Platinendrucker

Gast #3963062
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Sollten diese Geräte tatsächlich produziert und auch noch erschwinglich 
werden, dann hätte dies schon seinen Reiz - die Ätzmittel und den Umgang 
damit inkl. Lagerung der Brühe würde ich nicht wirklich vermissen....

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Voltera-V-One-Platinen-drucken-statt-aetzen-2516181.html
Gast #6496913
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Ich habe absichtlich diesen alten Thread wiederbelebt um mal zu fragen, 
ob jemand schon Erfahrung mit einem Platinendrucker hat.
Ja, Platinendrucker sind inzwischen tatsächlich auf dem Markt, neben dem 
im Link erwähnten Voltera gibt es noch den SV2 von BotFactory.

Hier die Links:
https://www.voltera.io/

https://www.botfactory.co/page/products
/BTW - Warum haben die eigentlich eine kolumbianische IP-Addresse?/

Meiner Meinung nach stehen dem Vorteil der schnellen, chemiefreien 
Prototypenfertigung auch viele Nachteile gegenüber:

1. Die Silbertinte ist teuer (ca. 100-300$ pro Kartusche) und hat eine 
begrenzte Lebensdauer von 6 Monaten.
2. Die Leitfähigkeit ist ca. 1 Größenordnung schlechter als Kupfer.
3. Minimaler Pinabstand 0.65 baim Voltera und 0.6mm beim SV2 Starter, 
also kein LQFP. Die SV2 enhanced Version kann wohl 0.5mm, der Preis ist 
aber nur auf Anfrage verfügbar und vermutlich 5-stellig.
4. Durchkontaktierungen müssen von Hand genietet werden. Nietwerkzeug 
bei BotFactory wird zu Mondpreisen (>=1000$) gehandelt.
5. Maximal 2 Layers, außer SV2 Professional (Preis ???)

Als Vorteil ist die Pick-and-Place - Funktion beim SV2, der die Platinen 
auch bestücken kann. Für Klein/Hobbyanwender aber kaum brauchbar, da die 
Zuführung der Bauelemente aufwändig ist.

Meiner Meinung nach lohnt sich das nur für Entwicklungsabteilungen 
größerer Firmen, wo viele Prototypen sehr schnell benötigt werden.
Gast #6496936
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Mike schrieb:
> Meiner Meinung nach lohnt sich das

Gar nicht.

Aber LPKF hat auch Geräte verkauft.

Einfach, eventuell zweilagige aber nichtmal durchkontaktierte Platinen, 
kann man besser herstellen in dem man Resist einfach mit Tintenstrahl 
druckt und dann chemisch ätzt und Lötstoplack/Bestückungsdruck gleich 
mit druckt.

Tja, und durchkontaktieren können die ja auch nicht ordentlich. Da ist 
man bei Polymerelektronik schon weiter, da kann man Leitungen und 
Isolator mehrlagig übereinander drucken und an Isolationslöchern 
kontaktieren lassen (mit ebenfalls mieser Leitfähigkeit, Lötbarkeit und 
Isolation).
#6496944
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Mike schrieb:
> /BTW - Warum haben die eigentlich eine kolumbianische IP-Addresse?/

Deren IP-Adresse (172.99.68.69) ist in den USA lokalisiert, diese Firma 
hat ihren Sitz in NY/USA. Kolumbianisch ist nur die TLD – vermutlich aus 
den gleichen Gründen, aus denen Leute, die nicht in Tuvalu sitzen, sich 
Domains mit der TLD „tv“ registriert haben.

Sorry für OT – ich finde aber, so grundlegende Terminologie sollte schon 
richtig verwendet werden.
Gast #6496994
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Mike schrieb:
> Meiner Meinung nach lohnt sich das nur für Entwicklungsabteilungen
> größerer Firmen, wo viele Prototypen sehr schnell benötigt werden.

Für einfache Schaltungen haben wir in der Arbeit einen 
Leiterplattenfräser. Gefräste Platinen bekomme ich in 2h. Die sind auch 
nicht durchkontaktiert, aber elektrisch und mechanisch hält das eher was 
her.

Naja, und die Drucker kosten fast 3k€. Dafür kann man viele Prototypen 
produzieren lassen, und die haben dann dafür Lötstopplack und 
Beschriftung. Es ist ja eher selten, dass man das "heute" noch braucht, 
meistens sind 7 Werktage ja ok.

Was man damit tut, wüsste ich auch gern. Aber irgendeinen Markt wird es 
wohl geben.

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