Altium-Designer - Wie Belichtungsvorlage erstellen?

OP #3909845
Hallo zusammen,

wir überlegen, uns eine Version von Altium-Designer anzuschaffen.
Zur Zeit Probiere ich den Designer bei einem Kollegen aus und probiere 
einfache Projekte umzusetzen.

Die Software gefällt mir recht gut, nur bekomme ich es nicht hin, aus 
den erstellten PCBs vernünftige Belichtungsvorlagen zum Ätzen zu 
erstellen.

Ich habe es mit Müh und Not geschafft aus einen Druck-Export und einer 
Nachbearbeitung durch ein Grafikprogramm etwas zum Belichten zu 
erstellen, jedoch ist mir das für jedes Mal viel zu nervig.

Mit dem Gerber-Export bin ich auch nicht wirklich zufrieden, da bei den 
Bauteilen die Löcher fehlen.

Wie ist denn der beste Weg bei dieser Software?
Gast
Christoph Kind schrieb:
> Mit dem Gerber-Export bin ich auch nicht wirklich zufrieden, da bei den
> Bauteilen die Löcher fehlen.

Das hat mit dem CAD-Programm wenig zu tun, sondern damit, dass die 
Library auf professionelle Fertigung ausgerichtet ist, da hat man keine 
Löcher in den Pads, um die mit der Handbohrmaschine anzuvisieren - eine 
CNC-Maschine braucht das nicht und ausserdem werden die Löcher gebohrt, 
bevor es überhaupt Pads gibt.

Georg
Gast
Christoph Kind schrieb:
> Mit dem Gerber-Export bin ich auch nicht wirklich zufrieden, da bei den
> Bauteilen die Löcher fehlen.

Exportiere zusätzlich zu Gerber auch die Drills.
Dann lädst du alles zusammen in "gerbv" (open source), stellst den 
Kupferlayer auf Schwarz, die Drills schiebst du ganz nach oben in der 
Layerhierarchie und stellst sie auf Weiss, und druckst das ganze aus 
(oder in ein PDF).
Gast
Christoph Kind schrieb:
> nur bekomme ich es nicht hin, aus
> den erstellten PCBs vernünftige Belichtungsvorlagen zum Ätzen zu
> erstellen.

Heißt das, Ihr wollt selber Belichtungsvorlagen erstellen und dann auch 
die Leiterplatten selbst herstellen?
Normalerweise werden die Filme ja aus den Gerberdaten erstellt, dafür 
wurde das Gerber-Format ja mal vor vielen Jahren entwickelt und jeder 
Leiterplattenhersteller kann dieses Format nutzen.
Gast
quote
Exportiere zusätzlich zu Gerber auch die Drills.
Dann lädst du alles zusammen in "gerbv" (open source), stellst den
Kupferlayer auf Schwarz, die Drills schiebst du ganz nach oben in der
Layerhierarchie und stellst sie auf Weiss, und druckst das ganze aus
(oder in ein PDF).
/quote

muss doch alles nicht sein.
Einfach im Output Job alles korrekt einstellen. Dann man man ne 
Belichtungsvorlage einfach drucken.
Gast
Naja, hört sich kompliziert an, ist aber eine Sache von 1 Minute.
Vielleicht kannst du ja mal konkreter werden, wie man im "Output Job 
alles korrekt" einstellt, damit das gewünschte Ergebnis dabei rauskommt.
Meiner Erfahrung nach ist Altium nicht gerade ein Paradebeispiel an 
Benutzerfreundlichkeit, daher nutze ich zur Endkontrolle und anderen 
Aufgaben eben lieber meine bewährten Tools (gerbv).
Gast
Christoph Kind schrieb:
> Danke Georg für die Wiederholung des Problems :-\

Ich wollte damit klarstellen, dass das wenig vom CAD-System abhängig ist 
und das Problem auch bei einem anderen System so auftreten wird, also 
kein Argument gegen Altium (nach dem ersten Post ging es eben darum) - 
das ist noch lange kein Grund für eine rotzige Antwort. Tut mir leid 
dass ich auf deine Frage überhaupt eingegangen bin, wird nicht wieder 
vorkommen.

Georg
Gast
Als Belichtungsvorlage erstelle ich immer ein PDF (direkt aus Altium) 
und drucke das dort dann aus.

Fabrication Outputs
Final Artwork Prints

->
rechte Maustaste Configure (Holes auswählen)
->
rechte Maustaste Page Setup
-> Mono
X: 1.01 Y 1.00 (das ist für meinen Drucker notwendig)
Scale Mode: Scaled Print
Scale: 1.0

Danach Preview klicken und schon kann man auf die Folie ausdrucken.
Eventuell musst du bei Final Artwork Prints noch ein paar Details 
ein/ausschalten je nachdem was du drucken willst.
Gast
Christoph Kind schrieb:
> Mit dem Gerber-Export bin ich auch nicht wirklich zufrieden, da bei den
> Bauteilen die Löcher fehlen.
>
> Wie ist denn der beste Weg bei dieser Software?

Hallo Christoph,

a) Die Leiterplatten selbst herzustellen ist möglich - hab' ich bei mir 
aber in Zeiten von Elecrow, Seedstudio, ... aufgehört. Wenn's 
superschnell gehen muss lasse ich die mir per DHL kommen. Sind in 1 
Woche da und kosten 10 Stück irgendwo zwischen 20...35EUR. Also nicht 
die Welt.

b) (TOPIC)
Altium kann im Gerber Postprozess (OutJob, Fabriction Outputs, Gerber 
Files electrical) nahezu alles einstellen. Dort kannst Du unter 
Apertures Dir die ganzen Aperturen erzeugen lassen (Create List From 
PBC) und diese dann nacheditieren. Manche sind halt dann rund ohne 
Bohrung. Dort kannst Du dann eine Bohrung einstellen. Aber: Wenn Du 
jetzt Gerber ausgibts bekommst Du pro Lage eine Aperturenliste die Du 
verwenden must oder für den Plotter dann laden musst. Da findest Du dann 
auch Deinen Blendencode MIT Bohrung.

rgds
Das ganze ist viel einfacher. Gehe im pcb editor nach file - print 
preview, dann Mach da zwei blaetter, eins genannt top layer, dorrt 
selektiere top copper & multilayer & keepout fuer den rand, dann show 
holes. Weils top layer ist spiegeln, dann masstab = 1:1. Und drucken. 
Dasselbe nochmals fuer den bottom layer.
Der Print preview ist etwas muehsam, bis man sich durchgekaempft hat. 
Rechte mouse und dann configure .. prinout properties .. dort die layers 
anwaehlen und zusammenstallen. Multilayer jeweils zuoberst. Dann kann 
man die loecher sichtbat machen. Sonst nicht.

Gerber braucht man nur fuer extern.
Christoph Kind schrieb:
> Mit dem Gerber-Export bin ich auch nicht wirklich zufrieden, da bei den
> Bauteilen die Löcher fehlen.

Hi Christoph,
dieses Problem lässt sich ganz einfach lösen. Im Output Job File einfach 
auch NC-Drill Daten erzeugen lassen und im Auto-Load mit laden lassen.
Ohne Job-File muss man die NC-Drill Daten im CAM importieren sind aber 
auch nur 2-3 Mausklicks

Walter
Gast
Wenn man auf dem Printpreview einen Multilayer eingeschaltet, und Show 
Holes angewaehlt hat, sollte das Loch doch weiss sein... moment...
Ja. Der Multilay muss zuoberst sein. Also :

- Multilayer
- Keepout
- Toplayer

Denn das Loch in dem Multilayer zugeordnet und muss zuletzt kommen, von 
oben. Nicht vergessen, den Top Printout zu spiegeln.

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