Lötdämpfe [Sachlich auf den Punkt]

OP Persönliche Seite #3926596
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Hi,
ich werde bald vom Hobbybereich (1x Monat) zur Kleinserienfertigung 
(ca.20 Platinen/Monat) umsteigen und mache mir einige Gedanken zu den 
Lötdämpfen, die ich durchs Handlöten als auch durch einen Durchlaufofen 
inhalieren werde.

Gelesen habe ich folgende Themen:
Beitrag "giftige Lötdämpfe, wie viel ist gesund?"
Beitrag "Lötdämpfe gefährlich?"
Beitrag "Lötdämpfe, wie macht ihr das?"

Etwas hilfreich war jedoch NUR
Beitrag "Re: Lötdämpfe gefährlich?"

Und der Hinweis:
"Nebenbei sind im Lötrauch auch Bromide, Furane und Dioxide vorhanden!"

Da es keinen Vorgesetzten geben wird, der sich drum zu kümmern hat, bin 
ich also derjenige, der sich informieren sollte und wäre dankbar für 
einige Sachliche Hinweise.

Folgende Kategorien würden mich dabei interessieren:

1. Welche Stoffe verdampfen dort beim Löten?
(Flussmittel, Schwermetalle, organisch, anorganisch?)

2. Welche Stoffe davon kann ich bereits durch "Umluft"/Ventilatoren 
(ohne Filter) abschwächen? Welche Stoffe bleiben in der Raumluft gelöst 
und ab welchen Konzentrationen ist es als gefährlich anzusehen?

3. Darf ich die Absaugluft ungefiltert ins Freie pusten 
(Handlötabsaugung und Durchlaufofen)?

4. Gibt es Langzeitstudien aus denen Folgeschäden ersichtlich sind?

5. Gibt es Stoffe in den Dämpfen die NICHT von Aktivkohle gebunden 
werden können?
5.1 Welche Sorte von Aktivkohle ist zu verwenden?



Ich tendiere zu einer Lösung, die aus 3. und 4. besteht.
Ich weiß, dass hier die meinsten mehr Ahnung von MCs und Schaltungen 
haben als von Chemie und Gesundheit (böse Unterstellung;)
Dennoch würden mich insbesonders die Meinunge dieser beiden 
Gruppierungen interessieren.

Vielleicht könnte man es später auch als WIKI-Eintrag formulieren, den 
ich vermisse und für nicht unwichtig halte.

Grüße Oekel
#3928152
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Habe bei mir wie im Link ersichtlich eine Absaugeinrichtung nach außen 
gemacht. Auch bei längerer Arbeit mit dem Lötkolben riecht man im Raum 
überhaupt nichts. Ist vielleicht Overkill. Das Absauggebläse hat eine 
Nennsaugleistung von 100 cubic feet/min. An der Wand ist ein 
Klappenventil um Außenluft bei Nichtgebrauch zu blockieren. Der Schlauch 
hat einen Durchmesser von ca. 10cm. Der transparente 30cm Teller um den 
Schlauch herum ist von einer Kuchenabdeckung. Da geht das Licht von oben 
durch. Die Geräuschbelastung ist nicht zu schlimm. Man gewöhnt sich bald 
dran oder dreht das Stereo etwas höher;-) .

Wenn man absichtlich Rauch erzeugt sieht man ganz gut wie effektiv der 
Rauch abgesaugt wird. Ich bin mit dem Erfolg jedenfalls sehr zufrieden.

Beitrag "Re: Quick&dirty - schnelle Problemlösungen selbst gebaut"

Gruß,
Gerhard

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