Ich habe hier eine Lichterkette mit 4 mal 10 weißen LEDs in
Reihenschaltung, sie besitzen je Reihe einen gemeinsamen Vorwiderstand
von 150 Ohm.
Das Netzteil besteht wohl nur aus einem Trafo ohne Brückengleichrichter
und liefert ca. 32 Volt AC (Aufschrifft 30 Volt AC).
Nun haben meines Wissens nach weiße LEDs einen Spannungsabfall von 3,2
Volt, was bei 10 Leuchten in Reihe schon 32 Volt sind, wieso leuchten
sie dann überhaupt?
Links neben dem Trafo ist ein COntroller mit dem ein Blink Programm
eingestellt werden kann (alle Reihen gleich). Aufgemacht hab ich diesen
bisher nicht, da das ohne Zerstörung nicht möglich scheint, aber ein
Gleichrichter dort und nicht im Netzgerät halte ich für
unwahrscheinlich.
Mich interessiert wie hier die LEDs betrieben werden, warum ich ~10mA
für jede Reihenschaltung messe obwohl die Spannung nicht mal den
Spannungsabfall auffangen können sollte, ob die LEDs mit einem DutyCycle
von 50% laufen, da doch nur eine Seite der Sinusspannung genutzt werden
kann und was für eine Spannung zwischen Controller und Widerstand
anliegen müsste (150Ohm*0,01A=1,5V?) und wie ich diese Messe kann.
Bernd schrieb:> Nun haben meines Wissens nach weiße LEDs einen Spannungsabfall von 3,2> Volt, was bei 10 Leuchten in Reihe schon 32 Volt sind, wieso leuchten> sie dann überhaupt?
Weil auf deinem Trafo der Effektivwert der Spannung angegeben ist.
Ein Oszilloskop hätte Dir schon Aufschluss gegeben.
Du hast einen Sinus mit Veff=32V, macht also 45,25V Spitze.
Dein DutyCycle wird aber weit weniger als 50% betragen, da nur der Teil
der positiven Halbwelle der die 30V überschreitet die LEDs zum leuchten
bringt.
Bernd schrieb:> Links neben dem Trafo ist ein COntroller mit dem ein Blink Programm> eingestellt werden kann (alle Reihen gleich). Aufgemacht hab ich diesen> bisher nicht, da das ohne Zerstörung nicht möglich scheint, aber ein> Gleichrichter dort und nicht im Netzgerät halte ich für> unwahrscheinlich.
LOL
Ich habe so einen Controller, und ich habe dessen Gehäuse geöffnet (war
eh hin, da der Vorbesitzer das Teil gewässert hatte). Daher kann ich Dir
bestätigen, das im Controllergehäuse ein Gleichrichter verbaut ist.
jemand schrieb:> Also solch eine LED leuchtet warscheinlich auch schon bei 2V, nur eben> nicht so hell.
Nö, keine weiße. Die meisten fangen bei ca. 2.6V an, einige auch erst
darüber.
Knut Ballhause schrieb:> Nö, keine weiße. Die meisten fangen bei ca. 2.6V an, einige auch erst> darüber.
Interessanterweise habe ich eine Billig-LED-Taschenlampe für zwei
Mikrozellen, die auch mit NiMH-Akkus, also ca. 2,4V noch leuchtet.
Harald Wilhelms schrieb:> Interessanterweise
Dann hat sie wohl einen Spannungswandler, denn alle meine weissen
kommrrziellen Taschenlampen verwenden 3 Batteriezellen.
MaWin schrieb:> Dann hat sie wohl einen Spannungswandler, denn alle meine weissen> kommrrziellen Taschenlampen verwenden 3 Batteriezellen.
Nein, es sind wirklich nur 4 parallele LEDs ohne Vorwiderstand.
Leider kommt man mechanisch nur sehr schlecht an die Kontakte,
um mal Spannung und Strom nachzumessen. Ich muss mir wirklich
mal nen "Mikrozellendummie" für solche Zwecke bauen. :-)
Gruss
Harald
> Nein, es sind wirklich nur 4 parallele LEDs ohne Vorwiderstand.
So eine Taschenlampe habe ich auch, allerdings nur mit drei weißen LED's
(und ebenfalls nur zwei 1,2V Akkus).
Stefan us schrieb:>> Nein, es sind wirklich nur 4 parallele LEDs ohne Vorwiderstand.>> So eine Taschenlampe habe ich auch, allerdings nur mit drei weißen LED's> (und ebenfalls nur zwei 1,2V Akkus).
Ich habe gerade meine Weihnachsbeleuchtung nachgemessen (Da kommt
man gut an die Anschlüsse). 2,58V bei einem Strom von ca. 2mA für
10 parallele, "warmweisse" LEDs, betrieben mit zwei "Ready-to-use"
-Akkus ohne zusätzlichem Vorwiderstand.
Gruss
Harald
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