Elko geplatzt

Gast #3910625
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Bei meiner Schaltung wurden zwei Elkos geplatzt. Ich habe den 
(Teil)Schaltplan im Anhang hinzugefügt. Das sind die C101 und C102 
(beide 100µF/100V). Gespeist wird mit 15V. Was kann die Ursache sein. 
Von den Kondensatoren wurden zunächst keine Energie entnommen.

Datenblatt: 
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/B300/RAD0_RAD1_RAD2_RAD3_RAD4%23BB.pdf
Angehängte Dateien:
Gast #3910630
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Vielleicht wurden sie durch zu hohe Ströme überlastet.

Stell Dir die Kondensatoren vor, als hätten sie einen Widerstand in 
Reihe. Bei jedem Umladevorgang fällt an dem Widerstand Spannung ab, was 
wiederum Abwärme erzeugt.
Gast #3910639
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Stefan us schrieb:
> Vielleicht wurden sie durch zu hohe Ströme überlastet.
>
> Stell Dir die Kondensatoren vor, als hätten sie einen Widerstand in
> Reihe. Bei jedem Umladevorgang fällt an dem Widerstand Spannung ab, was
> wiederum Abwärme erzeugt.

Es fließt aber noch kein Strom zum Verbraucher!
Gast #3911010
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Dietrich L. schrieb:
> ariba schrieb:
>> Es fließt aber noch kein Strom zum Verbraucher!
>
> Aber wie ist Deine Quelle?
> Wenn sie niederohmig ist, einen Spannungsrippel hat und auch Strom
> aufnehmen kann, fließt auch ein Wechselstrom in den Kondensatoren.
> Wie lange hat es gedauert, bis sie geplatzt sind? Wurden sie vorher
> warm?
>
> Gruß Dietrich

ich hatte verpolt eingelötet.

Dietrich L. schrieb:
> ariba schrieb:
>> Es fließt aber noch kein Strom zum Verbraucher!
>
> Aber wie ist Deine Quelle?
> Wenn sie niederohmig ist, einen Spannungsrippel hat und auch Strom
> aufnehmen kann, fließt auch ein Wechselstrom in den Kondensatoren.
> Wie lange hat es gedauert, bis sie geplatzt sind? Wurden sie vorher
> warm?
>
> Gruß Dietrich

Ich hatte falsch rum eingebaut. Jetzt funktioniert.
Persönliche Seite #3911047
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Man kann einen Kondensator durchaus mit Wechselstrom belasten und dies 
ist eher die Regel als die Ausnahme. Dabei muss die anliegende Spannung 
natürlich immer positiv bleiben.

Hier ist ein aktuelleres Datenblatt deiner Kondensatoren, dort ist die 
mögliche Wechselstrombelastbarkeit angegeben:
http://www.yageo.com/documents/recent/E-Cap_Miniature_SK_2011.pdf
Gast #3911731
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Alexander Schmidt schrieb:
> Man kann einen Kondensator durchaus mit Wechselstrom

Ein Kondensator wird eigentlich immer mit Wechselstrom belastet.
Im Fall, dass das vorgeschaltete Netzteil nicht ausreichend schnell 
genug Strom nachliefern kann, fließt Strom aus dem Kondensator heraus 
Richtung Last, danach wird der Kondensator wieder vom Netzteil 
aufgeladen, es fließt also Strom in den Kondensator hinein.
Gast #3911747
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Alexander Schmidt schrieb:
> Man kann einen Kondensator durchaus mit Wechselstrom belasten und
> dies ist eher die Regel als die Ausnahme. Dabei muss die anliegende
> Spannung natürlich immer positiv bleiben.
>
> Hier ist ein aktuelleres Datenblatt deiner Kondensatoren, dort ist die
> mögliche Wechselstrombelastbarkeit angegeben:
> http://www.yageo.com/documents/recent/E-Cap_Miniat...

Wenn der Ripple Strom dieses Elkos noch an der Grenze liegt, schalte ich 
3-4 parallel. Kann das so ohne zu platzen funktionieren!
Gast #3911822
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Joachim B. schrieb:
> GB schrieb:
> Ein Kondensator wird eigentlich immer mit Wechselstrom belastet.
>
> Kondensator != || <> ElKo
>
> Strom rein und raus != || <> Spannungsumkehr


Meine Frage nochmal;

Wenn der Ripple Strom dieses Elkos noch an der Grenze liegt, schalte ich 
3-4 parallel. Kann das so ohne zu platzen funktionieren
#3911839
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M.N. schrieb:
> Nicht gleich oder ungleich?

genau:
ein Kondensator ist nicht immer ein Elko

also gilt Kondensator != Elko oder Kondensator <> Elko

aber natürlich stimmt
ein ElKo ist immer ein Kondensator

aber es gilt eben nicht das Assoziativgesetz.

Bloß weil ein ElKo immer ein Kondensator ist, ist ein Kondensator nicht 
immer ein ElKo
Gast #3911852
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Lothar Miller schrieb:
> ariba schrieb:
> Kann das so ohne zu platzen funktionieren
>
> Ja, es kann sicher.
>
> Wenn der Ripple Strom dieses Elkos noch an der Grenze liegt
>
> Wenn der an der Grenze liegt, wird der Kondensator sicher nicht platzen!
> Sondern er wird heiß und hat eine reduzierte Lebensdauer...

Wenn er aber unter der Grenze liegt, dann schalte ich mehrere parallel 
oder?
#3911914
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ariba schrieb:
> Wenn er aber unter der Grenze liegt, dann schalte ich mehrere parallel
> oder?

Das hängt in erster Linie von den Anforderungen ab:
Bei welcher Umgebungstemperatur soll er wie lange leben bzw. wieviel 
Kapazitätsverlust kann die Schaltung verkraften?
Die Hauptursache ist das Austrocknen des Kondensators (des Elektrolyts).
Ein Elko hat bei max. Temperatur eine Lebensdauer von typicherweise 2000 
Stunden. Pro 10°C weniger verdoppelt sich die Lebensdauer.
Die Temperatur des Kondensators ist die Umgebungstemperatur + 
Eigenerwärmung. Und die Eigenerwärmung hängt von der Verlustleistung, 
also vom Strom und vom Innenwiderstand (ESR) des Elkos ab.

Siehe auch: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolytkondensator#Lebensdauer_bei_Elkos_mit_fl.C3.BCssigem_Elektrolyten

Gruß Dietrich
Gast #3912056
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Ich habe nur noch zwei Frage:

1) Wie sollte man ELKOs bei Inverswandlern anschließen? Dort ist ja die 
Ausgangsspannung invertiert. Zum Beispiel auch bei den Abwärtswandlern 
kann der Strom in die negative Richtung gehen. Oder muss man da bipolare 
nehmen?

2) In den Datenblättern von einige Elkos sind Ripple Ströme bei 100Hz 
und bei anderen 120kHz angegeben. Welche sind am Besten für DC/DC 
Wandler geeignet? (PWM 20kHz)


Welche Elkos sind überhaupt für Schaltnetzteile geeignet?
Gast #3912062
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ariba schrieb:
> 1) Wie sollte man ELKOs bei Inverswandlern anschließen? Dort ist ja die
> Ausgangsspannung invertiert. Zum Beispiel auch bei den Abwärtswandlern
> kann der Strom in die negative Richtung gehen. Oder muss man da bipolare
> nehmen?

Man sollte zwischen Strom und Spannung unterscheiden. Der Strom fließt 
beim Aufladen des Kondensator in die eine Richtung und beim Entladen in 
die andere. Im Gegensatz zum Strom darf die Spannung bei einem Elko 
nie negativ gegenüber der angegebenen Polarität sein.
Gast #3912072
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ariba schrieb:
> Wie sollte man ELKOs bei Inverswandlern anschließen?

Auf jeden Fall immer so, daß die Polarität des Elkos der Polarität der 
Spannung entspricht. Die Stromrichtung ist irrelevant. Jeder Kondensator 
wird geladen und entladen, das liegt in seiner Natur. Das ist aber nur 
die Richtung des Stromes, nicht die Polarität der anliegenden Spannung. 
Das mußt du auseinanderhalten.

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