Cloud-Aquariumheizung

Gast #3982578
Hallo Zusammen,

da Strom eigentlich zu schade zum nur verheizen ist und es mittlerweile 
günstige und einigermaßen leistugnsfähige (HDMI-) Stick-PCs gibt, bin 
ich am überlegen mir daraus eine Aquariumheizung zu bauen.

Der Stick soll also in einem Glasgehäuse (möglichst klein natürlich, z.b 
diese langen Olivengläser oder Smoothie-Flaschen) im Aquarium versenkt 
werden und dort mit seiner Abwärme für die Heizung sorgen. Dabei kann er 
z.B. als Boinc-Client nach Asteroiden suchen oder Proteine falten oder 
was auch immer. Per herausgeführter Wlan-Antenne holt er sich dann neue 
Arbeitspakete..

"Externe" Lösungen (z.b. Wasseerkühlung in den Aquariumskreislauf) 
scheinen mir nicht praktikabel. Direkt angeschlossen würde das wohl sehr 
schnell zu Algenbildung im Kühlkörper führen, ausserdem entsteht bei den 
kleinen Leistungen ein großteil der Wärme nicht an der CPU sondern an 
Spannungswandlern etc.. Kupfer und andere Metalle sind wiederum für die 
Aquarienbewohner problematisch.

Da es wohl schwierig sein dürfte den Stick temperaturgesteuert an- und 
auszuschalten, soll das ganze erst mal einfach durchlaufen. Ich habe mal 
gemessen und komme auf einen durchschnittlichen Heizbedarf von gut 10 W. 
Wenn das ganze Konstrukt also so viel braucht, kann er in der 
Heizperiode einfach durchlaufen. "Spitzenlasten" werden durch einen 
traditionellen (Widerstands-) Heizstab abgedeckt.

Kennt jemand eine Plattform in der gesuchten Größe/Format und einer 
Leistungsaufnahme bei Vollast von etwa 10W?
Gast
Falsches Foum:

> Forum: Projekte & Code
>
> Hier könnt ihr eure Projekte, Schaltungen oder Codeschnipsel vorstellen
> und diskutieren. Bitte hier keine Fragen posten!
Gast
nick-tech schrieb:
> Da es wohl schwierig sein dürfte den Stick temperaturgesteuert an- und
> auszuschalten, soll das ganze erst mal einfach durchlaufen.

Solltest Du aber machen, sonst könnte es im Sommer auch mal zu warm 
werden.

Der Computer kann ja ein externes Temperatursignal einlesen und dann den 
Prozessor runtertakten.

Zur besseren Wärmeübertragung wäre das Einlegen in Öl sinnvoll.
Ich verstehe zwar nicht warum das nicht in das Projekte Forum passt, 
aber gut.

Im Sommer kann ich die Konstruktion auch einfach ausstecken/manuell 
herunterfahren. Mir geht es darum dass die Leistung so bemessen ist, 
dass ein Takten größtenteils vermieden wird.

Hat jemand eine Idee für eine geeignete Plattform? Alle "Stick-PCs" die 
ich bisher gefunden habe bewegen sich in der 2-4 Watt klasse. Das ist 
dann schon ein bisschen arg wenig..

Das mit der Wärmeübertragung hab ich mir auch schon überlegt. Allerdings 
gefällt mir der Gedanke an Öl im Aquarium nicht so wahnsinnig gut. Aber 
mit vollentsalztem Wasser sollte das ja auch funktionieren..
Nick Knatterton schrieb:
> Allerdings
> gefällt mir der Gedanke an Öl im Aquarium nicht so wahnsinnig gut.
Wenn man das Ganze in ein Edelstahlrohr o.Ä. verpackt, sollte mMn nichts 
passieren.
> Aber mit vollentsalztem Wasser sollte das ja auch funktionieren..
Mit der Zeit werden sich Metallionen von den Lötstellen usw. im Wasser 
lösen und es wird Leitfähig.
Gast
Letztlich wandeln beide elektrische Energie in Wärme um.

Wobei der Stick dabei noch Informationen verarbeitet.

Interessante Frage: Macht der das für lau? Also wird beim Stick 
genausoviel Wärme aus der elektrischen Energie erzeugt wie bei 
derAquarienheizung? Wenn der Stick zum Beispiel eine Festplatte 
defragmentiert, wird ja die Entropie der Platte kleiner, die Ordnung 
nimmt zu. Wird dabei ein winziger Teil der Energie abgezweigt, so eine 
Art Massendefekt der Informatik?

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