Hallo
Ich versuche ein Gerät über ein USB Netzteil zu speisen. Schlisse ich
jedoch das USB-Kabel an, messe ich 1.7V und mein uC (AT32UC3) wird sehr
warm. Das Kabel ist garantiert richtig gepolt, ich habe auch mehrere
Netzeile und den PC als Speisung versucht. Läuft nicht.
Wenn ich ein Labornetzeil mit 5V anschliesse läuft die Schaltung aber.
(Überall 5V Stromverbrauch ca. 10mA)
Hat jemand eine Idee warum die USB-Speiung nicht 5V hergibt?
Lg
Jerome
Was genau hast du vor ?
Kann es sei das das USB kabel zulang ist ?
Am PC dessen USB buchse gibt keine 100% saubern 5 (4,7-4,9 volt raus
diese solltes du bei empfindlichen Geräten glätten.
Was verstehst du unter USB-Netzteil? Ist das ein Netzteil das an 230V
angeschlossen wird und dann ueber einen USBstecker 5V liefert? Also z.B.
ein Handyladegeraet oder ist es ein Netzteil welches auf einer Seite mit
dem USBport eines Rechners verbunden wird und dann als variable
Spannungsquelle fuer diverse externe Elektronik dient? Oder verwendest
du schlicht und einfach einen USBport als 5V-Spannungsquelle?
Falls du das letztere meinst: teste den Port mit einem
USBstick,Maus,Keyboard etc...
DAVID ------ schrieb:> Was genau hast du vor ?
Das PCB soll mit den 5V, welche von einem AC/DC Adapter kommen,
gespiesen werden. Als AC/DC Adapter wird ein herkömmliches Netzteil
verwendet, wie es zu jedem Smartphone mitverkauft wird. Es wird ein
Micro USB Typ B Stecker am Ende des PCBs eingesetzt, so dass man das PCB
mit den Utensilien betreiben kann, mit denen fast jedes Smartphone mit
Android geladen werden kann.
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Micro-USB-StandardDAVID ------ schrieb:> Kann es sei das das USB kabel zulang ist ?
Es handelt sich um ein Standardkabel (ca. 0.6m), die Länge kann als
unproblematisch betrachtet werden.
Toxic, siehe oben.
Ich verwende selbst Handynetzgeraete fuer alles moegliche.Liefern in der
Regel 0.5A und mehr - zu Schade zum wegwerfen...
Da du schon mehrere Netzgeraete getestest hattest und auch einen USBport
an einem Rechner muss der Fehler eine falsche USBbelegung auf deiner
(selbstgebauten?) Platine vorliegen.
Ueberprufe nochmal genau die Pin-Belegung.Es gibt ja 4 oder 5 polige
USBstecker...da muss sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen haben.
1.7V koennte durchaus die Signalspannung an einem der 2
USB-Datenleitungen sein...
Ich sehe absolut keinen Grund warum dein Prozessor nicht funktionieren
sollte.
Toxic schrieb:> Da du schon mehrere Netzgeraete getestest hattest und auch einen USBport> an einem Rechner muss der Fehler eine falsche USBbelegung auf deiner> (selbstgebauten?) Platine vorliegen.
Dies kann nicht der Fall sein. Wenn man das USB Kabel auf der Seite
abschneidet, an der es in das Netzteil eingesteckt wird und
anschliessend die einzelnen Litzen für VCC & GND in eine Spannungsquelle
"einspannt", hat man effektiv 5V auf dem PCB. Die Stromaufnahme des PCBs
ist dabei nicht auffällig.
Habe die Pinbelegung noch einmal überprüft, ist fehlerfrei. Ich habe das
Gefühl, das Problem liegt beim AC/DC Converter.
Das Layout sieht gut aus.Kann auf Anhieb keinen Fehler feststellen.Die
beiden aeusseren Pins sind VCC und GND.
Ich sehe auch, dass du die Datenpins auf dem Layout ebenso verdrahtet
hast(warum verstehe ich nicht wenn der USBport lediglich zur
Spannungsversorgung dienen soll).Ich schlage folgendes vor:
Verwende zum Test nur(!) die Plus und Minusleitungen des
AC/DC-adapters.Applenetzgeraete z.B. verbinden die eigentlich nutzlosen
Datenpins innerhalb des Netzteils mit Plus und Minus (ueber
Widerstaende).Die Applegeraete fragen dann tatsaechlich die
Spannungspegel an den Datenpins ab und zwingen somit den User nur
Appleladegeraete zu kaufen.....
Toxic schrieb:> .Applenetzgeraete z.B. verbinden die eigentlich nutzlosen> Datenpins innerhalb des Netzteils mit Plus und Minus (ueber> Widerstaende).Die Applegeraete fragen dann tatsaechlich die> Spannungspegel an den Datenpins ab und zwingen somit den User nur> Appleladegeraete zu kaufen.....
Darum sollte man das auch nicht unterstützen.
Banda schrieb:> Toxic schrieb:>> .Applenetzgeraete z.B. verbinden die eigentlich nutzlosen>> Datenpins innerhalb des Netzteils mit Plus und Minus (ueber>> Widerstaende).Die Applegeraete fragen dann tatsaechlich die>> Spannungspegel an den Datenpins ab und zwingen somit den User nur>> Appleladegeraete zu kaufen.....>> Darum sollte man das auch nicht unterstützen.
Völliger Nonsens. Das ganze passiert nicht, damit man nur Apple
Netzteile kauft, sonder damit das iPhone weiß wie viel Strom das
Ladegerät zur Verfügung stellen kann und somit möglichst schnell Laden
kann. Die Spannungspegel sind für 0.5A Output beispielsweise anders als
für 1A.
Das kann mittlerweile jedes 0815 Netzteil, dafür braucht es keine Apple
Original Hardware.
Um jeden Zweifel auszuräumen, habe ich ein USB Kabel geopfert. Rotes
Kabel an Vcc und Schwarzes Kabel an GND. Die zuvor gemessene
Leerlaufspannung des USB Netzteils ist 5.1V. Schlisse ich das PCB mit
den gerade beschriebenen Modifikationen an, sehe ich 1.7V. Die Spannung
variiert zwischen verschiedenen Netzteilen zwischen 1.5 und 2.5V, da ich
meinen Mikrocontroller der jedesmal warm wird wenn ich USB anschliesse
nicht opfern will, kann ich das Signal aber schlecht mit dem KO
abbilden.
Kann es sein, dass das Schaltnetzteil entweder durch Überlast im
Einschaltmoment, oder durch Unterforderung im Dauerbetrieb nicht richtig
arbeitet?
Versuch mal mit nem Elko zu sieben, und dahinter eine Mindestlast (100R
-> 50mA). Dann sieht das Netzteil etwas, auf das es Regeln kann.
Helge A. schrieb:> USB-Wandwarzen liefern irgendwas zwischen 4V und 7V.
Alle 10 USB-Netzteile, die ich habe, liefern innerhalb 4,9..5,1V.
Ich nehme die sehr oft für MC-Schaltungen.
Jerome schrieb:> Schlisse ich> jedoch das USB-Kabel an, messe ich 1.7V und mein uC (AT32UC3) wird sehr> warm.
Sicher, daß VCC des USB vor dem Spannungsregler angeschlossen ist und
nicht an VCC des MC?
Trenne mal D+ und D- vom Netzteil, obs dann geht.
OK, Lösung und (vielleicht) Antwort: Der Einschaltstrom waren gemessene
5A (Es hat relativ viele Keramik-Kondensatoren auf der Schaltung).
Dadurch brach wohl irgend eine Schutzdiode durch und es flossen danach
die Maximalen 1A des Netzteils. Durch ein RC-Glied vor der Speisung
konnte der Einschaltpeak abgefangen werden. Keine schöne Lösung aber das
Gerät Läuft so weit.
Vielen Dank für eure Hilfe.
(Wenn noch jemand einen Vorschlag hat um den Einschaltstrom zu begrenzen
ohne einen Widerstand in die Speisung zu schalten, wäre ich zu ewiger
Dankbarkeit verpflichtet ;) )
Jerome schrieb:> Dadurch brach wohl irgend eine Schutzdiode durch und es flossen danach> die Maximalen 1A des Netzteils.
Schutzdioden brechen nicht durch, sie begrenzen wie eine Z-Diode.
Wenn der MC warm wird, dann bricht der durch (parasitärer Thyristor).
Vermutlich ist der Spannungsregler schlecht designed und gibt kurzzeitig
die vollen 5V direkt auf den MC.
Zeig mal den Schaltplan.
Jerome schrieb:> Es hat relativ viele Keramik-Kondensatoren auf der Schaltung
Ich hab Boards mit hunderten Kerkos, nie Probleme mit Stromspitzen.
Stromspitzen machen nur dicke Elkos (>1000µF).
Peter Dannegger schrieb:> Schutzdioden brechen nicht durch, sie begrenzen wie eine Z-Diode.> Wenn der MC warm wird, dann bricht der durch (parasitärer Thyristor).
OK.. könntest du das erläutern?
Peter Dannegger schrieb:> Vermutlich ist der Spannungsregler schlecht designed und gibt kurzzeitig> die vollen 5V direkt auf den MC.> Zeig mal den Schaltplan.
Es hat keinen Spannungsregler drauf. Der uC und der ganze Rest der
Schaltung ist 5V fähig und direkt an Vcc.
Peter Dannegger schrieb:> Zeig mal den Schaltplan.
Nein, tut mir leid. Wenn du wirklich interessiert bist, könnte ich ihn
dir vielleicht privat zukommen lassen. Aber es steckt nicht nur meine
Arbeit da drin.
Peter Dannegger schrieb:> Ich hab Boards mit hunderten Kerkos, nie Probleme mit Stromspitzen.> Stromspitzen machen nur dicke Elkos (>1000µF).
Man erinnere sich: Ic = (U/Rc)*e^(t/Tau). Bei kleinem C und kleinem Rc
ergibt sich da ein ganz grosser Strom. Ob dies zum Problem wird, hängt
mit dem Inenwiderstand und Einschaltverhalten deiner Speisung zusammen.
Jerome schrieb:> OK, Lösung und (vielleicht) Antwort: Der Einschaltstrom waren gemessene> 5A (Es hat relativ viele Keramik-Kondensatoren auf der Schaltung).> Dadurch brach wohl irgend eine Schutzdiode durch und es flossen danach> die Maximalen 1A des Netzteils. Durch ein RC-Glied vor der Speisung> konnte der Einschaltpeak abgefangen werden. Keine schöne Lösung aber das> Gerät Läuft so weit.>> Vielen Dank für eure Hilfe.>> (Wenn noch jemand einen Vorschlag hat um den Einschaltstrom zu begrenzen> ohne einen Widerstand in die Speisung zu schalten, wäre ich zu ewiger> Dankbarkeit verpflichtet ;) )
Wenn du die Buchse wirklich für USB-Kommunikation benutzen willst, und
nicht nur zur Stromversorgung, musst du dich darum kümmern. Das
schreibt nämlich die USB-Spezifikation vor. Zumindest USB 2.0 Spec sagt
(7.2.4.1 Inrush Current Limiting):
1
The maximum load that can be placed at the downstream end of a cable is 10 μF in parallel with 44 Ω. The 10 μF capacitance represents any bypass capacitor directly connected across the VBUS lines in the function plus any capacitive effects visible through the regulator in the device. The 44 Ω resistance represents one unit load of current drawn by the device during connect.
Die Spezifikation ist kostenlos herunter zu laden auf usb.org. Ich
empfehle jedem, der Geräte mit USB-Anschluss baut diese zu lesen.
Zumindest die Kapitel 6 (Mechanical) und speziell das Kapitel 7
(Electrical).
Wenn man hier wirklihc Hilfe will, muss man schon auf bereit sein alles
zu teilen...
Ich weiss die Antwort auf dein Problem, aber leider kann ich es nicht
mitteilen weil mir ein Kollege dabei geholfen hat die Lösung zu
finden...
Jerome schrieb:> Es hat keinen Spannungsregler drauf. Der uC und der ganze Rest der> Schaltung ist 5V fähig und direkt an Vcc.
Dann ist es eindeutig der MC, der durchzündet.
Hast Du die internen Regler richtig angeschlossen und nicht zu große
Kondensatoren dran?
Hast Du mal in den Erratas nachgesehen?
Tritt der Fehler auch auf, wenn Du erst USB steckst und dann in die
Netzdose?
Dann sollte das Netzteil langsam genug anlaufen.
Steckst Du umgekehrt, ist ja der Elko im Netzteil schon aufgeladen und
kann nen ordentlichen Hieb liefern.
Labornetzteile haben nur sehr kleine Kondensatoren am Ausgang, damit sie
schnell in die Strombegrenzung gehen können.
@peda
Kannst du vielleicht noch etwas mehr zu den parasitären Thyristoren
sagen?
Wo treten diese in einem Chip auf?
Wie werden diese gezündet? Zu großes dV/dt? Was tut man dagegen?
Vcc-Rail Rampen? Wie langsam muss/sollte der Spannungsanstieg erfolgen,
um eine Überkopfzündung zu verhindern?
Was für interne Regler hat der AT32UC3?
Was haben deren Kondensatoren mit den parasitären Thyristoren zu tun?
Vielen Dank schonmal.
@ghl -> Vielen Dank für den Tipp. Werde ich mir ansehen.
Peter Dannegger schrieb:> Tritt der Fehler auch auf, wenn Du erst USB steckst und dann in die> Netzdose?> Dann sollte das Netzteil langsam genug anlaufen.> Steckst Du umgekehrt, ist ja der Elko im Netzteil schon aufgeladen und> kann nen ordentlichen Hieb liefern.
Daran hatte ich nicht gedacht. Vielen Dank für dien Input.
Peter Dannegger schrieb:> Alle 10 USB-Netzteile, die ich habe, liefern innerhalb 4,9..5,1V.
Vielleicht etwas off topic.
Ich habe hier ein Samsung-Netzteil, 5,6V bis ca. 5mA. Darüber fällt die
Spannung langsam auf 4,7V. Ein Blackberry-Lader verhält sich ähnlich.
Das noname-Netzteil, das ich zu meinem Tele dazubekommen hatte, sowie
ein nachgekaufter Nokia-Lader liefern eine Spitze bis über 7V, Leerlauf
ca. 6V.
Ein anderes Netzteil sowie 2 Autoadapter (alle nom. 2A) haben eine so
kräftige Spannungsspitze, daß man Telefone nur nach dem Einstecken in
die Steckdose anschließen kann. Sonst latch up, Tele heiß und Akku leer.
Daher bin ich vorsichtig geworden.
ghl schrieb:> Was für interne Regler hat der AT32UC3?
Dazu mußt Du schon den genauen Typ nennen, AT32UC3 ist nur die Familie.
Allgemein haben 32Bitter ~1,7V Corespannung und ~3,3V
Peripherie-Spannung.
In dem 5Volter müßten also 2 Regler drin sein und Pins für deren
Siebkondensatoren.
Eben erst online gegangen und sehe dass hier schone eine rege
Kommunikation mit guten Vorschlaegen stattfindet.
Da es sich ganz offensichtlich um ein PowerUp-Problem handelt hier etwas
Lektuere zu dem Thema.Interessiert mich schon wie Jerome's Problem
geloest werden kann.
http://www.microchip.com/wwwAppNotes/AppNotes.aspx?appnote=en011110
Peter Dannegger schrieb:> Dazu mußt Du schon den genauen Typ nennen, AT32UC3 ist nur die Familie.
AT32UC3C064C-U
Würde mich auch interessieren mit dem Parasitären Thyristor.
Peter Dannegger schrieb:> Dazu mußt Du schon den genauen Typ nennen, AT32UC3 ist nur die Familie.
Ich kenn' den genauen Typen, den der TO hat ja nicht. Ich kenne auch die
Familie nicht. Also haben die anscheinend interne Core und I/O Regler.
Ist ja nett. Ich hätte auf 3.3V-Regler für USB getippt.
Kannst du noch etwas zu den parasitären Thyristoren sagen?
Jerome schrieb:> AT32UC3C064C-U
Im Datenblatt steht ja was:
6.1.4.1 Maximum Rise Rate
To avoid risk of latch-up, the rise rate of
the power supplies must not exceed the values
described in
Table 7-2 on page 51
.
Recommended order for power supplies is also described in this table.
Hast du die Verzögerung über ein RC Glied gemacht?
Wenn ja, fällt ja dauernd eine Spannung bei Betrieb über dem R Glied ab
oder?
Mich würde es auch sehr interessieren wie dieses sogenannte Latch Up
Problem behoben werden kann, ich hatte das mal mit einem uC von Altari,
da reichte allerdings eine Diode.