B e r n d W. schrieb:
>> Ja. Weil Simulationssoftware dämlich ist
>
> Der OPV in einer echten Schaltung wäre abgeraucht.
Nein, wäre er nicht. Zum einen schon deswegen nicht, weil die
Eingangsspannungsquelle mit 1V sicher keine 1.2kA geliefert hätte.
Außerdem ist da bei abgeklemmter Versorgungsspannung auch gar kein
Weg, durch den so viel Strom durch Schutzdioden oder parasitäre
pn-Übergänge irgendwohin fließen könnte. In der Realität würde der OPV
durch die Eingangsspannung ein bisschen Versorgungsspannung erhalten und
es würde nichts passieren (weil so ein OPV mit 0.3V nicht läuft).
Aber natürlich ist auch dieser Aspekt falsch simuliert. Denn eine
abgeklemmte Versorgungsspannung ist keine Spannungsquelle mit 0V
Ausgangsspannung. Eine abgeschaltete Versorgung mag einem Meßwert von 0V
zwischen den klemmen ergeben, Aber sie wird nicht wie in der Simulation
unbegrenzt Strom sinken können, ohne daß die Spannung dabei ansteigt.
> Die Simulation gibt dem Benutzer die einzigartige
> Gelegenheit, Varianten auszuprobieren, ohne dass es gleich raucht.
Aber nur wenn der Benutzer weiß, was er da tut. Leider beobachte ich
regelmäßig das genaue Gegenteil. Leute, die nicht wissen welche Ende des
Lötkolbens das heiße ist und die einen Transistor nicht von einem
Potentiometer unterscheiden können (hat ja je 3 Beine), simulieren die
dollsten Schaltungen und kommen dann heulend an, wenn die in der
Realität auf einmal nicht funktionieren.
Und oft (aber nicht immer) liegt das daran, daß die Modelle unvoll-
ständig sind oder daß die Simulation die Modelle weit abseits ihres
Geltungsbereichs betreibt. Dämlich eben.