom wenn 0V Steuerspannung und möglichst
großem Steuerbereich zu finden. Ich hab den Widerstand R16 mit 880Ohm
ausgeführt, um mit 0-3,3V zu steuern.
Was mich noch sehr stört, ist das Summen des Dimmers, besonders im
Bereich vor 100%. Bei 100% ists dann wieder leiser. Für einen
Lichtwecker auf jeden fall zu laut. Stimmt es, dass man mit gewissen
Sprays, mit denen man die Spule einsprüht, das Summen wegbekommt? Wenn
ja, gibts da konkrete Empfehlungen? Wenns geht keine Vorratspackung und
dafür billig.
Ist die Polung der 230V Eingangsspannung wichtig? Ich habs beim testen
beachtet, aber der Dimmer wird später mal per Stecker in die Steckdose
eingesteckt. Wär gut wenn man da nicht immer messen bzw. alle benutzen
Steckdosen markieren muss.
>Für einen Lichtwecker auf jeden fall zu laut.
Du willst doch geweckt werden. Das Summen würde ich
als Feature hinnehmen. Hilft beim aufstehen und den
Dreck dann ausschalten weil man es nicht mehr ertragen kann;)