Gast
#3918994
Hallo Leute, eigentlich ergab sich meine Frage erst durch Recherche. Vorab: Ich will ein Gerät bauen, das Messungen über lange Zeit "Energie autark" machen soll. Hierzu steht u.A. ein LiFePo4 Zelle (~2,5Vdisc, 3,2Vnom, 3,6Vcharge) und ein Solarpannel zur Verfügung. Das Pannel ist noch nicht ausgesucht, aber es gibt da diverse für ~5V (die von 4 bis 7V reichen). Meine Schaltung dahinter ist nicht unbedingt Stromhungrig, so dass keine Große Leistungselektronik vorhanden sein muss. Jetzt war ich aber am überlegen, ob ein MPPT für das Pannel erforderlich ist. Nachdem ich einen Tag lang nach Möglichkeiten recherchiert habe, bin ich auf die in der Raumfahrt bewährten Shuntregler gestoßen. Die werden scheinbar immer dann benutzt, wenn man eine Bussspannung vorsieht, die nicht unbedingt konstant sein muss. Auch ist deren Konstruktion und Auslegung bei weitem weniger komplex als ein MPPT (mehr Bauteile + höhere Komplexität = höheres Ausfallrisiko) Praxisbeispiel: http://www.terma.com/media/177722/s3r_shunt_regulation_module.pdf Was mich aber am meisten interessiert ist das was ich an manchen Stellen lesen konnte. - Die Effizienz! Die wird bei *MPPT mit 70-85%* angegeben und bei *Shuntreglern mit 90+* - aber wie kann das sein? Nach meinem Verständnis ist der Shuntregler parallel zum Solarpannel. Überschreitet die solar induzierte Spannung ein bestimmtes Level, so "verbrennt" der Shuntregler dies in Wärme. Wie kann das Effizienter sein als ein MPPT? Erst recht im Vakuum des Weltraums wo man Wärme ja nicht los wird? Das verlinkte Datenblatt spricht von bis zu 1,2kW Output und <33W und maximaler Verlustleistung von <33W bei 1,2kW! Auf meine Ausgangssituation zurückzuführen würde ich einen Shuntregler aus TL431 und einem PNP auf ~3,6V dimensionieren Pannel, Shuntregler und LiFePo4 Zelle alle parallel verschalten. Würde das so gehen? Das Pannel wird so bemessen, das es ~3 Tage benötigt bei "mittlerem" Sonnenstand um den LiFePo4 zu laden. Mit der Energie aus einer geladenen LiFePo4 Zelle kommt der Rest der Schaltung rund 2 Wochen zurecht. Ich habe leider keine "gute" Literatur oder Quellen für "Erdanwendungen ;-)" oder gar der Dimensionierung gefunden. Wenn Ihr da noch eine gute Quelle kennt wäre ich dankbar über deren Nennung! Gruß Frank