Rebi schrieb:
> Possetitjel schrieb:
>> Beim Schwingkreis pendelt ja eine gewisse Energie zwischen Spule
>> und Kondensator. Andererseits geht auch ein gewisser Anteil
>> dieser Energie durch Strahlungsverluste bzw. Umwandlung in Wärme
>> verloren. Das Verhältnis von "pendelnder" Energie zu "Verlust"
>> wird (indirekt) durch die Güte beschrieben.
>
> das heisst ich kann die Güte berechnen
Hmm... ja. Zumindest abschätzen kann man. Es gibt auch praktische
Erfahrungswerte. (Güte guter Kondensatoren ist z.B. fast immer
höher als die Güte guter Spulen. Gute Kondensatoren können Güte
von 1000 haben; gute Spulen vielleicht 200. Schlechte Spulen
liegen bei 20 oder noch weniger.) Hängt auch stark vom
Frequenzbereich ab.
> und davon ausgehen das die Realle Einschaltzeit < ist als die
> Güte?
Nein, anders.
Die Güte (Wikipedia spricht vom "Gütefaktor") ist erstmal eine
reine Verhältniszahl. Wenn ein Schwingkreis eine Güte von 100 hat,
dann sagt das, dass sich sein Wellenwiderstand vom ohmschen
Verlustwiderstand gerade um Faktor 100 unterscheidet. (Das ist
jetzt genau das Kauderwelsch, das Dir nix nützt...)
Der Wellenwiderstand ist der Teil, der die Energie speichert;
der Verlustwiderstand der, der die Energie in Wärme umwandelt.
Es gibt einen festen Zusammenhang zwischen dem Gütefaktor und
der Zeit, die der Schwingkreis nachschwingt, aber die Formel
weiss ich nicht aus dem Stand. Das müsste ich mir erst überlegen
bzw. anlesen.
Eine Güte von z.B. 100 sagt NICHT aus, dass die Energie nach
100 Schwingungen zu Ende ist! Es ist NICHT so einfach!