alter PC spinnt

OP (Firma: Q3) #3961651
Ich habe hier den alten PC einer Nachbarin, die mich bat, wenigstens die 
Daten zu retten. Vorher wollte ich mal sehen, ob ich den irgendwie 
wieder starten kann. Er hat ein Motherboard von MSI, Typ "MS6777VER1".

Es tritt immer das gleiche Problem auf: Der BIOS-Startbildschirm bleibt 
nach der Meldung "DRAM Clock For DDR xxx" stehen und nix geht mehr. Am 
unteren Bildschirmrand steht "Press DEL to enter Setup", aber darauf 
wird nicht reagiert, weder von PS/2- noch USB-Tastatur.

Was ich bisher getan habe:

- Netzteil gewechselt (altes war tot)
- RAM-Riegel gewechselt, wahlweise nur einen oder beide Slots bestückt
- CMOS-Clear-Jumper gesetzt und zurückgenommen
- Save-Boot-Jumper (J4) gesetzt und zurückgenommen
- CMOS-Batterie gewechselt
- alle Karten entfernt (Motherboard hat eigentlich Alles onboard)

Um es nochmal deutlich zu machen, für die, die den Post nicht gründlich 
lesen: Ich komme nichtmal ins BIOS.

Was kann man noch tun (ausser wegschmeissen)?
Gast
last schrieb:
>> wenigstens die Daten zu retten.
> Festplatte ausbauen und in einen funktionierenden PC stecken

wenn er noch IDE-Anschlüsse auf seinem Mainboard hat ... (MS6777 VER1, 
erstes Rel. -> 1000 Jahre alt!)

ansonsten Adapter IDE -> SATA bzw. USB kaufen und Daten retten

Das Board gehört in die Tonne, war neu schon der billigste Schrott! 
Dieser Hardware würde ich keine WinZip-Installation anvertrauen, 
geschweige denn meine eignen Daten
OP (Firma: Q3)
Bernd schrieb:
> Das Board gehört in die Tonne, war neu schon der billigste Schrott!
> Dieser Hardware würde ich keine WinZip-Installation anvertrauen,
> geschweige denn meine eignen Daten

Jaaa, genannte Nachbarin ist nicht sehr wohlhabend und auch wenig 
Computer-affin ... d.h einmal am Tag Mails lesen, evtl. 1/2h surfen und 
hin und wieder einen Brief schreiben ... das wars. Dafür wäre das Ding, 
falls es liefe, allemal gut.

Ich hätte auch noch ein par größere passende RAM-Riegel und eine nicht 
ganz so alte Platte dazugetan ... aber wenn garnix mehr zuckt.

Wie es aussieht, ist wohl jede weitere Mühe vergeblich .. :-(
Moin,

das Problem erinnert mich an eigene Erfahrungen:
Man hat alles probiert, das Finden der Lösung wird immer 
unwahrscheinlicher und obwohl ein Ersatz-Board nur wenige Euro kostet, 
investiert man Stunde um Stunde und schaut sehenden Auges zu, wie sich 
der investierte Aufwand immer weniger lohnt.
Seltsam, dass man sich dabei nicht selber stoppen kann...

Was fällt mir noch aus ähnlichen Erfahrungen ein: Lege das Board auf 
Silberpapier, so dass wirklich auch der letzte Elko/Kondensator seine 
Ladung verliert.
So kann man Potentialzustände resetten, die beim Start irgendwelche 
Eingänge vom Start an falsch ansteuern.

Was man damit nicht in den Griff bekommt, sind Lötverbindungen, an denen 
der Zahn der Zeit doch so sehr genagt hat, dass der Kontakt hinüber ist.
Und in Anbetracht der bereits durchgeführten Lösungsversuche würde ich 
leider genau hier den Fehler vermuten.

Daher tendenziell: Weg mit dem Board, ersetze es!

Allerbest,

Volker

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