Hallo,
ich habe zwei Spannungen (+5V und -10V) mit gemeinsamer Masse. Ich würde
gerne die -10V schalten. Dazu muss ich einen Pin von Mikrocontroller
verwenden (0V und 5V).
Wie kann man sowas prinzipiell realisieren?
Geht sowas mit nur einem Transistor?
Vielen Dank für eure Hilfe.
@ qwertzi (Gast)
>Wie kann man sowas prinzipiell realisieren?
Mit einem Pegelwandler.
>Geht sowas mit nur einem Transistor?
Nicht nur, ist aber ein einfacher Ansatz.
Peter S. schrieb:> Geht mit 2 Transitoren (PNP und NPN)
Was genau? a) 2xNPN und 2xPNP
b) je ein NPN/PNP
Zeig doch mal deine Schaltungsentwürfe mit:
1) Last einseitig an GND
2) Last einseitig an -10V
Könnte so gehen siehe Anhang. Beispiel für 100mA Last.
Linkes Bild Last ist an -10V angeschlossen.
Rechtes Bild, Last ist an GND angeschlossen.
Die Widerstandswerte sind grob berechnet.
Wie groß soll denn überhaupt die Last sein?
Ventil? Relais? Motor?....
Gruß aus DN
Greg
Greg schrieb:> Könnte so gehen siehe Anhang. Beispiel für 100mA Last.
Typisches Kindergarten-Niveau, umständlich, aufwändig und langsam.
Im Anhang ein Gegenvorschlag (obere Schaltung, grüne Kurve). Weniger als
der halbe Aufwand und um den Faktor 20 schneller. Dazu noch ein etwas
größerer Hub am Ausgang. Zum Vergleich die Version von Greg (untere
Schaltung, rote Kurve).
ArnoR schrieb:> Im Anhang ein Gegenvorschlag
Dürfte nicht das sein, was dem TE vorschwebt. Denn er schreibt ja extra:
> Ich würde gerne die -10V schalten.
Was ich so interpretiere, daß die -10V Seite des Verbrauchers geschaltet
werden soll. Nicht GND.
Aber natürlich geht deine Schaltung mit einer kleinen Änderung auch
dafür. Die Last einfach in den Kollektorkreis des npn-Transistors legen
und den Emitter direkt an die -10V.
Axel Schwenke schrieb:>> Im Anhang ein Gegenvorschlag>> Dürfte nicht das sein, was dem TE vorschwebt.
Das bezog sich vorwiegend auf die Schaltung von Greg.
>> Ich würde gerne die -10V schalten.>> Was ich so interpretiere, daß die -10V Seite des Verbrauchers geschaltet> werden soll. Nicht GND.
Mag sein oder auch nicht. Oft genug wissen die Leute nicht genau was sie
wollen oder verwechseln einfach was.
> Aber natürlich geht deine Schaltung mit einer kleinen Änderung auch> dafür. Die Last einfach in den Kollektorkreis des npn-Transistors legen> und den Emitter direkt an die -10V.
Genau. Das auch noch zu zeigen war ich zu faul. Diese Version ist wegen
der gesättigten Emitterschaltung allerdings etwas langsamer als meine
andere, aber immer noch einfacher und viel schneller als die von Greg.
Man sollte bei der Schönheit der Zeichnungen auch die
Einschaltreihenfolge genauer betrachten. Wir wissen ja nicht was im
Einschaltmoment des Netzteils früher da ist oder überhaupt vom TS
geschaltet werden soll.
Kennt heutzutage eigentlich keiner mehr die Basisschaltung, die sich
hier hervorragend eignen würde? Mit drei Widerständen und jeweils einem
NPN- und PNP-Transistor wäre die gesamte Schaltung erledigt.
Und damit der Threadersteller auch noch einen eigenen Beitrag leisten
muss, gibt es von mir auch keinen fertigen Schaltplan, sondern nur noch
den Tipp, dass der PNP-Transistor in Basisschaltung betrieben wird.
Andreas Schweigstill schrieb:> Kennt heutzutage eigentlich keiner mehr die Basisschaltung, die sich> hier hervorragend eignen würde? Mit drei Widerständen und jeweils einem> NPN- und PNP-Transistor wäre die gesamte Schaltung erledigt.
Nur, wenn man wirklich nur einen Pegelwandler will. Die gezeigten
Schaltungen sind alle für Lastströme von 100mA ausgelegt und können auch
mehr. Bei deiner Basisschaltung müsste der µC den vollen Laststrom
liefern. Das finde ich nicht hervorragend.
Andreas Schweigstill schrieb:> Kennt heutzutage eigentlich keiner mehr die Basisschaltung, die sich> hier hervorragend eignen würde? Mit drei Widerständen und jeweils einem> NPN- und PNP-Transistor wäre die gesamte Schaltung erledigt.
Oh, die Experten. Für jeden der drei Widerstände einen NPN und einen PNP
- sechs Transistoren. Schöne professionelle Beschreibung für Leute die
Hilfe suchen.
ArnoR schrieb:> Bei deiner Basisschaltung müsste der µC den vollen Laststrom> liefern. Das finde ich nicht hervorragend.
Nein, über den Pegelwandler wird dann der in der -10V-Leitung
befindliche NPN-Transistor angesteuert. Der Portpin müsste allerdings
etwas mehr als den Basisstrom des NPN liefern können. Statt des NPN kann
man jedoch auch einen n-Kanal-MOSFET verwenden, so dass nur dessen
Gate-Leckstrom und der Strom durch den parallelgeschalteten
Pull-Down-Widerstand aufgebracht werden müssen.
Verstehe schrieb:> Oh, die Experten. Für jeden der drei Widerstände einen NPN und einen PNP> - sechs Transistoren. Schöne professionelle Beschreibung für Leute die> Hilfe suchen.
Schwachsinn. Zwei Transistoren und drei Widerstände ergeben insgesamt
fünf Bauteile.
Andreas Schweigstill schrieb:> Nein, über den Pegelwandler wird dann der in der -10V-Leitung> befindliche NPN-Transistor angesteuert.
Aha, das wäre also wie mein Vorschlag, nur dass die Basis des pnp an
Masse liegt und der Emitter am µC-Ausgang. Diese Schaltung würde man
einsetzen wenn man das Signal gegenüber meinem Vorschlag invertiert
haben möchte. Ich verstehe nur nicht, wo du da noch einen dritten
Widerstand unterbringen willst.
ArnoR schrieb:> Ich verstehe nur nicht, wo du da noch einen dritten> Widerstand unterbringen willst.
Oh, Du hast Recht, insgesamt zwei Widerstände genügen. Ich hatte
gedanklich noch einen Basisvorwiderstand zwischen Kollektor des PNP und
Basis des NPN platziert, aber der ist ja gar nicht erforderlich, da der
Emitterwiderstand des PNP auch den Basisstrom des NPN begrenzt.
Greg schrieb:> Könnte so gehen siehe Anhang. Beispiel für 100mA Last.
Sorry fürs ausgraben dieses uralt-Threads.
Was würde denn an Gregs Schaltungsentwurf (der rechte) nicht passen.
Hätte selbe Anforderung und diese Schaltung hätte ich auch entworfen.
Moritz
Moritz schrieb:> Was würde denn an Gregs Schaltungsentwurf (der rechte) nicht passen
Geht schon, erfordert halt mehr Bauteile und schaltet langsamer, ist
insofern die dümmere Lösung, kann aber interessant werden, wenn man eine
Digitaltransistor NPN/PNP Kombi benutzen kann.